Hi!
Nein, Yaksini, ich glaube nicht, dass sie mit kalkhaltigem Wasser gießen. Die Gartenabteilung im Obi ist dafür viel zu fürsorglich. Schließlich gießen sie da ja ihre Frühstücksbrötchen, die jeden Morgen auf dem Tisch stehen müssen.
Aber jetzt zu der Pyramide. Also, die Kannenpflanze ist eine Nepenthes ventricosa x alata (ventrata). Die Venus ist ja klar: Dionaea muscipula. Das Fettkraut... naja, ich tippe auf Pinguicula esseriana. Und die arme Sarracenia kann ich leider nicht bestimmen, tippe aber auf einen Hybriden, ähnlich wie `Soper´.
Also, zuerst die Erde erneuern. Alle Pflanzen vorsichtig rausnehmen und in einen Untersetzer legen, oder so. Dann wird die Oberfläche, wo viel Moos wächst mit einem scharfen Messer herausgeschnitten, wir wollen ja das wertvolle Sphagnum-Moos nicht wegwerfen.
Dann gehts weiter. Die Erde wird herausgenommen bzw -gespült und das ganze Gefäß wird mit heißem Wasser und etwas Seife desinfiziert.
Dann alles schön mit Regenwasser abspülen.
Kleb an die Ecken unten auf der Stehfläche in jede Ecke noch Filspunkte, damit das Glas nicht zerkratzt und überall sicher steht.
Nun musst du den Boden des gefäßes mit frischem Seramis auslegen, etwa die selbe Höhe wie jetzt.
Dann kommt die Karnivorenerde drüber. Mit etwas grobem Quarzsand und Perlite vermengt ist es die optimale Mischung.
Achte hierbei auf die richtige Oberflächengestaltung, damit du später an alle Pflanzen rankommst und sie überhaupt siehst.
An der Pyramidenwand ist das Substrat am höchsten und nimmt, je weiter zum Loch hin, immer mehr an Höhe ab.
Alles schön andrücken und mit Regenwasser bewässern.
Dann kommen deine Pflanzen rein.
Die Pyramide sollte so stehen, dass die Öffnung zum Betrachter und zum Sonnenlicht zeigt.
Ganz hinten kommt das Fettkraut an die Seite und nach vorn wird die VFF gepflanzt. Irgendwo dazwischen kommt dann noch Sonnentau, wenn du es hinzufügen möchtest. Zwischen die Pflanzen kannst du dann kleine Baumrindenstücke, größere Steine und das Moos setzen, dass alles schön voll aussieht. Nimm für diese Fülle am besten eine Drosera capensis noch rein, sieht klasse aus und füllt optimal . Zu der neuen Venus kann noch eine Zweite an den Rand rechts oder links von der Öffnung.
Die Sarracenia und die Nepenthes dürfen auf keinen Fall mehr da rein. Das Substrat ist nicht tief genug für die Wurzeln der beiden und daher gibt es Dauerstaunässe.
Sei mit der Schlauchpflanze vorsichtig, dass sie überlebt hat, ist ein Wunder. Sie sind auf keinen Fall für Terras geeignet.
Die Pyramide ist erstmal trockener zu halten, damit die Gefahr der Wurzelfäulnis verringert wird.
lg,
Ace