gingko"bäumchen" -frage

 
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gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 25.02.2008 - 20:55 Uhr  ·  #1
hallo,

ich hab mal ne frage zu meinem gingkobaum, eigentlich ist es mehr ein gingkostab...
bekommen hab ich ihn *denknach* 2004 und da war er schon nicht besonders gross...seitdem ist er eigentlich jedes jahr einmal ausgeschlagen, zumindest hat er ein paar wenige grüne blättchen bekommen...von verzweigung nichts in sicht und nennenswertes lngenwachtum auch nicht...

was kann ich tun ( ausser vielleicht mal umtopfen und düngen), damit er sich vielleicht mal verzweigt?
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 25.02.2008 - 21:00 Uhr  ·  #2
Wo hältst du den Guten?
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 25.02.2008 - 22:55 Uhr  ·  #3
Hallo,
vielleicht hilft dir das schon mal weiter....
http://green-24.de/forum/ftopi…gko#257643

Ich habe auch schon einige ältere Exemplare gesehen, die verzweigen sich manchmal gar nicht.....
PIC_1969.JPG
PIC_1969.JPG (92.6 KB)
PIC_1969.JPG
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 25.02.2008 - 23:00 Uhr  ·  #4
ich halte ihn noch in der wohnung, da man gingkos ja erst ab einer bestimmten grösse in den garten setzen kann...also ist er im blumentopf...im sommer kommt er aber raus, bzw jetzt bald, wenn es wärmer wird

er ist im moment höchtens 20cm gross und hat nen halben cm geschätzen durchmesser...
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 25.02.2008 - 23:44 Uhr  ·  #5
Gingkos sollten nach dem 2. Jahr nach draussen, auch überwintern. Die ersten zwei Jahre kann man sie frostfrei überwintern (um Verluste zu minimieren. In der Natur haben sie ja auch im ersten Jahr volle Kanne Winter), d.h.bei vielleicht 1° - 5° C. Deswegen ist die Wohnung ein denkbar schlechter Ort dafür. Sind einfach keine Zimmerpflanzen und fühlen sich auf Dauer in der Wohnung auch nicht wohl, was man ja am schwachen Wuchs ableiten kann.
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 26.02.2008 - 03:56 Uhr  ·  #6
Hallo,

auch ich habe ein kleines Gingko Pflänzchen. Jetzt schon seit zwei Jahren.

Also ich ihn bekommen habe war er ca 5 cm hoch und hatte nur zwei Blätter. Das war damals im Herbst. Kurze Zeit später hat er dann die Blätter abgeworfen und hat Winterschlaf gespielt. Er stand bei mir im kühlen Schlafzimmer und ich habe ihn nur ganz selten gegossen.

Im nächsten Jahr habe ich ihn in einen größeren Topf gesetzt und zuerst in die Küche gestellt, wo es etwas wärmer war und siehe da, er hat wieder ausgeschlagen.

Als es frostfrei war, kam er auf den Balkon nach draussen. Erhat da ca. 15 cm Höhe zugelegt und hat auch einige Blätter mehr bekommen.

Im Herbst kam er dann wieder ins Schlafzimmer..... zum überwintern.
Seit zwei Wochen fängt er wieder an auszuschlagen, diesesmal nicht nur oben an der Spitze sondern am ganzen Stamm. Ich denke mal, dieses Jahr wird er buschiger und hoffe, das er wieder einiges an Höhe gewinnt.

Gingkos sind eindeutig Pflanzen für draussen, ich werde meinen wenn er größer ist, in einen Kübel pflanzen, da ich noch keinen Garten habe, ihn aber weiterhin im Winter frostfrei überwintern. Das tat ihm bisher sehr gut.

Ich hoffe es hat dir etwas geholfen.

Ich hab hier noch ein etwas unscharfes Bild von letzter Woche....



LIebe Grüße und viel Erfolg
Juliana
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 26.02.2008 - 10:30 Uhr  ·  #7
Hallo,

der Gingkobaum gehört zu einer Art, die eher säulenartig, aufrecht und sparsam bezweigt wachsen. Wegen dieser Wuchsform wurde er auch lange Zeit zu den Koniferen zugeordnet.
Eine "schöne Baumkrone" bildet ein Gingko erst im Alter aus (ab ca. 70 Jahre!).

Auch ist eine unterschiedliche Wuchsform bei männlichen und weiblichen Bäumen zu beobachten; der männliche Baum hat eine schlanke, säulenartige Form und wird länger, ein weiblicher Baum hat eine weitere Krone und ist auch insgesammt etwas ausladener.

Generell ist der Gingko nicht für die Kübelhaltung und schon gar nicht für die Wohnung wirklich geeignet.... um seine volle Schönheit und seine Wiederstandskraft entfalten zu können, möchte er sehr tief wurzeln.

Wenn die Bedingungen optimal sind, kann man bei seinem Gingko in den ersten Jahren ein jährliches Wachstum von 30 cm verzeichnen.

Ciao, DonnaLeon (die jetzt nach dem Link für die Infos suchen muss)
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 26.02.2008 - 21:33 Uhr  ·  #8
aber gingko gehört doch mmer noch zu den nadelbäumen, auch wenn er blätter hat...so rein botanisch
ausserdem gibt es auch ganz unterschiedliche arten von gingko, der eine wird eher buschartig und verzeigt sich und einige wachsen hauptschlich aufrecht, so wie du geschrieben hast...

ich weiss nun leider nicht, was ich da für eine art ergattert habe, ausser bei meinen stecklingen, die stammen von einem sehr grossen aufrechten baum ( bezeichnung weiss ich trotzdem nicht), aber es eben kein "busch" gewesen...

ist es denn ok, wenn ich meine gingkos jetzt bald so einfach in den garten auspflanze? oder muss ich da noch etwas beachten?
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 26.02.2008 - 21:54 Uhr  ·  #9
hallo lisma,

gehe mal davon aus, das deine Stecklinge von einer männlichen Pflanze stammen. Die werden hier nämlich bevorzugt gepflanzt, da die weiblichen Bäume doch etwas streng riechen.

Gewöhne deine Ginkgos langsam an die Luft draußen, jetzt schon raus ist nach so langer Wärmephase nicht ratsam. Ich würde in diesem Fall noch 6 Wochen warten, damit es eventuell sicherer ist, wegen Frostgefahr.

LG
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 26.02.2008 - 22:01 Uhr  ·  #10
wie genau könnte das gewöhnen aussehen?
sie stehen jetzt schon im kühlsten raum bei mir, so 16-18 grad...

soll ich sie mal tagsüber rausstellen und zur nacht wieder rein?
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 26.02.2008 - 22:08 Uhr  ·  #11
Hallo lisma,

nein, der Gingko gehört schon lange nicht mehr zu der Klasse der Koniferen.

189? (die genaue Jahreszahl weiß ich leider nicht mehr) wurde von einem gewissen Engler die Klasse der Ginkgophyta (oder Ginkgopsida) eingeführt. Diese Klasse ist nochmal in in 3 verschiedene Ordnungen unterteilt, eine davon ist die Ginkgoales. Davon wiederum ist der einzigste noch exestierende Vertreter der Gingko biloba.

Die Wuchsform unterscheidet beim Gingko biloba nicht die Art, sondern das Geschlecht.

Beim auspflanzen solltest Du ihm (nach der Gewöhnung ans Sonnenlicht) einen möglichst vollsonnigen Standort geben.


Ciao, DonnaLeon
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Gepostet: 26.02.2008 - 22:23 Uhr  ·  #12
Die weiblichen Bäume stinken nicht, die Früchte stinken. Aber auch nur, wenn du sie in die Hand nimmst und Matsch draus machst. So lange sie am Boden liegen und du nicht gerade mit der Nase am Boden entlang schnüffelst, riecht man da praktisch gar nichts. Da stinkt die Gülle, die die Bauern auf die Felder ausbringen um einiges intensiver.

Die Früchte kann man auch einfach auf den Kompost schmeissen. Die männlichen Bäume werden einfach aus Bequemlichkeit gepflanzt, denn da muss man keine Früchte, die möglicherweise auf dem Gehsteig landen, zusammenfegen. Umso verwunderlicher ist es, dass der Baum, von dem ich die Samen habe, mitten in der Stadt steht.
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 26.02.2008 - 22:39 Uhr  ·  #13
ich möchte auch mal nen gingkobaum finden, der hier mitten in der stadt steht und ich dort früchte sammeln könnte...

füe meine gingkostecklinge bin ich in den hamburger stadtpark gegangen, weil ich dot einige bäume gefunden hatte...früchte hatten die allerdings nicht, daher eben die stecklinge...(habe bis letztes jahr direkt neben dem stadtpark gewohnt...entdeckt habe ich die bäume erst, als ich weggezogen bin...) so ein pech, im moment komme ich da nicht mehr so schnell hin...

wie finde ich die bäume in der stadt die ich suche...*seufz*

(hab schon gegoogelt, es soll hier eine strasse geben, wo gingkobäume gepflanzt worden sind...ob ich da einfach was abschneiden kann, weiss ich auch nicht...oder ob die früchte tragen, sehe ich wohl erst später...
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 27.02.2008 - 21:53 Uhr  ·  #14
@ - lisma -

Wenn ich das richtig gelesen und verstanden habe, so hast Du Jungpflanzen von einem Ginkgo-Baum der weitgehend aufrecht wächst.

In aller Regel werden solche Pflanzen keine Früchte tragen, denn es sind der männliche Teil dieser - zweihäusigen - Baumart.
Die weiblichen Pflanzen bilden im Laufe der Jahre eine breitere Krone aus, die die Astpartien mehr horizontal auslegt. Wenn Du solche Bäume findest, kannst Du dort auf Samensuche gehen. Die Reifezeit der Früchte ist etwa Oktober.

Wenn Du mehr dazu erfahren willst - allgemein und im Detail -, dann schau Dir mal diese Seite an:
- http://www.baumschulen-staiger.de/erwaehnenswerteB.html -

Auf dieser Seite findest Du auch eine Reihe Namen der Züchtungen, die es inzwischen gibt.

In diesem Sinne - viel Freude am Ginkgo
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Re: gingko"bäumchen" -frage

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Gepostet: 27.02.2008 - 22:21 Uhr  ·  #15
ja ich denke auch, dass meine stecklinge alle von einem männlichen baum stammen...

dagegen habe ich noch einen gingko, den ich mal in der apotheke geschenkt bekommen habe, da weiss ichs nicht, wo der her ist...

das mit den samen sagte ich nur, weil FrankO sagte, dass er einen baum mitten in der stadt hat, der samen abschmeisst, die man einfach nur aufsammeln muss...und ich mir hier nen wolf suche, wo ich wohne, wenn ich überhaupt nen gingkobaum finden will...
die hier sind alles jungbäume und alle in privatbesitz, da komme ich nicht so schnell an neue stecklinge oder gar samen...

naja erstmal muss ich meine stecklinge halbwegs durchbringen...

ich hatte übrigens meine "missungenen" stecklinge vom letzten jahr, die nicht mehr ausgeschlagen haben, den ganzen winter draussen in ihren töpfen und ich muss sagen, so richtig vertrocknet sehen die auch nicht aus, so dass ich mir schon wieder hoffnungen mache, dass sie auch nochmal ausschlagen...

was meint ihr, ist das möglich?
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Pflegen & Schneiden & Veredeln

Worum geht es hier?
Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln...
Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen).

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