Nun, Chiva^^
Wir haben im Chat ja drüber geredet, aber ich wiederhole es gern nochmal für euch alle.
Ich rate jedem, der ein Moorbeet möchte zuallererst ein Jahr damit zu warten, wenn er noch keine Fleischis hat.
In dieser Zeit gewöhnen sich die Pflanzen an ihren neuen Standort und man erfährt eine Menge über sie und ihre Reaktionen auf Kulturfehler. Im Moorbeet könnte es als Anfänger wirklich chaotisch zugehen.
Die Vorbereitungen:
Zuerst sollte man in aller Ruhe seinen Garten beobachten. Dabei sind folgende Schwerpunkte zu beachten:
Scheint dort für ca 6 bis 9 Stunden volle Sonne amTag?
Ist zwischendurch auch mal Schatten?
Steht kein Baum oder hohes Gestrüpp in der Nähe?
An welcher Seite des Hauses ist es? Nord, Süd, Ost,West?
Passt es sich in meinen Garten, am Teich, am Beet auf dem Rasen,... optisch gut an?
Von welcher Seite sieht man es?
Der Beginn:
Dann sollte man sich die Größe überlegen. Soll die Oberfläche schon 2 oder 3qm haben oder will ich nicht doch lieber erstmal mit einem beginnen? Letzteres wäre meistens dochlieber zu empfehlen.
Also, ist der Standort gewählt, überlegt man sich noch, ob es in Teichfolie soll oder in einen großen bzw kleinen Zementmischbottich.
Ist auch diese Whal getroffen, macht man den ersten Spatenstich und hebt eine ca 60cm tiefe Grube aus, wie man er vom Teichbau her nunmal kennt. Der Boden sollte jedoch relativ waagerecht bleiben.
Für den Bottich wird ein kreisrundes Loch gestanzt, in das dieser passen soll. Hierbei sollten die Maße des Bottichs ca 80cm Durchmesser oben und ca 60 cm Tiefe sein.
Ist das Loch fertig, muss vor allem auf Steine oder Glas bei der Folie geachtet werden. Eine Teichfolie von ca 1mm Dicke ist wohl ok. Bei besonders Steinigen Böden kann in die Grube noch eine Filsdecke eingelegt werden, dann kommt die Folie drüber.
Die Folie sollte möglichst glatt auf dem Boden sein, d.h., wenig Falten.
Dann wird sowohl bei Bottich alsauch bei Folie der Boden mit umgedrehten Plastiktöpfen ausgelegt. Diese dienen als Wasserspeicher. Dabei muss man schon weiterdenken: Wo sollen die Pflanzen später einmal höher stehen, wo tiefer? Wo sie tiefer stehen, kommen kleinere Töpfe hin (ca 20cm hoch). Wo die Höhe der Erde später normal ist, kommen ca 30cm hohe Töpfe rein und wo sie sehr hoch ist, kommen über 30cmhohe Töpfe rein.
Die Töpfe werden noch mit einer dünnen Schicht Vlies oder einer Schicht Fliegenschutzgitter abgedeckt. Die Töpfe an sich müssen natürlich Löcher im Boden haben .
Die Schmutzarbeit beginnt:
Bevor man mit der Arbeit beginnt, sollte man in einer sauberen Schubkarre den Weißtorf mit Regenwasser getränkt haben; richtig tropfnass.
Dieser kommt nun in den Bottich / die Grube. Vorsichtig wird er zwischen die umgedrehten Töpfe verteilt, bis die Grube / der Bottich bis 10cm unter den Rand gefüllt ist.
Danach kann man (je nach Größe der Grube) ca eine Woche warten.
Der Torf wird sich in der Zeit nochum einiges setzen, bis er ca 15cm unter den Rand gesackt ist.
Nach dieser Woche (mindestens eine) geht es weiter mit emTorf. Eine weitere Schicht wird vorbereitet und mit dem Sand vermischt. Dazu kommt noch Perlite. Jeder kann nach eigenem Bedarf mischen.
Die obere Schicht wird nun nach eigenen Wünschen modelliert. Dort, wo die tieferen Töpfe auf dem Boden stehen, kommen Vertiefungen im Boden hin. Und wo die höheren stehen, kommen die "Hügel" hin. Alles eine Frage der Vorausplanung.
Man kann manche Buchten auch so tief machen, dass in ihnen immer etwas Wasser steht (Skizze dazu auf
www.drosophyllum.com unter der Kategorie Moorbeet). Dort fühlen sich Wasserpflanzen wie Utricularia vulgaris wohl.
Vor dem Bepflanzen lieber noch eine Woche warten, dann kann man sich ans Bepflanzen machen.
[Das individuelle Bepflanzen:[/b]
Man kann nicht nur Karnivoren in das Moorbeet setzen. Auch andere Pflanzen fühlen sich unter den gleichen Bedingungen wohl.
Die Infos habe ich aus diese 2 Seiten:
www.drosophyllum.com und
www.moorbeet.de . Beide Seiten sind deutsch und sehr informativ. Unter dem letzten Link findet man auch nicht-karnivore Begleitpflanzen fürs Moorbeet.
lg,
Ace