Hallo,
ich habe mal wieder ein paar Problemchen, meine veredelten Hibisken betreffend...
Stichwort Welkekrankheit bzw Wurzelfäule
Ich habe mir ja im Februar 5 Hibisken bei Gommer geleistet - Icon, Jolanda Gommer, White Diamonds, Rum Runner und Misbehavin.
Rum Runner hat letztzens geblüht - der Wahninn!
White Diamonds ist inzwischen im Hibiskenhimmel (bzw. als blattloses, aber immernoch leicht grünes Gerippe unter einer Abdeckhaube) weil er mehr oder weniger plötzlich aus heiterem Himmel die Blätter hängen ließ.
Ich hab mir ja schon gedacht dass es die Wurzeln sind, aber warum... ?
Vorgestern ist mir dann beim 2. Hibiscus (Icon) aufgefallen dass die Blätter schlaffer werden trotz feuchter Erde, ein langsam schleichender Prozess
Habe davon mal einen Ast abgeschnitten und ins Wasser gestellt (auch unter Abdeckhaube)
Daraufhin hab ich mal wieder bei Hidden Valley Hibiscus gestöbert und gelesen, dass in solchen Fällen "der Klassiker" wäre, die Erde mit einer Chlorlösung durchzuspülen (1 pint Haushaltsbleibe auf 2 quart Wasser = ca 0,5l Bleiche(z.b. Dan Clorix) auf ca. 2 Liter Wasser). Soll manchmal helfen, manchmal auch nicht.
Ich habe das auch bereits getan und bin mal gespannt ob ich durch das Chlor der Pflanze nicht erst recht den Gnadenschuss gegeben habe.
Wirklich sehr ärgerlich, wo ich doch wirklich darauf achte nicht zu viel und nicht zu wenig zu gießen.
Verdachtsweise könnte es auch an der Axoris-Gießanwendung liegen, welches den Wurzeln dieser Unterlage nicht bekommt ? Den anderen dreien gehts aber vergleichsweise gut!
Ich habe ehrlich gesagt das Gefühl, dass es meinen wurzelechten Hibisken deutlich besser geht als den veredelten. Mein Steckling von "Bonny B." geht jedenfalls ab wie ne Rakete mit dermassen grossen Blättern und dicken Stängeln, da sehen die veredelten Pflanzen blass gegen aus.
Auch meine beiden Sämlinge gedeihen dermassen gut, dass ich wirklich überlege, von denen Stecklinge zu machen und diese als Unterlage zu nutzen.
Übrigens, ich habe ja mal berichtet dass von den 5 Sämlingen 2 geblüht haben und das nach wie vor tun(!!), die anderen drei aber kurz vorm Abnippeln sind, kein Wochen kein Wachstum, tendenziell hängende Blätter, ohne Abdeckung quasi nicht lebensfähig. Aber auch keine absterbende Blätter. Die drei sind wie erstarrt. Seit Wochen!
So langsam beginne ich zu glauben dass diese 3 auf eigenen Wurzeln nicht lebensfähig sind. Sehr schade.
Werde nochmal einen weiteren Hidden-Valley-Tip versuchen und wenn das nichts bringt, gehts in die Tonne: die geben als Stressreduktion den Pflanzen wöchtenlich 2 Teelöffel eines unverdünnten Algenpräparats an den Stamm und "spülen" das dann mit 2 Teelöffeln Wasser in die Erde, solange bis neues Wachstum sichtbar ist. Als "deutsches" Algenpräparat bietet sich Algan ja förmlich an.
Ich bin ja zu allem bereit.
Übrigens, in diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass beim Durchspülen der Erde (die Pflanze war noch im orignal Gommertopf) dunkelbraune "Brühe" ausgeschwemmt wurde, die verdächtig nach Algenpräparat aussah. Vielleicht ein Geheimtip ?
Von Erde austauschen halte ich nicht mehr so viel, denn es reicht ja theoretisch eine Pilzspore um die neue Erde wieder zu kontaminieren, und wer kriegt die Wurzeln seiner Pflanzen schon steril !?
Hibbi