Kokohum aufdüngen?

 
  • 1
  • 2
  • Seite 1 von 2
Avatar
Herkunft: Duisburg, USDA-Zone …
Beiträge: 247
Dabei seit: 03 / 2006

MrKy

Hallo zusammen,

vor gut einer Woche habe ich ein halbes Brikett Kokohum nach Aufweichen mit Perlite vermischt und dann mit der Aussaat von Samen (Adenium, Tomate, Erythrina christa-galli, Tecoma garocha, Bauhinia monandra, Mirabilis jalapa) in diesem Gemisch begonnen.
Inzwischen sind die meisten Samen gekeimt und teilweise auch schon recht gut gewachsen, von meiner "Anzuchterde" ist noch ziemlich viel übrig geblieben und von mir in Tiefkühlbeuteln gelagert worden.
Aufgrund von Platzgründen wird dies wohl dieses Frühjahr meine einzige Anzucht gewesen sein.
Deshalb meine Frage: kann ich die Pflänzchen (bis auf Adenium) nach dem Pikieren in mit z.B. Algan leicht aufgedüngte "Anzuchterde" pflanzen oder sollte ich doch besser direkt Blumenerde nehmen?


MrKy
Avatar
Beiträge: 6461
Dabei seit: 07 / 2008
Blüten: 30203

Scrooge

feuchtes Kokohum fängt an, gammlig zu riechen, wenn man es in zu dicht geschlossen Behältnissen lagert...

Du kannst die Pflanzen nach dem Pikieren in Pikiererde setzen, oder Du streckst einfach normale (aber gute) Erde mit Deinem übriggebliebenen Anzuchtsubstrat. Das sollte dann vom Düngegehalt auch hinkommen, und die Erde wird dadurch schön locker.

Mit Algan würde ich da nicht extra rumpantschen (ist da überhaupt Dünger drin?).
Avatar
Herkunft: linz/ö
Beiträge: 1956
Dabei seit: 02 / 2007

nazareno

prinzipiell ist anzuchterde mit perlit auch als dauersubstrat nicht schlecht, allerdings fehlt ihr ton als nährstoff- und feuchtepuffer.
Daher wäre es hier unbedingt erforderlich, auf bewässerungsdüngung umzustellen (=düngen bei jedem giessen).
Avatar
Herkunft: Berlin …
Beiträge: 17383
Dabei seit: 04 / 2007

Yaksini

Wenn du bei jedem Gießen düngst , solltest du aber nur die halbe oder nur ein Drittel der Düngermenge des Düngers nehmen .
Also die Hälfte oder ein Drittel von dem was auf der Packung als Normaldosis bezeichnet wird .
Am besten wäre natürlich du würdest das Kokohum in anderem Substrat nur als Auflockerungszusatz nehmen , Die Pflanzen brauchen schon das normale Substrat um vernünftig wachsen zu können , auf Dauer kannst du die Pflanzen nicht im Kokohum lassen .
Avatar
Herkunft: linz/ö
Beiträge: 1956
Dabei seit: 02 / 2007

nazareno

Zitat geschrieben von Yaksini
auf Dauer kannst du die Pflanzen nicht im Kokohum lassen .

wieso eigentlich nicht?
Avatar
Beiträge: 178
Dabei seit: 07 / 2010
Blüten: 10

Hibbi

Hallo,

altes Topic, wieder aktuell.

Diese Frage stelle ich mir auch grade: Warum dürfen Pflanzen nicht dauerhaft in Kokohum stehen?
Weil ich seit diesem Jahr meine Hibisken in reinem Kokohum halte, und es geht ihnen wunderbar. Ich dünge dem Gommer-Dünger (20-8-20) und 1g/l Gießwasser die Woche, wenn ich dran denke Besser ist es meinen Hibisken noch nicht gegangen. Jedenfalls schieben die immer, wenn ich dünge, neues, glänzendes Grün nach.

Vielleicht schauen ja genug Leute hier vorbei, damit evt. jemand dabei ist, der sagen kann, wieviel Gramm Düngersalz (z.b. Hakaphos soft plus 14-6-24) man einem Liter Kokossubstrat zufügen müsste, um die Düngerkonzentration von Fertigerde zu erhalten und ob man dann ebenfalls die oft angegeben 6-8 Wochen nicht nachdüngen müsste oder eben doch früher (es fehlt ja Ton als Nährstoffspeicher) und wenn ja, wieviel in welchem Zeitabstand.

Bei Fertigerde ist ja deklariert, wieviel Salzkonzentration in g/l und wieviel Stickstoff/Phosphor/Kalium in mg/l enthalten ist.

Versuche mit 25g Bentonit auf 1l Kokossubstrat als Nährstoff- und Wasserspeicher laufen übrigens bereits

Hibbi
Avatar
Herkunft: Südhessen
Beiträge: 4647
Dabei seit: 02 / 2008
Blüten: 60

Trucker0158

Betonit in Kokossubstrat mischen? Warum möchtest du einem wasserspeicherndem Substrat ein weiteres wasserspeicherndes Substrat zufügen ?

Deine anderen Fragen beantwortet eine Suche ganz schnell.

Ohne Trägersubstrat verpufft jede Düngung fast im nichts. Gute Kulturerde hat weitaus mehr Inhalte als Kokos oder Torf als Erde.
Avatar
Beiträge: 178
Dabei seit: 07 / 2010
Blüten: 10

Hibbi

Hallo,

das Bentonit hab ich eingemischt vorwiegend als Nährstoff-Speicher, aber auch die wasserspeichernden Eigenschaften waren mir bekannt Ich hatte, im Vergleich zu meinen anderen Erden, bei reinem Kokohum bisher nie den Eindruck als dass es gut Wasser speichert, im Gegenteil, seitdem ich meine Hibisken im Kokohum stehen habe, muss ich täglich gießen, was vorher nie der Fall war.
Die Sache mit dem Aufdüngen der Erde hat die Suche im WWW nicht beantwortet, daher hab ich gefragt

Was ist denn "gute Kulturerde" ?

Hibbi
Avatar
Herkunft: Südhessen
Beiträge: 4647
Dabei seit: 02 / 2008
Blüten: 60

Trucker0158

Bentonit soll Nährstoffe binden, aber auch wenig davon wieder abgeben. Meiner Ansicht, nach ist nach, nach wie vor Ton als Träger unverzichtbar.
Diese Meinung scheinen auch Anbieter von diversen Erden zu teilen.
Ich kenne keine Erde die auf Bentonit als Träger baut, aber einige die Bentonit als Wasserspeicher zusetzen.
Avatar
Beiträge: 3750
Dabei seit: 03 / 2010

Gluggsmarie

Zitat geschrieben von Trucker0158

Ohne Trägersubstrat verpufft jede Düngung fast im nichts.


..wobei ich eher das Gegenteil annehmen würde: in Kokohum ist der Dünger ohne Pufferung direkt verfügbar. Klingt zwar im ersten Moment ganz nett, aber wenn man überdüngt kanns zum Problem werden. So ähnlich wie in Hydrokultur.
Avatar
Beiträge: 178
Dabei seit: 07 / 2010
Blüten: 10

Hibbi

Hallo nochmal,

hmm, ich habe angenommen, dass Bentonit dem "normalen" Ton überlegen ist, zumindest in einigen Eigeschaften. Hab mich grad nochmal durch Wikipedia gelesen Bentonit ist ebenfalls ein Mischung verschiedener Tonmineralien , welcher wertvolle Ton-Humus-Komplexe bilden kann, weil seine Oberfläche mit 400-600m² pro Gramm sehr groß ist, im Vergleich zu 2m² pro Gramm bei "normalem" Ton (Quelle: Wikipedia).
Gut, ohne Humus im Kokossubstrat gibts auch keine Ton-Humus-Komplexe Aber ich spekuliere halt dadrauf dass trotzdem Nährstoffe, ich meine Salze, an das Bentonit gebunden werden und später wieder abgegeben werden. Und was sind 25g Bentonit im 1l Substrat?? ("nix!" )


Das gute bei reinem Kokohum ist, dass nicht nur die Nährstoffe "so durchrauschen", sondern auch das Wasser Es nimmt zwar wirklich Wasser gut auf, speichert auch einiges davon, aber es verpappt eben nicht, ein Zuviel an reinem Wasser läuft einfach unten wieder raus, und damit evt. auch ein Zuviel an Nährstoffen (ich dünge ja nicht mit jedem Gießen).

Hibbi
Avatar
Beiträge: 2721
Dabei seit: 08 / 2009

Swenja2008

hallo,
ich habe eine Azalee in reines Kokohum gesetzt und der geht es sehr gut. Ich dünge die mit hälftig konzentriertem Universaldünger in flüssig und das klappt. Ich wollte für so eine kleine Pflanze nicht einen ganzen Sack Rhododendronerde kaufen.

Dann habe ich noch eine Kamelie in Kokohum als Füllung beim Umtopfen gesetzt, der es auch gut geht. Ich denke, daß kann man bei Pflanzen machen, die einen geringen ph brauchen.

Pflanzen, die aber einen höheren ph brauchen, würde ich nicht in reines Kokohum setzen. Die Gründe sind die, die Trucker schon genannt hat. Aber ich habe in den Blumenkästen Kokohum zu torffreies Substrat und Blähtonbruch gemischt. Ich bin damit sehr zufrieden.

Grüsse
PS: Überdüngung kann immer zum Problem werden, allerdings kann man Hydrokultur kaum überdüngen. Weiß gar nicht, wo sowas immer her kommt.
Avatar
Beiträge: 178
Dabei seit: 07 / 2010
Blüten: 10

Hibbi

Hi Swenja2008,

schön auch mal andere Erfahrungen positiver Art mit Kokohum zu hören.
Bei zu niedrigem pH kann man ja mit Kalk "aufdüngen" Aber das ist wieder eine Wissenschaft für sich, da kann man ja gleich Kompost hernehmen und das ganze mit Kokohum, Kalk, Langzeitdünger mischen und man hat seine torffreie Erde Und auch da weiss man nicht genau, was hinterher herauskommt (wieviel Kalk, wieviel Langzeitdünger ?)
Ich will das halt nur umgehen, da Kompost nichts anderes als Langzeitdünger ist auch der irgendwann mal verbraucht ist.

Wie gesagt, meinen Hibisken, die ich in Kokohum gepflanzt habe, geht es sehr gut und ich bin da recht überzeugt von

Hibbi
Avatar
Beiträge: 3750
Dabei seit: 03 / 2010

Gluggsmarie

Zitat
PS: Überdüngung kann immer zum Problem werden, allerdings kann man Hydrokultur kaum überdüngen

Ist das wirklich so? Ohne mich mit Hydrokultur auszukennen (deswegen frage ich ja), eine Nährlösung (Flüssigdünger, keine Ionenaustauscher) die ich in Hydro 10x überdünge ist doch im Hydrotopf in genau dieser Konzentration auch verfügbar, weil gebrannter Ton nicht puffert. In Blumenerde hingegen wird durch die poröse Eigenschaft und andere puffernde Eigenschaften wie vorhandene Salze etc. die Düngerlösung nur zu einem bestimmten Teil für die Pflanzen verfügbar. Sprich ich gebe 10x rein aber die Pflanze "steht effektiv" in geringer gedüngtem Substrat (je nachdem wie hoch die Pufferkapazität des Substrates ist).
Avatar
Beiträge: 2721
Dabei seit: 08 / 2009

Swenja2008

@Gluggsmarie, es kippt doch niemand puren Flüssigdünger in einen Hydrotopf.
Bei der Hydrokultur wird gedüngt, wenn man die Nährlösung erneuert (4-6 oder bis max. 12 Wochen), dazwischen gießt man nur Wasser auf.
Es ist also im normalen Umgang mit der Hydrokultur gar nicht möglich, zu überdüngen. Wer das doch schafft, der pflegt auch andere Pflanzkulturen zu tode.

Grüsse
  • 1
  • 2
  • Seite 1 von 2

Ähnliche Themen

Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.