Roter japanischer Fächerahorn ...ist er krank ?

 
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xxSandraxx

Ist er krank ?
Bild hänge ich an

Was ist das und wie behandel ichces?

Geht der fächerahorn jetzt ein ?

Hilfe

Danke
Sandra
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Plantsman

Moin,

das ist das typische Schadbild der Verticillium-Welke, für die die Fächer-Ahorn-Sorten sehr empfänglich sind. Wenn man ihm nicht die "perfekten" Umweltbedingungen bieten kann, verläuft diese Krankheit über kurz oder lang tödlich.
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xxSandraxx

Hab da mal im Internet geschaut....die Blätter sind nicht welk...kann es auch einfach Wassermangel sein?
Wir haben sehr wenig gegossen die letzten Tage....Oder ist der Pilz so eindeutig für euch zu erkennen ?

Kann bzw muss ich totes holz abschneiden ?

Nochmal danke für viele antworten

Sandra
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Plantsman

Nun,

typisch ist, das immer nur einzelne Äste absterben. So wie es aussieht, sind die grauweißen Triebe gar nicht erst ausgetrieben. Das Schadbild ist sehr eindeutig.
Du kannst die Zweige natürlich entfernen.
Hast Du dir meinen Link denn schon durchgelesen? Trockenheit + Hitze sind z.B. zwei der Streßfaktoren, die einem Fächer-Ahorn überhaupt nicht behagen.
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xxSandraxx

Hallo,

Ja deime Antwort hatte ichcgelesen und den Link auch.

Hab ihn direkt gewässert.Er steht im Kübel ( mit Wasserablauf) auf der Terrasse in der direkten Sonne.
Muss ich ihn den umstellen?

Die kaputten Äste werde ich entfernen,ihn jetzt immer gut feucht halten....mehr kann ich ja nicht tun wenn ich dich richtig verstanden habe.

Wenn ich aber weiter richtig verstanden habe ist es eindeutig eine Krankheit woran der Ahorn stirbt

Ist das alles korrekt?

Gruß
Sandra
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Plantsman

Moin,

stell ihn lieber um. Er liebt eher Halbschatten. Wärme ist gut, aber keine Hitze durch direkte Sonne und das Pflanzgefäß auf jeden Fall so kühl wie möglich halten.
Ja, es ist eine Pilzkrankheit. Da der Pilz aber in den Leitungsbahnen wächst und über die Erde eingedrungen ist, gibt es keine Mittel, die ihn bekämpfen können. Er ernährt sich auch nicht von der Pflanze sondern von den Stoffen in den Pflanzenadern. Aber seine Stoffwechselprodukte sind für die Pflanzen giftig und bei starkem Wachstum verstopft er die Leitungen (die Pflanze vertrocknet von Innen heraus). Deshalb sterben zuerst die Spitzen der Äste, weil sich dort das Gift am Stärksten sammelt. Da er auch nicht unbedingt in allen Leitungen gleich stark vertreten ist, sterben erst die Äste, die direkt mit den am stärksten befallenen Adern verbunden sind.
Das alles passiert, wenn es der Pflanze durch Streß schlecht geht. Wir Menschen haben ja auch diverse Krankheitserreger in uns und diese brechen erst aus, wenn wir irgendwie geschwächt sind. Leider sind Fächer-Ahorne sehr anfällig und in heißen Sommern sterben in den Gärten viele von ihnen.
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xxSandraxx

Oh wie schade....hatte die hoffnung ihn retten zu können.
Nun stell ich ihn erstmal um und schaue das er noch eine schöne zeit hat

Kann ich von einem gesunden Stück irgendwie einen ableger machen ?
Vielleicht überlebt der ahorn dann doch ?

Danke für tips

Sandra
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Plantsman

Moin,

leider lassen sich Fächer-Ahorne nicht ohne weiteres vermehren. Das ist es auch, was sie vergleichsweise teuer macht (langsames Wachstum, Vermehrung nur durch Veredlung/Pfropfen). Die Bewurzelungsrate bei Stecklingen liegt, selbst in den Sprühnebel-Anlagen speziell ausgerüsteter Baumschulen, bei höchstens 50%. In der Liebhaberkultur würde ich diese auf höchstens 10% beziffern, eher weniger...... lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Selbst Abmoosen ist sehr langwierig (habe ich bei einer anderen Sorte schon versucht und hat 18 Monate gedauert) und Deine Pflanze stirbt wahrscheinlich eher, bevor sie Wurzeln gemacht hat.

Meinen Kunden an meinem ehemaligen Arbeitsplatz (Staudengärtnerei mit großer Gehölzabteilung) hab ich diese Ahorn-Art auch nur empfohlen, wenn sie sich vorher über die Platzierung im Garten Gedanken gemacht haben. Die Ausfallquote an "ungünstigen" Standorten ist einfach zu hoch. Wenn es ihnen aber gut geht, können sie den Besitzer deutlich überleben.

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