Zitat geschrieben von Ace
Bei mir blühen auch immer alle Sonnentau gleichzeitig, die in derselben Erde stehen
Das kann daran liegen, dass die Pflanzen über Blätter/Wurzeln bestimmte Stoffe absondern...
Andere Pflanzen/Pflanzen dieser Art können besagte Stoffe aufnehmen und erkennen. Nach der Auswertung reagiert sie dann darauf.
Mal ein Beispiel dazu. Wenn Schädlinge eine Pflanze anfressen, kann es durchaus sein (je nach Art), dass sie bestimmte Stoffe als Reaktion absondert. Diese Stoffe können für den Schädling unangenehm/giftig sein und daher kann sich die Pflanze sozusagen "verteidigen".
Leider habe ich keine konkrete Pflanze als Beispiel, aber ich glaube, die Eiche ist zu sowas in der Lage.
Bin mir da aber nicht ganz so sicher.
Ich finde das soo faszinierend... Jede Pflanze wertet ihre Umwelt genau aus und reagiert darauf.
das mit dem auswerten hast du gut ausgedrückt - Pflanzen scannen und analysieren wirklich ständig ihre Umwelt; das erklärt auch ihre extreme Anpassungsfähigkeit.
mir ist vom Thema Pflanzenkommunikation bekannt, dass angefressene Pflanzen bestimmte Duftstoffe absondern, die Verbündete, also Feinde/Jäger der Schädlinge anlocken/zu Hilfe rufen sollen - und das auch über sehr große Entfernungen.
das ist aber eigentlich keine Kommunikation zwischen Pflanzen untereinander sondern zwischen Pflanze und Symbiot.
ob Pflanzen auch untereinander kommunizieren ist umstritten. das liefe dann so ab, dass Pflanze A angegriffen von Schädlingen Signale an Pflanze B senden würde und die sich präventiv durch chemische Vorgänge schützen könnte. Oder Lageanpassungen würden durch bestimmte Signale weitergegeben.
es gibt inzwischen auch Belege dafür, dass Pflanzen nicht wie bisher gedacht nur durch chemische Signale sondern auch durch Elektrosignale kommunizieren und dadurch eine schnelle und individuelle Anpassung an Umweltveränderungen möglich ist.
bleibt aber die Frage... weshalb sollten miteinander nicht verwandte Pflanzen voneinander lernen wollen und miteinander kommunizieren?
die Theorie der Arterhaltung ist überholt, man geht inzwischen von der Individualselektion aus bzw sogar von Genegoismus.
da gibts nur diese Gründe - sie profitieren voneinander wie in allen Symbiosen oder sie sind eng genverwandt und geben im eigenen Fortpflanzungserfolgsinteresse Informationen weiter.
wenn also eine Efeutute ihre Blätter ebenso hochzuklappen beginnt... dann täte sie das niemals einfach so aus Langeweile oder auf ein beliebiges Signal hin... sie müsste schon konkret einen Nutzen davon haben, oder manipuliert werden. weshalb sollte die Marante die Efeutute aber manipulieren? das täte sie nur, wenn sie diese irgendwie ausbeuten wollte/könnte.
ich finde deine Gedanken, @Jacke, aber total interessant und vielleicht gibts da noch unbekannte Faktoren, die man sich kaum vorstellen kann... dass zB Pflanzen auch um Aufmerksamkeit des Besitzers konkurrieren und eine gewisse Lernfähigkeit darin zeigen wie auch Katzen das tun, die erst in Menschenobhut "gesprächig" werden weil sie schnell begriffen, dass Menschen gerne reden und kätzischen Gerede bei Menschen super ankommt. es gibt viele Laute, die Katzen niemals bei ihresgleichen sondern nur Menschen gegenüber einsetzen.
wer weiß, ob Pflanzen nicht auch solche Fähigkeiten besitzen, auf sich aufmerksam zu machen und das beste für sich herauszuholen. nicht nur bei Insekten, die ihnen bei der Reproduktion helfen und bei Verbündeten, die ihnen beim Überleben und Bekämpfen von Parasiten und Schädlingen helfen... sondern auch bei Menschen, von denen sie eigentlich noch in viel stärkerem Maß abhängig sind.