Missstand bei Kaki (Diospyros kaki) - Pflanzenkrankheiten & Schädlinge - GREEN24

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Missstand bei Kaki (Diospyros kaki)

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Hallo und herzlich willkommen zu meinem Thread.
Ich habe mir vor ca 3-4 Monaten einen jungen Kakibaum gekauft und diesen auch eingepflanzt, doch schon nach ein paar Tagen (Wochen) wurden die Blätter seitlich leicht gelblich und trockneten unregelmäßig, teilweise bis zur Hälfte aus. In diesem Zustand verweilte sie dann ein paar Monate und es kam mir subjektiv so vor als ob es noch schlimmer werden würde. Jetzt ist es momentan Ende August und sie hat oberseits einige Blätter verloren, jedoch kein einziges Blatt neu geschoben und ich mache mir langsam Gedanken, ob sie den milden aber von Nässe geprägten Winter des kreisfreien Nordens Niedersachsens überstehen wird. Ob es Staunässe mit Wurzelfäule, Sonnenbrand, Nährstoffmangel, Schädlingsbefall oder irgendwas anderes ist, ist mir in erster Linie relativ gleichgültig, ich will nur wissen, ob ich sie draußen überwintern kann oder mit rein-nehmen muss. Ich habe eine Menge an Kübel, doch würde sie eine Überwinterung im "warmen" (keller 5-10*C) überleben? Laut dem Verkäufer halten Kakis je nach Standjahr und Gesundheit der Pflanze zwischen -15*C-22*C aus, was im ersten Moment vielversprechend wirkt, da die Tiefsttemperatur im letzten Winter bei uns etwa -6,9*C betrug. Naja, ich bin gespannt auf die Antworten und bedanke mich schon im voraus.
Lg Avatarez2
Bilder über Missstand bei Kaki (Diospyros kaki) von Fr 28 Aug, 2015 22:40 Uhr
Kaki Gesamt.jpg
Hier ist die Gesamtansicht der Kaki. Die oberseits fehlenden Blätter sind ebenso gut wie die partiell auf den grünen Blättern existierenden braunen Verfärbungen zu sehen.
Kaki oberseits.jpg
Auf diesem Bild sind die Verfärbungen ähnlich drastisch zu sehen. Es entsteht wahrlich der Eindruck eines Kontrastes zwischen dem olivgrünen und dem braunen Teil des Blattes.
Vordernsicht.jpg
Auf diesem Foto ist die zentrale Region des Baumes und einer der seitlichen Äste zu sehen. auf diesem Bild ist es besonders das Gelb am Blatt, welches hervorsticht.
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Hallo Avatarez2!

Leider kann man kaum vorhersagen, ob der Baum den Winter im kreisfreien Nordens Niedersachsens überstehen wird. Welche Klimazone habt ihr denn und welche tiefsten Wintertemperaturen in den vergangenen zehn bis zwanzig Jahren (Klimakarte und Wetterarchiv)? Der letzte Winter war so mild, das man ihn sicher nicht als Referenz heranziehen kann.

Dazu spielt es leider doch eine große Rolle, ob das Problem Staunässe mit Wurzelfäule, Sonnenbrand, Nährstoffmangel, Schädlingsbefall oder irgendwas anderes ist. Denn einige dieser Faktoren beeinflussen die Winterhärte nicht unwesentlich.

Meine Kaki habe ich aus einem Samen gezogen und gleich im zweiten Jahr ausgepflanzt. Sie ist jetzt neun Jahre alt und trägt zum ersten Mal Früchte. Ich hatte noch nie Probleme mit Frost. Allerdings wohne ich in Klimazone 8a, was nicht unbedingt der Durchschnitt in Deutschland ist. Trotzdem hatten wir 2009 und 2013 je eine Nacht mit knapp an die -20 Grad. Der Kaki hat es glücklicherweise nicht geschadet, doch wenn es mehrere Nächte hintereinander so kalt gewesen wäre und die Kaki nicht so gesund, hätte es auch anders ausgehen können.

Es ist also wichtig, das deine Kaki gut ernährt und ohne Staunässe in den Winter geht, wenn dein Klima und ihre Gesundheit es zulassen. Hier muss man aber abwägen, ob es ihr mehr schadet, wenn sie wieder aus der Erde herausgerissen wird oder wenn sie einen Winter durchstehen muss.

Vielleicht kannst du uns noch etwas mehr über den Standort und die Pflanzung erzählen. Wie kommst du auf Staunässe oder Sonnenbrand? Gibt es da Zusammenhänge mit der Pflanzung?
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Hallo Roadrunner.
Die USDA-Klimazone meines Ortes ist momentan noch 8a und die letzten 5 Winter (vielleicht ein wenig repräsentativ) hatten diese Tiefstwerte: 2010 -13°C, 2011 -8°C, 2012 -18°C, 2013, -11°C, 2014 -8°C, 2015 -6°C (mein Messgerät stand schinbar im Frost).
Ich hoffe, dass dies als kleine Referenz erstmal ausreicht, weil ich im Wetterarchiv nicht fündig geworden bin.
Das Klima wird maßgeblich durch die Nähe zur Nordsee beeinflusst und sorgt für kühlere Sommer und mildere Winter, was man auch anhand der Tiefsttemperaturen sehen kann. Der Jahresniederschlag wird mit 831mm angegeben.

Der neue Standort der Kaki lag im Halbschatten und ich habe als Substrat 50% Mutterboden und 50% Blumenerde genommen. Da wir einen tonigen Lehmboden, ein ziemlich feuchtes Klima mit regelmäßigen Niederschlägen haben und die Kaki im Halbschatten gepflanzt wurde, dachte ich es wäre das naheliegendste, dass sie mit der zeit Stau nässe bekommen hat. Aber diese Symptome wirken irgendwie auch charakteristisch für Sonnenbrand. Werden erst gelb und trocknen an den Rändern radikal aus, das kann doch keine Staunässe sein, oder? Lg Avatarez2
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Vielleicht gräbst du mal nahe dem Wurzelballen um festzustellen, wie feucht es dort tatsächlich ist. Wenn der Boden verdichtetet ist und zu Staunässe neigt, ist das vermutlich der Winterhärte der Pflanze abträglich. Ist es wirklich nur ein Sonnenbrand, kann man das vernachlässigen. Ein Winter mit -18 Grad und Staunässe wäre aber vor allem in den ersten Jahren fatal.

Dein Klima ist sonst aber vollkommen in Ordnung, so klappt es bei mir ja auch mit der Kaki. Allerdings ist meine an die Südwand eines Hauses gepflanzt und steht eher trocken und sonnig. Hier kannst du sie dir mal ansehen: diosporus-kaki-kaki-persimone-t3854.html
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Hallo,
meine Kaki ist schon 3 Jahre. Sie hat voriges Jahr geblüht und alle Blüten sowie die oberen Blätter abgeworfen. Da sie im Kalthaus steht, sind wahrscheinlich die Blätter verbrannt. Dieses Jahr habe ich sie etwas beschattet - die Blätter sind nicht verbrannt. Geblüht hat sie über und über jedoch die Früchte sind Stück für Stück abgefallen. Die letzte Frucht war schon mind. 3cm im Durchmesser. Die Frucht ist am Stielansatz weich geworden und abgefallen. Eine Fäule war nicht erkennbar. Ich habe das Bäumchen danach nicht mehr gegossen - wozu auch - wenn eh keine Frucht mehr drann ist. Das Bäumchen treibt jetzt frische saftig grüne Triebe ohne Ende. Ich bin nur noch sprachlos - aber irgend etwas muß ich doch falsch gemacht haben. Vielleicht hilft euch mein Erfahrungsbericht. Gruß Roland
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Ein paar Früchte hat meine auch abgeworfen. Die verbleibenden werden aber langsam orange.

Hattest du deine Pflanze gedüngt, Roland?
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Im Frühjahr eine handvoll Guano kann doch nicht falsch sein - oder ? Pro Woche ein bis zweimal eine 10 Liter Kanne Wasser - im Kalthaus ausgepflanzt kommt ja kein Regen an die Wurzeln. Ich kann mir nicht erklären was da falsch gewesen sein könnte.
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Ich dachte eher, das es vielleicht zuwenig war. Viele Pflanzen reagieren mit Blüten- oder Fruchtabwurf, wenn Nährstoffe fehlen. Ist nur so eine Idee... :-k

Oder haben im Kalthaus evtl. die Befruchter/Wind gefehlt? Unbefruchtete Früchte werden bein manchen Pflanzen auch abgeworfen...
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Danke zunächst für die Antworten. Ich denke mal, die Kaki hat am Ende doch zu naß gestanden - denn die Pflanze treibt ja jetzt wie toll durch nachdem ich aufgehört habe zu gießen. Ich werde in Zukunft (sofern sie den Winter schadlos übersteht) nur noch gießen wenn wirklich schon eine Vertrocknung anfänglich ist. Es ist übrigens eine auf Lotuspflaume veredelte Sorte die auch selbstfruchtend sein soll - so laut Angabe von Verkäufer.
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Wenn die Nässe das Problem war, ist das aber evtl. ein wichtiger Hinweis für Avatarez2... ;)

Die Frage ist, ob sie sich tatsächlich selbst befruchten, dann müssen die eigenen Pollen trotzdem auf die Stempel der Blüten (wie z.B. Tomaten, befruchtet durch Bienen oder Wind). Oder ob sie einfach ohne Bestäubung fruchten (wie beispielsweise Feigen). Die Handelsbezeichnung ist bei beiden Varianten 'selbstfruchtend', auch wenn es sich um zwei verschiedenen biologische Vorgänge handelt.
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Kleiner Nachtrag:

Kakis bilden tatsächlich auch Früchte wenn die Blüten nicht befruchtet wurden. Es kann auch sowohl befruchtete als auch unbefruchtete Früchte an einem Baum geben. Meine Früchte haben bisher keine Samen in den Früchten (ich habe allerdings erst zwei gegessen, die anderen sind noch zu fest). Das legt nahe, das diese Früchte unbefruchtet sind. Sie haben sich also nicht selbst befruchtet.

Mein Baum ist aus Samen gezogen, man könnte also davon ausgehen, das alle Kakis in der Lage sind, parthenokarp (unbefruchtete) Früchte zu bilden.

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