Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

 
Azubi
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Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 23.08.2018 - 21:57 Uhr  ·  #1
Hallo,

mir sind bisher 2x je 2 Fleischfressende Pflanzen eingegangen die immer offen standen. Da ich überall Insektengitter an den Fenstern habe, hab ich kaum Insekten in der Wohnung. Ob die Pflanzen zwingend Insekten brauchen, weiß ich nicht. Heute gab es bei Aldi Fleischfressende Pflanzen in einem Glas mit nur einer kleinen Öffnung oben, die zudem nach innen geneigt ist. Insekten kommen schwer raus, zur Not etwas rein stecken.

Jemand eine Idee wie man für "größeres" Getier, z. B. die normalen Stubenfliege, eine Lebendfalle bauen könnte? Über Google finde ich sowas entweder für Fruchtfliegen oder so ein Gerät wo man die Fliegen aktiv fängt, was ja aber bei mir blöd ist. Ich wollte das Teil solange es warm ist auf den Balkon stellen.

Einfach süßes Wasser in ein Glas? Da ertrinken die aber. Mir fallen sonst nur noch diese Klebesticks ein.
bon coeur de green
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 23.08.2018 - 22:25 Uhr  ·  #2
Warum willst du die Fleischfresser füttern? Das ist absolut nicht notwendig
Obergärtner*in
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 23.08.2018 - 22:58 Uhr  ·  #3
Hi,

die sind dir bestimmt nicht wegen zu wenig Frischfutter eingegangen. Futterinsekten sind ein nettes Zubrot, aber absolut nicht notwendig, damit diese Pflanzen gesund wachsen und gedeihen.
Indoor würde ich die Insektenleichen auch ehrlich gesagt gar nicht haben wollen, gerade bei den Pflanzen mit Schläuchen und Kannen fängt die Suppe extrem gerne an zu schimmeln, sobald genug Futter drin ist.

Beschreib doch mal, welche Arten du hattest, wie sie standen, wie die Pflege war... bestimmt fällt jemandem etwas auf, was du künftig besser machen kannst.
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 24.08.2018 - 01:24 Uhr  ·  #4
Auf jeden Fall nur mit Regenwasser gießen. Leitungswasser ist der Hauptfehler. Carnis vertragen absolut keinen Kalk.
Azubi
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 24.08.2018 - 09:02 Uhr  ·  #5
Ich habe sie immer nur mit Regenwasser gegossen, nie mit Leitungswasser. Einmal standen die Pflanzen recht sonnig, könnte ein Problem gewesen sein. Beim zweiten Versuch hatte ich sie zwar am Fenster stehen (Nordseite), aber geschützt hinter etwas Pappe. In beiden Fällen war quasi vom ersten Tag an der Niedergang vorgezeichnet. Selten sind neue Blätter nachgewachsen und wenn dann extrem klein. Irgendwann war Schicht im Schacht.

Wieviel Wasser brauchen die so? Ich hab für sowas echt kein Gefühl. Vorschläge wie "gießen, wenn sie nicht mehr feucht sind" helfen wenig.
bon coeur de green
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 24.08.2018 - 11:40 Uhr  ·  #6
In welchen Gefäßen und welchem Substrat hattest du sie denn stehen?

Vielleicht magst du dich ja mal hier durch die 79 Seiten lesen
karnivoren-drosera-sarracenia-pinguicula-nepenthes-t62776-1155.html#p1289788
Azubi
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 24.08.2018 - 12:44 Uhr  ·  #7
Das weim ich leider nicht mehr, wo die halt schon drin waren. Waren bisher immer offen, also nicht in einem Glas wie bisher.
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 24.08.2018 - 17:52 Uhr  ·  #8
Moin,

interessant wäre schon, welche Arten bzw. Gattungen Du kultivieren wolltest. Die einzige Gemeinsamkeit ist ihre Abneigung gegen Salze/Kalk. Was das Temperatur-, Sonnen- und Feuchtigkeitsbedürfnis angeht gibt es alle möglichen Kombinationen. Die einen wollen kühl, sonnig und feucht stehen, die nächste tropisch-warm, halbschattig und nur mäßig feucht usw. usf.

Ohne diese Informationen ist es leider kaum möglich eine vernünftige Aussage zu treffen.
Azubi
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 26.08.2018 - 18:07 Uhr  ·  #9
Hab leider die Zettel nicht mehr die an den Gläsern dran waren, sind von Aldi, gabs in der Werbung. https://www.aldi-nord.de/angeb…ticle.html

Mal sehen ob die bei uns im Aldi noch welche stehen haben, da guck ich mal auf die Zettel. Eine ist eine Venusfliegenfalle, 2 andere sind welche mit Kelchen, da scheint Aldi aber auch mehrere Varianten zu haben.

Hab mal 2 Fotos gemacht, aber nur von oben. Die Seiten sind arg beschlagen, sieht man nicht viel.
Unbenannt.jpg
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 26.08.2018 - 18:56 Uhr  ·  #10
Also, ich beschäftige mich derzeit sehr mit den ''Fleischfressern''.

FÜTTERN ist unnötig.
Regenwasser: ja, aber selbst dieses i.d.R. nur abgekocht, denn auch darin befinden sich schädliche Keime u.ä.
Ich empfehle destiliertes Wasser.
Dieses nicht von oben gießen, sondern über einen Untersetzer, hier die Pflanze das Wasser etwa 2 - 3 Stunden ziehen lassen, den Rest ( auf andere Pflanzen ) abgießen. Das wiederhole ich alle 2 - 3 Tage.

Für wichtig befinde ich es, die Pflanzen auch zu besprühen, auch dies wieder AUSSCHLIEßLICH mit dest. Wasser.
Hierfür habe ich sogar einen extra Drucksprüher, welcher NIEMALS mit anderem als dest. Wasser in Berührung kommen wird.
Besprüht wird bei mir täglich, bei höheren Temperaturen auch gerne ein zweites mal.

Die Pflanzen die Du zeigst, sind Schlauchpflanzen.
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 27.08.2018 - 22:24 Uhr  ·  #11
Moin,

bei destilliertem Wasser wäre ich vorsichtig. Auch das Regenwasser in der Natur enthält noch eine gewisse Leitfähigkeit durch Gesteinsstaub und natürliche Verunreinigungen, sprich es hat einen leichten Salzgehalt. Ebenso das Wasser in den Mooren selbst. Somit sind Carnivoren die leichten Verunreinigungen gewohnt. Keime sind im Regenwasser vernachlässigbar.
Destilliertes Wasser kann man nämlich fast als physiologisch giftig bezeichnen. Flüssigkeiten haben immer das "Bedürfnis", einen Konzentrationsausgleich herbeizuführen, also Salze wandern von der hohen zur niedrigen Konzentration. Bei Zellen werden die Salze größtenteils nicht herausgezogen, dafür wandert das Wasser in die Zellen um die Konzentration auszugleichen. Diese können dann platzen. Das Zauberwort ist Osmose. Da auch Karnivoren in ihren Zellvakuolen eine leichte Salzlösung aufweisen, springt auch hier dieser Prozess an.

Aus diesem Grund würde ich destilliertes Wasser nie pur nutzen oder es mit Leitungswasser verschneiden. Regenwasser funktioniert eigentlich immer sehr gut..... ausser man wohnt an einer Autobahn oder in einem Industriegebiet mit chemischer Industrie. Ein Verhältnis von 3 Teilen destilliertem und 1 Teil Leitungswasser funktioniert sehr gut. Diese Mischung nehme ich bei meinen zwergigen Nebelwald-Orchideen, die auch sehr salzempfindlich sind.

Viele botanische Gärten nutzen für Karnivoren und andere salzempfindliche Kulturen eigentlich immer Regenwasser pur. Es wird eventuell aufgewärmt oder, bei Epiphyten, leicht aufgedüngt, aber destilliertes bzw. Osmosewasser wird nie in reiner Form genutzt. Regenwasser hat im Allgemeinen eine Leitfähigkeit von 20 - 60 Mikrosiemens und das ist vollkommen OK bzw. salzarm genug.
Azubi
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 28.08.2018 - 13:13 Uhr  ·  #12
Kann man irgendwie abschätzen ob die Pflanzen schon zu trocken oder zu feucht sind? Evtl. mit einem Feuchtigkeitsmesser? Die sind hier in Gläsers, daher kann ich sie nur von oben bewässern.
bon coeur de green
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 28.08.2018 - 13:16 Uhr  ·  #13
Was ist denn in den Gläsern für Substrat?
Ist da wenigstens etwas Torf dabei oder nur irgendwelches Moos?
Azubi
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 28.08.2018 - 17:05 Uhr  ·  #14
Ist nur Moos.
Azubi
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Re: Lebendfalle für Fleischfressende Pflanzen

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Gepostet: 29.08.2018 - 09:59 Uhr  ·  #15
Keiner einen Hinweis?

Wie ist es denn derzeit mit dem Wasser? Regenwasser ist ja grad nicht so viel. Lieber destilliertes Wasser nochmal abgekocht als Leitungswasser? Oder Leistungswasser abkochen und eine Weile stehen lassen (k.A. welchen Effekt das hätte)?
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