Washingtonia robusta - Petticoatpalme- Arecaceae

 
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Mara23

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Washingtonia robusta - Petticoatpalme

Info:

Petticoatpalmen (Washingtonia robusta) zählen wie die Kanarischen Dattelpalmen (Phoenix canariensis) zu den Palmen, die schon in jungen Jahren sehr stattlich sind. Sie bilden schon bei kleinen Größen dicke, mit kastanienbraunen Blattstielresten geschmückte Stämme (Endhöhe 10 m) und große, runde Fächerwedel, deren Blattränder nur zu etwa einem Drittel eingeschnitten sind. Die Wedel wachsen straff aufrecht und neigen sich bei jüngeren Pflanzen nicht über, so dass sie schlanke, platzsparende Silhouetten bilden. Damit setzen Sie in Wintergärten, großen Innenräumen wie Schwimmbädern, Wohnzimmern/Galerien oder Geschäftsräumen wie Büros und lichtreichen Produktionshallen tropisch-üppige Akzente - und natürlich ab April/Mai auch im Freien auf der Terrasse. Von der verwandten Washingtonia filifera unterscheidet sich diese Art durch dünnere - aber immer noch dicke! - und im Alter höhere Stämme (ausgepflanzt 30 bis 40 m) und einen bräunlichen, kreisförmigen Haarpelz am Übergang vom Blattstiel zur Blattspreite. Identisch sind die weißen Fasern, die sich von den Blatt-Einschnitten lösen: sie charakterisieren beide Arten, nicht nur W. filifera, die das "fadenförmige" in ihrem Namen trägt. Der Name "Petticoat" stammt vom Naturstandort z. B. in den Oasen von Halbwüsten (Baja California Halbinsel, Sonora-Wüste im NW von Mexiko) , wo dicke Lagen alter, trockener Blätter die Stämme wie Röcke bedecken. Sie bleiben meist bis zur nächsten Feuersbrunst erhalten, die dann die Stämme wirksam schützt. Petticoatpalmen schätzen sonnige bis halbschattige Plätze, sind sehr robust und vertragen einige Minusgrade problemlos, nicht aber einen Dauerplatz im Garten. Sie überwintern an sporadisch oder dauerbeheizten Plätze im Haus.

Blüte: weiß

Früchte: schwarze Beeren

Wuchsform: einstämmige Fächerpalmen

Höhe: schnellwüchsig

Familie: Arecaceae

Herkunft/Klimazone: Mittel-Amerika (Mexiko), Zone 9-11.


Pflegeanleitung:

Standort im Sommer: Vollsonnig bis halbschattig. Petticoatpalmen in Töpfen beim Ausräumen im Frühjahr nicht sofort vollsonnig stellen, da sie nach den lichtarmen Wintermonaten keine UV-Strahlung gewöhnt sind und die Blätter "verbrennen" könnten - sichtbar an braunen, unregelmäßige Flecken. Gewöhnen Sie die Palmen etwa 10 Tage an beschatteten Plätzen ein, bevor sie an ihren endgültigen Standort kommen.

Standort im Winter: Hell bei 8 °C. Kurzzeitiges Temperaturminimum -5 °C.

Pflege im Sommer: Gießen Sie Petticoatpalmen bei jedem Durchgang durchdringend, damit die Töpfe bis zum Grund nass werden. Dann aber wartet man ab, bis die Erde wieder vollständig abgetrocknet ist. Das kann in heißen Sommerwochen bereits ein bis drei Tage später, in den Übergangsjahreszeiten erst nach über einer Woche der Fall sein. Die Gießmenge und der Gießrhythmus schwanken sehr stark mit der Topf- und Pflanzengröße. Geben Sie von April bis September ein Mal wöchentlich Volldünger (flüssig, wasserlösliche Pulver, Stäbchen u.ä.) oder stickstoffbetonten Dünger für Grünpflanzen mit ins Gießwasser oder streuen Sie im März und Juni Langzeitdünger.

Pflege im Winter: Für Petticoatpalmen in Töpfen auch im Winter den Wechsel aus feucht und trocknen beibehalten, aber die Gießabstände erhöhen, da das Substrat vor allem bei kühlen Winterquartieren sehr langsam abtrocknet.

Schnitt: Kappen Sie bei Palmen niemals die Spitze, da hier der einzige Vegetationspunkt sitzt. Schneiden Sie eingetrocknete Blätter möglichst erst dann ab, wenn sie ganz eingetrocknet sind und die Pflanzen somit alle Reservestoffe aus den Wedeln abgezogen haben. Es sollte stets ein Stück des Blattstiels stehen bleiben, damit die Stämme dick und gleichmäßig aussehen.

Substrat: Petticoatpalmen schätzen grobkörnige, z. B. mit Lavagrus, Blähtonbruch oder Kies durchmischte Erde, die zugleich etwas Lehm und Humus enthält. Reiner Torf ist völlig ungeeignet, ebenso reine Humuserde, die sich in Kürze zersetzt und sackt. Verwenden Sie für Palmen möglichst hohe Töpfe, da Palmenwurzeln in die Tiefe streben und sich sonst rasch aus ihren Gefäßen "hochdrücken".

Gesundheit: Bei wiederholtem Ausdörren der Erde über lange Zeit Befall mit Spinnmilben möglich, ebenso im Winter bei trockener Heizungsluft. Vorbeugend hilft bei einem Dauerplatz unter Glas ein regelmäßiges Besprühen oder Überbrausen der Blätter. Im Winter sind Schild- oder Wollläuse möglich, die sich abwischen oder mit einer Spiritus-Schmierseifen-Lösung abwehren lassen (1 Liter Wasser + 20 ml Brennspiritus + 20 ml Schmierseife).

Verwendung: Von April bis Oktober im Freien (Balkon/Terrasse/Garten) mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in unbeheizten oder beheizten Wintergärten, Wohn- oder Büroräumen


Kurzbrief:

Familie: Arecaceae
Herkunft: Nord-Amerika (Arizona, Süd-Kalifornien), Mexiko (Baja California)
Zone: 9-11
Temperaturminimum: -5 °C
Überwinterung: 8 °C, hell
Blüte: weiß
Früchte: schwarze Beeren
Wuchsform: Palme
Höhe: schnellwüchsig
Standort: vollsonnig bis halbschattig

Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de
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