Mai
Nach den Eisheiligen sehnen sich viele Orchideen nach einem Aufenthalt im Freien. Dies kann ein heller Balkon sein, aber auch ein geschützter Platz im Garten (z.B. in einem Obstbaum) eignet sich für die Unterbringung von Orchideen. Ideal ist ein Platz, der den Orchideen Luftfeuchte bietet. Nur die in der folgenden Liste aufgeführten Arten sind "Stubenhocker" und dürfen nicht im Freien kultiviert werden:
Aerangis
Angraecum
Bulbophyllum
Dendrobium phalaenopsis
Doritis
Dracula
Paphiopedilum (nur die geflecktlaubigen Arten)
Phalaenopsis
Auch im Mai sollte man noch daran denken, die Pflanzen langsam an direkte Morgen- oder Abendsonne zu gewöhnen, sonst können sie leicht verbrennen.
Kalthaus: 11 - 14 °C
Temperiertes Haus: 18 - 21 °C
Warmhaus: 20 - 25 °C
Juni und Juli
Kalthaus-Orchideen wie z.B. Coelogyne cristata sollten einen kühlen Platz bekommen (Garten oder Schlafzimmer), aber auch für alle anderen Orchideen ist Frischluft ein wichtiger Gesundheitsfaktor.
Zum Frauenschuh habe ich diese Information
Arten und Sorten Im Handel sind zahlreiche Arten. Besonders robust und leicht zu pflegen sind die Zuchtformen (Hybriden) des Frauenschuhs. Tipp: Kaufen Sie die ?Revolverblüher?, die immer neue Blüten an einem Blütenstängel öffnen und dadurch bis zu zwei Jahre lang blühen können
Wuchs Beim Frauenschuh bringt jede Blattrosette nur einen Blütentrieb hervor. Danach bilden sich an den Blattachseln neue Rosetten, die im darauf folgenden Jahr blühen
Blüte Die Pflanze besitzt einen Blütenstand mit einer oder mehreren Blüten in Weiß, Gelb, Grün, Braun oder Rottönen. Die Blüten sind oft gestreift, gefleckt oder getigert
Standort Im Sommer halbschattig. Die Pflanzen können das ganze Jahr über bei Zimmertemperatur gehalten werden. Nur im September nach Triebabschluss empfiehlt es sich, die Orchidee zwei bis drei Wochen lang nachts kühl und tagsüber sonnig zu halten. halbschattiger bis heller, nicht vollsonniger Standort -warmer Standort, 20° - 25° C (gefleckt- laubige Arten) -mäßig warmer Standort, 15° - 20° C (grün- laubige Arten ) trockenwarme Luft ( Heizkörpernähe ) meiden - kühle Zugluft meiden -. Frauenschuhe möchten hell, aber absonnig stehen.
Winter reduzierte Wasser- und Nährstoffgabe, möglichst hell, aber auf keinen Fall vollsonnig stellen. Heizungswärme im Winter wird gut vertragen, wenn man nachts herunterdreht und tagsüber für indirekte Luftfeuchte sorgt. Nur P. insigne wünscht im Winter mehr Kühle (zwölf bis 15 Grad).
Blütezeit Dezember - April - nach der Blüte Stiel abschneiden
Gießen Gleichmäßig feucht halten. Zwischen dem Gießen sollte die Erde abtrocknen. Vorsicht: Blätter und das Herz der Pflanze beim Gießen unbedingt trocken halten, mag weiches, kalkarmes Wasser- Staunässe meiden -gegossen wird gleichmäßig mit weichem Wasser während der Wachs- und Blühperiode
Düngen Von April bis September kann man die Orchidee alle ein bis zwei Wochen schwach dosiert düngen, am besten mit Orchideendünger- Düngen: von März bis Oktober jede Woche.
Umtopfen Die Pflanze wird nach der Blüte in Orchideenerde umgetopft, falls das Substrat muffig riecht oder verdichtet ist- Umtopfen nur bei völliger Durchwurzelung in Orchideensubstrat, grünblättrige im Februar, die übrigen im Juni.
Vermehrung Beim Umtopfen durch Teilung möglich
Krankheiten und Schädlinge Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben können gelegentlich auftreten. Bei zu nasser Haltung Blattflecken durch Pilzbefall
Sie mögen alle einen schattigen und luftfeuchten Standort. Die grün- laubigen Arten können im Sommer auch sehr gut an schattigen Stellen im Garten stehen. Sie blühen dann besser, weil sie Regen und Tau ausgesetzt sind.
Im Winter, wie auch im Sommer reicht eine Temperatur von 15-20°C.
Sie sollten mit nicht allzu hartem Wasser gegossen werden und sie dürfen nicht ganz austrocknen. In der sommerlichen Wachstumsphase bei jedem Gießen düngen. In der Winterzeit nur einmal im Monat.
Phalaenopsis
PFLEGE:I m Sommer, wie auch im Winter 20-25°C.
Nur handwarmes Wasser zum gießen verwenden. Kein Wasser im Übertopf stehen lassen. Mäßig feucht halten. In der sommerlichen Wachstumsphase bei jeden 3. Gießen düngen. Im Winter nur 1mal im Monat mit der halben Konzentration.
VERMEHRUNG: Durch Bulben oder Teilung. Profis klonen diese Pflanze oder verwenden den Samen.
Standort heller, nicht sonniger (Sommer) kühlerer bis warmer Standort, 16° - 25° C - kühle Zugluft meiden. Als Standort ist ein Ost- oder Westfenster ideal, denn hier scheint keine Mittagssonne durch die Scheiben. Sie kann Blattverbrennungen und Blattflecken hervorrufen. Wenn kein geeignetes Ost- oder Westfenster vorhanden ist, kann die Orchidee auch an einem Südfenster stehen, muss aber hier über die Mittagszeit schattiert werden. Die Temperaturansprüche entsprechen in der Regel der Zimmertemperatur, also so um 20 ? 24 °C.
Winter heller, auch sonniger Standort trockenwarme Luft ( Heizkörpernähe ) meiden- im Winter reduzierte Wasser- und Nährstoffgabe
zur Blütenförderung ca. 4 Wochen bei 16° C kühler und etwas trockener halten. Es ist dann von Vorteil, dass die Pflanze 3 Wochen nach der letzten Blüte in einen kühleren Raum gestellt wird.
Giesen gleichmäßig feucht halten, mag weiches, kalkarmes Wasser .Staunässe meiden. Das Wichtigste bei der Haltung dieser tropischen Pflanze ist das richtige Gießen. Je nach Standort ein- bis zweimal in der Woche und nur ein Schnapsglas voll reicht aus für diese anspruchslosen Exoten. Eine andere Möglichkeit für die Wasserversorgung ist das Tauchen der Pflanze. Dabei wird der Topf ganz ins Wasser gestellt und kurz stehen gelassen, damit die Wurzeln und das Substrat Wasser aufnehmen können. Anschließend muss die Orchidee allerdings erst abtropfen, bevor sie in ihren Übertopf zurückkommt. Tipp: Etwas Blähton oder Splitt im Übertopf oder Untersetzer verhindern, dass die Pflanze mit den Wurzeln im Wasser steht. Zudem kann überschüssiges Wasser verdunsten, wodurch die Luftfeuchtigkeit um die Wurzeln herum steigt. Zum Gießen sollte Regenwasser oder abgekochtes Wasser verwendet werden. Kalkhaltiges und salzreiches Leitungswasser bekommt der Pflanze nicht gut.
Düngen schwach flüssig düngen (1 x pro 8 Wochen mit Orchideendünger) . Gedüngt wird mit einem speziellen Orchideendünger, der auf die geringen Salzansprüche der Pflanze abgestimmt ist. Werden normale Blühpflanzendünger verwendet, dann muss die Konzentration halbiert oder gedrittelt werden. Im Winter wird alle vier Wochen und im Sommer alle zwei Wochen gedüngt. Die Konzentration richtet sich nach dem jeweiligen Dünger und steht auf dessen Verpackung.
Das Umtopfen erfolgt alle zwei bis drei Jahre im Laufe des Sommers, wobei die Pflanzen wieder in den gleichen oder nur eine Nummer größeren Topf gesetzt werden. Als Substrat wird spezielle Orchideenerde verwendet, die zum großen Teil aus Rindenstücken und Kokosfasern besteht. Blumenerde darf nicht genommen werden, denn diese ist zu nährstoffreich und hat keine ausreichende Luftkapazität für die Bedürfnisse der empfindlichen Orchideenwurzeln. Beim Umtopfen werden nur alte und faule Wurzeln entfernt. Die gesunden werden möglichst vorsichtig in den Topf gehalten und dann mit Erde aufgefüllt. Ein Teil der Luftwurzeln kann mit eingetopft werden, dies ist aber nicht zwingend notwendig, da die Orchidee auch über die Luftwurzeln Nährstoffe und Feuchtigkeit aufnimmt.