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Trauermücken - ein vorläufiger Erfolg

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Hallo Greenies,

die Trauermücken sind hier im Forum ja ein Dauerbrenner und auch in meinen Töpfen tummeln sich die Biester!

Einige haben es letzen Sommer vielleicht gelesen, dass ich im Garten ein Grasmilbenproblem hatte und dieses mit Zecken- und Grasmilbenkonzentrat von Neudroff (vorübergehend) beseitigt habe.
Von dieser Aktion hatte ich einen Rest Konzentrat übrig und im Büro einen Topf mit einer kleinen Dattelpalme, aus welchem bei jedem Giessen ein Schwarm Mücken aufflog - bis gestern.

Ich steh ja im Allgmeinen nicht so auf Chemie, aber manchmal... zumal Pyrethrum ja eigentlich pflanzlichen Ursprungs ist...

Das Zeug hat voll durchgehauen! Keine Mücken mehr und die Palme sieht (noch) gut aus. :wink: Nicht dass sie unter dem Befall offensichtlich gelitten hätte, aber die Mücken waren überall! Am Fenster an den Wänden, abends am Monitor, voll nervig!!

Vielleicht ist das ja ein Geheimtipp gegen Trauermückenbefall?! [-o<
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BeitragFr 20 Nov, 2009 9:50
Hallo,

das Drama mit den Trauermücken kenne ich leider nur zur Genüge. Habe mittlerweile auch schon alles was ohne chemische Keule machbar ist getan: Sämtliche Erde im Backofen sterilisiert, Pflanzenerde im Topf mit einer dicken Schicht feinem Sand bedeckt, Gelbtafeln, Bierfallen und was es da noch so alles gibt. Leider bisher erfolglos. Die Anzahl ist zwar massiv zurückgegangen aber die verbleibenden Biester sind zäh und wollen nicht weggehen.

Mittlerweile denke ich ernsthaft darüber nach auch mit Chemie zu arbeiten. Was mir dabei jedoch Sorgen bereitet ist, dass ich noch sehr viele Jungpflanzen habe und die auch noch so empfindlich sind gegenüber allem: Kaffee, Citrus, Granatapfel, Papaya und Ananas sind nicht gerade Pflegeleicht wenn sie klein sind und nehmen einem alles Übel was denen nicht gefällt.

Nach deinen bisherigen Erfahrungen zu urteilen, meinst du dann dieses Neudorff-Mittel überstehen die einigermaßen heil? Oder rätst du mir davon eher ab?

Gruß und vielen Dank für den Tipp
Sunnii
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BeitragFr 20 Nov, 2009 10:21
el-largo,
das wäre ja mal ein sensationeller Durchbruch.... \:D/

sunnii,
ich denke, an der Dattelpalme kann das schon, ohne größere Schäden für die Pflanze, aber was ist mit anderen Pflanzen???
Ich denk da z.B. an Passiflora, die zum Teil sehr empfindlich auf bestimmte Pestizide reagieren, z.B. kann man die nicht mit nem Mittel auf Rapsölbasis spritzen, die sind in kürzester Zeit hin, weil das die Poren an den Blättern total verstopft und verklebt und die Pflanze geht ein....

@el-largo,
vielleicht magst du ja deine Testreihe ausweiten an anderen Pflanzen??? Hast du noch Versuchskaninchen zu Hause stehen??? :-
Werd dein Versuchsprojekt hier auf jeden Fall weiter verfolgen :wink: Beitrag ist schon markiert :mrgreen:
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BeitragFr 20 Nov, 2009 21:43
Sunnii hat geschrieben:Leider bisher erfolglos.


Versuche es mal mit SF-Nematoden, damit hat man immer Erfolg. Wenn man die 2-3mal im Jahr ansetzt, hat man keine Probleme mehr mit Trauermücken.

Gruß Hille
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BeitragSo 22 Nov, 2009 9:00
Leider hab ich keine Versuchspflanzen, die besonders empfindlich oder besonders jung sind, denn meine grüne Phase legt gerade eine kleine Zwangspause ein und macht Handwerklichem Platz (zwangsläufig). Im Keller stehen noch einige Baustellen an, und wenn ich mich nicht dahinter klemme, diese im Winter fertig zu machen, muss ich wohl oder übel im kommenden Sommer dort unten im "Schatten" stehen und das will ich nicht.

Nematoden wären natürlich die bessere Wahl und Zecken und Grasmilbenkonzentrat vorzuziehen, aber nachdem ich das Konzentrat hier rumstehen habe und Nematoden auch Geld kosten, dachte ich eher an Resteverwertung.

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das Konzentrat pflanzenschädlich ist, denn als Wirkstoff ist nur 18,36 g/l Chrysanthemum cinerariaefolium Extrakt angegeben und keine Hinweise, irgendwelche Pflanzen bei der Behandlung auszusparen.
Der Mückenbestand in unserem Büro hat rasant abgenommen.
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BeitragSo 22 Nov, 2009 10:52
Das ist auch alles gar kein Mysterium. Chrysanthemum cinerariaefolium Extrakt ist ja, wie schon erwähnt, nichts anderes als Pyrethrum, welches in viele anderen Pflanzenschutzmittel (und auch Insektenschutzmitteln) als Insektizid verwendet wird. Es wird auch im biologischen Pflanzenbau verwendet, ist gespritzt aber auch für Nutzinsekten giftig und steht im Verdacht Allergien auszulösen.
Nichtdestotrotz wirkt es natürlich und ist sicher besser, als z.B. BI58. :wink:

Du hast das nicht so klar ausgedrückt, aber ich nehme an, du hast die fertige Lösung (also bereits zum Spritzen verdünnt) in den Topf gegossen? Dadurch dürfte die Konzentration trotzdem recht hoch sein und tatsächlich zu durchschlagenden Erfolgen führen. ;)

Vermutlich muss man aber alle Töpfe gleichzeitig behanden, da Pyrethrum ja relativ schnell abgebaut wird und nicht nachhaltig wirkt. Ein Neubefall kann dadurch vermutlich nicht lange verhindert werden... :-k
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BeitragSo 22 Nov, 2009 22:20
hallo.

ich hatte vor kurzem auch eine invasion von trauermücken...in meinem minigewächshaus habe ich einen salzstreuer ohne deckel gestellt, der zur hälfte mit obstessig gefüllt war. muss dazu sagen, dass ich die biester erst für obstfliegen gehalten habe :-s die stehen ja auf obstessig unf fliegen wie verrückt da rein (im sommer hilft das super).
aber nach einer woche waren immernoch keins von den biestern in dem essig. aber merkwürdigerweise waren auch keine mücken mehr in dem mgh :-k
als ich die mücken dann auch in anderen töpfen entdeckt habe, hab ich mich im gartencenter schlau gemacht (wollte nicht, dass es eine trauermücken-epedemie gibt) und mir von compo axoris insekten-frei gekauft. das ist ein spritz und gießmittel. damit hab ich dann ALLE pflanzen bearbeitet...und alle pflanzen haben es überlebt.
den salzstreuer mit dem essig habe ich trotzdem noch im gewächshaus stehen. ich weiss zwar nicht, ob das wirklich hilft, aber es gibt mir zumindest ein gutes gefühl :D

na ja. die trauermücken sind bis jetzt alle weg. und ich hoffe es bleibt so.
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BeitragFr 27 Nov, 2009 18:41
Roadrunner hat geschrieben:Das ist auch alles gar kein Mysterium. Chrysanthemum cinerariaefolium Extrakt ist ja, wie schon erwähnt, nichts anderes als Pyrethrum, welches in viele anderen Pflanzenschutzmittel (und auch Insektenschutzmitteln) als Insektizid verwendet wird. Es wird auch im biologischen Pflanzenbau verwendet, ist gespritzt aber auch für Nutzinsekten giftig und steht im Verdacht Allergien auszulösen.
Nichtdestotrotz wirkt es natürlich und ist sicher besser, als z.B. BI58. :wink:

Du hast das nicht so klar ausgedrückt, aber ich nehme an, du hast die fertige Lösung (also bereits zum Spritzen verdünnt) in den Topf gegossen? Dadurch dürfte die Konzentration trotzdem recht hoch sein und tatsächlich zu durchschlagenden Erfolgen führen. ;)

Vermutlich muss man aber alle Töpfe gleichzeitig behanden, da Pyrethrum ja relativ schnell abgebaut wird und nicht nachhaltig wirkt. Ein Neubefall kann dadurch vermutlich nicht lange verhindert werden... :-k


Hi,

richtig, ich habe das Konzentrat zur Spritzbrühe verdünnt und damit gegossen. Bisher erfolgreich.

Nochmal, ich hatte davon einen Rest von meiner Grasmilbenbekämpfungsaktion, die mir etliche höllisch juckende Stiche beschert habe :twisted: und bevor die Flasche nun rumsteht und vergammelt, dachte ich, probier ichs doch einfach mal aus.
Hätte ich die Wahl, ein geeignetes Mittel zu kaufen, würde ich natürlich auch Nematoden kaufen.

Aber Pyrethrum ist momentan die Alternative der 1. Wahl.
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BeitragFr 27 Nov, 2009 19:13
Klar, das habe ich schon verstanden. Ich wollte nur ungefähr einschätzen wie hoch die Konzentration war...;)

Ich denke, das ist schon eine Alternative, zumal du das Mittel ja giesst und nicht spritzt...;)
Das einzige, was mir ein wenig zu denken gibt, ist die relativ hohe Konzentration. Du hast ja jetzt die, wie ich vermute, Menge für ein paar Quadratmeter Rasen in einen Blumentopf gegossen. Möglicherweise reicht auch eine weit geringere Konzentration. Probier das doch beim nächsten Mal aus...;)
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BeitragFr 27 Nov, 2009 23:01
Roadrunner hat geschrieben:Das einzige, was mir ein wenig zu denken gibt, ist die relativ hohe Konzentration. Du hast ja jetzt die, wie ich vermute, Menge für ein paar Quadratmeter Rasen in einen Blumentopf gegossen. Möglicherweise reicht auch eine weit geringere Konzentration. Probier das doch beim nächsten Mal aus...;)


Und wie kommst Du darauf, dass ich das Zeug so hoch konzentriere??? :-k :-k Ich meine, ich habe nirgends geschrieben, wie viel Konzentrat ich verwendet habe...

Von dem Konzentrat werden 100ml auf 10l genommen - ich habe schätzungsweise 2 ml auf einen Liter genommen - sprich ziemlich schwach verdünnt!
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BeitragSa 28 Nov, 2009 11:28
Ersteinmal habe ich geschrieben, 'wie ich vermute', und zweitens hast du ja leider nichts genaueres zur Dosierung angegeben.

Wenn man nun davon ausgeht, das du es nach Packungsbeilage gemischt hast (wie deine bisherige Beschreibung durchaus zu verstehen wäre), ist die Konzentration später im Topf beim Giessen der gleichen Lösung weit höher, als sie es beim Spitzen auf einer Wiese wäre. Du würdest mit der Menge, die du giesst, ja leicht ein paar Quadratmeter spritzen können. Mir geht es ja nicht um die Konzentration der Spritzbrühe, sondern um die später im Boden. :wink:

Leider hast du bisher ja nicht erwähnt, das du nur ein Fünftel der in der Packungsbeilage angegeben Konzentration verwendet hast. Das ist ja eine nicht ganz unwesentliche Angabe ist, vor allem eben, wenn andere es dir nachmachen...;)
Ist ja nicht böse gemeint und ich will dir auch nichts. Ich wollte nur verhindern, das jetzt jemand das Mittel unverdünnt oder in irre hoher Konzentration in seine Blumentöpfe giesst. :wink:

Aber auch ein Fünftel könnte noch mehr als reichlich sein. Wenn es in der Packungsbeilage eine Angabe gibt, welche Menge für wieviele Quadratmeter ausreicht, könntest du ausrechnen, wieviel du für die Oberfläche des Topfes tatsächlich brauchst. Die würde ich dann aber verdrei- oder vervierfachen, weil du ja eine Wirkung in der Tiefe des Topfes benötigst.

Aber ich will dir da gar nicht reinreden, mach du das, wie du es für richtig hältst...;)

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