Drei ungünstige Hänge... brauche mal Ideen!

 
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wonnie

@ Macpflanz: Naja, du hast schon Recht. Wissen kann man es nie wirklich. Aber ein bisschen Ahnung von Bodengeschichten traue ich unserem Architekten schon noch zu. *gg* Bisher wurden wir gut von ihm beraten.

Das Problem ist, dass der Hang nach dem kleinen Weg noch weitergeht und unserem Nachbarn schon ein Stück in die Einfahrt gerutscht ist. Rutschgefahr besteht also in jedem Fall, so sehe ich schon eine gewisse Eile beim Bepflanzen.

Im Moment war das WEtter ja wieder "günstig" --> Der Boden ist schön feucht und die Pflanzen lassen sich relativ gut rauszupfen. Mal sehen, wie weit wir an diesem verlängerten Wochenende kommen...

Gruß,
Wonnie
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macpflanz

...bei uns in Hof haben divese hochbezahlte Landschaftsplaner derart katastrophale Fehlbepflanzungen vorgeschlagen, dass man ihnen eigentlich "eine vor die Nuss hauen" sollte... im übrigen verweise ich auf meine Vorschläge
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Mel
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Mel

Hi wonnie!

Na, dann viel Spaß beim Zupfen!

Ich würde aber, wenn Ihr fertig seid wirklich den Hang mit den Böschungsmatten absichern! Dann passsiert da nichts mehr!

LG
Mel
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wonnie

Hi Mel!

Böschungsmatten - da hab ich neulich erst welche in irgendeiner Zeitung gesehen. Das sind diese Netze, die man drauf legt und dann "durch" bepflanzt, oder?

Uff, da liegt noch eine Menge Arbeit vor uns...

Wonnie, die heute schon mal den Rasen für ihren Mann "vor"gemäht hat...
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hallo, also erst mal: Landschaftsarchitekten sind nicht teuer, sondern helfen Maßnahmen zu vermeiden, die man später bereut. Zudem sind sie treuhänderisch tätig und achten darauf, dass Arbeiten von Firmen fachgerecht und zu ortsüblichen Preisen ausgeführt werden. Ich habe in meiner über 20 - jährigen Berufspraxis da einiges erlebt. Und immer war das Honorar für den Landschaftsarchitekten durch saubere Planung, und Bauüberwachung locker wieder drin.
Also das Beste wäre deshalb, mal 150 - 250 Euro zu investieren für ein Beratungsgespräch mit einem professionellen Planer (Landschaftsarchitekten) diese bekommt man am besten raus über die Architektenkammern der jeweiligen Bundesländer. (also googeln z.B. Architektenkammer, Bayern...)

So, wenn ich mir die Bilder anschaue, die Du da zur Verfügung gestellt hast, sieht mir das sehr nach einem, sagen wir mal sehr gepflegten Garten aus. Empfehlen könnte man hier an der Grundstücksgrenze eine Wand aus so genannten Gabionen (ein Drahtgeflecht, das mit Bruchsteinen hinterfüllt wird), eine Trockenmauer (würde etwas Leben in den Garten bringen), oder eine Betonmauer, diese sollte allerdings fachgerecht ausgeführt werden und - gestockt oder sandgestrahlt werden. Wichtig ist auf jeden Fall, den örtlichen Bebauungsplan / Grünordnungsplan zu beachten, sonst könnte es Ärger mit den Nachbarn geben (Einsicht meist in der Gemeinde).
Sehr pflegeleicht, aber auch trostlos sind Bepflanzungen mit Lonicera pileata, oder Kranz-Spireae. Der "Architekt" hat dahingehend recht, dass ihr euch Pflege spart, wenn ihr dicht bepflanzt, es kostet aber auch mehr in der Anschaffung. vorübergehend kann die Böschung zur Unkrautbekämpfung mit Phacelia oder Senf angesät werden, bringt Nährstoffe, Farbe und unterdrückt das Unkraut.
Silofolie ist so ziemlich das hässlichste was man sich vorstellen kann und begünstigt auch Wühlmäuse, also bitte unterlassen! Zudem bekommen die Pflanzen dann kein Wasser, weil es ja oberirdisch abläuft. Es gibt aber spezielle Mulchfolien. Das Geld würde ich mir sparen.
Solltes Du dich für die "Trostlos"-Variante mit Lonicera o.ä. entscheiden, denke daran, zwischendrin Arten zu wechseln, also flächige Bodendecker verwenden (jeweils ca. 25 - 50 Stück), dann wechseln und zwischendrin mal eine Soitärstaude, oder Buschrose o.ä. Sommerflieder wär auch sehr schön und würde SChmetterlinge anziehen.
So, denke mal das wären genug 1. Anregungen, such Dir nen anständigen Landschaftsarchitekten, frag was so eine Pflanzberatung kosten würde und lad ihn mal auf ne Tasse Kaffee ein.

http://www.derlandschaftsarchitekt.de
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macpflanz

...Herr Landschaftsarchitekt, von welcher Lobby sind Sie gekauft ? Ich bitte um entschuldigung für meine respektlose Frage, aber von allzu groß0em Fachwissen scheint mir Ihre Antwort leider nicht getrübt. MEHR Empfehlungen haben Sie nicht ??? OJE, dann kann ich nur umso mehr von Landschaftsarchitekten abraten... so leid es mir tut... das riecht doch alles nur wieder nach Geldschneiderei bei geringstmöglichem erfolg
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Mel
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Mel

Hallo Leute bitte Ruhe bewahren.....

@derlandschaftsarchitekt

Die Silofolie sollte keine dauerhafte Lösung sein, sondern nur "Pfusch" um das Unkraut zu ersticken!

@macpflanz!

Er/sie hat fachlich auf die Frage geantwortet und ein paar Tipps sind auf alle Fälle dabei! Wenn Du die nicht magst, manchmal braucht man sie aber! Und wer sie nicht möchte, muß sie nicht buchen!

@wonnie!

Ich habe mir die meisten Stauden zurecht gesammelt und/oder schenken lassen! Hör Dich doch mal um!

Die Böschungsmatten (Frank hat das schon beschrieben) machen vielleicht erst etwas Arbeit, aber dann rutscht Dir das nicht ab!

Sonst frag mal im Forum! (Ich würde Dir gegen Portoerstattung) auch welche zuschicken...

Kleinere Lücken kannst Du dann mit Einjährigen wie Tagestes usw. schließen, aber wichtig-die Wurzeln drinlassen, daß gibt Halt!

Ich wünsche Dir nicht soviel Arbeit und einen wunderschönen Hang

LG
Mel
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wonnie

@ Landschaftsgärtner: Diese "Gabionen" hab ich erst in einer Zeitung gesehen und fand sie sofort super toll und sie würden auch prima zum Grundstück passen. Mein Mann findet sie leider nur hässlich... Leider haben wir einen sehr konträren Geschmack, aber ich werde mal sehen, ob er nicht doch noch rumzukriegen ist.

Danke für die Tipps!

Gruß,
Wonnie
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macpflanz

..ich will ja hier auch keinen Unfrieden reinbringen, aber nach meinen Erfahrungen kann man sich all solches Zeugs wie Gabionen oder Folien völlig sparen, indem man den Boden etwas "anstampft" und eben schnell ausbreitende Bodendecker einsetzt, die durchaus nicht langweilig sein müssen... Man kann Pflanzen wie den byzantinischen Wollziest auch mit Sträuchern oder Halbsträuchern (Elaeagnus commutata, Lavandula) so kombinieren, dass man ab dem Frühling ein "Ensemble in Silber" für so einen Hang bekommt; es gibt dazu durhaus noch mehr Pflanzen wie Sempervivum, Sedum etc., aber so etwas ist in der Phantasie eines Landschaftsarchitekten möglicherweise nicht inbegriffen... das heißt: Themengarten in Farbe... und das geht auch an solchen Böschungen.. warum nicht : Silber...
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Frank

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Hab hier noch einen Artikel dazu:

Grün am laufenden Meter: Für Böschungen und Steilhänge gibt es verschiedene Bodendeckermatten zur schnellen Begrünung. Nach einer kurzen Einwachszeit liegt hier ein dichter, grüner Teppich.

cgi-bin/mx_cm_archiv.pl?1147065839

Gruß Frank
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wonnie

Hi Frank!

Cool, vom Prinzip her sind die ja praktisch!! Muss mir das mal genauer ansehen!

Wonnie
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macpflanz

...ein "Zufallsergebnis" zu diesem Thema: bin diese Woche bei einem Gebrauchtwagenhändler vorbeigefahren, der ein zur Straße hin abfallendes Gelände hat (dummerweise an einer Ampelkreuzung, an der nix ist mit schnell mal halten und ein Foto machen). Da liegen solche Böschungsmatten (bzw. -netze) herum, die schon halb verrottet ausschauen und mitsamt Böschung abgerutscht sind... wachsen tut da noch gar nix Naja, KLASSE Lösung, vielleicht kann ich doch `mal ein Bild nachliefern, wenn ich irgendwo in der Nähe einen Parkplatz finden sollte... mein bisheriger Eindruck: GRAUENHAFT, indiskutabel...
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belascoh

also so ein garten wäre ein traum für mich!

1. als absoluter verfechter von öko und bio und sonst was für ansichten in der richtung war ich auch immer gegen alles chemische!!!
aber wo ich z.b. überhaupt nich gegen ankam war der giersch!!!
nach 5 jahren erfolglosem kampf griff ich dann entnerft zum meiner meinung nach effektivsten und dabei umweltverträglichsten mittel:
round up ein kontaktherbizid, was bedeutet alles grüne was damit in berührung kommt stirbt unweigerlich ab, oder wird zumindest sehr stark geschädigt! bei giersch war z.b. immer noch eine zweite dusche notwendig!!!
die pflanze stirbt ab und das tote kraut kann entsorgt werden!!! lieber nicht auf den kompost, obwohl angeblich ungefährlich!
der boden bleibt unbelastet, man kann also problemlos erneut drauf pflanzen!!!

2. also natursteinbrocken und steingarten kann ich nur empfehlen, du hast dabei soviele möglichkeiten wunderschöne kleinode mit einzustreuen, dass du das ganze jahr über eine wunderschöne augenweide hast! egal ob zum nachbarn, zur strasse oder zur garage! am besten legst du den hang ein wenig terassenförmig an
mit kiesbetten grossen felsbrocken, mal ner kriechkiefer oder halbsträucher, wie lavendel, salbei usw, oder auch sehr gut zur bodenbefestigung sind die ginsterarten!!!
ob teppcihginster, flügelginster oder stechginster alles sehr gute tiefwurzler die ne gute verankerung bringen, naja und dazwischen halt alles mögliche, was dir gefällt und du bekommen kannst, bunte mischung fand ich schon immer klasse, bin aber auch sammler aus leidenschaft und hatte damals weit über 800 verschiedene pflanzenarten im garten meiner eltern!!!
meine schönste steingartenpflanze war übrigens ne ramonda myconi, sieht fast aus wie nen usambaraveilchen, nur mit dem vorteil der winterhärte!
sehr gut sind auch alle möglichen leguminosen von hauhecheln über die verschiedenen wildwickenarten zu hornklee!!!
hornklee ist ein irrer kriecher, der mühelos riesige flächen abdecken kann, sich weit verzweigt und verwurzelt und wehe du willst ihn da wieder weghaben!!! dann siehe punkt 1. *fg*
aber die samen kannst du im sommer überall an geeigneten stellen einsammeln, kostet dich nix nur ein wenig forscherdrang, wo bei euch in der nähe sowas wächst!
ich wünsche eh allen gartenfreunden viel mehr mut zu einheimischen wildpflanzen, es gibt so viele schöne davon und sie sind tausendmal pflegeleichter am richtigen standort, als alles aus dem gartencenter!!! na gut mit einheimisch mein ich schon eher die nördliche hemisphäre, ein wenig exotic darfs ja schon sein! ))
so bin ja ganz schön ins gerede gekommen, ich hoffe ich konnte dir ein paar anregungen geben und wünsche dir noch viel spass mit eurem garten!

achso und 3. wozu geld für die meinung anderer rausschmeissen, die später eh nicht damit leben müssen???

lg und so...
belascoh ))
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wonnie

@ belascoh

Danke dir für deine ausführliche Antwort! Das klingt vielversprechend. Ich habe eine Seite schon angelegt und es sieht ganz gut aus. Werde bei Gelegenheit mal fotografieren. Den unteren Hang habe ich begonnen auszugrasen, aber das ist ein Fass ohne Boden... Round Up klingt mir da sehr sympathisch im Moment.

Ich habe auch Pflanzen von meinen Eltern bekommen, die auf eine Pflanzung warten, aber momentan gießt es bei uns wie aus Kübeln. Mistwetter!!! Dabei hätte ich heute so schön Zeit... *seufz*

Und wir werden nun anthrazit-farbene Bruchsteine aus einem nahegelegenen Steinbruch verwenden. Ist billiger und passt wohl doch besser zu unserem Haus als Sandstein. Da kann man dann auch schön mit Steingartengewächsen gestalten.

Danke und Gruß,
Wonnie
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macpflanz

...in unserem Botanischen Garten werden die "chronischen Giersch-Ecken" seit Jahren mit Roundup behandelt; der Erfolg ist aber leider eher mäßig. Der Giersch entwickelt bekanntlich meterweit herumgeisternde Fadenwurzeln; auch bei Behandlung mit Roundup kommt er regelmäßig an fast denselben Stellen (gelegentlich mit ein oder zwei Jahren Pause) wieder. Im eigenen Garten grabe ich einfach regelmäßig wieder nach und zupfe die Wurzeln genauso stur wieder heraus, wie er nachtreibt... aber bei großen Flächen bleibt das wohl so oder so ein ewiges Thema...
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