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Krumme Echeveria und schlaffer Lavendel

Die richtige Pflanzenpflege, Pflanzenschnitt, Veredelung ...
Worum geht es hier: Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln...
Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen).
Azubi
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Liebe Pflanzenfreunde,

ich muss mal wieder feststellen, dass ich keinen grünen Daumen habe. Im Gegenteil, ich bin offenbar schon wieder dabei, meine Pflanzen umzubringen :oops: . Zwei Anliegen habe ich.

1. Vor einigen Jahren habe ich eine Echeveria als Geschenk bekommen. Der geht es soweit zwar ganz gut, doch sie ist mittlerweile sehr hoch und kippt deshalb immer zur Seite. Ein Umtopfen bzw. tieferes Einsetzen/Anhäufeln brachte nur kurzzeitig Abhilfe. Hab die Pflanze schon mit Stäben und Bändern vorm gänzlichen Umkippen bewahrt, doch eine gute Lösung ist das nicht. Sie ist einfach zu schwer und zieht die Stäbe förmlich mit sich. Zudem werden die unteren Blätter immer schnell braun, weil sie auf der Erde liegen. Das heißt, die Echeveria "verkahlt" von unten her immer mehr, wodurch sie noch instabiler wird. Ich weiß nicht, wie lange das noch gut geht. Was kann ich tun? Anlehnen find ich nicht so gut, dann müsste ich auf die helle Fensterbank verzichten. Ob der Pflanze das gefällt? Gleiches Schieflageproblem übrigens auch bei einem "kopflastigen" Kaktus.
Kindeln hat die Echeveria bisher leider noch keine ausgebildet, sonst hätte ich schon mit der Anzucht einer neuen Pflanze begonnen. Als neulich einige Blätter abbrachen, als ich versuchte, die Pflanze aufzurichten und neu festzubinden, hab ich diese als Stecklinge eingesetzt. Nun warte ich seit fast zwei Wochen darauf, dass sie festwurzeln. Noch tut sich nix. Ich geb die Hoffnung noch nicht auf, die Blätter sehen noch gut aus.

2. Vor einer guten Woche habe ich mir im Supermarkt einen Topf mit Lavendel (Lavendula angustifolia) gekauft. Der sah wirklich gut aus und duftete himmlisch. Er soll auf dem Balkon (Südwestseite) Blattläuse und gelegentlich auch Ameisen vertreiben. Da der Topf schon gut durchwurzelt war, habe ich einen größeren genommen, ihm gleich eine Drainage verpasst, den Lavendel reingesetzt und den Topf mit Kräutererde aufgefüllt. Raus auf den Balkon! Glücklicherweise war es in den letzten Tagen nicht so heiß, damit sich die Pflanze erst mal ans Freie gewöhnen konnte. Trotzdem lässt sie schon einige Blüten und Blätter hängen. Sieht nicht mehr ganz so frisch aus. Warum? Ich gieße nur sehr sparsam und wenn es regnet, bekommt der Lavendel auch ein paar Tropfen ab (weicht aber nicht ein). Gedüngt habe ich noch nicht. Ist es die normale Eingewöhnungsphase und es besteht die Möglichkeit, dass sich die Pflanze von allein erholt? Ich würd sie nur ungern schon wieder entsorgen müssen. Mir ist über den Winter schon ein Lavendelbäumchen eingegangen. Hat evtl. noch jemand einen Tipp? Soll ich schon Stecklinge machen für den Notfall? Bin etwas ratlos :?
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Moin,

mit Bildern geht uns eine Diagnose etwas leichter von der Tastatur. Jeweils Fotos des Standortes mit Pflanze, der Erde/Substrat, dem Topf und vielleicht noch ein paar Detailfotos der Pflanzen.

Meine Gedanken kann ich aber schon mal mitteilen.

Die Echeverie steht wahrscheinlich zu dunkel und im Winter zu warm.

Kräutererde ist eigentlich ziemlicher Quatsch. Es gibt kein Substrat, dass allen Kräutern gleich gut bekommt. Minze ist z.B. eine Feuchtwiesenpflanze, viele Basilikum sind Bewohner von subtropisch/tropischen Wäldern und der Lavendel besiedelt mediterrane Felsfluren. Für diese Ansprüche kann man einfach kein allgemeingültiges Substrat herstellen. Alles nur Geldmacherei.
So ist dieses Substrat dem Lavendel zu humos und wenn es etwas trockener gehalten wird, bekommt man es nicht wieder vernünftig feucht, wenn der Lavendel Wasser braucht. So trocken möchte der Lavendel im Topf nämlich nicht gehalten werden. Dort sorgt seine immense Wurzelmasse, die in der Natur tief in die Erde und zwischen Felsen eindrigt, dafür, dass er schneller vertrocknet als andere Pflanzen, die eigentlich mehr Wasser benötigen sollten.
So glaube ich, dass Du den Lavendel zu trocken hältst und/oder er Ballentrocken geworden ist.
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Fotos sind gemacht.
Hier erst mal die Echeveria. Sie steht innen auf der Fensterbank (SW-Seite). Dass es dort zu dunkel ist, denk ich weniger, zu warm schon eher. Ich könnte sie ans Fenster auf der NO-Seite stellen. Dort ist es ein wenig kühler (aber auch im Winter kaum unter 20 °C), dafür dann tatsächlich schattig (Sonne nur am frühen Morgen). Das Problem des Kippens wird das jedoch nicht lösen. Vielleicht hab ich die Pflanze dilettantisch angebunden, habe keine Ahnung, wie man das richtig macht.
Bilder über Krumme Echeveria und schlaffer Lavendel von Fr 29 Jun, 2018 17:49 Uhr
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Detailaufnahmen des Stämmchens
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Echeveria in Schräglage
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Nun der Lavendel:
Deinen Ratschlag mit dem Gießen hab ich sofort in die Tat umgesetzt. Es war mir nicht klar, dass der Topf wesentlich mehr Wasser braucht als die Freilandpflanze. Der Topf steht momentan auf der Balkonbrüstung in der Sonne. Wird recht warm! Ist das zu viel des Guten? Dann kommt er künftig ans Fenster und unter den Schirm.
Der Mulch (?) auf dem Substrat ist ein Überbleibsel von dem Lavendelbäumchen, das ich entsorgen musste. Hab das einfach wieder drüber gestreut.
Bilder über Krumme Echeveria und schlaffer Lavendel von Fr 29 Jun, 2018 17:50 Uhr
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Moin,

danke für die Fotos.

Däumelinchen79 hat geschrieben:Hier erst mal die Echeveria. Sie steht innen auf der Fensterbank (SW-Seite). Dass es dort zu dunkel ist, denk ich weniger, zu warm schon eher.

Oh doch, die steht leider zu dunkel. Du musst bedenken, die Vorfahren Deiner Echeverie kommen aus Mittel-Mexiko und wachsen dort zusammen mit Kakteen in steppenartigen Felslandschaften in voller Sonne. Da ist es hinter einer Isolierglas-Scheibe nach Südwest in Mitteleuropa für die Pflanzen höhlenmäßig :wink: .
Dein Substrat ist auch nicht geeignet. Eine Mischung mit mindestens 2/3 offenporigen Steinchen (Bims, Lava) gefällt ihr besser.

So sollte die Pflanze aussehen. Sie steht bei mir von Anfang Mai bis fast Ende Oktober im Freien. Die ersten drei bis vier Wochen wird etwas gegen direkte Sonne geschützt, später darf aber das ganze Klima auf sie einwirken, auch die volle Sonne!
Im Winter hab ich sie im frostfreien Gewächshaus (sorry, arbeite in einem botanischen Garten :mrgreen: ) und sie bekommt kaum Wasser.



Den Lavendel würde ich auf jeden Fall beobachten. Wärme macht ihm nicht unbedingt was aus. Bei der von Dir gewählten Erde ist die Schwierigkeit, richtig zu gießen. Es kann zu trocken, was in Deinem Fall wohl passiert ist, aber auch sehr schnell zu nass werden.
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Ist der Balkon ebenfalls in Richtung Süd/Ost?? Und wieviel WIND steht da drauf??? Wind trocknet nämlich zusätzlich, gerade bei Topfpflanzen.

Falls ja, dein Lavendel wird dann gebraten ... :mrgreen:
Entweder gönnst du ihm etwas mehr Schatten oder kümmerst dich drum, dass er tagsüber nicht so die Sonne auf den Topf bekommt. Auf meinem Balkon steht alles hinter der Brüstung und trotzdem komme ich mit dem Gießen kaum hinterher! Selbst der Rosmarin "jammerte".

Meine Freilandlavendel sehen inzwischen sehr bedürftig aus, 10 Wochen ohne nennenswerte Niederschläge und viel Wind gehen langsam an Eingemachte. :roll:
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Danke, das sind doch schon mal tolle Tipps.

Plantsman hat geschrieben:Eine Mischung mit mindestens 2/3 offenporigen Steinchen (Bims, Lava) gefällt ihr besser.


Gehen auch Perlite? Davon hab ich ne ganze Menge da. Alles andere müsste ich besorgen. Rausstellen kann ich die Echeveria im Sommer gern.

Dem Lavendel würde ich auch gern ein besseres Substrat geben. Du sagtest, er mag es von Natur aus eher steinig. Hab beim Kramen im Keller noch Kieselsteine gefunden. Kann man so was untermischen?

Loony Moon hat geschrieben:Ist der Balkon ebenfalls in Richtung Süd/Ost?? Und wieviel WIND steht da drauf??? Wind trocknet nämlich zusätzlich, gerade bei Topfpflanzen.


Ja, auf der Brüstung ist es bissel windig. Wenn ich den Topf ans Fenster stelle, ist er etwas geschützter. Das werde ich gleich mal machen. Dort steht zurzeit auch mein Chili, und der ist immer anfällig für Läuse. Da kommt der Lavendel grade recht. Und wenns zu heiß wird, hilft der Sonnenschirm.
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Moin,

für meine Topfpflanzen hab ich immer Lavagranulat, Körnung ca. 10 mm, auf Vorrat. Das gibts abgepackt oder auch lose. Da müsstest Du dich mal im Gartencenter Deines Vertrauens schlau machen. Das kann man überall zumischen.
Kieselsteine haben den Nachteil, das sie ein glatte Oberfläche haben. Als Mulch oben auf dem Topf oder als Drainage sind sie OK, sie haben im Substrat aber sonst kaum Vorteile.

Perlite ist für den Anfang OK, auch für den Lavendel. Es wandert aber mit der Zeit im Substrat nach oben, weil es so leicht ist. Für ein bis zwei Jahre, bis zum nächsten Umtopfen, geht es aber. Mein Vorschlag für beide (!) Pflanzen:
2 Teile Blumenerde
2 Teile Perlite
1 Teil Kieselsteine.
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Vielen lieben Dank, das wird in die Tat umgesetzt. Dann kann ich mich in Ruhe nach dem Lavagranulat umschauen. Ich hoffe, dass sich meine Pflanzen erst mal erholen.
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In Ergänzung zum Thema unterschätzte Hitze auf dem Balkon.

Ich habe dieses Jahr zwei Tomatenpflanzen auf dem Balkon stehen, Ochsenherz. Die Töpfe stehen ziemlich weit hinter der Brüstung in sehr großen Übertöpfen mit Mulchmaterial. Jeden Morgen, wenn die Sonne so richtig ballert, hängen meine Tomatenpflanzen regelrecht die Köpfe. Erst wenn die Sonne ab Mittag sozusagen rum ist, erholen sie sich langsam. Ähnliches Verhalten habe ich bei allen anderen Pflanzen an der Brüstung.
Man sollte nicht die Hitze unterschätzen, die den Pflanzen zu schaffen macht. Und auch nicht, was wir zur "Kühlung" der Wurzelballen vorsehen müssen. ;-)

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