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Obstbaumschnitt an alten Bäumen

Die richtige Pflanzenpflege, Pflanzenschnitt, Veredelung ...
Worum geht es hier: Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln...
Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen).
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BeitragObstbaumschnitt an alten BäumenFr 28 Dez, 2007 14:49
Ich brauche mal eure Hilfe beim Obstbaumschnitt. Meine Mutter hat einen Kleingarten mit alten Obstbäumen (Äpfel und Birne) übernommen. Diese Bäume sind wohl lange nicht mehr geschnitten worden und letzten Sommer sind schon viele Äste unter dem Gewicht der Früchte gebrochen.

Die grundsätzlichen Regeln des Gehölzschnitt sind mir zwar bekannt, aber so alte Obstbäume habe ich noch nie geschnitten. Was muss ich beachten, damit sie trotz Schnitt im nächsten Jahr noch tragen? Wann soll ich schneiden? Wieviel kann ich schneiden?

Hier sind mal zwei, leider schlechte, Bilder vom Sommer:



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BeitragFr 28 Dez, 2007 15:13
Hallo Roadrunner_1,

hier mal ein Link (wahrscheinlich hast du den aber auch selbst schon entdeckt :mrgreen: )

http://www.hausgarten.net/obst-obstgart ... hnitt.html

Grundsätzliches steht dort schon.

Ich selbst gehe ähnlich vor, alle Triebe die nach innen wachsen raus, bei Ästen die in Konkurrenz zu einander wachsen einen entfernen, außerdem darauf achten, dass Äste sich nicht kreuzen (das gibt Scheuerstellen an den Rinden und damit Beschädigungen).

Totes Holz raus (bei Winterschnitt leider schwierig zu erkennen).
Was die Schnittzeit angeht, da scheiden sich die Geister.
Ich schneide meine Äpfel im Jan.-Feb., wobei ich bis jetzt keine Schäden feststellen konnte, das tote Holz entferne ich während der belaubten Phase.

Es gibt auch die Meinung, nicht im Winter zu schneiden, da sonst Frostschäden an den Schnittstellen auftreten und Wunden schlechter verheilen (durch Winterruhe des Baumes).

Wie gesagt, es gibt bei Sommer- oder Winterschnitt Vor- und Nachteile.
Meine Bäume nehmen es mir nicht krumm, wenn ich sie im Winter beschneide (dies wird im Übrigen schon seit über 60 Jahren an diesen Bäumen so gemacht).

Der ein oder andere kann ja noch Tipps hier geben. :D :wink:

LG
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BeitragFr 28 Dez, 2007 18:30
hallo
das Intressiert mich auch schon lange, wie wird richtig geschnitten und wann.

habe zwar nur 2 Äpfel,1 Birne und eine Birnenquitte.
Die Letzte habe ich etwas probleme, treibt im Sommer Kerzengerade Teibe nach oben, wir nennen diese Wassertreibe, weil die auch nicht fruchten. Schneide diese auch ganz runter, allerdings wachsen diese so schnell, daß ich das 2-3 mal im sommer machen muß.

ist das normal?
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BeitragFr 28 Dez, 2007 18:40
In unserer Gartenanlage wird immer im Winter geschnitten, an frostfreien Tagen und dann mit so einer Paste verschmiert. Der "Schneider" meint: zu der Jahreszeit hat der Baum am wenigsten Saft im Stamm und die Paste verhindert ein "verbluten" im Frühjahr bzw. können da keine Keime eindringen.

Und weil das bei uns kostenlos ist, konzentriere ich mich dann lieber im Herbst auf die Ernte :-#= :-#=

vlG Lapismuc :lol:
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BeitragFr 28 Dez, 2007 19:32
Amorphophallus hat geschrieben:hallo
Die Letzte habe ich etwas probleme, treibt im Sommer Kerzengerade Teibe nach oben, wir nennen diese Wassertreibe, weil die auch nicht fruchten. Schneide diese auch ganz runter, allerdings wachsen diese so schnell, daß ich das 2-3 mal im sommer machen muß.

ist das normal?


bei bäumen, die zu wasserschossern neigen, ist es von vorteil zu reissen. hört sich vielleicht brutal an, aber durch den riss wird gleichzeitig das gewebe entfernt, dass den baum immer wieder dazu veranlassen wird, dort neu auszutreiben. du kannst also einen wüchsigen baum so bremsen (& andersrum kannst du einem schwachwüchsigen beine machen, indem du schneidest & nicht reisst ;) ).

hier hatten wir das thema schnittzeitpunkt schonmal. ich will mich jetzt nicht schon wieder zu meinem lieblingskind, dem sommerschnitt äußern, ich komm mir blöd dabei vor, so als wiederholungstäter. deshalb nur der link dazu :oops: http://green-24.de/forum/ftopic6017.html

@andrea, ansonsten hat tartan schon die richtigen schnittgedanken vorgelegt. ich würd nur, da es sich um alte bäume handelt, nicht alles auf einmal schneiden, sondern vielleicht eine etwas sanftere methode, das ganze auf 2 oder 3 jahre verteilt. abgesehen davon, dass es einen baum ganz schön schlaucht, kommt noch dazu, je mehr der baum geschnitten wird, desto mehr wasserschosser treibt er. durch einen nicht ganz so radikalen schnitt kann das also vermieden werden. & da die wunden dann auch etwas größer sein dürften, vielleicht doch sowieso im sommer. mai ist ja auch schon okeh :oops: .

& vom wundverschluss würd ich auch absehen. wenn an der richtigen stelle geschnitten wird, kein stummelschnitt & nicht direkt am stamm (natürlich auch zur geeigneten zeit, am schnellsten repariert sich der baum zwischen mai & september), dann hat der baum auch die besten bedingungen, damit fertig zu werden. wundverschluss schadet da mehr.

schönen gruß, stella
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BeitragFr 28 Dez, 2007 19:54
Danke, das hat mir schon mal geholfen! ;)

Wie gehe ich bei den übervollen Ästen vor? Kürzen oder lieber ganze Teile entfernen? Viele Äste hängen bis zum Boden herunter oder entspringen dem Stamm schon wenige Zentimeter über dem Boden.... (kann man auf den Fotos andeutungsweise erkennen)...- wie gehe ich damit am besten um?
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BeitragFr 28 Dez, 2007 20:37
bei dem einen unteren ast, der rechts hinausläuft, sieht es eh so aus, als wäre dieser entweder mal falsch abgesägt worden, oder es ist einer von denen, die abgekracht sind. der macht einen auf schosser. ich würd ihn hart auf astring absägen, also stammnah, aber nicht zu nah, so dass er überwallen kann.

den, der links rausgeht würd ich lassen, die wunde wär schon enorm. aber auf einen neutrieb verjüngen. bei dem anderen bild meine ich einige dünnere stammaustriebe zu sehen, die würd ich tutto completto killen.

dann generell, leitäste nicht komplett entfernen. zur fruchtholzverjüngung kannst du den alten ast (gerade die, die der schwerkraft erliegen) auf einen neutrieb runternehmen, der dann dessen funktion übernehmen kann. komplett entfernen würd ich ansonsten nur die zweige, die auf den leit- oder seitenästen nach innen wachsen, doppelte äste, oder welche die sich stören. seitentriebe, die zu stark geworden sind, am besten einkürzen. dominanz sollte man den leittrieben überlassen ;). wenn es an fruchtholz mangelt kannst du auf zapfen schneiden, aber danach sehen die bäume nicht wirklich aus :) .
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BeitragSa 29 Dez, 2007 23:42
hallo

erst mal eine Entschuldigung, daß ich erst jetzt schreibe, aber ich hatte die Grippe und jetzt gehts mir immer noch nicht so.

das mit dem Reisen werde ich mal versuchen, ich meine, daß vor Jahren mir das auch mal jemand sagte. aberist schon lange her.

jedenfalls vielen dank für den Tipp
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BeitragSo 30 Dez, 2007 9:45
du kannst dir ja mal diese seite anschauen - es gibt hier ein paar beispiele.

http://www.baumschulen-staiger.de/Baumschnitt.html

mfg roland
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BeitragSo 30 Dez, 2007 11:44
:shock: Oha, Roland, ob ich mich das traue? Das sieht wirklich seeehr radikal aus...obwohl die Bäume auf den letzen Bildern denen meiner Mutter schon ziemlich nahe kommen....

Wie sah es denn da mit dem Ertrag im folgenden Sommer aus?
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BeitragSo 30 Dez, 2007 12:35
der ertrag in diesem sommer ist natürlich etwas spärlicher ausgefallen ( aber nicht komplett) . die bäume sehen jetzt wieder richtig jung aus, müssen aber jetzt nochmal ausgeputzt werden und einen entsprechenden formschnitt erhalten.
sollte ich dafür vom einen auftrag erhalten, werde ich noch ein paarbilder auf meiner website einfügen.

mfg roland

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