Pflegeanleitung sucht.............

 
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Fero

Bild 4 = Wie heißt die große 1,70 cm große Säule ?
Er hatte früher ein saftiges grün !


Bild 3 = Warum vertrocknet die Spitze des Oreocereus ( ca.8 cm ) ?
Verbrauchen eventuell die Kindel an der Seite zu viel Kraft ?

Bild 1+2 = Aktuelle Bilder von Pachycereus pringlei .
Wie kann ich ihm helfen ?

:roll: Danke für Eure Hilfe
Gruß Fero
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lilja

hallo fero,

bei Bild 1 und 2 würde ich vermuten das "die Risse" schuld daran sind, das er so aussieht wie er aussieht. Ich nehme an, dass das Wasserleitsystem (die Tracheen und Tracheiden) an der Stelle zerstört sind und kein Wasser mehr transportiert bzw eingelagert werden kann. Die Stellen werden dann braun und sterben ab. Jedoch, so weit ich weiß, kann die Pflanze das, je nach größe, kompensieren! Sieht nur mistig aus , muss aber auch dazu sagen das Kakteen sehr langsam sterben und es unter Umständen Jahre dauern kann! Retten kann man da nix mehr!

Zu Bild 3 muss ich mich etwas waager äußern, da vermute ich das es tatsächlich die Kleenen sind die ihr die Kraft rauben, versuch mal die Mutterpflanze zu seperien! Vieleicht erholt sie sich dann wieder!

Bei Bild 4 würd ich klassisch bleiben und auf Lichtmangel tippen, ich weiß nicht, ist das in dem Bild eine Art Milchglasscheibe oder ist das nur eine Folie im Hintergrund?? Ich nehme wenn du sie etwas heller/hell stellst wird sie wieder kräftig grün!

Ich hoffe ich konnt etwas helfen,

grüße Lilja
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Fero

Hallo Lilja,schön das Du mir einiges erklären konntest.
Danke =D> .
ich kann mit Erfolg berichten,ich habe alle Kakteen im
Gewächshaus kräftig abgesprüht.Damit das Gewebe frei
von Staub ist.Die Noppenfolie habe ich entfernt und die
Doppelstegplatten von außen gesäubert.Heute ist mir
aufgefallen das die große Säule von Bild 4, 2-3 cm
fisches Grün hochschiebt.
Bis bald Fero
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Andreas75

Hallo!

Die hohe Säule (Glückwunsch zu dem Prachtstück ^^) halte ich für Trichocereus pasacana.

Der Oreocereus sieht nicht so gammlig aus, weil ihm die Sprosse "die Kraft rauben". Viel eher ist der obere Teil des Haupttriebs abgestorben, und hat von unten neu gesprosst.
Ich würde die Neutriebe abnehmen, neu bewurzeln, und die alte Pflanze entsorgen.
Oder aber Du schneidest den alten, braunwolligen Pflanzenteil heraus, so dass die drei Sprosse eine schöne neue Gruppe bilden.

Den Pachycereus kannst Du sehr wohl retten.
Ich würde ihn (mit helfenden Händen!) über dem braunen, rissigen Gewebe oder etwa mittig abschneiden, und ebenfalls neu bewurzeln, den Wurzelstock würde ich entsorgen =).

Grüße, Andreas
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lilja

ah fero was ich noch fragen wollte: weißt du eigentlich warum die Risse entstanden sind??

LG Lilja
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Plantsman

Moin,

@ fero, nachdem ich jetzt so einige Deiner Threads durchgesehen habe komme ich zu dem Schluss, das Du deine Pflanzen einfach zu trocken und mager pflegst. Auch wenn Kakteen und Sukkulenten aus Trockengebieten kommen, sie sollten vor allem zur Wachstumszeit immer mal wieder ordentlich Wasser bekommen. Ausserdem sind die Böden, auf denen die Pflanzen wachsen nicht unbedingt als schlecht zu bezeichnen, teilweise haben sie höhere Nährstoffgehalte als unsere hiesigen Ackerböden. Limitierender Faktor ist das Wasser, das ihnen nur in bestimmten Zeiten zur Verfügung steht. Wenn es aber da ist, kann die Pflanze die vielen Nährstoffe im Boden aufschliessen und zum Wachstum nutzen. Für Deine Ferokakteen scheint Deine Pflege noch nicht so dramatisch zu sein, weil sie sich sowieso an trockenere Standorte angepasst haben, aber vor allem Säulenkakteen und die kleinen Arten sollten nie so "gequält" werden. Da kann ich nur das wiederholen, was ich in dem unten verlinkten Beitrag gesagt habe.
Bilder aus meinen Kulturen habe ich ja schon in einem Deiner Threads gezeigt (hier klicken).

Bei dem Oreocereus gebe ich Andreas vollkommen recht. Kindel nehmen einer Pflanze eigentlich nie die Kraft, sie sind eher ein Anzeichen für viel Kraft oder eine Folge von Schädigungen. Sie sind nicht die Ursache (wenn das so wäre, dann dürfte es ja nur eintriebige Pflanzen geben und Bäume, Sträucher usw. wären alles pathologische Fälle )
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Fero

vielen Dank für Eure Ratschläge.
Nun werde ich etwas großzügiger mit
den Wassermengen umgehen.
Ab April habe ich die Kakteen wöchentlich
mit Regenwasser versorgt.Bei Mammillarien,
Fero´s,Astrophyten,habe ich mit Vorsicht gewässert.
Da mir auch schon Kakteen weggefault sind.
Habe ich jetzt ein bischen Angst,zuviel Wasser
zu geben.
Ein mal im Monat dünge ich die Pflanzen.
Wenn es schönes Wetter ist ,besprühe ich die
Kakteen morgen´s.
LG und bis bald Fero
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Plantsman

Moin,

ab April ist ein wenig zu früh. Vor allem solltest Du nicht pauschal wöchentlich Wasser geben, das kann, je nach Witterung, zu viel oder zu wenig sein. Hauptwachstumszeit der Mexikaner ist von Juni bis September, April und Oktober kann man schon oder noch was geben, aber doch weniger als zur Hauptzeit, den Rest des Jahres hält man sie trocken. Wichtig im Grundbeet ist, das das Substrat für den Winter nicht zu viel Wasser gespeichert hat. Pflanzen aus anderen Gegenden haben ähnliche Zeiten (ausser Chile und Niederkalifornien).
Beim Giessen lieber einmal ordentlich und dann wieder gut abtrocknen lassen als wöchentlich ein bisschen. Das ist im Grundbeet leider schlechter zu kontrollieren als in Töpfen, deshalb faulen Dir auch schon mal Pflanzen weg.
Beim Düngen würde ich im Grundbeet auf kunstharzummantelte Langzeitdünger setzen (mal im Gartencenter Deines Vertrauens danach fragen). Es gibt sie für verschiedene Wirkzeiten, meine Wahl wäre ein Beeren- oder Rosendünger mit einer Wirkzeit von 4 Monate (4 M genannt). Diese werden ins Substrat gemischt und geben ihre Nährstoffe nur bei Wassergaben frei, was den Bedingungen am Standort entspricht. Am besten einen mit niedrigen Stickstoffwerten verwenden (siehe obige Dünger).
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Scrooge

Wie ist denn der "Aufbau" des Untergrunds? Bzw., wie tief/"ordentlich" ist die Drainage?
Wenn da auch in Zukunft das Problem besteht, daß einige Kakteen wohl zu wenig Wasser bekommen, aber gleichzeitig immer die Gefahr von zuviel Feuchtigkeit im Boden besteht, also ein zu geringer Spielraum "in der Mitte" bleibt zwischen zu wenig und zu viel, müßte man vielleicht (z.B. bei Neupflanzungen) nochmal am Boden nacharbeiten?
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Fero

vielen Dank für eure Hilfe.
Ich werde nach dem richtigen Dünger suchen.

Mein Aufbau ( Untergrund ) sieht wie folgt aus.
Meine Kakteeninsel ist ca.2 m X 6 m groß.
Die Insel steht auf Pfosten.Ist vom Boden ungefähr 50 cm entfernt.Das Beet ist auch ca.60 cm hoch.
Die ersten 20 cm grober Kies,danach 10 cm feiner Kies,30 cm mineralisches Substrat von Bims,Lava,usw.dieses Substrat habe ich von einer Kakteen Gärtnerei gekauft.Das Wasser kann sehr gut ablaufen die Kakteen bekommen keine nassen Füße.Wenn ich morgens gieße ist das Substrat naß und am
nächsten Tag wieder abgetrocknet.
Auf dem Foto mit der Oreocereus Gruppe,dort kann man das Substrat sehr gut erkennen.
LG und bis bald Euer Fero
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Fero

Hallo Leute,
zur Zeit blühen die Kakteen wunderbar.Danke für Eure Kakteenpflege Hinweise.Ich habe diese
befolgt.Reichlich Wassergaben an warmen Tagen.Ich mußte mit erstaunen feststellen,dass
die Kakteenkörper schön prall und gesund aussehen.Sie belohnen dies mit reichlich Blüten.
Ich war jedoch ewas sparsamer mit den Wassergaben.Bis jetzt haben sie eine Düngergabe
im April bekommen.Müßte ich noch etwas an Dünger geben ?? :roll:

Mein einziges Sorgenkind ist noch der Querriss an der großen Säule des Pachycereus.
Einen Schnitt für die Neubewurzlung wage ich nicht.Ich beobachte ihn ständig,aber er
bekommt keinen Neuaustrieb.Also wird es mit der Versorgung (Wasser und Nährstoffe )
nicht mehr funktionieren.Mir stehen die Haare zu Berge,wenn ich an der OP-Schnitt
nur denke.
Liebe Grüße Euer Fero
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Sarracenius

Die Risse bei deinem Pachycereus sind schnell erklärt. Der Kaktus wurde irgendwann mal zu stark gewässert, hat haufenweise Wasser aufgesogen, wobei das Gewebe und unter anderem auch die Leitbündel unter dem hohen Zelldruck aufgeplatzt sind. So entstehen bei Kakteen diese länglichen Risse.

Der Querriss sieht aber ganz so aus, als ob der durch einen Schnitt oder sowas entstanden ist.

Als Rettung kann ich dir, wie Andreas, auch nur vorschlagen, den Kaktus über den kaputten Stellen abzuschneiden und neu bewurzeln zu lassen.
Allerdings gibt es hier einiges zu beachten. Das Messer muss unbedingt sehr, sehr scharf sein und der Schnitt muss in einem Zug ausgeführt werden. Je schärfer das Messer ist, desto weniger Zellen werden gequetscht und desto mehr werden einfach glatt durchgeschnitten. Das Problem von gequetschten Stellen ist, dass diese zu faulen anfangen können und die Fäulnis kann gesunde Zellen angreifen.
Der abgeschnittene Teil wird dann irgendwo aufrecht gelagert, damit er an der Schnittstelle gut trocknen kann. Auch hierbei ist zu achten, dass an die Schnittstelle genug Luft herankommt und dass die Schnittstelle nicht durch das Eigengewicht der Pflanze gequetscht wird. Gut wäre es also z.B. den Kaktus zum Trocknen irgendwie "aufzuhängen", sodass die Schnittstelle nach unten zeigt, was sehr wichtig ist, weil der Kaktus nur an der tiefsten Stelle wieder zu wurzeln anfängt.
Ist die Schnittstelle trocken, wird der Kaktus irgendwann anfangen, sichtbare Wurzelansätze zu bilden. Dann kann er wieder in geeignetes Substrat gesetzt werden, wo er ca. 2 Tage drin stehen bleibt, bevor er vorsichtig angegossen wird.
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Fero

Hallo Max,
vielen Dank für die Erfahrende Hilfestellung.Dann werde ich es mal so befolgen.Ich werde ihn im gesunden Gewebe mit einem scharfen Messer durchschneiden.Dann bleibt noch ungefähr eine Säulenlänge von ca.50-60 cm.Wie lange sollte ich ihn hängen lassen ? Bildet er denn schon neue
Wurzelansätze im aufgehängten Zustand? Wie lang müssen die Wurzeln werden bis ich ihn neu einpflanzen kann ? Ich dachte immer Kakteen bewurzelt man im trockenem Sand.Ist es empfehlenswert die Schnittstelle mit Holzkohlepulver zu bestreuen?
Dann werde ich mich mal an die Säule wagen,so ist es kein Zustand, ihm muß dringend geholfen werden.Ich berichte bald wieder.
Bis bald und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Fero
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Sarracenius

Oft gemacht hab ich das noch nicht. Vor allem nicht bei so großen Exemplaren. Andererseits würde er ohne Behandlung früher oder später an den Schäden zugrunde gehen.

Holzkohlepulver ist auf jeden Falll empfehlenswert, damit nichts faulen oder schimmeln kann.

Ich pflanze die Kakteen eigentlich immer gleich ein, wenn ich erste Wurzeln sehe.

Das mit dem trockenen Sand habe ich noch nicht gehört, dürfte aber auch funktionieren. Vorher würde ich trotzdem schauen, das die Schnittstelle ausreichend trocken ist. Dann dürfte das mit dem Sand überhaupt kein Problem darstellen und es macht sich sicherlich auch besser.
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RiRu

Hallo Fero im Kakteenstammtisch habe ich es wie folgt gelesen :

Mit einem scharfen, desinfieziertem Messer abschneiden. Den Steckling mit der noch feuchten Schnittstelle direkt in ein Gefäß mit Vogelsand stellen.

Kannst du unter folgendem link nachlesen: http://kakteenforum.de/showthread.php?p=65415#post65415

Hoffe das hilft weiter.
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