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Rankpflanze in Hecke?

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BeitragRankpflanze in Hecke?Sa 29 Mär, 2008 10:28
Wir bewohnen eine Mietwohnung, zu der eine kleine Terrasse gehört, die mit einer ca. 2 m hohen Ligusterhecke umpflanzt ist. Diese Hecke ist wohl schon sehr alt, denn sie ist unten fast kahl und auch nach dem Beschneiden wächst an vielen Stellen nichts mehr nach. Als Sichtschutz brauche wir aber etwas, wollen auch nicht unbedingt dem Vermieter eine komplett neue Hecke schenken... was tun? Meine Idee wäre einerseits, Stecklinge aus der Hecke zu schneiden und von außen davor zu pflanzen, damit sich die neuen mit den alten Pflanzen allmählich vermischen. Die andere Idee wäre, ob es möglich ist, eine rankende Pflanze sozusagen IN die Hecke wachsen zu lassen. Gibt es da eine Empfehlung, welche Pflanze das mitmacht? Natürlich kein Knöterich, ich will ja das Tageslicht noch ein paar weitere Jahre sehen... :lol: Clematis?? Irgendwas anderes? Würde mich über Tipps sehr freuen! :P
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BeitragSa 29 Mär, 2008 10:36
Hallo,

ich würde dir zur Variante mit den Stecklingen raten, davon hast du langfristig am meisten. Als einizige Kletterpflanze die die Hecke am wenigsten schaden würde käme wohl die Clematis in Frage, aber Kletterpflanzen wollen eben klettern und nicht am Boden herumwachsen, also wenn füllt sie nur Lücken in den oberen Bereichen und wirklich füllen ist so eine Sache. Wächst sie zu stark nimmt sie der Hecke zu viel Licht und womöglich sterben noch mehr Äste etc ab. Eine schwach wüchsige bietet dir etwas Sichtschutz, aber immerhin blüten..

Anderer Alternative wenn noch Platz zwischen Terrasse und Hecke vorhanden ist, wären vielleicht Stauden, die die Löcher zumindest im Sommer schnell dicht machen und zudem hübsch blühen. Oder vielleicht den einen oder anderen bepflanzten Kübel den du direkt vor so ein unschönes Loch stellst. Am besten dann in Kombination mit den Stecklingen..

Liebe Grüße,
Junie
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BeitragSo 30 Mär, 2008 1:40
Hallo Aloe,

ich würde dir ja eher empfehlen, den Vermieter zu fragen, ob du die Hecke auf den Stock setzen darfst, das heisst, sie in einer Höhe von 10cm überm Boden abzusägen und abzuschneiden.
Es muss wirklich so nah am Boden sein, auch wenn das sehr hart klingt und weh tut beim machen :wink:
Liguster wird durch so eine Maßnahme massiv verjüngt und treibt kräftig aus den Strünken wieder aus und wächst dicht von unten wieder hoch.
Gut düngen ist natürlich angesagt, sobald der neue Austrieb beginnt.

Allerdings musst du so ein bis 2 Jahre ohne Sichtschutz bis in 2m Höhe in Kauf nehmen.
Im ersten Jahr wirds wohl maximal 80cm bis 1m Neuzuwachs werden.

Das mit den Stecklingen könnte sehr schwierig werden, da die in der extremen Wurzelkonkurrenz ihrere Eltern um Wasser und Nährstoffe wachsen müssten.

Clematis, z.B. Clematis montana, die allerdings sehr wüchsig ist, andere Clematis-Hybriden, Lonicera-Arten, Lathyrus latifolius, die Staudenwicke, die 1,5-2m hoch wird, wären Möglichkeiten, die Hecke beranken zu lassen, wobei Junie absolut recht hat, dass du trotzdem untenrum immer Lücken haben werden wirst. :-k

Was du auch tust, viel Erfolg, beste Grüße,
der Gartenplaner
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BeitragSo 30 Mär, 2008 7:41
Hallo Aloe,

ich habe eine Clematis in unsere Thujahecke gepflanzt mit dem Ergebnis, dass die Hecke darunter völlig braun wurde.

Es ist also Vorsicht geboten.
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BeitragSo 30 Mär, 2008 10:25
Danke einstweilen für die guten Tipps! DAs mit der Clematis sehe ich ein, zumal sie ja wirklich eher nach oben wachsen würde und unten eh weiter nichts wäre. Die ganze Hecke runter zu schneiden, werden wir wahrscheinlich nicht fertig bringen... wir wohnen am Kirchhof und alle Gottesdienstbesucher gehen sowieso schon fast "durchs Wohnzimmer", ganz zu schweigen von größeren Festen wie Konfirmationen und Hochzeiten, wo wir hautnah dabei sind. So muss halt eine Art Kompromiss herhalten.
Mit den Stecklingen werde ich es auf jeden Fall versuchen, da außen vor der Hecke ja noch etwas Platz, dh Rasen ist. Ansonsten stelle ich mir eine Bepflanzung sozusagen in zweiter Reihe vor, die dann auch größer werden kann und gerade im unteren Bereich für Dichtigkeit sorgt. Ich muss einfach mal den Boden untersuchen, wie weit und wie dicht die Wurzeln reichen und was man da vor die Hecke pflanzen kann.
Mal eine ganz blöde Idee: Dieses Herunterschneiden auf STock, könnte man das auch partiell machen? Vielleicht aus einer, zwei Pflanzen und schauen, wie es mit dem Nachwachsen wird? Dass halt nicht so komplettes Tabula rasa geschaffen wird?
Es gibt ja auch andere Heckenpflanzen, die für die zweite Reihe geeignet sein könnten, hab mal was von Feuerdorn gelesen....
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BeitragSo 30 Mär, 2008 17:25
Hi Aloe,

ok, mit diesem "Durchgangsverkehr" ist ein Runterschneiden natürlich schwer übers Herz zu bringen, das kann ich verstehen :|

Und da ist deine Idee überhaupt keine dumme, ganz im Gegenteil:
in der Landschaftspflege bei freiwachsenden Hecken müssen die alle 20 Jahre auf den Stock gesetzt werden, sonst überaltern sie und sterben - im Prinzip das gleiche, was grad mit deinem Liguster passiert..
Wenn man dort dann komplette Ackerparzellen auf den Stock setzen würde, würden die Vögel kilometerweit keine Nistplätze mehr finden, insofern macht man es im Naturschutz genauso: es werden immer nur Teilbereiche runtergeschnitten und dann 3 Jahre später die Bereiche daneben - dann haben nämlich die als erste geschnittenen schon wieder fast Endhöhe.

Insofern kannst du ohne Probleme vielleicht die 1-2m Hecke auf den Stock setzen, wo ihr nicht so eine große Einblickschneise habt - und so auch mal kucken, wie schnell die Hecke nachwächst, vielleicht geht das ja schneller als gedacht.

Mit einzelnen Pflanzen würde ich es nicht machen, die hätten dann eher schlechtere Bedingungen statt bessere, wenn rechts und links 2m hohe Sträucher ihnen Wasser und Licht wegnehmen.
Man sollte schon wenigstens 1m Breite auf den Stock setzen.
Danch kräftig mit Kompost oder einem langsam und langfristig wirkenden Dünger diesen Bereich düngen.

Ich glaube, mit Versuchen "in 2. Reihe" wirst du nicht glücklich werden.
Liguster ist eine wüchsige Strauchpflanze, die in einer Schnitthecke eigentlich ja viel zu dicht nebeneinander gepflanzt und damit in starker Konkurrenz zueinander steht.
Insofern wachsen die Wurzeln nach rechts und links von der Heckenreihe weg, um dieser Konkurrenz zu entkommen und alle Pflanzen gut zu versorgen und wachsen auch weiter von den Pflanzen weg, als dies bei Einzelstand wäre.
Selbst wenn du ebenfalls kräftig wachsende neue Heckenpflänzchen vor oder hinter die Hecke pflanzt, bringst du damit Jungpflanzen in einen Boden, der völlig von der alten Hecke erobert und besetzt ist.
Und Jungpflanzen sind dann ja auch noch schwächer als alteingesessene Pflanzen, auch wenn letztere gerade eher schwächeln.
Auch wenn du um das Pflanzloch viele Wurzeln ausstichst, steckt im Wurzelballen der alten Hecke soviel gespeicherte Kraft aus vielen Jahren, dass sie flugs neue Wurzeln in den Bereich schicken werden, wo du deine Jungpflänzchen hingepflanzt hast, zumal du die ja auch etwas andüngen wirst, also gibt es da mehr Nährstoffe und Wasser, und werden den neu durchwurzelt haben, bevor die Jungpflanzen mal richtig angewachsen sind.
Ich versuchte jahrelang Rosen, schliesslich andere Kletterpflanzen, zwischen einer 1,30m hohen Buchskugel und dem gepflasterten Weg anzupflanzen - mit bis unter den Buchs die Buchswurzeln abstechen, die Erde an der Pflanzstelle mit wasserspeichernden Materialien versehen, düngen und pflegen usw. anzusiedeln, aber selbst kräftige Pflanzen aus Containern bauten sogar ab, statt gut weiterzuwachsen
:(

Gäbe es die möglichkeit, temporär Sichtschutzwände aus Holz, Schilfmatten, Rindenmatten usw. aufzustellen, ohne dass man sich gleich wie eingemauert fühlt?

Allerdings sollten diese Sichtschutzelemente gut gesichert werden, wegen Wind und so, und möglichst wenig Schatten auf die Hecke werfen, die sich ja erholen soll.

Hoffe, du findest eine für euch gute Lösung, mit besten Grüßen,

der Gartenplaner

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