Hallo Zusammen,
um Gehölze erfolgreich aufzuziehen muss man einiges wissen, denn ein Erfolg von haus aus ist hier wirklich nicht gegeben. Bei den Bäumen der kälteren Regionen ist eine Stratifizierung unerlässlich.
Dabei werden keimhemmende Stoffe im Samenkern abgebaut. In der freien Natur macht das der Winter, der Frost und die Kälte. Wir benötigen dazu nur einen Kühlschrank, wo wir das Saatgut, je nachdem um welche Baumart es sich handelt, 10 -120 Tage einlagern. Bei einer Einlagerung von ca. mehr als 3 Wochen sollte man die Samen aber mit feuchtem Sand vermischen. Dies dient dazu, dass der Feuchtigkeitswert des Samens nicht zu weit absinkt, auch dann ist eine Keimung nicht, oder kaum noch möglich!
Je nachem sollte man den Samen ein bis zwei Tage in zimmerwarmen Wasser vorquellen lassen, dies kann vor oder nach der Kühlschranklagerung geschehen. Manche Samen benötigen das sogar nicht mehr, da sie sich ja im feuchten Sand schon vollgesaugt haben.
Zur eigentlichen Aussaat benutzt man nährstoffarme Erdmischungen. Nimmt man beispielsweise nährstoffreiche Blumenerde, können die Wurzeln des Keimlings geschädigt werden und er stirbt schnell ab. Diese Anzuchts- oder auch Kokohum-Erde bekommt man in fast jeder Gärtnerei. Diese sogenannten Anzuchtserden sind locker und luftig, sie lassen ein gesundes Wurzelwachstum zu!
Bei Kokohum- oder Kokosfasererde (völlig Nährstoffrei) muss man sich bereits nach ein paar Wochen mit Flüssigdünger behelfen, der vorteilhaft für das Wachstum der Keimlinge ist. Am besten wäre Koniferendünger in flüssiger Form. Auch dieser ist gar nicht so einfach zu bekommen.
Irgendwann, bei der Keimung, nach Wochen oder Monaten sollte man seine Junggehölze pikieren, das heisst, sie vereinzelt in einem Töpfchen unterbringen. Man sollte das mit größter Vorsicht machen, die jungen Wurzeln sind noch sehr empfindlich! Je größer der Baum wird, desto größer kann auch der Nährstoffgehalt der Erde sein, das lässt ihn schneller wachsen. Was aber macht man mit seinen vielen Bäumchen. Man kann beispielsweise Bonsais aus ihnen formen. Hat man einen großen Garten, pflanzt man sie in diesen hinein. Je nachdem um welche Baumart es sich handelt, kann man sie auch irgendeinem Forstamt vorbeibringen, die bestimmte Exoten gerne zwischen Fichten, Eichen und Buchen sehen wollen.
So, das ist soweit das Wichtigste, was man bei einer Baumanzucht bedenken sollte,
Noch ein paar Bilder:
schöne Grüße, Siegi
um Gehölze erfolgreich aufzuziehen muss man einiges wissen, denn ein Erfolg von haus aus ist hier wirklich nicht gegeben. Bei den Bäumen der kälteren Regionen ist eine Stratifizierung unerlässlich.
Dabei werden keimhemmende Stoffe im Samenkern abgebaut. In der freien Natur macht das der Winter, der Frost und die Kälte. Wir benötigen dazu nur einen Kühlschrank, wo wir das Saatgut, je nachdem um welche Baumart es sich handelt, 10 -120 Tage einlagern. Bei einer Einlagerung von ca. mehr als 3 Wochen sollte man die Samen aber mit feuchtem Sand vermischen. Dies dient dazu, dass der Feuchtigkeitswert des Samens nicht zu weit absinkt, auch dann ist eine Keimung nicht, oder kaum noch möglich!
Je nachem sollte man den Samen ein bis zwei Tage in zimmerwarmen Wasser vorquellen lassen, dies kann vor oder nach der Kühlschranklagerung geschehen. Manche Samen benötigen das sogar nicht mehr, da sie sich ja im feuchten Sand schon vollgesaugt haben.
Zur eigentlichen Aussaat benutzt man nährstoffarme Erdmischungen. Nimmt man beispielsweise nährstoffreiche Blumenerde, können die Wurzeln des Keimlings geschädigt werden und er stirbt schnell ab. Diese Anzuchts- oder auch Kokohum-Erde bekommt man in fast jeder Gärtnerei. Diese sogenannten Anzuchtserden sind locker und luftig, sie lassen ein gesundes Wurzelwachstum zu!
Bei Kokohum- oder Kokosfasererde (völlig Nährstoffrei) muss man sich bereits nach ein paar Wochen mit Flüssigdünger behelfen, der vorteilhaft für das Wachstum der Keimlinge ist. Am besten wäre Koniferendünger in flüssiger Form. Auch dieser ist gar nicht so einfach zu bekommen.
Irgendwann, bei der Keimung, nach Wochen oder Monaten sollte man seine Junggehölze pikieren, das heisst, sie vereinzelt in einem Töpfchen unterbringen. Man sollte das mit größter Vorsicht machen, die jungen Wurzeln sind noch sehr empfindlich! Je größer der Baum wird, desto größer kann auch der Nährstoffgehalt der Erde sein, das lässt ihn schneller wachsen. Was aber macht man mit seinen vielen Bäumchen. Man kann beispielsweise Bonsais aus ihnen formen. Hat man einen großen Garten, pflanzt man sie in diesen hinein. Je nachdem um welche Baumart es sich handelt, kann man sie auch irgendeinem Forstamt vorbeibringen, die bestimmte Exoten gerne zwischen Fichten, Eichen und Buchen sehen wollen.
So, das ist soweit das Wichtigste, was man bei einer Baumanzucht bedenken sollte,
Noch ein paar Bilder:
schöne Grüße, Siegi