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Alter Apfelbaum

Die richtige Pflanzenpflege, Pflanzenschnitt, Veredelung ...
Worum geht es hier: Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln...
Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen).
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BeitragAlter ApfelbaumSa 23 Jan, 2010 17:52
Hallo,
in unserem Garten steht ein alter Apfel und den will ich jetzt mal hart ran nehmen ;)

Also wie auf den Bildern zu sehen wurde er bis jetzt nicht fachgerecht geschnitten und meine
Frage ist eigentlich nur, wie viel ich schneiden soll.
Im Prinzip muss ja fast alles auf Stock runter geschnitten werden, wie viel
kann ich da in einem Jahr schneiden bzw. auf wie viele Jahre soll ich die "umgestaltung" verteilen.
Und wann soll ich am besten schneiden? März, April ??
Bilder über Alter Apfelbaum von Sa 23 Jan, 2010 17:52 Uhr
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BeitragSa 23 Jan, 2010 18:36
Hallo,
also ich bin nur Hobbygärtnerin und kann nur sagen,wie wir es im Frühjahr machen. Die ganz langen Stiele nennt man glaube ich Wassertriebe und werden im Frühjahr mindestens um die Hälfte eingekürzt.
Unser Baum ist über 30 Jahre alt,schon von innen hohl aber hält sich wacker und darf weiter stehen bleiben.Nach dem Beschneiden bekommt er immer noch viele tolle Blüten und Früchte. Viel Erfolg O:)
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BeitragSa 23 Jan, 2010 19:48
Hallo,

google mal nach Öschbergschnitt, lies vor allem die Wachstumsgesetze bei Kernobst, dann wird auch dieser Baum wieder zum Baum, wenn Du das berücksichtigst. Wird jedenfalls ne Menge Arbeit, aber danach kannst schon Freude haben

LG
Edi
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BeitragRe: Alter ApfelbaumSo 24 Jan, 2010 23:00
Ratinger hat geschrieben:in unserem Garten steht ein alter Apfel und den will ich jetzt mal hart ran nehmen ;)
Im Prinzip muss ja fast alles auf Stock runter geschnitten werden,

Hallo Rat(z)i, kling beängstigend, was du da vorhast, hoffentlich meinst du das nicht so! :wink:
Ich würde nur den Überbau der auf dem zweiten BIld zu sehen ist, abnehmen, und zwar kurz vor der Blüte. Die Jungtriebe an den andere Ästen kannst du evtl etwas auslichten, scheint aber nicht so schlimm zu sein. Auf jeden Fall: keine Triebe einkürzen, immer entscheiden: kommt weg oder bleibt komplett stehen. Der Wuchsimpuls den der Baum durch das Abwerfen der obersten Kronenetage bekommt, geht dann in die noch vorhandenen Triebe und es gibt nicht wieder diese meterlangen Schosse. 2011 müßtest du bereits wieder einen normalen Ertrag bekomen.
Grüße H.-S.
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BeitragDi 26 Jan, 2010 2:21
Da klinke ich mich mal kurz ein. Unser Baum sieht zwar ganz anders aus, hat aber ebenfalls so einen unteren Ast, der weg soll. Meine Frage wäre jetzt: muß der Ast - aus "medizinischen Gründen" - direkt am Stamm abgesägt werden, oder kann man ca. 20 cm. davon stehen lassen? :?:
Das wäre nämlich extrem praktisch, für die Pflege und die Ernte, weil man nicht jedesmal auf die Leiter müßte sondern im Baum ausreichend weit hochsteigen könnte.

Würde das aber natürlich nicht machen, wenn die Existenz eines solchen Stumpens dem Baum schaden könnte.
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BeitragDi 26 Jan, 2010 12:53
Hallo Ratinger,
ich würde noch weiter runter gehen mit dem Schnitt. Aber egal ob du wie von dir bezeichnet oder tiefer abschneidest, solltest du immer darauf achten, unmittelbar über einer bestehenden Abzweigung glatt abzuschneiden. Hier wird das gezeigt: http://www.naturconcept-eco.de/services ... ecken.html So eine Kappung ist für einen Apfel immer ein Problem (nach oben weisende Schnittstelle, die sind bei der Wundheilung nicht die aktivsten), aber die bestehende Baumform ist aufgrund der Höhe auch sehr unpraktisch.
Beim Abnehmen des untersten Astes mußt du auch darauf achten "auf Astring" zu schneiden, siehst du auch im Link.
Auch für Scrooge: Wenn man einen Stummel stehen läßt und der abstirbt, erfolgt kein Wundverschluß sondern es fault in den Stamm hinein. Und eine Faulstelle am Hauptstamm ist für den Baum sehr unangenehm. Ich habe vor Jahren beim Schnitt alter Bäume mal lange Stümpfe stehen lassen (weil die Naturschützer das so wollten), würde ich nicht mehr machen. Eichen z. B. werfen solche Stümpfe irgendwann ab und verschließen die Wunde, Obstbäume schaffen das nicht. Das gibt dann zwar die ökologisch wertvollen Nisthöhlen, im Interesse des Baume bevorzuge ich aber künstliche Nisthilfen.
Nur wenn du durch belassen kleiner Seitenästchen den Stummel am Leben halten kannst, kannst du ihn als Steighilfe behalten.
Bilder über Alter Apfelbaum von Di 26 Jan, 2010 12:53 Uhr
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die beiden Köpfe unmittelbar über dem Ansatz der Seitentriebe abtrennen (blau)
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BeitragDi 26 Jan, 2010 16:41
So etwas in der Art habe ich befürchtet.
Vielen Dank für die Antwort - dann werde ich mir (bei besserem Wetter) den Baum nochmal genauer anschauen.
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BeitragMo 08 Feb, 2010 19:16
Erst noch einmal danke für die Tipps,
noch eine Allgemeine Frage, wie steht ihr so zu Wundverschlussmitteln?
Ich hab viele Meinungen gehört, die einen sagen es ist besser ohne die anderen schwören drauf.
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BeitragMo 08 Feb, 2010 19:33
Hallo,
ja, da gehen die Meinungen nach wie vor auseinander.
Bei großen Sägewunden kann es vorteilhaft sein, die Wundränder damit zu bestreichen. Die wichtigste Voraussetzung für eine Wundheilung ist aber die exakte Schnittführung auf Astring.
Und, ganz wichtig: wenn Wundverschluß, dann nur unmittelbar auf die frische Wunde. Nachträgliches Verstreichen schließt eventuell bereits angeflogene Erreger darunter ein, wo sie herrlich und in Freuden ihr Unwesen treiben können.
Grüße H.-S.
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BeitragMo 08 Feb, 2010 19:39
Da kann ich mich nur anschließen.Aber wir verschließen die Wunden immer. O:)
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BeitragMo 08 Feb, 2010 20:12
tag ratinger,

wundverschluss schadet mehr, als dass er nutzt. eine wunde, die mit dem zeugs bestrichen wird, kann vom baum nicht mehr überwallt werden. & auch wenn die wunde sofort bestrichen wird, schützt das nicht vor fäulnis darunter. irgendwann wird der verschluss brüchig, bekommt risse, & bietet spätestens dann angriffsfläche. eine große rolle spielt natürlich auch, wie stefan schon erwähnt hat, der richtige schnitt. keine stummel stehen lassen, & nicht das teilungsfähige gewebe am astring wegsäbeln. wobei zweiteres noch einen ticken schlimmer ist.

da die bäume in der warmen zeit besser & schneller sich selber reparieren können, ist das eh der bessere schnittzeitpunkt. manche nehmens dir sogar krumm, wenn du sie im winter schneidest.

ich haben den wundverschluss seit jahren schon komplett aus den pflegemaßnahmen rausgenommen. & ich kenne andere firmen & baumpfleger, die lassens auch sein. ich schätz mal, dass der größte absatzmarkt noch der im hobbybereich ist.

ausserdem rate ich jedem, der sich obstbäume hält, einen schnittkurs. die werden immer wieder für wenig asche von den kommunen, der vhs, von gartenbauvereinen etc. angeboten. belohnt wirst du mit einer leckeren ernte, & keinen blöden blicken von leuten, die sich im vorbeilaufen denken, was für ein horst den baum so zugerichtet hat.

schönen gruß, stella

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