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Orchideen, Kindel, Aussaat

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BeitragOrchideen, Kindel, AussaatFr 11 Jul, 2008 18:54
Hallo!

Hier ein kleiner Bericht zur Vermehrung von Orchideen. Aber gleich vorne weg - nicht jeder Versuch wird mit Erfolg gekrönt sein. Denn oft können die benötigten Bedingungen bei Heim- und Hobbygärtnern nicht ansatzweise geboten werden.
Aber man kanns ja mal versuchen. Die invitro - Kulturen werden wohl der Glashausindustrie und Züchtern vorbehalten bleiben.

Ich werde hier jedoch nur die Vermehrungsmöglichkeiten aufzählen, die auch zuhause funktionieren.

Vermehrungsarten

Es gibt mehrer Möglichkeiten, Orchideen zu vermehren, diese lassen sich in zwei Untergruppen teilen - Vegetative Vermehrung (Vermehrung durch Stecklinge und Pflanzenteile, Kindel,...) hierbei entsteht eine der Mutterpflanze genetisch völlig idente Pflanze; -Generative Vermehrung (Vermehrung durch Aussaat - Samen) hierbei entsteht eine genetisch völlig neue Pflanze, die sowol Erbinformationen der Mutter- als auch der Vaterpflanze trägt.

Vegetative Vermehrung

Kindel
Die wohl einfachste Vermehrungsart ist die Vermehrung durch Kindel (auch Keikis) genannt. Kindel bilden sich aus Ruhenden Augen - Verdickungen an der Blütenrispe - oder direkt an den Wurzeln. Leider ist die Kindelfreudigkeit von Orchideen von Art zu Art und Gattung zu Gattung sehr verschieden - Orchideen die gerne Kindel bilden: Phalaenopsis (je nach Art mehr oder weniger), Ludisia (kaum eine die nicht kindeln will),...
Man kann die Pflanze auch zur Kindelbildung durch sogenannte Keikipaste anregen - eine auf Wachstumshormone aufgebaute Paste, die mir persönlich etwas suspekt ist. Die Kindel belässt man solange an der Mutterpflanze, bis sie mind. 3-4, 5cm lange Luftwurzeln und 2 - 3 Blätter haben. Wenn diese Größe erreicht ist, schneidet man sie mit einem scharfen Messer von der Mutterpflanze los und desinfisziert die Schnittstellen mit Holzkohlepulver oder Zimt. Danach das Kindel einfach in Substrat setzen und dort weiterkultivieren. Das Kindel sollte vorsichtig an Wassergaben gewöhnt werden, da sich die Luftwurzeln erst zu "normalen" Wurzeln umwandeln müssen.

Teilung

Diese Vermehrungsart bietet sich vor allem für bulbenbildende Orchideenarten an. Wie zB.: Dendrobien, Miltoniopsis, Miltonia,...Es sollte dabei aber beachtet werden, dass jedes Teilstück mindestens 3 Bulben behalten sollte, da hier sehr viele Wurzeln verletzt werden. Am besten die Pflanzen teilen, wenn sowieso umgetopft werden muß (auf keinen Fall bei Schädlingsbefall oÄ. da die Pflanzen sowieso schon geschwächt sind). Beim Teilen, zuerst den Wurzelballen auseinander ziehen und dann nur die Wurzeln mit einem scharfen Messer durchtrennen, die sich duch leichtes Ziehen nicht entwirren lassen. Die Schnittstellen wieder w.o. beschrieben denifiszieren. Da Teilung ein umtopfen erfordert, die Pflanzen 10 - 14 Tage nicht gießen nur besprühen und danach erst wieder langsam an Wasser gewöhnen.

Nodienkultur

Diese Vermehrungsart ist eher ein Versuch - aber diesen auf alle Fälle wert. Nodien sind die Knoten, der Blattansatz, die Verzweigungspunkte, ein ruhendes Auge oder die Knospe einer Orchidee. Bei Phalaenopsen sind die Nodien die ruhenden Augen (die kleinen Knospenansätze unter dem dünnen Hüllblatt), diese kann man nutzen um neue Pflanzen zu ziehen. Als erstes schneidet man die Blütenrispe ca3 cm ober und unterhalb der Augen ohne die Schnittstellen zu quetschen. Danach muss das dünne Hüllblatt vorsichtig entfernt werden, ohne die Knospe zu verletzen. Die Rispenstücke werden dann mit den Augen nach oben flach in eine Schale mit Blumenerde gelegt, die Enden sollten mit Erde bedeckt sein - besprühen und mit Frischhaltefolie abdecken. Das Gefäß möglichst hell ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen. Alle 3 bis 4 Tage nachsehen und ev. nachsprühen. Wenn es klappt kann man schon nach 4 Wochen erste Erfolge sehen.

Für Pahlaenopsen gibt es auch noch eine andere Möglichkeit (ev. auch bei anderen Orchideen - wurde noch nicht getestet): Torfquelltöpfchen in eine Plastikschale stellen und mit Leitungswasser aufquellen lassen, die Zwischenräume mit Quarzsand auffüllen. Das ganze dann kurz in die Mikrowelle (zur Keimabtötung)
Moos in den Sand stecken und dann den Blütenstiel w.o. vorbereiten. Die Stämmchen leicht schräg in die Torftöpfchen stecken (die Nodien sollten ca. in der Höhe des Mooses sein) und mit Frischhaltefolie abecken. Wie o. weiterkultiviern (besprühen entfällt aber da Torf und Moos genügend Wasser speichern)


Generative Vermehrung

Für die Generative Vermehrung sind vor allem als erstes Samen notwendig. Um Samenkapseln zu erhalten, ist es zuerst notwendig, die Blüten zu befruchten – zur Befruchtung hier ein guter Link.

ftopic20201.html

Es ist wichtig zu wissen, daß Orchideensamen kein Nährgewebe haben, das die Samen in der ersten Zeit ernähren kann. Deshalb werden von Natur aus ca. 1 Million Samen gebildet –da in der freien Wildbahn nur die wenigsten auf ideale Keimbedingungen stoßen werden.
Aufgrund des fehlenden Nährgewebes brauchen die Samen einen Symbiosepilz – den so genannten Mykorizzapilz - sie quellen auf und warten dann auf die Infizierung mit dem Pilz. Dieser Pilz versorgt die Samen mit allen Nährstoffen und ermöglicht so erst die Keimung. Der Symbiosepilz dringt nur in die äußeren Zellschichten der Samen ein (wie die Samen es schaffen, den Pilz unter Kontrolle zu halten, ist noch nicht vollständig geklärt). Pilz und Samen leben in Symbiose, d.h. sie unterstützen sich gegenseitig. Wenn die Samen beginnen weiterzuwachsen, bilden sie zuerst eine undefinierbare Zellmasse – das Protokrom. Die Protokrome sind anfangs weißlich bis cremefarben – werden aber dann immer grüner. Die Protokrome wachsen langsam weiter bis,– dies kann von 1 Woche bis zu 2 oder 3 Monaten dauern - sie groß genug sind um die ersten Blattanlagen zu bilden. Der Symbiosepilz wird nur im Anfangsstadium benötigt, ab einer bestimmten Größe aber nicht mehr.

Aussaat im Topf der Mutterpflanze:

Bei dieser Aussaatmethode wird davon ausgegangen, daß sich der benötigte Symbiosepilz bei den Wurzeln oder im Substrat der Mutterpflanze befindet. Also werden die Samen einfach ins Substrat der Mutterpflanze gestreut (in der Nähe der Wurzeln) und dort gleichmäßig feucht gehalten. Bei dieser Art der Aussaat muß man mit großen Ausfällen rechnen, da die Samen hier allen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind. Abgesehen von möglichem Schädlingsbefall, Wegspülen, Vertrocknung,… darf man mit keiner hohen Keimrate rechnen.
Es gibt auch die Methode, daß ein Rindenstück für einige Wochen ins Substrat der Mutterpflanze gelegt wird und man hofft, der Symbiosepilz überträgt sich darauf. Das Rindenstück wird dann genommen, angefeuchtet und der Samen dann darauf verteilt. Auch hier muß mit einer hohen Ausfallrate gerechnet werden (Schimmel, Pilze, Bakterien…) sie hat aber den Vorteil, daß man den Samen besser beobachten kann und gegebenen Falls einschreiten kann.

Invitro Kultur - die Orchidee aus der Flasche

Wichtig für die Invitrokultur ist, daß alles unter sterilen Bedingungen geschehen muß. Was aber auch im Hausgebrauch durch einen Kochtopf mit kochendem Wasser und einem Gitterrost bewerkstelligt werden kann. Die Arbeitsutensilien und Gläser dürfen aber den Dampfstrom nie verlassen.
Bei invitro werden die Samen (meist aus noch grünen Kapseln –da hier nur die Kapsel und nicht der einzelne Samen sterilisiert werden muß) auf Nährböden aufgebracht. Wenn man im Internet sucht findet man sehr viele Rezepte für solche Nährböden (ich finde jetzt auf die Schnelle leider den Link nicht). Wichtig ist, daß auch der Nährboden steril sein muß, da ansonsten alles zu schimmeln beginnt. Dies geling aber leicht durch abkochen (oder der Mirkrowelle). Es ist auch wichtig möglichst rein zu arbeiten – einmal husten und der ganze Versuch könnte zum Scheitern verurteilt sein.

Ein sehr guter Link zu Invitro mit vielen Bildern:

http://www.orchideenvermehrung.at/deutsch.htm

So das wars mit meinem kurzen Rundblick durch die Orchideenvermehrung – ich hoffe einige von euch auf den Geschmack gebracht zu haben etwas zu experimentieren. Vielleicht können wir ja bald neue Arten und Kreuzungen sehen!

Lg Astrid
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BeitragFr 11 Jul, 2008 19:41
Wow das mit der Nodienkultur ist ja interessant! Noch nie davon gehört!
Das probier ich so bald wie möglich aus!
Vielen Dank für die wertvolle Info! =D>
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BeitragFr 01 Aug, 2008 21:39
Das hab ich auch alles noch nicht gewusst und werde es auch mal versuchen. Die Frage hab ich mir ja schon lange gestellt, wie man Orchideen vermehrt hab bis jetzt aber noch nichts hilfreiches finden können. Dein Beitrag finde ich sehr interessant und hilfreich. =D> =D> =D>

LG rosaly
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BeitragSa 02 Aug, 2008 12:32
Super mit der Nodienkultur! Hast du da ein paar Erfolgserlebnisse zu berichten? Ofder sogar Bilder.

Jetzt kann ich immer beim stutzten meiner Rispen den Stengel verwerten!

Gruß, Neroli
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BeitragSa 02 Aug, 2008 12:58
Hallo!

Fotos hab ich leider keine - meine Orchideen blühen noch alle. Fotos wies gemacht wird findet ihr in dem Link unter Nodienkultur.

Lg Astrid
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BeitragSa 02 Aug, 2008 20:02
Danke für den Tip! Sieht genauso aus bei mir - so hab ich's heute mittag gemacht.
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BeitragSo 03 Aug, 2008 5:22
Ich hab grad aus Thailand aus der Orchideenzucht
einige Orchis in der Flasche mitgebracht, die verwenden als Grundsubstanz
Agar Agar mit etwas Orchideendünger, dann wird der Samen aufgestreut und die Flasche zugestöpselt, bereits nach 2 Wochen gibts da kleine Jungpflanzen,
klar bei Temperaturen um die 35 Grad :-#=
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BeitragMi 10 Sep, 2008 13:51
hallo

also diese nodienkultur finde ich ja super. wird sofort ausprobiert.
dieses agar, kann ich da dann meine samen drauf tun? schote noch grün oder fertig reifen lassen?

lg
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BeitragOrchideenzuchtSa 27 Sep, 2008 15:10
Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und habe Eure spannenden Beiträge zur "Orchideenzucht" verfolgt. Habe 2 Phalaenopsis geschenkt bekommen. :)

Benötigt man eigentlich für die Vermehrung von Orchideen auch irgend ne Zuchtlizenz? Wie bekommt man sowas?
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BeitragRe: OrchideenzuchtSa 27 Sep, 2008 15:15
Orchideenlady hat geschrieben:Benötigt man eigentlich für die Vermehrung von Orchideen auch irgend ne Zuchtlizenz? Wie bekommt man sowas?


Zuchtlizenz? Das wär ja noch schöner :roll: Nein, das braucht man definitiv nicht.
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BeitragSa 27 Sep, 2008 18:03
das habe ich grad gefunden: die Reifedauer bei den verschiedenen Gattungen
Acampe: 16 1/2 Monate
Angreacum: 5 1/2 Monate
Bifrenaria: 8 Monate
Bulbophyllum: 3 Monate
Calanthe: 4 Monate
Calyptrochilum: 8 Monate
Cattleya: 11 Monate
Coelogyne: 13 Monate
Cymbidium: 10 Monate
Cyrtorchis: 7 Monate
Dendrobium: 12 Monate
Dendrobium nobile: 6 1/2 Monate
Dendrobium phalaenopsis Hybriden: 5 Monate
Paphiopedilum: 10 Monate
Dendrobium pierardii: 14 Monate
Disa uniflora: 6 - 7 Wochen
Doritis: 7 1/2 Monate
Epidendrum: 3 1/2 Monate
Googyera: 1 Monat
Laelia: 9 Monate
Laelia brysianaca. : 5 Monate
Laelia furfuracea: 3 Monate
Maniella: 1 Monat
Masdevallia: ca. 4 Monate
Maxillaria: 10 Monate
Miltonia: 9 Monate
Odontoglossum: 7 Monate
Odontoglossum cordatum: 5 - 6 Monate
Paphiopedilum lowii: 4 Monate
Paphiopedilum parishii: 5 Monate
Phalaenopsis: 6 Monate
Phalaenopsis farbige: mind. 8 Monate
Phalaenopsis lueddemanniana var. hieroglyphicabis: 12 1/2 Monate
Stanhopea7 Monate
Vanda20 Monate
einheimische Orchideen: 2 Monate
Listera ovata: 1 Monat
Ophrys sphecodes: max. 2 Monate
Cypripedium: 3 Monate

Quelle: http://www.orchideenvermehrung.at/deutsch.htm

hier noch eine umfangreichere Liste:

http://members.iinet.net.au/~barryg/SPECIES.htm

lg. grünes kind
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BeitragSo 28 Sep, 2008 12:18
Hallo zusammen,

keine Zuchtlizenz? Cool! Dann kann ich ja munter los züchten :P

Reifedauer?
Bezieht sich auf den Samen, oder?
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BeitragSo 28 Sep, 2008 13:33
Orchideenlady hat geschrieben:Reifedauer?
Bezieht sich auf den Samen, oder?

Die Samen in der Kapsel sind nach etwa 3/4 der Reifedauer voll entwickelt. Die restliche Zeit benötigt die Kapsel zum Eintrocknen und Freigeben der Samen. Je nach Aussaatmethode ist die Kapsel zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu ernten. Für die asymbiotische Aussaat unter sterilen Bedingungen (in vitro) eignen sich grüne Samenkapseln sehr gut weil man sich dadurch das Desinfizieren der Samen erspart (man muss nur die Kapsel sterilisieren). Für diese Aussaattechnik muss die Samenkapsel nach etwa 3/4 der Reifedauer geerntet werden. Wichtig ist hierbei dass die Samenkapsel keine Öffnungen hat weil sonst Pilzsporen usw. in die Kapsel eindringen können.

Quelle: http://www.orchideenvermehrung.at/deutsch.htm

vlg. grünes kind :-
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Hallo zusammen!

@Tine

Was ist denn aus Deiner Orchideenmama geworden?

Wie entwickelst Du den Samen weiter, wenn er da ist? Kann man den in ein Labor oder eine Gärtnerei geben?

Oder gibt´s ne andere Methode an den "Geburtshelferpilz" zu kommen?

Liebe Grüße

Orchideenlady
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BeitragFr 31 Okt, 2008 19:55
Orchideenlady hat geschrieben:Wie entwickelst Du den Samen weiter, wenn er da ist? Kann man den in ein Labor oder eine Gärtnerei geben?
Oder gibt´s ne andere Methode an den "Geburtshelferpilz" zu kommen?

Es gibt soweit ich informiert in nur eine handvoll professionelle Aussaatlabore in ganz Deutschland, die im Kundenauftrag Orchideen im Labor auf sterilen Nährboden aussäen. Einer z.B. ist Röllke-Orchideen. Die erheben dann aber auch eine Aussaatgebühr (derzeit 12,50€) und eine Mindestbestellmenge bei Erfolg, sind glaub ich 50 Pflanzen für 50€. Ich glaube die sind sogar derzeit die günstigsten in diesem Bereich. Allerdings sind die meisten Labore auch nur an Namensbekannten Orchideen interessiert zwecks Arterhaltung und Weiterverkauf. Namenlose Baumarkthybriden lassen sich nicht so gut an den Mann bringen. Da gibt es zu viele professionelle holländische Orchideenzüchter, die den (Bau-)Markt mit ihren zurecht gezüchteten, widerstandsfähigen Hybriden zu Dumpingpreisen zuschmeißen.

Der Pilz, der in der Natur zum keimen auf Rinde benötigt wird, läßt sich auf heimischem Territorium so gut wie nicht finden. Außer bei heimischen Erdorchideen (nicht tropischen) sind diese Chancen größer, wenn auch gering.

Ich bin einer der wenigen in Deutschland, die bereits erfolgreich Orchideen auf sterilem Nährboden unter Laborbedingungen als Hobby ausgesäet haben. Und ja, es ist nicht ganz so einfach. Daher gibt es auch nicht so viele die das machen, wobei ich denke daß es auch an der großen Geduld liegt, die man benötigt. Erstens für die monatelange Reifedauer der Kapsel, dann bis zur auspikierfähigen Pflanze und dann noch einige Jährchen, bis diese auch Blühfähig sind.

Wenn meine Kamera mal wieder funktioniert, stell ich auch ein paar Bilder rein.
Wer gerad eine Samenkapsel zur Hand hat oder sonstige Fragen, kann mir ja mal eine Nachricht schreiben. ;)
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