Hallo,
gegen Spinnmilben und Konsorten hab ich vor dem Einräumen zweimal (7 Tage Abstand - laut Hersteller - manche machen dies wohl, insbesondere bei dem Celaflormittel, dreimal im Abstand von 4-5 Tagen) mit Neem von Bayer gespritzt; ich hab es aber noch draußen gemacht, weil ich nicht weiß, wie giftig es ist; in Bayer Neem ist aber nur ein einziger Bestandteil des Neem, nämlich das Azadirachtin. enthalten, deshalb hat es auch eigentlich nicht gestunken, reines verdünntes Neemöl soll da schon richtig stinken. Ich habe es bei meinen Pflanzen Hibis, Plumerien, Hawaiipalme, Banane (je 2mal) und auch einmal bei den Adenien gespritzt, es hat gut gewirkt, die Blätter der Hibis glänzen anschließend richtig schön. Nur vom mehrfachen Hin- und Herräumen sind dann nach dem Einräumen in die Wohnung ein paar Blätter und Kapseln abgefallen, aber es hält sich noch im Rahmen; dann bekamen alle für die weitere Zukunft noch ein Zäpfchen (Compo) und mal sehen, was sich tut. Bisher hatte ich nur an zwei Pflanzen ein paar Läuse an den Blüten entdeckt, aber aufgrund der Größe der Töpfe hätte ich teilweise eher 2 Zäpfchen nehmen müssen, so dass ich dann schnell das entsprechende Granulat nach gelegt habe und jetzt ist wieder alles ohne Insekten und Spinnmilben. Sonst hatte ich jedes Jahr fast sofort Probleme mit den Spinnmilben.
Früher hab ich immer die Kaliseife-Brennspiritus-Lösung (http://green-24.de/forum/ftopic18910.html - aber keine Schmierseife aus der Drogerie nehmen, da diese weitere Substanzen wie Duftstoffe usw. enthält, die die Pflanzen schädigen kann!) hergestellt und damit die Pflanzen tropfnass gesprüht; dies musste ich, um die Viecher einiger Maßen unter Kontrolle zu halten und wegen der nachfolgenden Generationen, dann aber fast jede Woche machen, da dies im Gegensatz zu den Neemprodukten keine systemische Wirkung (zieht nicht in die Pflanze ein und wirkt von innen länger) hat. Bei allein fast 70 Hibisken ist mir dies aber jede Woche zu umständlich. Was mir nur auffällt, wenn man jetzt die Blätter anfasst und hinterher etwas isst, hat man noch immer einen etwas bitteren Geschmack; das Neemprodukt befindet sich also immer noch auf bzw. in den Blättern. Ich kann es nur empfehlen - es soll die Schädlinge wohl auch nicht resistent machen; sie mögen einfach den bitteren Geschmack nicht und ziehen zum Nachbarn (so hoffe ich auch weiter).
Zu Parraffinöl hab ich damals gelesen, dass es nicht von allen Pflanzen gleich gut vertragen wird und die Blätter von einigen Pflanzen und die Pflanzen selbst dann ggf. ersticken könnte; dies sollte man daher vorsichtig vorher testen.