Wenig Platz, hoher Ertrag

 
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melslittlegreen

Hallo ihr.
bin ganz neu hier und hab auch gleich eine frage.
wir haben einen relativ kleinen garten. Trotzdem möchte ich gemüse anbauen undnatürlich einen hohen ertrag erzielen
meine freundin erzählte mir dann von den reifen kartoffeln, sprich einen reifen mit erde füllen, kartoffeln rein. Sobald die planzen durchkommen den nächsten reifen drauf und wieder erde. Das bei einigen reifen erhöhen. Dann zur ernte reifenturm abbauen und viele kartoffeln ernten

Ich suche noch weitere solche tips. Wenig Platz, hoher Ertrag. Habt ihr da was für mich? Würd mich richtig freuen.

Lieben gruss
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AscA

Also wenn Du wenig Platz hast und gerne Tomaten möchtest; kann ich Dir diesen Thread empfehlen. Hier wachsen sie sozusagen von oben nach unten.
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Scrooge

Das mit den Reifen stimmt, ist nur die Frage, wie viele Giftstoffe die Reifen an die Erde abgeben.

Nach dem selben Prinzip gibt es auch kleine Kartoffelplastikbeete zu kaufen, z. B. bei Pötschke: http://www.poetschke.de/Kartof…toffelbeet

Das Ganze kann man sicher auch selbst aus Holz bauen, aber Holz ist ja leider auch teuer.

Die billigste Variante, die den genannten ähnlich ist, ist die, Kartoffeln in Erdsäcken zu pflanzen. Dazu haben hier sicher einige Leute Tipps oder Links.

Nach dem gleichen Prinzip kann man Hochbeete in Bauschuttsäcken anlegen.


Aber letztlich verbrauchst Du bei all diesen Methoden - auch wenn sie z. T. bequemer sein mögen, oder den Ertrag etwas erhöhen - doch am Ende genau so viel Platz als würdes Du die Pflanzen direkt in die Erde pflanzen. Daher werden die genannten Methoden in erster Linie dort angewandt, wo gar kein Erdboden vorhanden ist (Balkon, Terrasse, betonierte Flächen, Garagendächer [sofern die Statik das mitmacht], etc.).

Geht es hingegen um Erdboden, also um einen Garten, wie bei Dir, kommt es m. M. für eine optimale Platzausnutzung vor allem auf drei Dinge an:

1. Ausnutzung des "Luftraums": also zusätzlich zu allen anderen Pflanzen auch noch auf Kletterpflanzen (Stangenbohnen, etc.) setzen, und auf Blumenampeln, sofern man diese hängen kann.
In Ampeln können Erdbeeren gepflanzt werden, aber je nach Erdvolumen ist da auch vieles andere möglich. Google z. B. mal nach "Upside-Down Tomatoes" - letzteres ist aber auch eine Statikfrage, denn ab einem bestimmten Gewicht sind Blumenampeln u. ä. definitiv ein erhebliches Sicherheitsrisiko, bes. für Kinder.

Außerdem ist es wichtig, wenn man derart "nach oben" arbeitet, daß man sich vorher Gedanken darüber macht, wie und wo man das tut, damit man den Pflanzen am Boden möglichst wenig Schatten macht.

In ähnlicher Weise könnte man auch mal schauen, ob sich die ein oder andere Wand bei Euch für die Anlage von Spalierobst eignet. Das ist ebenfalls eine platzsparende Anbaumethode. Allerdings erfordert das viel Pflege, Arbeit, und Wissensaneignung. Bei der beurteilung, ob ein Standort für Spalierobst geeignet ist, und bei der Auswahl der richtigen Pflanzen, sollte man sich unbedingt an eine Baumschule wenden, die sich mit so etwas auskennt, und nicht auf eigene Faust arbeiten.


2. Verwendung von Pflanzen mit Mehrfachnutzen; klassisches Beispiel wäre, wenn man Hecken (z. B. als Abgrenzung zum Nachbarn nicht aus klassischen Heckenpflanzen (Forsythien, etc.) pflanzt, sondern aus Pflanzen, die genießbare Früchte tragen.
Weniger klassisch, aber ein gutes Beispiel: Topinambur. Baut man diese Pflanze wegen der Knollen an (Vorsicht: Unkrautpotential), dann hat man einerseits schöne Blüten (wohl nicht bei allen Sorten), und kann drittens Blätter und Blüten als Kaninchenfutter verwenden.
Es gibt viele Pflanzen, die einen solchen mehrfachen Nutzen haben. Theoretisch gibt es z. B. Fuchsien, deren Früchte zu Marmelade verarbeitet werden können, etc. Ob sich der Aufwand in allen Fällen lohnt ist eine andere Frage, aber man sollte bei der Pflanzenauswahl ein Bewußtsein für das Thema entwickeln.
Achtung: immer alle Informationen doppelt und dreifach checken! Es kursieren im Internet sehr viele Informationen, die mit Vorsicht zu genießen sind. Gerade was angebliche Heilpfalnzen und ähnliches betrifft, gibt es da jede Menge z. T. gefährlichen esoterischen Unsinn, und fast immer fehlen wichtige Warnhinweise, z. B. zu leberschädigenden Wirkungen in hohen Dosen, etc. etc.


3. Verwendung der Methode der Vorsaat/Nachsaat. Es gibt Pflanzen, die eine relativ kurze Anbauzeit haben. Daher kann man z. T. auf Beeten, die früh abgeerntet werden, eine solche Pflanze nachsäen, und so auf der gleichen Fläche zwei mal ernten.
Das gilt in ähnlicher Form auch für Pflanzen, die noch lange in den Herbst/Winter rein geerntet werden
können, weil ihnen leichte Fröste nicht viel ausmachen. Dazu gehören zahlreiche Kohlarten.

WICHTIG: eine so intensive Nutzung des Bodens, wie unter Punkt drei genannt, setzt voraus, daß man den eigenen Boden gut kennt, und sich darüber hinaus Kenntnisse aneignet, was Bodengesundheit und -pflege betrifft, z. B. die richtige Bearbeitung, die richtige Düngung, etc. Da kann man viel falsch machen, und dann funktioniert nichts mehr.
Besonders wichtig ist dabei auch das Wissen um und die Einhaltung von Fruchtfolgeregeln, etc., d. h., zu wissen, welche Pflanzen wie viele Jahre Pause brauchen, bevor sie am gleichen Standort wieder angebaut werden dürfen, etc.



Es gibt im Internet auch speziell ausgearbeitete Pläne für den Anbau in kleinen Gärten, aber die können natürlich nicht auf die speziellen Bedingungen bei Dir vor Ort eingehen, sind also nur Orientierungshilfen.
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Beatty

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melslittlegreen

Oh fein, das mit dem salatbaum nehme ich. Gibts sonst noch so schicke platzsparende ideen?

Und nocheine kleine frage. Kann ich winterheckenzwiebeln in nem topf ziehen?
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GinkgoWolf

Die Prinzessinnengärten haben da echt tolle Ideen bisweilen. Hier mal ein Link zur >> Fotogalerie
Da gibt's zum einen die Kisten, in denen Salate, Rhabarber und Porree wachsen. Zum anderen die Kartoffeln in den Erdsäcken. Und dann ein Regal, an das man mittels Kabelbindern Tetrapacks bindet, in denen dann Kohlrabi und Schnittsalat aufwachsen. Wenn in deinem Haushalt also viele, viele Tetrapacks anfallen, dann ist das vielleicht eine passende Idee für dich. Kommt dem Salatbaum auch am nächsten.

lg
Henrike
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Rita73

Hallo

Ich kann Thymian empfehlen. Ist zwar kein Gemüse aber auch eine Bereicherung für die Küche.
Zwergthymian ist besonders zu empfehlen, da viele Blätter auf kleinstem Raum wachsen.
Dadurch ist dieses Pflänzchen sehr ertragreich ist.

Und zudem noch gesund

LG
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Lapismuc

Wie währ's denn mit 1-meter-Bohnen 5 Stück reichen für eine Mahlzeit

vlG Lapismuc
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GinkgoWolf

Was ist das denn für ein Urwaldgewächs?
Wo gibt's denn die?

Da braucht's natürlich eher Platz nach unten.

lg
Henrike
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Sperling

Hallo,

also ich kenn das mit den Kartoffeln aus diesen Gartenabfalltonnen die sich selber (durch einen Spiralendraht) aufstellen. Kartoffel unten rein, Erde drauf und immer wenn die Pflanze sichtbar wird die nächste Schicht drauf. Bis die Tonne voll ist. Wenn man die dann im Spätsommer ausleert, hat man einen sehr hohen Ertrag an Kartoffeln durch das ständige aufschichten. Und genau das ist ja der Vorteil! Wenig Platz, viel Ertrag. Die Bauern auf dem Feld "häufeln" nur einmal an, aus dem Grund sind in der Tonne viel mehr Kartoffeln an einer Pflanze als auf dem Feld oder im normalen Garten!
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subtrop

Sehr interessant! Ob das auch mit Suesskartoffeln funktionieren wuerde?
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duse2002

huhu
gib im netz als suchbegriff mal salatbaum ein
ich finde die idee richtig gut

es gibt auch die möglichkeit erdbeeren in pvc abwasserrohren anzubauen

beide sachen möchte ich nächstes jahr bei uns im garten umsetzen

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