Wisteria - Risse im Stamm

 
Azubi
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Wisteria - Risse im Stamm

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Gepostet: 23.05.2024 - 08:06 Uhr  ·  #1
Liebes Forum,

ich habe ein Problem mit Wisteria. Die Pflanzung ist ca 15 Jahre alt und es bilden sich Risse im Stamm, sowohl in der Höhe als auch in Bodennähe. Es liegt aber nachweislich keine Pilzerkrankung vor.

Könnte es ein Trockenschaden sein? Die Pflanzen treiben oben noch aus.

Hat vielleicht jemand eine Idee, was für ein Krankheit vorliegt?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Liebe Grüße
Floranova
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Re: Wisteria - Risse im Stamm

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Gepostet: 23.05.2024 - 09:26 Uhr  ·  #2
Könnte ein Zeichen von Überalterung sein.

Ich weiß ja nicht, wie oft du sie schneidest. Aber wir hatten nach rund 20 Jahren einen radikalen Schnitt am Boden gemacht, eigentlich um die Pflanze zu entfernen. Denkste Tiefwurzler ... und trieb neu aus. Inzwischen wird sie regelmäßig radikal geschnitten.
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Re: Wisteria - Risse im Stamm

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Gepostet: 23.05.2024 - 22:19 Uhr  ·  #3
Hallo

Bestehen die Stämme auf den Bildern aus mehreren verdrehten Trieben? Wisterien können sich selbst abwürgen, wenn sie um sich selbst oder dünne Kletterhilfen wachsen. Ich kann es auf den Fotos schlecht sehen, kann es sein , dass ein einzelner Trieb bzw. Stamm abgeschnürt wurde? Die Schäden sehen schon älter aus. (?)
Wisterien können deutlich älter als 15 Jahre werden. Angaben von 50 bis Hundert Jahren sind oft zu finden, der älteste Blauregen soll stolze 1200 Jahre alt sein
Trockenschäden oder sonstige Schäden durch Witterung oder Standortbedingungen kann ich nicht ausschließen
Azubi
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Re: Wisteria - Risse im Stamm

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Gepostet: 28.05.2024 - 10:05 Uhr  ·  #4
Vielen Dank für die guten Ideen! Die Wisteria ist 20 Jahre alt, wächst an einem Stahlseil hoch, und besteht aus mehreren Trieben. Auf die Idee, dass sie sich auf einer dünner Kletterhilfe gegenseitig abwürgen, bin ich nicht gekommen, aber es ist einleuchtend und nachvollziehbar.

Bei einer Pflanze habe ich wie auf den Fotos zu sehen ist, dieses "Farbbild" entdeckt. Kann mir jemand bestätigen, dass es sich entweder um eine Grünalge oder um eine Flechte handelt?

Herzlichen Dank im Voraus!
Floranova
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Re: Wisteria - Risse im Stamm

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Gepostet: 28.05.2024 - 10:45 Uhr  ·  #5
Oh Blauregen erwürgt auch ausgewachsene Bäume...
heißt nicht umsonst auch Blauer Würger...
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Re: Wisteria - Risse im Stamm

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Gepostet: 28.05.2024 - 13:20 Uhr  ·  #6
Du kannst nur versuchen(!) abgestorbene Teile vorsichtig auszupulen. Oder du belässt die Sache auf sich. Ich wundere mich nur, dass euer Stahlseil solange in der Verankerung gehalten hat.
Unser Blauregen hatte als "Jungpflanze" (da stand sie etwa 5 Jahre an dem Platz) als Erstes ihr vorgesehenes Rankgerüst aus der Wand herausgerissen und regelrecht verschlungen.
Mehrere Triebe sind inzwischen zusätzlich und leider zu spät bemerkt in der Erde verankert, ehe er sich aufschwang in die Thujas. Wir regulieren inzwischen den Wuchs etwas, aber bei bestimmten Bereichen kommen wir nicht mehr ran. 8-)
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Re: Wisteria - Risse im Stamm

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Gepostet: 30.05.2024 - 00:23 Uhr  ·  #7
Grünalge
forum/verfaerbung-wisteria-t114291-last.html#real1329786

Zum ersten Problem:
Wisterien können alt und riesig werden und sie haben ein starkes sekundäres Dickenwachstum, fast wie ein Baum. Durch das Dickenwachstum wird es oft eng zwischen den Trieben, Fallrohre von Dachrinnen (als Kletterhilfe) werden zerquetscht. Ein Spannseil ist ungeeignet, da die Triebe sich zu sehr im Weg sind wenn sie stärker werden.
Wisterien werden auch entsprechend schwer, zum Eigengewicht hinzu kommen das Gewicht von Regen oder Schnee (was nicht zu vernachlässigen ist) und zudem die Kräfte des Windes. Ein stabile und fest verankerte, „dicke“ Kletterhilfe (z.B. Metallrohr) ist empfehlenswert, zumindest wenn sie hoch hinaus soll. Hat man etwas Erfahrung, Zeit und eine Leiter kann der Blauregen durch einen zweimaligen Schnitt pro Jahr in seiner Ausbreitung bremsen und die Blütenbildung anregen. In Frankreich und Italien (und sicher auch anderswo) sieht man oft sehr kompakte, kurztriebig gehaltene Pflanzen , welche auf einer Mauerkrone entlang gezogen werden.
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Pflanzenkrankheiten & Schädlinge

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Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun?
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.

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