Hydrokultur, was geht - was nicht? Erfahrungen gern gelesen!

 
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ElviraB

Hallo Michoa,

mein Lavastrat hab ich aus dem Baumarkt, jetzt nicht speziell bei Hydrokultursachen, sondern draußen bei Kees und änliches. Auf dem Sack steht, dass es Hydrokultur geeignet ist.
Eigentlich sehr Preiswert 20 Liter für 5,99 €.

Die Pflanzen haben es eigetlich gut angenommen nur manche machen Probleme und sind meist die ich umgetopft wurden oder die in größeren Gefäßen drin sind. Die stehen aber auch meist in Gläsern.
Demnächst bekomme ich noch einige Töpfe dazu, ich will sie auf jeden Fall nach und nach in den Töpfen haben, weil ich meine Pflanzen regelmäßig Abdusche und in Glässern kann das Wasser nicht abfließen.
Zudem ist ein Glas kälter als ein Kunststofglas.
Ich hab jetzt viele auch von den kleinen umgetopft und Lava und Blähton gemischt. Ich merke aber bei umtopfen, dass das jetzige Substat also Gemisch leicht ist und ich denke, dass die Wurzeln so besser durchlüftet werden und besser mit Sauerstoff versorgt werden. Die in Gläsern lasse ich noch so in Lava bis ich Töpfe bekomme. Ich möchte sie nicht unnötig mehrmals umtopfen.

Also ich hab das mit den Bambusstäben so gemacht. ich hab Gefrierbeutel gebommen auf die gewünschte Länge gekürzt und hab die Bambusenden darin eingewickelt und dann in den Topf gesteckt. Das hält dann den Bambus trocken und es dürfte keine Schadstoffmittel abgeben, weil es Gefrierbeutel sind und für Lebensmittel ist.
Die enden hab ich dann mit so einem Geschenkpapierband nochmal befestigt, damit auch von oben kein Wasser in die Tüten reinkommt,. wenn die Pflanzen angeduscht werden.

Das mit dem Licht trift das für alle Pflanzen zu? Denn manche wie Hoyas oder Orchiden wachsen teilweise auf Bäumen und da bin ich mir nicht sicher, ob die Wurzeln versteckt sind. Die Orchideen haben auch durchsichtige Töpfe und wie das bei Hoyas jetzt ist weiß ich auch nicht. Vielleicht schaden ihnen auch das Licht?

Ich hab noch eine Frage: Darf man bei Hydropflanzen die Wurzeln kürzen? Eine bekannt hat eine große Pflanze und die ist total durchwurzelt und sie will sie nicht in größeren Topf stecken und war am überlegen die Wurzeln zu kürzen. Ist das gut oder ehr abzuraten?

LG Elvira
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Swenja2008

hallo,
bzgl. der Hydrokulturtöpfe muß ich gestehen, daß ich nur ein paar solche mit Giessanzeiger besitze und nutze. Bestimmte Pflanzen habe ich in ganz normalen umfunktionierten Erdtöpfen, z.B. Zyperngras. Da ist der Innentopf Erdsystem und der Übertopf auch Erdsystem mit Tonkügelchen gefüllt und ein in den Boden gestellten großen Giessanzeiger mit eingetopft, weil ich manuell den schweren Topf nicht so hoch gehoben bekomme. Der Giessanzeiger ist quasi nur der Anzeiger, ob Wasser drin ist oder nicht. Zyperngras säuft unerhört viel Wasser

Also von meinen Hydrorosen und die anderen Experimente habe ich auch meist nur Erdtopfsysteme umfunktioniert, oder diese Buttermilch- und Salatboxen benützt.

Die Wasserstandsanzeiger sind auch nur so ein ungefähres Richtmaß und entbindet den Gärtner nicht davon, jeden Topf ab und zu auf Funktionalität zu testen.

Bezg. der Wurzelkappung muß klar gestellt sein, daß es keiner Pflanze gut tut (egal worin sie steht), Wurzeln einfach zu kürzen. Jede Pflanze legt die Wurzeln so an, wie sie sich optimal unter den Gegebenheit entwickeln kann. Es gibt allerdings Pflanzen, denen eine Verjüngungskur infolge Wurzelschnitt ganz gut tun.

Man kann also nicht pauschal auf die Kulturform schliessen, sondern muß die einzelne Pflanze im Auge haben. Dann wird ein Wurzelschnitt auch optimalerweise mit einem Pflanzenrückschnitt zusammen durchgeführt und vorzugsweise immer im Frühjahr, ergo: Pflanzen, die man nicht zurück schneiden kann, eignen sich auch nicht unbeschadet dazu, Wurzeln zu kappen. Dann lieber alle Wurzeln retten und den blöden Topf zerstören.

Liebe Grüsse
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Michoa

Zitat
mein Lavastrat hab ich aus dem Baumarkt, jetzt nicht speziell bei Hydrokultursachen, sondern draußen bei Kees und änliches. Auf dem Sack steht, dass es Hydrokultur geeignet ist.
Eigentlich sehr Preiswert 20 Liter für 5,99 €.

das hört sich ja ganz gut an. Wenn drauf steht, dass es auch dafür geeignet ist, dann sollte es schon stimmen.
Generell kann man Blähton und natürlich auch Lava 5 Minuten auf dem Herd kochen, dann sollte es steril sein. Hatte Probleme mit Schimmel bei meinem Blähton, danach war das Problem gegessen.
Aber faulende Wurzeln sollten andere Gründe haben.
Ich denke in den Gläsern kommt zu wenig Sauerstoff an die Wurzeln. Ein normaler Kulturtopf im Übertopf ermöglicht ja von der Seite her Belüftung.
Du kannst die Pflanzen auch erstmal nur in Kulturtöpfe ohne Wasserstandsanzeiger pflanzen und dann auf einen Untersetzer stellen. Das hab ich im Moment mit einigen gemacht, bis ich im Internet mal wieder paar Übertöpfe bestelle. Das lohnt sich ja immer erst, wenn man mindestens 5 Stück bestellt.
Die Idee mit dem Gefrierbeutel ist genau richtig. Da kann nichts schief gehen, solange er wirklich 100% dicht ist.
Aber mache ich nur bei frischen Stecklingen, da hier eh noch keine Wurzeln aus dem Kulturtopf ragen und somit könnte auch kein Licht stören.

Hast du deine Hoya von Erde umgestellt oder direkt in Hydro gezogen?

Eine Hoya bildet oft Wurzeln an der Wasseroberfläche und nicht direkt im Wasser. Aber hier sollte der Großteil der Wurzeln schon in Erde bzw. im Hydrosubstrat sein.

Orchiden haben auf jedenfall so ne Art Wurzel in der Luft. Damit kenne ich mich allerdings nicht gut genug aus, um da irgendwas zusagen. Aber soweit ich weiß brauchen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und mit diesen Luftwurzeln nehmen sie auch Wasser auf. Aber die sind auf jedenfall ein Spezialfall.

Gruß Michoa
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Swenja2008

hallo,
epiphyt wachsende Pflanzen sollen sogar in durchsichtigen Gefäßen stehen oder aufgebunden werden. Ob allerdings diese Pflanzenform wirklich gut in Hydro gedeiht....ich will das demnächst ausprobieren an einem Phalaenopsis-Kindel, daß noch nie in irgendeinem Substrat gestanden hat. Zur Zeit hängt es noch an Mamas Blütenstiel.

Grüsse
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ElviraB

Hallo zusammen,

das kein sein mit den Gläsern war auch mein Gedanke. ICh hab bei Lava gemerkt, dass ich diese trocken werden lassen muss, dann gibt es auch keine Probleme. Ich denke da kommt dann besser Sauerstoff an die Wurzeln.

Demnächst bekommme ich noch einige Töpfe also in 3 Tagen oder so dann muss ich schauen wie viele ich noch brauche.

Die hoyas hab ich zum größten Teil neu aufgezogen. Jetzt wachsen bei mir die Arten die in Erde nie wollten.

Ich denke Lava war für eigige auch zu schwer, jetzt nachdem ich es gemischt habe sieht es leichter und luftiger aus, mal sehen.
Ich warte jetzt immer, dass das Lava trocken ist wenn ich umtopfe, vielleicht lag es daran, dass die Pflanze dann zu lange feucht blieb.

Muss man ansonsten was beachten, wenn man umtopft? Bzw wenn mal Wurzeln abbrechen? Passiert bei Lava leicht, vorallem die Spitzen von den Wurzeln weil sie zierlich sind.

LG Elvira
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Michoa

also Orchideen in Hydrokultur geht schon. Guckt mal hier: http://www.hydrotip.de/friends3/parser.php?uid=712

Beim umpflanzen musst du eigentlich nichts groß beachten. Wenn sehr viele Wurzeln beschädigt werden ist eventuell ein Verdunstdungsschutz von Vorteil.
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ElviraB

Hallo Michoa,

also was heißt viel, eigentlich wenn was bricht, dann nur die Spitzen und dünnen Wurzeln.
Also keine großen Stücke.
LG Elvira
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Michoa

Hallo ElviraB,

ne Spitzen und dünne Wurzeln sind kein Problem. Es sind ja noch andere Wurzeln vorhanden.
Wenn man eine Pflanze in Erde umsetzt, dann gehen ja auch immer einige Wurzeln kaputt.
Die Stresssituation durch das Umsetzen hat eine Pflanze normalerweise nach spätestens 2 Wochen verkraftet. Wenn man im Frühjahr umsetzt ist das natürlich noch besser.
Wenn jetzt bei einer relativ kleinen Pflanze mit 5 Wurzeln eine abbricht, dann ist das schon gravierender.
Aber man muss ja immer bedenken, dass man von den meisten Pflanzen einfach einen Steckling in Blähton stecken kann und dieser meistens auch Wurzeln bildet und anwächst.
Ich denke hier kommt es immer auf die Pflanze drauf an.

Gruß Michoa

Anmerkung der Moderation: Bitte verzichtet auf unnötiges Zitieren. Bei der Antwort auf den Beitrag vorher sieht man, worauf ihr euch bezieht.
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ElviraB

Hallo Michoa,

also ich bin gespannt wie sich meine Pflanzen jetzt entwickeln mit dem Gemisch, bei paar die noch in Gläsern stecken kann ich sehen, dass die Wurzeln sich verändern und haariger werden.
Mal sehen ich werde berichten.

Ab welcher Topfgrößer nimmt ihr die größere Körnung 8/16?

LG Elvira
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Swenja2008

hallo ElviraB,
ich finde nicht die Topfgröße entscheidend, sondern die Pflanze, die darin wächst und danach richtet sich dann die Körnungsgröße. Unempfindliche Pflanzen wie z.B. Zyperngras kann man schon relativ früh in große Körnungen setzen, ebenso z.B. die Clivie oder Efeutute, Purpurtute, Baumfreund usw. Pflanzen, die aber besonders feine Faserwurzeln ausbilden (die meisten blühenden), brauchen immer auch eine feinere Körnung. Hoyas würde ich wohl in diesem 4-8 mm belassen, bis sie wirklich ausdauernd groß gewachsen ist.

Liebe Grüsse
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ElviraB

Hallo Svenja,

entuschuldige dass ich mich jetzt bischen doof anstelle aber warum? Ich dachte eigentlich es wäre umgekährt. Ich dachte, dass die gröbere Körnung bessere Sauerstoffversorgung bietet vorallem bei den großen Töpfen.

LG Elvira
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Michoa

also eigentlich gilt:
- bei grober Körnung kommt mehr Sauerstoff an die Wurzeln, insgesamt wird aber weniger Wasser zur Verfügung gestellt, da die Oberfläche kleiner ist.
- bei feiner Körnung kommt weniger Sauerstoff an die Wurzeln, aber das Substrat ist auch viel nasser.
Deswegen nutzt man für Keimlinge auch 2-4mm Körnung.

Ich persönlich nehme eigentlich immer ab 12cm Höhe 8-16mm Blähton. Pflanzen, die in solche Töpfe kommen sind normalerweise groß genug, auch wenn sie feine Wurzeln haben.
Es gibt aber auch Ausnahmen. Sukkulenten oder Orchideen sollten auch in kleinen Gefäßen in grobem Blähton kultiviert werden.
Generell werfe ich immer einen Blick auf hydrotip.de und schaue was dort steht. Da findet man quasi zu jeder Pflanze Infos

Gruß Michoa
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Swenja2008

hallo,
Hydrotip ist eine gute Wahl, wenn man spezielle Themen in der Hydrokultur beantwortet haben will. Aber auf einer anderen Seite ist alles Informative übersichtlicher und kürzer dar geboten und vielleicht für Hydrokultureinsteiger lesenswert, um zur grundlegenden Funktionsweise einige Irrtümer aus zu räumen.

http://www.blumen-zeller.com/katalog/hydro/hydro.html

Liebe Grüsse
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ElviraB

Hallo Swenja,

danke für den Link.

Ich hab noch eine Frage. ich habe heute Töpfe bekommen und die sehen ganz anders aus wie die die ich schon habe. Also die Übertöpfe meine ich. Die verlaufen nicht geraude von oben nach unten sondern haben unten wie so einen Bauch. So passt mehr Wasser rein, Nun hab ich aber Angst, weil die Hoyas länger mit Wasser versorgt werden, dass die Wurzeln nicht anfangen zu faulen.

Gerade hab ich gelesen, auf der Seite von Swenja, das man nah vom Gießanzeiger Wasser geben soll, ich hab das immer mittig vom Topf gemacht, also so wie bei Erdpflanzen. Ist das falsch und kann das den Pflanzen schaden?

LG Elvira
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Swenja2008

hallo,
man gibt aus mehreren Gründen eigentlich nicht das Giesswasser mittig-auch nicht bei Erdpflanzen. Man giesst Erdpflanzen immer am Topfrand entlang.

Bei den Wasseranzeigern aber hauptsächlich deshalb, um einen kleinen Wirbel entstehen zu lassen, um so besser zu kontrollieren, daß die Wasseranzeige nicht festgekalkt ist, sondern sofort reagiert.

Hast du mal ein Bild von so einem Topf?

Grüsse

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