Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

 
Azubi
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Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

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Gepostet: 23.09.2022 - 11:13 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen,

ich habe derzeit ein Problem mit meinem Einblatt. Es ist eine sehr große, naja gigantische Art und ich weiß nicht mehr, wie ich dem Herr werde. Mittlerweile ist sie ein wenig zur Seite gewachsen, da sie wahrscheinlich vor der Sonne flüchten möchte. Unschön ist jedoch der lange Stamm, an dem einst schöne Blätter waren. Mit der Zeit musste ich diese aber ab schneiden.

Wie kann ich dieses Monster nun verjüngen, ohne die Hauptpflanze zu killen? Wahrscheinlich kann ich nicht einfach den grünen Teil abschneiden und in Erde stecken? :D
Ich möchte das braune Teil los werden und die Hauptpflanze wieder gerade in der Mitte im Topf haben.

Was wäre hier die beste Vorgehensweise?
Ich danke euch im Voraus für eure Zeit.
Viele Grüße
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Re: Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

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Gepostet: 23.09.2022 - 11:57 Uhr  ·  #2
Was das "Einblatt" angeht, glaub ich nicht so recht daran. Ich lasse mich aber auch gern überzeugen;) ich kenne keins, das einen STamm ausbildet...Das wäre zum Beispiel bei Flamingoblume der Fall.
Verjüngen funtkioniert bei Pflanzen eigentlich immer gleich. Samen, Rückschnitt, Teilung oder über ( Kopf) stecklinge.

Letzteres würde ich versuchen. Kurz unter dem letzten Blatt kappen in frische erde stecken und leicht feucht halten. Nicht zu sonnig wegen der Verunstung.
Den untere Teil würde ich erstmal weiterkultivieren. Auch wenns Sch-äh -unschön ausssieht. Evt treibt sie da nochmal durch. Die Erde da aber nur leicht feucht halten, da die Blätter ja nichts mehr verdunsten würden

Alternativ gößerer Topf ich finde ihn etwas arg klein und bei der Gelegenheit tiefer setzen. Dazu kann man auch ruhig unten Wurzeln entfernen.
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Re: Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

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Gepostet: 24.09.2022 - 00:27 Uhr  ·  #3
Hallo

Ich glaube schon, dass es ein Einblatt ist, solche älteren Exemplare sieht man aber nicht so oft. Falls Unsicherheit besteht, bitte noch mal ein paar Fots hochladen. Ich finde es ja ein bisschen schade, wenn solche, älteren, Pflanzen mit Charakter verjüngt werden sollen, verstehe aber den Wunsch.

Ein Kopfsteckling würde dem Ziel (Stamm loswerden) entsprechen, aber der gesamte Kopf hat viele Blätter, da müsste man etwas ausdünnen, um die Verdunstung zu reduzieren. Abmoosen wäre eine andere Möglichkeit.

Ich würde zu erst die vertrockneten Blattstielreste vom Stamm entfernen, evtl. Finden sich darunter schon Wurzelansätze.
Der nach einem Schnitt verbleibende Stamm, sollte auf jeden Fall wieder austreiben.
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Re: Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

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Gepostet: 24.09.2022 - 07:55 Uhr  ·  #4
Hallo zusammen

Auch ich kann die Wuchsform für Spathiphyllum bestätigen. Ich habe zwar nicht so eine grossblättrige Sorte, sondern ein «gewöhnliches», mittlerweile 35-jähriges Exemplar, das mit der Zeit auch solche verlängerte, etwas kriechende Sprossachsen bekommen hat. Halt in etwas kompakterem und daher weniger auffälligem Umfang, da die gesamte Pflanze feiner ist. Es ist einfach die normale Konsequenz aus dem Wachstum über längere Zeit.

Zur Behandlung unterschreibe ich Carl-Ludoviques Tipps.

LG
Vroni
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Re: Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

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Gepostet: 26.09.2022 - 08:11 Uhr  ·  #5
Ok, dann hab ich nix gesagt. Mein Einblatt ist auch schon einige Jahre alt. aber einen Stamm hat es nicht. Aber es wächst so in die Breite das ich es immermal teilen Muss sonst wäre der Topf im Durchmesser schon 1 o 2m groß.
Azubi
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Re: Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

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Gepostet: 12.10.2022 - 14:26 Uhr  ·  #6
Danke für eure Antworten, anbei mal ein paar genauere Bilder. Ich habe jetzt den Stamm (der übrigens nichts anderes ist als abgeschnittene Blätterreste) etwas freigelegt. Ich glaube erkennen zu können, dass dieser voll mit Wurzeln sitzt. Auch an dem Übergang zum grünen, gesunden Teil, kommen bereits Wurzelstummel hinter den Stielen zum Vorschein.
Somit könnte ich doch wirklich das große grüne Stück als Steckling in einen neuen Topf versuchen richtig?

Ich nutze viele Lechuza Töpfe, auch bei dieser hier. Jedoch habe ich unten immer ein bisschen Lechuza Pon, wie vorgeschrieben und dann den Rest mit Erde.
Man kann aber auch den ganzen Topf mit Lechuza Pon füllen. Wäre das bei dieser Pflanze ein Vorteil?
Die Erde fängt nämlich immer recht schnell an zu muffen, da diese Pflanze immer feucht sein möchte.
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Re: Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

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Gepostet: 12.10.2022 - 15:45 Uhr  ·  #7
Ja das sind wurzeln.
Immer feucht halte ich meine nicht. Sie wird wöchentlich gegossen und hängt durchaus am Gießtag schon etwas träge rum. Nur wenn sie wirklich dolle hängt bekommt sie außer der Reihe was.
Wenn es mufft, dann ist sie zu dauerfeucht. und ich würde die Geißmenge/Rhythmus reduzieren.

Pon gammelt halt nicht und ist luftiger als Erde. Wäre mir auf die Menge aber dann doch etwas teuer...

Übrigens auch ich finde das man Blätter besser abzupft als abzuschneiden. es sie einfach wesentlich besser aus. Dafür warte ich solange bis ich es leicht ablösen kann.
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Re: Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

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Gepostet: 12.10.2022 - 23:35 Uhr  ·  #8
Es sind recht viele Wurzeln zw. Wurzelansätze vorhanden, das ist gut. Die meisten sehen auch vital aus. Trotzdem ist der Schopf, sprich der obere belaubte Teil groß und blattreich, hat also eine sehr große Verdunstungsfläche. Zu viel für einen Steckling. Ich würde überlegen , den Steckling in Wasser bewurzeln zu lassen, so kommen die Wurzeln direkt ans Wasser. Die jetzigen kurzen Wurzelansätze haben keine Wurzelhaare und müssen sich erstmal entwickeln und anpassen. Aber auch bei der Bewurzlung in Wasser würde ich etwas ausdünnen, dh. einige der größten Blätter entfernen.
Evtl. Kann man den oberen Schopf auch in zwei Teilen bewurzeln, man müsste mittig den Stamm nochmal von Blättern befreien und am unteren Ende des freigelegten Stammabschnitts schneiden. Ist aber per Foto schwer zu beurteilen.
Oder doch abmoosen.
Hohe Luftfeuchte oder gespannte Luft durch eine transparente Tüte/Folie über dem Steckling verringert die Verdunstung.
Die Schnittstelle, welche du markiert hast, würde ich in jedem Fall fünf bis zehn Zentimeter tiefer setzen. Die Blattstielansätze sollten nicht im Substrat oder Wasser zu stehen kommen (auch wenn da Wurzeln sind)
Das Substrat sollte nicht muffeln.

Edit: Ich habe eigentliche das gleiche Problem mit eine großen Blattanthurie. Da stehen die Blätter nicht so dicht, sind aber ungefähr 1,5 Meter lang, das heißt, ich muss mit einem Kopfsteckling von 3 Meter Durchmesser arbeiten oder ….. abmoosen, oder …
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Re: Einblatt Spathiphyllum bearbeiten

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Gepostet: 13.10.2022 - 09:02 Uhr  ·  #9
Wäre nicht abmossen eine super Möglichkeit in diesem Fall? Die schon entwickelten Wurzelansätze sind ja geradezu prädestiniert dafür.

EDIT Ich hab gerade gesehen, dass das schon vorgeschlagen wurde.
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