Heute habe ich "Holz" von mehreren Hochzuchthibis bekommen und per Spaltpfropfung veredelt.
Befestigung mit Kunstbast, wie hier bereits erwähnt. Die Holzstücke waren 5 Tage unterwegs. Die Schnittflächen waren angetrocknet und erst durch keilförmiges Zuschneiden war wieder Pflanzensaft an der Oberfläche. Der Keil wird dann bündig in den mittig ausgeführten Einschnitt in der Unterlage gesteckt. Es treffen also frisch geschnittene Gewebe aufeinander.
Wenn nun eine Pflanze einreißt und die offenen Stellen mehrere Tage offen an der Luft abtrocknen, dann habe ich Zweifel daran, dass diese nochmal eine feste Verbindung eingehen können.
Trotzdem finde ich die Idee gut, die beiden Teile mit Kunstbast zusammen zu binden.
Wenn beide Seiten noch im Saft stehen, bekommt man wieder das Bild einer intakten Pflanze, auch wenn der Riss nicht mehr verheilt. Der Kunstbast kann auf Dauer aber den Stamm beim Durchmesserzuwachs durch Einschnüren behindern. Man könnte ihn dann austauschen...