Stauden, die halten, was sie versprechen

Autor: Frank   
Veröffentlicht: 11.12.2008 - 13:52 Uhr
 
 
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Geprüfte Qualität

Stauden sind Kraftpakete. Von Herbst bis zum zeitigen Frühjahr ist von den meisten kaum etwas zu sehen. Das ist die Zeit der Ruhe vor dem Austrieb. Aus ihren kräftigen unterirdischen Speicherorganen erscheinen dann auch nach einem frostigen Winter wieder die grünen Schöpfe – vorausgesetzt, die Stauden hatten Zeit, die Speicher aufzufüllen und sich an die Kälte zu gewöhnen. Woran kann man aber bei einem Kauf erkennen, dass die Pflanzen winterhart und robust sind?

Eine Staude, die üppig gewachsen und voller Blüten ist, wirkt auf den ersten Blick gesund und wüchsig. Der Profi beurteilt bei Stauden aber weniger den oberirdischen Teil als die Wurzeln. Löst man die Staude aus dem Topf, sollte ein gut durchwurzelter Ballen mit hellen, fast weißlichen Wurzeln sichtbar werden. Eventuell sieht man sogar, ob eine Staude vitale Triebansätze hat, die einen Austrieb im nächsten Jahr gewährleisten. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Pflanzen im Fachhandel ihre erforderliche Nährstoffversorgung bekommen haben, den Ansprüchen gerecht gewässert wurden, in geeignetem Substrat, artgerechten Topfgrößen und im Freiland standen.

Vertrauen ist gut – mit Kompetenzzeichen ist es besser!

Damit man Qualität nun auch optisch einfacher erkennen kann, hat der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) ein Konzept entwickelt und ein Zeichen gesetzt: Qualitätsstauden tragen das Kompetenzzeichen auf ihrem Etikett. Die meisten Staudenbetriebe in Deutschland verwenden das Zeichen bereits und verpflichten sich damit, die qualitativ hochwertigen Stauden unter Freilandbedingungen zu kultivieren und offen über die Winterhärte zu informieren. Stauden, die nicht in allen Regionen winterhart sind oder besonderen Schutz benötigen, werden nicht mit dem Kompetenzzeichen ausgezeichnet. Damit geben die Staudengärtner ihren Kunden eine Orientierung zur Auswahl.

Mit ihrem außergewöhnlich breiten Sortiment von durchschnittlich 1.200 verschiedenen Sorten zeigen die Staudenexperten ebenfalls ihre Kompetenz: Sie können für problematische Standorte aber auch für Sonderwünsche geeignete Arten und Sorten empfehlen. Sie orientieren sich in ihrem Angebot an den Ergebnissen mehrjähriger Prüfung. Die unabhängige Arbeitsgemeinschaft Staudensichtung (www.staudensichtung.de) testet an 17 verschiedenen Standorten unter anderem Winterhärte, Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen, Standfestigkeit, Wüchsigkeit sowie Blühfreudigkeit und Blütenschmuckwirkung.

Wichtig bei der Gartengestaltung sind auch die Farbe und Höhe der Stauden. Beides variiert je nach Sorte teilweise stark. Damit die Planer und Gartenfreunde ihre Vorstellungen auch wirklich umsetzen können, legen Staudenbetriebe großen Wert auf die Sortenechtheit ihrer Stauden. Ein weißblühend geplanter Garten soll auch wirklich weiß blühen. Und das jedes Jahr wieder, auch nach dem Frost.
Was ist eine Staude?

Stauden sind krautige, ausdauernde Pflanzen, die im Gegensatz zu Bäumen und Sträuchern nicht verholzen. Im Winter ziehen sich die meisten Stauden in den Boden zurück und ihre oberirdischen Triebe sterben ab. Im Frühling treiben sie dann wieder aus. Neben vielen blühenden Gartenpflanzen wie Rittersporn oder Sonnenhut zählen auch Blattschmuckstauden, Gräser, Farne, Zwiebel- und Knollengewächse sowie Wasserpflanzen zu den Stauden. CMA

Quelle: CMA
Weitere Informationen: www.stauden.de
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