Autor: Frank Veröffentlicht: 12.05.2011 - 07:23 Uhr
Bildquelle: 2451-Baumscheibe-Garten.jpg
Schattenspender im Hitzestress
Sonnenschein statt Regenschauer - für viele Menschen ein Grund zur Freude. Doch zahlreiche Pflanzen leiden unter dem Wassermangel. Die außergewöhnlich lange Trockenperiode macht besonders den Straßenbäumen in den Städten zu schaffen. Anders als Bäume in Parkanlagen und Gärten wachsen sie schon bei normalem Wetter unter extremen Bedingungen: Ihnen steht nur ein relativ kleiner Raum für ihre Wurzeln zur Verfügung und es kann deshalb nur wenig Wasser gespeichert werden. Dazu heizen sich Asphalt und Beton an heißen Tagen stark auf und die Bäume verdunsten mehr Wasser als ihnen gut tut.
Insbesondere junge Bäume leiden unter der Trockenheit. Bis frisch gepflanzte Bäume ein ausreichendes Wurzelwerk gebildet haben, mit dem sie an tiefer im Boden gespeichertes Wasser gelangen, können etwa zehn Jahre vergehen. Die Kommunen gießen neugepflanzte Bäume zwar im Allgemeinen in den ersten Jahren, doch nicht immer können sie alle Gehölze versorgen. Darum ist es bei längerer Trockenzeit gut, wenn Bürger die Initiative ergreifen und „ihren" Straßenbaum oder andere durch Wassermangel gefährdete Pflanzen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gießen. Schließlich haben die Anwohner selbst das größte Interesse an einer grünen Umgebung. Sie haben auch den größten Nutzen durch Schattenwurf und Luftfeuchte, Vogelgezwitscher und Sichtschutz, ... um nur einige Vorteile des Grüns in der Stadt anzusprechen. Tipp: Wichtig ist, dass durchdringend gegossen wird. Es können durchaus mehrere Eimer Wasser auf einmal sein, damit das kühle Nass auch wirklich in ausreichender Menge in den Wurzelraum gelangt.