Hallo ihr Lieben!
Ich habe eine Frage zum "Überwintern" von Sämlingen.
Da ich vor dem Winter noch ein paar neue Pflänzchen für das nächste Frühjahr vorbereiten wollte, habe ich z.B. von meiner Passi Stecklinge geschnitten.
Da mich aber, wenn ich dabei bin, in Erde zu wühlen, der totale Grünzeugflash überkommt (seeehr gefährlich und unkontrollierbar; endete schonmal damit, dass ich ein halbes Jahr lang meinen Wohnzimmertisch nicht benutzen konnte, weil alles mit Chillies vollgestellt war), habe ich nun einfach ein paar Samen verschiedener Pflanzen ausgesät, die ich noch so zuhaus hatte.
Da die Samen aber schon 2 Jahre bei mir lagen, habe ich mit nicht viel "Ausbeute" gerechnet und gedacht, mal sehn, vllt. schafft es ja der ein oder andere bis zum Frühling und besser weden sie vom Lagern ja auch nicht.
Nun habe ich ausgesät:
passiflora molissima (die Curuba-Passi) (zusätzlich zu den Steckies)
ficus carica (aus einer am selben Tag verspeisten Feige) und ficus religiosa
albizia julibrissin und leucaena leucocephala (Schlafbaum und Weißkopfmimose)
carica papaya (normale Papaya, soweit ich weiß)
Alle stehen in Kokos-Jiffies in kleinen Gefrierbeuteln, die regelmäßig gelüftet werden, in einem kleinen, Mini-Anzuchtschränkchen, das ich mir mal gebaut habe. Dort haben sie es bei konstanten 26 Grad kuschelig warm und für die Lichtkeimer unter ihnen (Feigen) ist auch für Beleuchtung durch Energiesparlampen gesorgt. Die Jiffies habe ich mit Rhizopon-Wasser quellen lassen...
Tja, und nun lugt doch tatsächlich nach zwei Tagen schon (!!!) ein Schlafbaumbaby aus der Erde. Daraufhin hab ich erstmal hier bei euch im Forum geschaut und mit Schrecken festgestellt, dass die Guten ja draußen überwintern sollen.
Meine Frage ist nun:
Da ich mich nicht beherrschen konnte und zum seltenst dämlichen Zeitpunkt ausgesät habe, kann ich die Winzlinge in ein paar Wochen einfach auf die Fensterbank stellen (von außen/von innem im kalten Raum)?
Oder sollte ich in Anbetracht der Lage nicht lieber den Winter ausfallen lassen und sozusagen den Frühling verlängern, indem sie einfach den Winter über im Schränkchen stehen bleiben, bis sie zum Frühling schon kräftig sind? Durch Beschneiden etc. könnte ich doch bereits Vorarbeit leisten und dann können sie im Frühling raus, dacht ich mir... Oder bin ich da völlig auf dem falschen Dampfer und sie lassen sich nicht so einfach austricksen?
Ich fürchte auch fast, besonders dem Schlafbaum und der Mimose wirds auf Dauer zu tropisch in dem Teil.
Und was sagt ihr zu den anderen Sorten? Können die drin stehen bleiben? Vermutlich muss ich aus Platzgründen ohnehin einige Sorten raus nehmen (sofern überhaupt noch was anderes als der Schlafbaum keimt)...
Ich weiß, bitte steinigt mich nicht, ich hab mich selber in die Situation gebracht, aber könnt ihrs mir ernsthaft verübeln?
Über ein paar Anregungen, wie ich jetzt verfahren sollte, würde ich mich enorm freuen.
Bei Bedarf schieß ich auch gern ein paar Fotos von den Winzlingen, sofern sich noch welche aus dem Substrat trauen...
PS: Ich habe sogar den kühnen Versuch gewagt, einen Steckling vom Fächerahorn zu nehmen... Ich errechne mir eine 0,01%ige Chance, dass es klappt, aber ich wollte es dennoch mal versuchen. Auch dieser kuschelt mit den Pasi-Steckies im Anzuchtschrank...
Grüne Grüße,
GreenPassion
edit:
Nachdem ich nun wieder ewig vorm Schränkchen gehangen und jeden Millimeter Biomasse begutachtet habe, ein kleines Update.
ficus religiosa ist im Mülleimer gelandet. Es bildete sich an einer Stelle miniklein Cobweb (weiß nicht, wie dieser langfädige, spinnenwebartige Schimmel auf deutsch heißt).
Die ficus carica, die im selben Beutel waren, habe ich jetzt mal vorsichtshalber mit offener Tüte hingestellt, dass sie etwas abtrocknen können. Schimmel ist aber bislang noch keiner zu erkennen, auch bei den ganzen anderen Jiffies.
Und bei den Schlafbäumchen ist nun schon der zweite gekeimt!! Ich wusste nicht, dass die nach 2 Jahren noch so dermaßen keimfreudig sind!! Ich habe ihn noch mal vorsichtig aus dem Jiffi herausgefummelt und in einen eigenen mit lauwarmem Wasser gesteckt. Er war vorher noch mit in dem anderen drin, da ich nicht davon ausging, dass sich überhaupt irgendwas tut.
Bei den Papayasamen ist mir aufgefallen, dass einige davon echt fett geworden sind und so eine Art Gallert sich um den Kern gebildet hat. Die sind so uneben, furchig und da scheint irgendwie so klebriges Zeug ausgetreten zu sein, was da vorher noch nicht war, Fruchtfleisch und Schimmel schließe ich definitiv aus. Ist dieses Zeug normal???
Ich habe eine Frage zum "Überwintern" von Sämlingen.
Da ich vor dem Winter noch ein paar neue Pflänzchen für das nächste Frühjahr vorbereiten wollte, habe ich z.B. von meiner Passi Stecklinge geschnitten.
Da mich aber, wenn ich dabei bin, in Erde zu wühlen, der totale Grünzeugflash überkommt (seeehr gefährlich und unkontrollierbar; endete schonmal damit, dass ich ein halbes Jahr lang meinen Wohnzimmertisch nicht benutzen konnte, weil alles mit Chillies vollgestellt war), habe ich nun einfach ein paar Samen verschiedener Pflanzen ausgesät, die ich noch so zuhaus hatte.
Da die Samen aber schon 2 Jahre bei mir lagen, habe ich mit nicht viel "Ausbeute" gerechnet und gedacht, mal sehn, vllt. schafft es ja der ein oder andere bis zum Frühling und besser weden sie vom Lagern ja auch nicht.
Nun habe ich ausgesät:
passiflora molissima (die Curuba-Passi) (zusätzlich zu den Steckies)
ficus carica (aus einer am selben Tag verspeisten Feige) und ficus religiosa
albizia julibrissin und leucaena leucocephala (Schlafbaum und Weißkopfmimose)
carica papaya (normale Papaya, soweit ich weiß)
Alle stehen in Kokos-Jiffies in kleinen Gefrierbeuteln, die regelmäßig gelüftet werden, in einem kleinen, Mini-Anzuchtschränkchen, das ich mir mal gebaut habe. Dort haben sie es bei konstanten 26 Grad kuschelig warm und für die Lichtkeimer unter ihnen (Feigen) ist auch für Beleuchtung durch Energiesparlampen gesorgt. Die Jiffies habe ich mit Rhizopon-Wasser quellen lassen...
Tja, und nun lugt doch tatsächlich nach zwei Tagen schon (!!!) ein Schlafbaumbaby aus der Erde. Daraufhin hab ich erstmal hier bei euch im Forum geschaut und mit Schrecken festgestellt, dass die Guten ja draußen überwintern sollen.
Meine Frage ist nun:
Da ich mich nicht beherrschen konnte und zum seltenst dämlichen Zeitpunkt ausgesät habe, kann ich die Winzlinge in ein paar Wochen einfach auf die Fensterbank stellen (von außen/von innem im kalten Raum)?
Oder sollte ich in Anbetracht der Lage nicht lieber den Winter ausfallen lassen und sozusagen den Frühling verlängern, indem sie einfach den Winter über im Schränkchen stehen bleiben, bis sie zum Frühling schon kräftig sind? Durch Beschneiden etc. könnte ich doch bereits Vorarbeit leisten und dann können sie im Frühling raus, dacht ich mir... Oder bin ich da völlig auf dem falschen Dampfer und sie lassen sich nicht so einfach austricksen?
Ich fürchte auch fast, besonders dem Schlafbaum und der Mimose wirds auf Dauer zu tropisch in dem Teil.
Und was sagt ihr zu den anderen Sorten? Können die drin stehen bleiben? Vermutlich muss ich aus Platzgründen ohnehin einige Sorten raus nehmen (sofern überhaupt noch was anderes als der Schlafbaum keimt)...
Ich weiß, bitte steinigt mich nicht, ich hab mich selber in die Situation gebracht, aber könnt ihrs mir ernsthaft verübeln?
Über ein paar Anregungen, wie ich jetzt verfahren sollte, würde ich mich enorm freuen.
Bei Bedarf schieß ich auch gern ein paar Fotos von den Winzlingen, sofern sich noch welche aus dem Substrat trauen...
PS: Ich habe sogar den kühnen Versuch gewagt, einen Steckling vom Fächerahorn zu nehmen... Ich errechne mir eine 0,01%ige Chance, dass es klappt, aber ich wollte es dennoch mal versuchen. Auch dieser kuschelt mit den Pasi-Steckies im Anzuchtschrank...
Grüne Grüße,
GreenPassion
edit:
Nachdem ich nun wieder ewig vorm Schränkchen gehangen und jeden Millimeter Biomasse begutachtet habe, ein kleines Update.
ficus religiosa ist im Mülleimer gelandet. Es bildete sich an einer Stelle miniklein Cobweb (weiß nicht, wie dieser langfädige, spinnenwebartige Schimmel auf deutsch heißt).
Die ficus carica, die im selben Beutel waren, habe ich jetzt mal vorsichtshalber mit offener Tüte hingestellt, dass sie etwas abtrocknen können. Schimmel ist aber bislang noch keiner zu erkennen, auch bei den ganzen anderen Jiffies.
Und bei den Schlafbäumchen ist nun schon der zweite gekeimt!! Ich wusste nicht, dass die nach 2 Jahren noch so dermaßen keimfreudig sind!! Ich habe ihn noch mal vorsichtig aus dem Jiffi herausgefummelt und in einen eigenen mit lauwarmem Wasser gesteckt. Er war vorher noch mit in dem anderen drin, da ich nicht davon ausging, dass sich überhaupt irgendwas tut.
Bei den Papayasamen ist mir aufgefallen, dass einige davon echt fett geworden sind und so eine Art Gallert sich um den Kern gebildet hat. Die sind so uneben, furchig und da scheint irgendwie so klebriges Zeug ausgetreten zu sein, was da vorher noch nicht war, Fruchtfleisch und Schimmel schließe ich definitiv aus. Ist dieses Zeug normal???