Hallo Meyim,
es ist wohl so, dass auch bei Orangen empfohlen wird, die Veredlungsstelle nicht zu vergraben. Die Frage ist nur warum, denn Orangen können auch auf eigener Wurzel wachsen.
Es gibt bei Zitrus eine Unzahl an Unterlagen auf die die Sorten veredelt werden, mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Sie sollen bei schwierigen Standorten die Nährstoffaufnahme verbessern oder die Anfälligkeit gegen Stammfäuleerreger verringern, wuchsreduzierend wirken sie in der Regel nicht.
Weißt du denn worauf dein Bäumchen veredelt ist, d. h. welche Eigenschaften die Unterlage hat?
Und wie ist die Erfahrung deines netten Nachbarn bezüglich Orangen zu bewerten? Wenn es "ortsüblich" ist tief zu pflanzen, warum nicht?
Das Problem sehe ich darin, dass Zitrussorten bevor sie gut verholzt sind, empfindlich gegen Stammfäuleerreger sind, was ja einer der Hauptgründe für die Veredlung ist. Dazu kommt, dass an Veredlungsstellen aufgrund des doch immer etwas unterschiedlichen Wachstums der beiden Arten immer wieder mal Risse entstehen. Das sind hervorragende Eintrittpforten für Schaderreger, insbesondere wenn sich die Stelle im feuchten Boden befindet. Das wäre der Grund warum ich sie nicht eingraben würde.
Dran ziehen solltes du allerdings nur, wenn die Pflanze ohne Topfballen war, sonst mußt du diesen schon mit dem Spaten anheben, sonst hast du womöglich ganz schnell wieder zwei Teile
Grüße H.-S.