Was hat mein Asplenium?

Kann ich es noch retten?

 
Azubi
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Was hat mein Asplenium?

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Gepostet: 22.04.2022 - 22:18 Uhr  ·  #1
Hallo,

Unser kleines Asplenium hat leider in den letzten Wochen hellgrüne/ ausgeblichene und trockene Blätter bekommen.
Nachdem ich es vor ca 1, 5 Wochen aus dem alten Topf geholt habe, habe ich festgestellt, dass es vermutlich Wurzelfäule hat. Die Erde riecht wie nasser Wald (sorry für die Beschreibung) und die Wurzeln sind dunkel. Ich hatte einmal bei einer Grünlilie Wurzelfäule. Diese hat sich aber komplett anders gezeigt (logisch, da andere Pflanze). Dementsprechend kenne ich mich mit Wurzelfäule eigentlich gar nicht aus.

Mittlerweile steht es in einem Kokoserde Gemisch. Leider habe ich festgestellt, dass die Blätter immer mehr ausbleichen und nach wie vor (etxrem) trocken sind, sodass sie beim Knicken sehr leicht abbrechen.

Habt ihr Tipps, wie ich das Asplenium retten kann? Ich bin leider mit meinem Latein am Ende...

Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

LG
Asplenium Blätter
IMG_20220422_220614.jpg (204.29 KB)
Asplenium Blätter
Wurzeln
IMG_20220412_125605.jpg (236.01 KB)
Wurzeln
Leider konnte ich beim Umtopfen kein besseres Bild bekommen, da die Erde echt schlecht abging....
Pflanzendoktor*in
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Re: Was hat mein Asplenium?

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Gepostet: 23.04.2022 - 08:34 Uhr  ·  #2
Vermutlich haste erst die Pflanze ersäuft und das Kokohum hat kaum Nährstoffe. Wurzelneubildung, falls überhaupt, benötigt Kraft. Kannst du denn die Blätter bereits abzupfen?
So wie die aussieht, würde ich vermutlich sie auf dem Kompost entsorgen.
Azubi
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Re: Was hat mein Asplenium?

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Gepostet: 23.04.2022 - 10:09 Uhr  ·  #3
@Loony Moon

Ich hab die Kokoserde mit Seramis gemischt, da dieses ja Nährstoffe enthält bzw enthalten sollte. Die Blätter sind an sich noch fest an der Pflanze dran, aber brechen beim knicken ab.
Vielleicht noch als Zusatzinformation: das Pflänzchen ist gefühlt in der neuen Erde festgewachsen. (also man kann es zb an den Blättern aus dem Übertöpf holen, ohne dass es sich von der Erde oder dem Pflanztopf löst)

Danke für deine Antwort
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Re: Was hat mein Asplenium?

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Gepostet: 23.04.2022 - 10:49 Uhr  ·  #4
Hallo

Dieses Pflänzchen war leider schon bei deiner ersten Anfrage tot, da war damals schon nichts mehr zu retten, sorry. Tod durch Dauernässe liegt nahe.

Leider kennen wir weder die Topfungssituation (Wasserabzug/Belüftung gewährleistet?) noch dein Giessverhalten, um dir konkrete Tipps für einen allfälligen zweiten, erfolgreicheren Versuch mit einem neuen Pflänzchen geben zu können. So tropfnass wie auf dem Foto sollte das Substrat nicht sein.

Zum (hier nicht relevanten) Nährstoffthema: Kokosfasersubstrat zersetzt sich praktisch nicht, weshalb keine Nährstoffe entstehen. Seramis ist gebrannter Ton und hat keine Nährstoffe. Wenn, dann wurde diesen Substraten eine Startration Nährstoffe zugesetzt.

LG
Vroni
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Re: Was hat mein Asplenium?

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Gepostet: 23.04.2022 - 11:50 Uhr  ·  #5
Vielleicht noch als Ergänzung zum Zustand der Blätter: dass sie noch fest sind, hat leider keine Bedeutung. Sie sind trotzdem tot, sie brechen, weil sie ausgetrocknet sind. Diese Blätter erholen sich nicht mehr, du kannst sie abschneiden.

Falls diese Pflanzen doch noch eine Chance haben, dann nur, wenn das Herz der Pflanzen noch prall und fest ist - wenn da keine saftigen Miniblätter in der Mitte vorhanden sind, dann sind sie komplett tot. Ich schließe mich den anderen an, diese Pflanzen haben mit allergrößter Wahrscheinlichkeit hinter sich. Die kannst du nicht mehr retten.

Kokoshumus und Seramis halte ich persönlich für schwierig für Anfänger. Das Wasser läuft direkt nach unten durch und sammelt sich als Tümpel am Boden, wenn es keine Abzugslöcher gibt. Oben trocknet das Substrat aus, man gießt, weil man denkt, dass die Pflanzen Wasser brauchen, während unten die Wurzeln verfaulen.
Besser ist normale Blumenerde und Gießen nur nach Fingerprobe.
Azubi
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Re: Was hat mein Asplenium?

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Gepostet: 23.04.2022 - 13:12 Uhr  ·  #6
Danke für eure Antworten. Im Endeffekt hab ich die Pflanze im Dezember gekauft und habe sie alle 1-2 Wochen gegossen. Immer von unten (bzw wasser in den Übertopf und nach einer gewissen Zeit den Rest abgegossen und nach einiger Zeit kontrolliert, ob vom Substrat Wasser nachgeflossen ist).

@GrüneVroni
Das Substrat auf dem 2.Foto war nur so nass, da ich es durch Einweichen entfernen wollte. Leider war das Kaufsubstrat im trockenen Zustand gar nicht zu entfernen, weswegen ich es eingeweicht habe. (bzw in Wasser getunkt habe und es dann so gut es ging abgebröselt habe). Ich hab gerade nochmal nachgeschaut und mein Seramis wurde mit Nährstoffen versehen.

@Silberfisch
Ich komme leider mit Blumenerde absolut gar nicht klar... Ich hab dies am Anfang immer probiert, aber es hat gar nicht geklappt. Daher mische ich mittlerweile selber Erde zusammen. Wie oben schon beschrieben gieße ich eigentlich immer Wasser von unten in den Übertopf (falls vorhanden) und kippe das übrige Wasser weg. Meine anderen Gießvarianten sind Wasser in den Untertopf oder die Pflanze in ein Gefäß mit Wasser stellen, damit sie sich von unten selber vollsaugen kann (ich hoffe das macht Sinn). Die Fingerprobe/ Gewichtprobe benutze ich auch eigentlich immer....
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Re: Was hat mein Asplenium?

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Gepostet: 23.04.2022 - 14:00 Uhr  ·  #7
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Pflanzen vertrocknen: zu wenig Wasser (das ist extrem selten) oder zuviel Wasser, dadurch verfaulte Wurzeln, so dass die Pflanze kein Wasser mehr aufnehmen kann (das ist so gut wie immer der Grund).

Eventuell ist das Wasser beim Gießen von unten gar nicht hoch genug gestiegen, so dass die Wurzeln es erreichen konnten? Allerdings ist das ein wirklich kleiner Topf, da wäre es komisch, wenn das Wasser nicht bis an die Wurzeln gelangt.
Und: Wurzelfäule entsteht bei zuviel Dauerfeuchtigkeit. Bei zuviel Trockenheit faulen sie nicht weg.
Ich persönlich finde die Tauchen-Methode schwierig, weil ich dadurch keine Kontrolle darüber habe, wieviel Wasser die Erde bekommt. Die wenigsten Zimmerpflanzen sind Sumpfpflanzen und kommen damit klar, regelmäßig richtig im Wasser zu stehen. Und ein bis zwei Wochen ist mit Sicherheit zu wenig Zeit, um zwischendurch wieder komplett abzutrocknen, bevor die nächste Überschwemmung kommt. Umgekehrt hätte die Pflanze bei einem solchen Gießintervall keine Zeit, zwischendurch zu vertrocknen.

Wenn Übergießen (meiner Meinung nach ist das aber das wahrscheinlichste Szenario) ausgeschlossen wird, bleiben noch:
- tatsächlich zu wenig Wasser, dann muss die Trockenphase aber deutlich länger als ein oder zwei Wochen gedauert haben
- Frost
Pflanzendoktor*in
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Re: Was hat mein Asplenium?

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Gepostet: 23.04.2022 - 20:17 Uhr  ·  #8
Okay, Kauf im Dezember ... damit war sie praktisch schon tot.
Habe ebenfalls den Fehler gemacht, im Dezember mir einige neue Pflanzen zuzulegen, es war an dem Tag um die 5 Grad und trotz dicken Einpackens ... eine ist bereits zu Weihnachten tot gewesen, die Anderen krepeln vor sich hin. *augen roll*

Ich finde gerade die derzeit grassierende Unsitte der Lieferanten fürchterlich, alle Pflanzen überwiegend in Kokohum anzubieten. Denn damit kann man die Gießerei/Feuchtigkeitsbedarf völlig unterschätzen. Auch gerade wenn Seramis mit beigemischt ist!
Bei meinen Erden mische ich Blähton, sehr wenig Kokohum, etwas Seramis, groben Kompost und eine möglichst grobe Blumenerde. Damit ist auch ein schneller Wasserabfluss gegeben.

Ich würde Pflanzen eher zuwenig gießen, vorallem im Winter.
Dein Asplenium ist sowieso ein Sensibelchen. Bei zuviel Wasser beleidigt, bei extrem wenig Wasser ebenso.
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Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun?
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.

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