Gartenarbeiten im Januar: Was jetzt zu tun ist, um den Grundstein für ein blühendes Jahr zu legen

Autor: GREEN24   
Veröffentlicht: 29.12.2025 - 08:27 Uhr
 
 
Der Januar ist für viele Gärtner eine Zeit der Ruhe. Doch wer jetzt die richtigen Weichen stellt, wird im Frühling und Sommer mit einem prachtvollen Garten belohnt. Obstbaumschnitt, erste Aussaaten auf der Fensterbank und die Planung des Gartenjahres stehen auf dem Programm.



Der Januar ist für viele Gärtner eine Zeit der Ruhe und Reflexion. Doch wer jetzt die richtigen Weichen stellt, wird im Frühling und Sommer mit einem prachtvollen Garten belohnt. Es geht nicht darum, in Hektik zu verfallen, sondern mit Bedacht und Voraussicht zu handeln. Ein paar gezielte Handgriffe genügen, um den Garten optimal auf das kommende Jahr vorzubereiten.



Der Garten im Januar: Eine Symphonie aus Stille und Vorfreude

An einem klaren Januarmorgen durch den Garten zu schlendern, hat etwas Besonderes. Die Luft ist frisch, der Boden gefroren und alles scheint in einem tiefen Winterschlaf zu liegen. Doch unter der Oberfläche regt sich bereits das Leben. Die Zwiebeln der Frühblüher sammeln Kraft, die Knospen der Obstbäume warten auf ihren großen Auftritt und die Vögel zwitschern leise in den kahlen Ästen. Der Januar ist eine Zeit der stillen Magie, in der wir die Grundlagen für ein erfolgreiches Gartenjahr schaffen.

 

Die wichtigsten Gartenarbeiten im Januar

Auch wenn der Garten im Januar eine Pause einzulegen scheint, gibt es einige wichtige Aufgaben, die jetzt erledigt werden sollten. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengefasst:

Im Gemüsegarten: Planung und erste Aussaaten

Der Gemüsegarten ruht im Januar zwar größtenteils, doch untätig müssen Sie nicht bleiben. Jetzt ist die perfekte Zeit, um das kommende Gartenjahr zu planen. Welche Gemüsesorten möchten Sie anbauen? Wo sollen sie wachsen? Denken Sie an die Fruchtfolge, um den Boden gesund zu halten und Schädlingen vorzubeugen.

  • Aussaat auf der Fensterbank: Wärmeliebende Pflanzen wie Paprika, Chili und Auberginen können bereits jetzt auf der Fensterbank vorgezogen werden. So haben sie einen entscheidenden Wachstumsvorsprung, wenn es im Frühling nach draußen geht.
  • Kaltkeimer aussäen: Einige Pflanzen, wie Bärlauch oder Waldmeister, benötigen einen Kältereiz, um zu keimen. Säen Sie diese jetzt direkt ins Beet oder in Schalen, die Sie im Freien aufstellen.
  • Wintergemüse ernten: Grünkohl, Rosenkohl und Pastinaken schmecken nach dem ersten Frost besonders gut. Ernten Sie an frostfreien Tagen, um die Pflanzen nicht zu schädigen.
  • Vorräte kontrollieren: Lagerndes Gemüse wie Kartoffeln, Möhren und Rote Beete sollte regelmäßig auf Faulstellen überprüft werden. Betroffenes Gemüse aussortieren, damit es nicht auf die restlichen Vorräte übergreift.

 

Im Obstgarten: Der richtige Schnitt für eine reiche Ernte

Der Januar ist der ideale Monat für den Obstbaumschnitt. An frostfreien Tagen können Sie Kernobst wie Äpfel, Birnen und Quitten schneiden. Der Winterschnitt fördert das Wachstum, sorgt für eine gute Belüftung der Krone und beugt Krankheiten vor. Entfernen Sie alte, kranke und nach innen wachsende Äste. Auch Beerensträucher wie Johannis- und Stachelbeeren können jetzt geschnitten werden.

Beim Schnitt sollten Sie auf sauberes, scharfes Werkzeug achten. Glatte Schnittflächen heilen besser als ausgefranste. Größere Wunden können Sie mit Baumwachs versiegeln, um das Eindringen von Krankheitserregern zu verhindern.

 

Im Ziergarten: Pflege und Vorbereitung

Auch im Ziergarten gibt es im Januar einiges zu tun. Kontrollieren Sie den Winterschutz Ihrer empfindlichen Pflanzen und bessern Sie bei Bedarf nach. Entfernen Sie Schnee von den Ästen immergrüner Gehölze, um Schneebruch zu vermeiden. An frostfreien Tagen können Sie immergrüne Pflanzen wässern, um sie vor dem Austrocknen zu schützen.

Hängen Sie Nistkästen für Vögel auf, die Ihnen im Sommer bei der Schädlingsbekämpfung helfen werden. Auch die Vogelfütterung ist im Januar eine sinnvolle Aufgabe. Meisen, Rotkehlchen und Finken freuen sich über Sonnenblumenkerne, Haferflocken und Fettfutter.

Was blüht im Januar?

Auch im tiefsten Winter gibt es Pflanzen, die uns mit ihren Blüten erfreuen. Christrosen, Schneeglöckchen und Winterlinge trotzen der Kälte und setzen farbige Akzente im winterlichen Garten. Auch die Zaubernuss (Hamamelis) und der Winter-Duftschneeball verströmen jetzt ihren betörenden Duft.



Weitere Fragen

Kann ich im Januar schon Rosen schneiden?
Nein, mit dem Rosenschnitt sollten Sie noch warten, bis die Forsythien blühen. Ein zu früher Schnitt kann die Rosen schädigen, wenn noch starke Fröste zu erwarten sind. Warten Sie lieber bis zum Frühjahr, um auf Nummer sicher zu gehen.

Muss ich im Januar schon düngen?
Im Januar ist in der Regel noch keine Düngung notwendig. Die Pflanzen befinden sich in der Winterruhe und können die Nährstoffe nicht aufnehmen. Beginnen Sie mit dem Düngen erst im Frühling, wenn das Wachstum wieder einsetzt und die Pflanzen aktiv werden.

Was kann ich gegen Moos im Rasen tun?
Moos im Rasen ist oft ein Zeichen für Nährstoffmangel, Verdichtung oder einen zu sauren Boden. Im Januar können Sie noch nicht viel dagegen tun. Warten Sie bis zum Frühjahr, um den Rasen zu vertikutieren, zu lüften und zu düngen. Eine Bodenanalyse kann Aufschluss über die Ursache geben.

Darf ich bei Frost den Rasen betreten?
Nein, bei Frost sollten Sie den Rasen möglichst nicht betreten. Die gefrorenen Grashalme brechen leicht und hinterlassen unschöne braune Stellen. Warten Sie, bis der Frost getaut ist, bevor Sie über den Rasen gehen.

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