Gartengestaltung schwieriger Boden

 
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 17.06.2021 - 16:05 Uhr  ·  #316
Ich hab auch nix gegen Rasenmähen. Aber ich denke das es wirklich gut ist nen Mulchmäher zu nehmen. Aber dann muss man eben etwas öfter mähen damit nicht zuviel liegen bleibt. Und dafür sind dann die Mähroboter richtig klasse. Allerdings wird dann auch nischt mehr blühen auf dem Rasen
Den Rasen düngen wollte ich auch nochmal. Aber bei der anhaltenen Trockenheit warte ich lieber noch etwas.
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 17.06.2021 - 17:36 Uhr  ·  #317
Ich gehe wieder fast regelmäßig arbeiten, da bleibt kaum Zeit für den Garten.

Aber das Projekt Rankgerüst für die Lieblingsfühlingsclematis ist fast vollendet, Schatzi hat es heute einbetoniert und dann kommt noch wieder die Erde drauf und die ausgebuddelten Blumenfrühblüher wieder einbuddeln. Bei Ausbuddeln habe ich so eine freche Gang Nackertsche gefunden und diese gleich vom Leben zum Tode befördert. Ich vermute sie als Schuldige in Sachen abgefressene Clematisstecklinge und komplett gemeuchelte Physalisbabys. 8-)

Mal schauen, dass ich am Samstag mal wieder etwas Rasenmähen schaffe.

Meine Kürbisse in ihren Kübelhochbeeten sind am explodieren, sprich denen gefällt die Temperatur und mein gelegentliches Gießen.

Hier wird alles grad gekocht bei 33 Grad, sprich, ich muss nicht nur den Garten wässern, sondern auch den Balkonpflanzen Wasser und Nährstoffe geben.

Und den Teich müsste ich ebenfalls nochmal etwas Pflege zukommen lassen, vorallen die Ecke, in der bevorzugter Weise die Vögelei sich gern aufhält.
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 22.06.2021 - 11:21 Uhr  ·  #318
Puh, meine Pflanzen liegen beim Gala Mann und sind abhol- und pflanzbereit.
Allerdings ist hier noch gar nichts vorbereitet. Die Erdhaufen liegen noch wahllos herum und müssen verteilt werden. Natürlich hat es heute Nacht ein wenig geregnet und alles ist nur bazig und schmierig. Und der Minibagger ist momentan auch nicht verfügbar.....
Was heißt dass ich nun die nächsten Tage im ekligsten, schwülstem Wetter mit Schubkarre und Schaufel werkeln darf.... Mir tut ja schon alles weh wenn ich nur dran denke. Aber gut, selbst ist die Frau, mh?
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 22.06.2021 - 11:35 Uhr  ·  #319
Perse, ihr braucht noch so zwei Minibagger ... für die Minimänner im Haus. ;-) Und natürlich für dich!


Bei uns hatte es gestern Nacht immerhin mal wieder 10 Liter Regen gegeben, gleich genutzt und die zweite Runde vorgequollene Erbsen und Bohnen verbuddelt. Nebenherallen Kräuterrückschnitt als Mulchmaterial verwendet ... als Feuchteschutz und als Amselabwehr. Reicht ja, wenn die Herrschaften die wenigen Erdbeeren ernten. 8-)
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 22.06.2021 - 13:29 Uhr  ·  #320
Zitat geschrieben von Loony Moon

Perse, ihr braucht noch so zwei Minibagger ... für die Minimänner im Haus. ;-) Und natürlich für dich!


Gute Idee! Die haben im Sandkasten einen Sitzbagger, den werde ich gleich mal umsetzen und es ihnen als Spiel verkaufen. :D

Es ist heute wieder so schwül und drückend.... Aber da muss ich jetzt durch. Ich geh nur noch schnell die Motivation suchen...
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 04.07.2021 - 19:22 Uhr  ·  #321
Am Samstag habe ich meinen Problemhang mal etwas Zeit gewidmet.
War ja schön trocken und die div. Wildkräutlein (sprich Unkraut) hatten zu sehr die Oberherrschaft gewonnen. Also ran an den Feind und ordentlich durchlichten. Und siehe da, die ausgepflanzen Babys aus Gingko Wolfs Sämereispende vom Vorjahr kommen so langsam. Denn zumindest eine Kugeldistel kommt.
Auf Jeden Fall werde ich mich doch nochmals mit der Bestückung des Hanges kümmern müssen, die Trockenheit der letzten Wochen (jaha, auch das gabs in D) ist wirklich beängstigend. Die Erde schrumpft regelrecht zusammen, so dass die sogar die Narzissenzwiebeln rausgucken. <_<
ABER positiv kann ich vermelden, dass die fetten Hennen sich sehr wohl fühlen und ihrem Job Bodenbedeckung nachkommen.
Erfreulich für mich war auch, dass der Teich Gott sei Dank nicht sehr veralgte, so hielt sich die Säuberung auch in Grenzen ... nur die Seerosen mussten versorgt werden, sprich, das Abgestorbene abgefischt werden.
Im Augenblick könnte der Tag 48 Stunden haben, damit man für den garten genügend Zeit hat.
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 18.08.2021 - 11:55 Uhr  ·  #322
Hallihallo,
jetzt habe ich mich lange nicht mehr gemeldet.
Mein Handy quillt über vor lauter Gartenfotos aber die sind alle immer zu groß um sie hier direkt hochzuladen,
Irgendwie muss ich mir mal was überlegen, wie ich die einfacher in der Größe ändern kann...

Wo fang ich jetzt an zu erzählen....

Der Gartenzaun steht, einige Feinheiten wie die Abdeckungen der Säulen fehlen noch.
Bepflanzt ist auch ziemlich fertig und der viele Regen hat echt gut getan und ich musste nicht viel gießen. Herrlich.

Mein Gemüsebeet hat mich dieses Jahr sehr, sehr traurig gemacht. Wir haben so unglaublich viele Nacktschnecken und ich kann nicht wirklich was dagegen tun, da um unser Grundstück herum von allen Seiten nur Wiesen sind und die daher gekrochen kommen.
Die Mistviecher haben mir alles abgefressen, und zwar wirklich alles. Sehr viele Blumen die ich in die Rabatten gesetzt habe, mein halbes Kräuterbeet (die saßen sogar im Thymian drinnen) und mein ganzes Gemüse. Sogar meine Tomaten haben sie ausgehöhlt, nur noch die rote Hülle war da. Und das, obwohl überall steht, dass Schnecken keine Tomaten mögen.
Aber meine Tomaten bringen mich zum weinen wenn ich nur dran denke. Ich hatte SOOO viele dran und war lange von der Braunfäule verschont. Und plötzlich gings los. Die einen Tomaten von den Schnecken angefressen und die anderern wurden braun und matschig. Ich habe dann einen großen Korb voll mit grünen Tomaten geerntet und zur Nachreife im Haus ausgelegt, aber leider war hier der Erfolg nur mäßig. Die Tomaten wurden orange und dann braun. Also wieder alles für die Tonne.
Eine Gurkenpflanze konnte ich vor der Schneckenflut retten indem ich sie in einen großen Topf gepflanzt und auf eine Art "Säule aus Blumentöpfen" sehr hoch gestellt habe. Und was war? Drei Stück konnte ich ernten und dann kam der Mehltau.
Dann wollte ich in die gerodeten Tomatenbeete Rosenkohl pflanzen - nach zwei Nächten war nicht mal mehr ein Stängel im Beet dank den Schnecken.
Was war ich wütend!! Dann bin ich losgezogen und habe Schneckenkorn besorgt. Obwohl ich mich echt lange dagegen gewehrt habe. Und dann? Hab ich nur noch fünf mickrige Kohlrabipflänzchen bekommen. Gut, gekauft und gepflanzt und nun ist der Herbst da. Armseelige 13°C, Nieselregen und Nebel. Bitter.

Dafür habe ich mich ausgiebig bei meinem Mann über die miserable Gemüseernte in meinen provisorischen Hochbeeten ausgelassen dass er nun doch die richtigen Hochbeete am richtigen Platz plant :D Kein Schaden wo nicht auch ein Nutzen (:

Vor zwei Wochen haben wir Himbeeren, Brombeeren und Rhabarber gepflanzt. Der Rhabarber schaut nicht ganz so glücklich aus momentan, ich hoffe dass er sich holt.


Ganz verrückt sind meine Apfelbäume in der Obstwiese.
An zwei Bäumen hängen Äpfel und Blüten dran, ich weiß nicht, was ich davon halten soll.


Vor einiger Zeit waren wir an der Nordsee in Niedersachsen im Urlaub und ich war begeistert und überrascht von dieser völlig anderen Gartenkultur als bei uns. Und so viele bunte Hortensien, die waren herrlich anzusehen!
(Und da hab ich mich wieder gefragt, wo denn die liebe Henrike steckt???)


Meine Rosen entwickeln sich traumhaft.
In das Rosenbeet mit den gelben und weißen Rosen habe ich in die Zwischenräume nun doch nur zwei Fettehennen gesetzt und keine Pfingstrosen. Jetzt, nachdem die Rosen schön buschig werden, habe ich gemerkt dass doch nicht so viel Platz vorhanden ist wie gedacht.

Mein Chaosbeet an der Haustüre ist auch schön gewachsen und hat nun endlich Form und Farbe und nicht nur Chaos. Und soo viele Insekten tummeln sich darin, ein Traum!


Wenn es jetzt dann richtig Herbst ist bekomme ich in den Vorgarten noch zwei Bäume.
Es wird nun tatsächlich die geliebte Eberesche werden und ggf. eine Hopfenbuche. Passt zu uns ins Hopfenanbaugebiet (:
Und an das Firmengelände vorne kommt eine Linde hin. Die gefällt mir und Lindenblütentee kann man auch immer brauchen :D

Und nun gehe ich mal wieder Unkraut zupfen, was soll man denn sonst machen (:

Viele Grüße,
Perse
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 29.08.2021 - 16:13 Uhr  ·  #323
Nach einigen technischen Schwierigkeiten auch mal wieder ein paar Beiträge von mir zum Thema.

Im Augenblick kann ich nicht klagen, was die Feuchtigkeit angeht. Seit Anfang August kommt es doch glatt zu Dauerregen ... also nicht nur mal ein paar Stündchen, sondern wirklich richtig fetter Regen ... sollte Petrus da was nachholen?
Leider kann ich bezüglich der fetten braunen Nackertschen genauso jammern wie du, Perse. Praktisch haben die Viecher den Garten kahlgefressen, egal wohin man schaut. Ich gehe jetzt schon mit Messer und Eimer umher, um nicht komplett auf den Viechern auszurutschen.
Das Kartoffelkraut besteht nur aus Stielen, die Bohnen sind auch fast weg, die roten Beete leere Hüllen, im Kürbiskübel verstecken sich die Biester auch, Melone ... vergiss es. Fallobst ist auch gern gesehen. Selbst unter dem Vogelfutterkasten habe ich gestern welche gefunden. <_<
Selbst meine Sommergäste im Garten, meine Zimmerpflanzen mussten sich der Biester erwehren.

Rasen wächst wie Hulle dank der regelmäßigen Bewässerung, die Kletterrosen Bobby James explodierten förmlich ... und zugleich stehen etliche Kandidaten noch fürs Einpflanzen bereit. Unter anderem eine geschenkte Pfingstrose.

Der Hang müsste auch wieder beackert werden, bzw. wurde am letzten Samstag teilweise vom Umkraut befreit. Aber bei diesem Regen kann man kaum draussen bleiben.

Fakt ist, die Gärten in/anderen Gegenden (jaha, wir waren auch mal weg) sehen meist besser aus als der Eigne. ;-) Aber zugleich beneide ich alle, die keinen Lehmboden haben.
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 29.08.2021 - 21:03 Uhr  ·  #324
Keine Glück beim Gemüse? Kommen auch wieder bessere Tage. Kartoffeln gehen bei mir irgendwie nicht mehr. hab sie gerodet weil auch bei mir nix mehr dran war. ne mickrige Portion kam rum. Tomaten haben schon Braunfäule. Aber wen wundert das. Die Nächte sind schon kühl und immer wieder regnet es.
Rote Bete geht bei mir aber ganz gut. Kartoffeln dafür nicht.
na zum glück müssen wir uns davon nicht ernähren.

Stimmt fremde Gärten sind immer schöner, ordentlicher, einfallsreicher oder was auch immer;)

Obstbäume mit Blüte im Herbst kenne ich auch. Aktuell blüht meine Sauerkrische. Aber am Apfel hatte ich das auch schon.

Meine Rosen wachsen in diesem jarhr zwar auch gut. Aber die Blüte ist nicht so üppig wie sonst.
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 29.08.2021 - 21:20 Uhr  ·  #325
Mir geht es auch so, ich werde einfach nicht fertig im Garten. Weil es ständig feucht und warm war wächst alles wie wahnsinnig. Müsste jede Woche Rasen mähen, kann ich aber nicht. Das Unkraut wächst wie verrückt dieses Jahr besonders Hühnerhirse oder Bluthirse, es macht alles kaputt selbst der Rasen ist voll davon. Wenn man ein Stück von befreit hat ist in drei Tagen wieder Neues da und so schafft man nie den Garten davon zu befreien. Und Nacktschnecken gibt es wie verrückt.
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: 29.08.2021 - 21:47 Uhr  ·  #326
Tomaten auf dem Balkon haben sich tapfer bis jetzt gehalten, die im Garten hatte ich leider dann doch sehr Regenexponiert stehen ... Krautfäule und Nacktschnecken erfreuen doch das Gärtnerherz. :ninja:

Und was das Rasenmähen angeht ... so wie ich Zeit und Kraft habe ...
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: Gestern um 00:40 Uhr  ·  #327
Zitat
...
(Und da hab ich mich wieder gefragt, wo denn die liebe Henrike steckt???)
...
Hier bin ich.
Hatte viel zu tun; wenig Zeit und dank eines gemeuchelten und nicht mehr vorhandenen Blogs auch zwischenzeitlich einfach keine Lust mehr.... (waren immerhin fast 200 Beiträge, die ich da aufwändig zusammengesammelt hatte...)

Na ja, heute den PC angemacht, den Browser aktualisiert und dachte, schaust trotzdem mal rein...

Das zur Vorrede, der Rest steht alles im Thread "Vermisste User".... - wer sich also für alle anderen Beweggründe und Umstände interessiert, der sei dorthin verwiesen. ^_^

Jaaaa....
Bezüglich der papiernen Gartenplanung hinsichtlich Lehmboden bin ich zu nix gekommen. Es gibt also noch immer keinen Pflanzplan (und wird wohl auch keinen geben, denn ich schaff's zeitlich einfach nicht).
Aber Pflanzen als Vorschläge, die Lehmboden vertragen, die kann ich machen!! *großesGrins*

* Astilbe chinensis var. taquetii 'Purpurlanze' - Rote Kerzenspiere
Staude
- ca. 100cm hoch
- eine verhältnismäßig robuste Astilbe, die eingewachsen sogar recht trockenheitsverträglich ist
- frischer Boden ist ihr auch lieb
- sie macht kurze Ausläufer und sich etwas breit

* Carex grayi - Morgenstern-Segge
Gras
- ca. 60-80cm hoch
- Kuriosum! - die Fruchtstände sehen wirklich wie kleine Morgensterne aus und eignen sich für die Trockenbinderei
- sie ist wintergrün, sprich man sieht in milden Wintern auch noch was von ihr
- sie ist anpassungsfähig und mag alle frischen bis nassen Standorte!
- sie ist horstig, bleibt am Platz, kann sich aber an ihr zusagenden Standorten aussäen

* Centaurea dealbata - Kaukasus-Flockenblume
Staude
- ca. 80cm hoch werdend
- treibt Ausläufer und macht sich gerne breit!
- man kriegt sie nach einem Rückschnitt zur Wiederblüte
- mag sonnige Standorte auf trockenen bis frischen Böden
- kleine Anmerkung von mir: sie braucht definitiv Platz! - in Töpfen gedeiht sie nicht oder kränkelt dort nur und ich hatte den Eindruck als ob sie Nährstoffe mag...

* Centaurea montana - Berg-Flockenblume
Staude
- liebe Perse, die hast du bereits, du nennst sie immer "Kornblume" - wir hatten das Thema schon mal...

* Crocus tommasinianus - Elfen-Krokus
Geophyt
- recht "lütt" mit ca. 10cm Höhe
- verträgt eingewachsen am Standort in gewissem Maße Trockenheit
- verwildert gern und reichlich! - über Tochterzwiebeln und Aussaat
- blüht früh (Feb-März), ist sehr bienenfreundlich (auch Wildbienen mögen sie gern!)
- man rechnet für flächiges Pflanzen ca. 400 Zwiebeln pro qm, alle 5-10cm
- empfehlenswerte Sorten außer der reinen Wildart sind:
> 'Ruby Giant', sehr großblütig, tiefes blauviolett, sehr vermehrungsfreudig, wenn auch nur über Zwiebeln (ist steril, bildet keine Samen aus)
> 'Barr's Purple', ein Zwischending zwischen 'Ruby Giant' und der Wildform was die Blütengröße angeht, ist eine eher rotviolette Sorte, sät sich aus und verwildert gern sowohl über Aussaat als auch Zwiebeln

* Echinops bannaticus - Bannat-Kugeldistel
Staude
- ca. 100cm hoch
- möchte Sonne
- kommt auch mit Lehmböden klar

* Leonurus cardiaca - Herzgespann
Staude
- ca. 100cm hoch
- frischer Boden wird bevorzugt
- ist eine heimische Wildstaude, deshalb sehr wertvoll für Wildbienen und Hummeln
- sie mag sogar Lehmboden, der tonige Anteile hat (also noch "dichter" und schwerer ist)
- man braucht zwei Pflanzen pro qm

* Leucojum vernum - Märzenbecher
Geophyt
- ca. 20-30cm hoch
- möchte eher frischen Boden haben
- man sollte ihn direkt pflanzen, weil er trockene Lagerung nicht verträgt!
- es kann sein, dass er sich etwas "mäkelig" gibt und im ersten Jahr nach der Pflanzung nicht blüht; dann muss er sich erst an den Standort gewöhnen
- mit Lehmboden hat er eher kein Problem, es darf auch gern humos sein
- man rechnet mit 100 Zwiebeln pro qm, will man sie flächig pflanzen und setzt sie alle 10-20cm
- er blüht im zeitigen Frühjahr, meist nach dem Schneeglöckchen oder manchmal auch zeitgleich mit ihm (Feb-März)

* Liatris spicata - Prachtscharte
Staude
- ca. 60-80cm hoch
- blüht etwas "kurios", nämlich von oben nach unten; je nach Sorte weiß oder rotviolett/blauviolett
- sie ist eine prima Bienenweide! - Schmetterlinge lieben sie auch
- sie mag es gern frisch bis feucht; wichtig wäre ein Schutz vor Winternässe!

* Miscanthus sinensis 'Kleine Silberspinne' - Chinaschilf
Gras
- ca. 110 cm hoch
- treibt spät aus (erst ab Mai etwa)
- wächst kompakt, straffer Wuchs
- Blätter sind sehr schmal
- ist sehr reichblütig (Aug-Sept), dabei stehen die Blütenstände nur wenig über dem Laub

* Narcissus 'Mount Hood' - Weiße Trompeten-Narzisse
Geophyt
- ca. 45cm hoch
- ist robust, anpassungsfähig und langlebig
- liebt humosen, nahrhaften Boden, der definitiv frisch sein sollte (Trockenheit mag sie nicht)
- sie kann auch mit Halbschatten zurechtkommen (Sonne geht natürlich auch)
- man rechnet ca. 25 Zwiebel pro qm, im Abstand von 20-30cm
- die Blüten sind für Insekten zugänglich, allein der Nektar- und Pollenwert ist nicht soo hoch und zeitgleich blühen meist schon andere ergiebigere Futterquellen, z.B. Weiden (März-April)

* Panicum virgatum - Ruten-Hirse
Gras
- je nach Sorte zwischen 60 und 140cm hoch werdend
- möchte Sonne haben
- mäßig trockener bis frischer Boden wäre gut
- treibt spät aus (ab Mai etwa)
- ist eine imposante Gestalt, gut als Solitär oder in kleinen Grüppchen (max. zu dritt)
- Menge der Pflanzen ist abhängig von der Größe der Pflanze: bei großen Sorten eher nur eine bis max zwei Pflanzen pro qm; bei kleinere können es auch bis drei Pflanzen sein
- der Wuchs ist abhängig von der Sorte, schöne Sorten sind z.B.:
> 'Hänse Herms', wächst kompakt, ist standfest, ca. 100cm hoch, die Blattspitzen sind rötlich, ab Aug setzt die Herbstfärbung ein (rötlich, von den Spitzen an)
> 'Rehbraun' (Syn. 'Rotbraun'), das Gegenteil zur oben genannten Sorte, wächst eher locker, ca. 120cm hoch, die Blattspitzen verfärben sich rotbraun im Herbst
> 'Heavy Metal', wächst sehr straff aufrecht, wird ca. 130cm hoch, Blätter sind blaugrünlich bereift
> und noch viele, viele mehr...

* Phlox paniculata - Stauden-Phlox
Staude
- je nach Sorte bis 120cm hoch
- verträgt erstaunlich gut Lehmboden (kommt teilweise sogar auf eher schweren Muddeböden zurecht)
- möchte sonnig bis halbschattig stehen
- frischer bis feuchter Boden ist ihm recht
- er blüht in den schönsten Farben! - von weiß über rosa und pink bis violett ist (fast) alles dabei!
- beachten sollte man lediglich, dass alle blauhaltigen Farbtöne empfindlich auf Trockenheit oder starke Wärme/ Hitze/ Sonneneinstrahlung oder beides zugleich reagieren! - da sollte man besser robustere Sorten setzen - zu empfehlen sind laut Foerster Staudenkatalog und Gaissmayer:
> 'Anne' blüht weiß, duftet, ist gut standfest und gesund
> 'Bright Eyes' blüht rosa mit rotem Auge, ist anpassungsfähig an den Boden und im eingewachsenen Zustand relativ trockenheitsverträglich
> 'Prospero' blüht hellviolett mit weißer Mitte, duftet stark, ist im Verhältnis zu anderen "blaublütigen" Sorten recht robust, kann aber in eher kühlen regenreichen Regionen und in Kombi mit schweren Lehmböden sehr üppig in puncto Wuchs und Blüte sein
- noch eine Anmerkung von mir: meine Eltern haben Stauden-Phlox im Garten und dieses Jahr Unmengen Nacktschnecken im Garten gehabt (wieder mal o.O ), aber den Phlox haben sie nicht angerührt!

* Sporobolus heterolepis - Tautropfengras
Gras
- Höhe ca. 60cm
- treibt spät aus (erst ab Mai)
- die Blätter sind schmal, der Blattschopf überhängend bis liegend; färben sich im Herbst gelb bis hell kupfern
- die Blüte duftet süßlich (als einziges Gras!)
- die Pflanze mag Lehmböden! - sie können mäßig trocken bis feucht sein, da gibt's keine Probleme!
- sie möchte sonnig stehen
- toll sehen flächige Pflanzungen aus, aus denen sich Blütenstände von Stauden herausstrecken:
Sporobolus heterolepis mit Echinacea
- man rechnet mit ca. 7-9 Pfl. pro qm; Pflanzabstand ca. 40cm
- sie wächst horstig, macht also keine Ausläufer und bleibt am Platz

So..... das wird dir wohl nun wieder ordentlich zu denken geben, liebe Perse, denke ich....
Und der Beitrag ist schon wieder so lang.... herrje!
Dann muss ich mich jetzt kurz fassen!

Der Baum treibt mich noch um, der am Eingang....
Linde ist okay, aber 'ne Sommer-Linde würde ich nicht empfehlen.
Sommer-Linden haben Probleme mit der Kombi aus Trockenheit und Hitze, außerdem werden sie meist deutlich stärker von Blattläusen heimgesucht als z.B. die Winter-Linden (wobei auch diese nicht verschont werden).
Desweiteren haben sie Probleme mit Streusalz (aber da sind ja fast alle Bäume mehr oder weniger empfindlich).
Nein, was mich neben der Läusegeschichte so abtreibt von der Sommer-Linde ist die Tatsache, dass sie eher kühl-feuchte Lagen bevorzugt (ist ein Baum der Hartholz-Aue) und bei euch ist ja alles recht offen, aber keine Gewässer in der Nähe, nur Acker, Wiesen und die Straße....

Die Winter-Linden haben trotz entgegengesetzter Behauptungen auch mit den Blattläusen zu kämpfen, auch wenn manche Stimmen sagen, die Läuse mögen die relativ glatten und eher kleinen, "harten" Blätter nicht...
Die einzigen Linden, die von Läusen verschont werden, sind Silber-Linden (Tilia tomentosa), diese haben eine wollfilzige, silbrigweiße Blattunterseite, die die Läuse schlichtweg nicht mögen!
Silber-Linden werden riesig groß, brauchen viel Platz (selbst die Sorte 'Brabant' wird nicht wirklich kleiner) und sie machen eine sehr dunkle Krone (sind aber deshalb auch prima Schattenspender).
Noch so eine Behauptung, die nicht stimmt: der Nektar der Silber-Linden ist NICHT GIFTIG für Insekten!
Diese Behauptung ist eine Fehleinschätzung, weil man im Sommer häufig tote oder sterbende Hummeln unter den Silber-Linden fand und dachte deshalb, dass der Nektar giftig sei.
Fakt ist: Silber-Linden blühen recht lange, produzieren aber nur eine bestimmte Zeitspanne lang Nektar und duften aber die ganze Zeit über (auch wenn sie kaum noch Nektar haben)! Hummeln, Bienen und Co., die über sommers wenig oder kaum noch Nahrung finden, riechen diese Nektarquelle über Kilometer, fliegen dorthin, sind vllt schon mehr oder weniger ausgehungert und finden dann zu wenig Nektar vor und sterben deshalb! - und nicht weil der Nektar giftig ist....

Wenn du dir also noch Gedanken zu dem Baum am Eingang machen kannst, dann denke noch drüber nach.
Eine Sommer-Linde empfehle ich jedenfalls nicht (reinen Gewissens)!

Die Esskastanie (oder Marone) fand ich auch ganz gut. Typisch sind diese Bäume für die Pfalz, dort werden sie wegen ihrer Maronen angebaut und liefern einen sehr tollen, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftigen, weil herzhaft würzigen Honig. :P Ich für meinen Teil esse diesen Honig gern und Esskastanien wachsen sogar im Tiefland, hier bei uns in Eberswalde stehen sie überall am Finowkanal. Der Klimawandel trägt da wohl auch seinen Teil zu bei.

Vielleicht fallen mir noch andere Bäume ein, darüber muss ich erstmal nachdenken....
Das mache ich nicht mehr heute.... *lach*

Bis demnächst mal wieder.
lg
Henrike
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Re: Gartengestaltung schwieriger Boden

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Gepostet: Gestern um 07:49 Uhr  ·  #328
Ein Töpfchen mit Miscanthus steht auch noch zur Pflanzung bei mir bereit ... und dass trockene Schilf soll man wunderbar als Mulchmaterial verwenden können.
Aber bei 3-5 Stengelchen muss ich mich wohl noch etwas gedulden.
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