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Vertragen sich Thujas mit Nutzpflanzen?

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Azubi
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Hallo,

ich habe meinen Garten an 3 Seiten mit einer ca. 2,50 m hohen Thuja-Hecke begrenzt, die ich durch regelmäßigen Schnitt daran hindere, sich zu sehr auszubreiten. Da ich jedoch im Gemüsegarten so viel anbauen will, um möglichst den ganzen Jahresbedarf decken zu können, rückt der Nutzgartenbereich zwangsläufig immer näher an die Thuja-Hecke heran. Jetzt kommt die Frage auf, ob sich Thujas mit Nutzpflanzen vertragen bzw. mit welchen eventuell nicht. Können Thujas über Wurzelausscheidungen Gemüsepflanzen negativ beeinflussen, sich wachstumshemmend, krankheitsfördernd, geschmacksverändernd oder sonstwie auswirken? Welchen Abstand sollte man eventuell einhalten?

Ich habe zwar einige Bücher zum Thema "Mischkultur", aber über die Verträglichkeit von Gemüsepflanzen und Kräutern untereinander kommen die meisten Autoren nicht hinaus. Der eine oder andere bezieht noch Obstgehölze und Beerensträucher ein. Mehr ist nicht.

Wer weiß etwas über dieses Thema oder hat entsprechende Erfahrungen gemacht und kann mir weiterhelfen?

Viele Grüße
Klaus
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BeitragDo 31 Jan, 2008 20:03
Hallo,

also wir haben vor 1,5 Jahren einen Garten übernommen, wo die Vorbesitzer auch sehr verliebt in Immergrüne waren.
Wir haben schon einiges entfernt, aber die 2,50m hohe Thuja-Hecke zum Nachbarn steht noch, weil es auch Sichtschutz ist (warum auch immer das Thujen sein mußten ;)).
Genau davor ist das Gemüsebeet und Beerensträucher.
Ich habe allerdings da einen halben Meter Platz gelassen als Zugang zu den Beeten.
Eine negative Beeinflussung auf den Ertrag oder den Geschmack von Gemüse und Beeren habe ich nicht feststellen können, außer daß alles recht mehltauanfällig war.
Aber das war sicher auch dem letzten feuchten Sommer geschuldet und nicht nur der fehlenden Luftbewegung wegen der Hecke.
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BeitragDo 31 Jan, 2008 20:14
hab noch nie von irgendwelchen Schädlichen Wirkungen von Thujen auf Nutzpflanzen gehört. Die einzigen Probleme, die du bzw deine Nutzpflanzen bekommen könnten wären, dass die Thujen sowohl für Nährstoffe als auch Wasser Konkurrenten sind. Also es kann sein, dass man in diesem Bereich entsprechend düngen/gieße muss. Dies könnte sich allerdings als kontraproduktiv herausstellen, weil die Thujen dann sicherlich bevorzugt ins Bett ihre Wurzeln treiben werden. Vielleicht wäre es sinnvoll über eine Rhizomsperre nachzudenken um die Thujen von Anfang an so gut es geht aus dem Beet zu halten. Wobei es nachträglich nicht so einfach ist und man Abstand halten sollte, um möglichst keine der Wurzeln zu beschädigen und somit die Pflanzen zu schwächen..

Weiteres Problem sehe ich im Licht, aber das kann ich nur schwer beurteilen, weil ich nicht weiß, wie sehr die Hecke Schatten wirft. Luftbewegung kann wie Gudrun auch problematisch sein und dann je nachdem wo offen ist, kann es auch sein, dass sich die Kaltluft in dem U ansammelt..
Azubi
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Hallo an alle,

ich danke allen, die mir durch ihre Beiträge geholfen haben, mein Problem mit der Thuja-Hecke einzugrenzen. Da es mir derzeit auf Grund mangelnder eigener gärtnerischer Erfahrungen noch nicht möglich ist, anderen bei ihren Problemen zu helfen, möchte ich wenigstens die Erkenntnisse aus verschiedenen Foren und mittlerweile durchgeführten Internet-Recherchen weitergeben. Vielleicht nützen sie ja dem einen oder anderen Forumteilnehmer.

So wie viele Pflanzen scheiden auch Thujas offensichtlich Stoffe über ihre Wurzeln aus, die bestimmte andere Pflanzen daran hindern, in ihrem Wurzelbereich zu wachsen. Verschiedene Pflanzen gedeihen jedoch nach den Erfahrungen einzelner Hobbygärtner ganz gut im Dunstkreis der Thujawurzeln oder erleiden zumindest keine Nachteile. Genannt wurden Beerensträucher, Kartoffeln, Kräuter, Obstbäume und Walderdbeeren. Auch Gemüse wird in unmittelbarer Nähe von Thuja-Hecken angebaut, ohne daß Beeinträchtigungen aufgefallen wären, die man Wurzelausscheidungen zuschreiben könnte. Möglicherweise wird es einzelne Gemüsesorten geben, wie auch bei Gemüse untereinander, die von der Thuja-Hecke nicht toleriert werden, die vielleicht sogar in ihrem Einflußbereich eingehen. Hier hilft nur ausprobieren. Das größere Problem scheint die Wasser- und Nährstoffkonkurrenz zu sein.

Im Grunde genommen gibt es nur 2 Möglichkeiten: Entweder arrangiert man sich mit dem wuchernden Wurzelgeflecht, baut nur an, was sich mit der Thuja-Hecke verträgt und hält mit entsprechendem Wasser- und Nährstoffangebot dagegen, damit es für Hecke und Nutzkulturen reicht (Wurzelfilz bei der Bodenbearbeitung ausdünnen). Oder man baut eine Wurzelsperre ein.

Die gebräuchlichste Methode sind Wurzelsperren aus speziellen Kunststoff-Folien in 1,5 oder 2,0 mm Stärke, die frost- und UV-beständig, nagetierfest und schadstofffrei sein sollten. Diese Folien trotzen sogar Bambus-Rhizomen. Wurzelsperren aus Folien werden gegen Bambus-Rhizome 60 - 80 cm tief eingegraben. Ich denke, für Thujawurzeln wird es vielleicht auch weniger tun. Eine Wurzelsperre aus diesem Material ist bezahlbar, zumindest wenn man sich den Graben selber buddelt. Preisbeispiel: Folie 1,5 mm, 75 cm breit, pro Meter 6,49 - 5,68 Euro, je nach Abnahmemenge. Darüber, welchen Platz man den Thujawurzeln lassen muß, damit sich auch die Hecke gut entwickelt, kann ich nur spekulieren. Ich will mal annehmen, daß bei einer Endhöhe von 2,5 - 3,0 m 70 bis 100 cm ab der Baummitte ausreichen. Vielleicht kann ja noch jemand praktische Erfahrungen beisteuern.

Im Zuge der Internet-Recherche nach Wurzelsperren bin ich auch auf Alternativen zur Folien-Wurzelsperre gestoßen: Beton-Randsteine und Carport-Abdeckplatten, die genauso tief eingesetzt werden sollten wie die Folien-Wurzelsperren.

Als weitere Alternative bei aufdringlichen Heckenwurzeln wurden von Forumteilnehmern Hochbeete genannt. Dabei kann zum einen auf eine Wurzelsperre verzichtet werden, zum anderen sollen sie frühere und höhere Erträge bringen als Flachbeete. Deshalb denke ich über Hochbeete im Heckenbereich ebenfalls nach. Da fehlen mir allerdings zur Zeit noch einige Informationen.

Viele Grüße
Klaus
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BeitragMi 06 Feb, 2008 19:26
wegen dem Abstand zu den Thujen, denke auch dass trotz der Größe der Pflanzen 70-100 cm reichen werden. Immerhin betrifft es ja nur eine Seite und auf der anderen Seite können sie ungehindert weiterwachsen..

Hochbeete haben auch noch einen Vorteil, je nachdem wie hoch man sie macht, muss man sich weniger bücken und das kann beim Unkraut jäten oder sonstiger Gartenarbeit doch recht angenehm sein. Aber zu nah dürfen sie auch nicht an die Thujen, man überschüttet die Wurzeln eben mit Erde indem man das Hochbeet verfüllt und das vertragen die Wurzeln nicht. Also früher oder später werden sie absterben. Je nachdem wie langlebig und wie hoch das Hochbeet werden soll benötigt man zudem ein Fundament und das könnte man sicherheitshalber mit einer Rhizomsperre gegen neue Wurzeln kombinieren..
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BeitragDi 27 Aug, 2013 7:40
moinmoin

Meine Frage ist vom Thema etwas abweichend,
einen passenderen Thread habe ich aber nicht gefunden.

Die Frage:
Kann man den Schnitt von einer Thuja beim Anlegen eines Hochbeetes mitverwenden?

Danke für Informationen
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BeitragDi 27 Aug, 2013 8:41
Kann man mit verwenden, allerdings würde ich den Schnitt sehr kleinschreddern, sehr tief nach unten im Hochbeet einarbeiten, möglichst mit Rohkompost oder Schnellkomposter anreichern, damit eine Rotte beginnt.

Wenn du das Hochbeet in der Nähe von Gehölzen anlegst achte darauf, dass du eine gute Rhizomsperre/Wurzelsperre anlegst. Sonst strecken sich die Wurzeln ins Hochbeet hinein! Nimmt den Hochbeetpflanzen Wasser und Nährstoffe. Wir haben das Problem auch, mittlerweile nutzen wir die eh zu kleinen Hochbeete nur noch für die Stecklingsvermehrung, damit die Töpfe nicht zu tief stehen. :wink:

Viel Erfolg.
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BeitragDi 27 Aug, 2013 8:59
Danke für die Info

Thuja-Hecken stehen nicht in der Nähe.
Es geht nur um das Schnittgut,
das bei uns Mangelware ist, wir aber vom Nachbarn bekommen könnten.

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