Hallo Peter,
als erstes stellt sich die Frage, ob es in der Nähe einen geeigneten Befruchterbaum gibt.
Danach wird man die Schuld (wie meist) dem Wetter zuschieben.
Dieses war zumindest bei uns dafür verantwortlich, dass es dieses Jahr ein paar Ausfälle beim Fruchtertrag geben wird.
Die sehr frühblühenden Arten (Aprikosen und Pfirsiche) hatten während der Blüte so schlechtes Wetter (kühl und feucht), dass keine befruchtenden Insekten unterwegs waren. Entspreched hängt fast nichts dran.
Danach gab es eine kurze Wetterbesserung, die aber nur der frühen Mirabelle und den Vogelkirschen was gebracht hat, deren Fruchtansatz ist normal.
Während der Hauptblüte der meisten Bäume hatten wir eine Frostnacht mit entsprechenden Auswirkungen: Totalausfall bei allem was gerade blühte: Zwetschen, Mirabellen, Süßkirsche und eine Birne. Man hat den Bäumen den Frostschaden auf den ersten Blick nicht angesehen. Die Blütenblätter haben standgehalten und waren weiterhin weiß, aber: Die Narbe, bei der Bestäubung das aufnehmende Organ, war schwarz. Damit war keine Befruchtung mehr möglich und die Blüten fielen später ab. Das könnte dir auch passiert sein, ein Frostschaden der nicht deutlich erkennbar ist.
Die Süßkirsche hatte ich in dieser einen Nacht zugehängt, es hat aber nicht gereicht. Im Gegensatz zu meiner zweiten Birne, die jetzt einen schönen Fruchtansatz hat.
Die Äpfel blühten erst danach, so dass ich bei denen auch mit Ertrag rechne.
Ich glaube dass deinem Bäumchen nichts fehlt, sondern nur die Umstände für einen Fruchtansatz ungünstig waren.
Grüße H.-S.