Ficus carica (grüne Früchte) - Feige - Moraceae - Pflanzenlexikon & Steckbriefe - GREEN24

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Ficus carica (grüne Früchte) - Feige - Moraceae

Steckbrief, Beschreibung und Pflegehinweise ...
Worum geht es hier: Das Pflanzenlexikon - Steckbrief, Portrait und Pflegehinweise...
In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
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Ficus carica (grüne Früchte) - Feige

Die Antwort auf die häufigste Frage vorweg: Grünfrüchtige Feigen schmecken genauso süß und aromatisch wie violettfrüchtige. Nur unser Auge macht einen Unterschied und suggeriert uns, dass rote Früchte immer besser schmecken als helle, weil sie uns "Reife" signalisieren. Grünfrüchtige Feigensorten sind in ihren sonstigen Eigenschaften wie ihre dunkelfrüchtigen Verwandten: ihre Blätter sind vielgestaltig und duften aromatisch, ihr Wuchs und die Zweige sind kräftig, die Rinde attraktiv hellgrau und glatt. Da Feigen zum einen kältefest und zum anderen im Winter laublos sind, lassen sie sich im Haus sehr einfach ungeheizt bei wenig Licht überwintern. Oder man pflanzt sie in den Garten, wo sie eine natürlich hohe Frostsicherheit haben, die durch einen einfachen Winterschutz aus Vlies oder Bambusmatten (keine Plastikfolie!!) erhöht werden kann (nähere Informationen siehe Beschreibung bei "Violettfrüchtige Feigen"). In durchschnittlichen Sommern reifen alle grünen und violetten Feigensorten bis zum Herbst aus, wenn sie vollsonnige Plätze haben und stets gut mit Wasser versorgt sind. Trockenheit führt zu kleinen, saftlosen "Frucht-Atrappen". Droht ein früher Temperatursturz im Herbst die Fruchtreife zu stoppen, ist es ratsam, die Pflanzen geschützt in Hausnähe aufzustellen oder rechtzeitig ins Haus zu holen, damit die Feigen ausreifen können, was sie an hellen, warmen Plätzen rasch tun.

Sorten:
'Dottato: birnenförmige Früchte von mittlerer Größe mit gelbem Fruchtfleisch und intensivem Aroma; Reife: September/Oktober; eine weitere, frühe Ernte mit ebenfalls mittelgroßen Früchten ist im Juli möglich, fällt aber hierzulande häufig aus; Wuchs: mäßig & vergleichsweise kompakt
'Columbaro Bianco': grünfrüchtig mit hellrosafarbenem, sehr aromatischem und süßem Fruchtfleisch; Reife: September/Oktober; Wuchs: kräftig & schlank
'Brogiotto Bianco': grünschalige, mittelgroße und rundliche Früchte mit intensivem, süßen Geschmack; Reife: September/Oktober; Wuchs: kräftig
'Filacciano: runde bis leicht birnenförmige, mittelgroße Früchte mit delikatem Aroma; Reife: August/September; Wuchs: kräftig
'Gentile': langgezogene, sehr große Früchte mit rosafarbenem, exzellent schmeckendem Fruchtfleisch; Reife: August/September; Wuchs: kräftig & locker

Info: leckere Früchte schon bei sehr jungen Pflanzen; Fruchtansatz ohne Bestäubung; jährlich reiche Ernte ohne Schwankungen; attraktive Pflanzen mit handförmigen & aromatischen Blättern; einfach zu überwintern
Verwendung: ab April in Topfgärten auf Balkon & Terrasse oder im Garten; ausgepflanzt im Garten; ganzjährig in ungeheizten Wintergärten

Pflegeanleitung:

Blüte: entfällt

Früchte: Feigen (Beeren)

Wuchsform: Strauch oder kleiner Baum

Höhe: 0,8-3 m

Familie: Moraceae

Herkunft/Klimazone: Süd-Europa (Spanien, Frankreich, Italien, Türkei), Zentral-Asien, Nordwest-Afrika, Zone 8-11.

Standort im Sommer: Vollsonnig, gerne warm. Hitze ist unproblematisch.

Standort im Winter: Hell oder lichtarm bei 5 °C (+/- 10°C). Natürlicher, vollständiger Laubabwurf im Herbst. Neuaustrieb ab März/April. Kurzzeitiges Temperaturminimum -15 °C.

Pflege im Sommer: Im Sommer in voll belaubtem Zustand sehr reich gießen, da der Bedarf aufgrund der großen Blätter hoch ist. Wassergaben so dosieren, dass die Erde bis zum Topfboden durchfeuchtet wird. Es darf gerne ein Vorrat im Untersetzer stehen bleiben. Wiederholte oder extreme Trockenheit führt zum Reifestopp der Früchte, zu braunen Blatträndern und im Extremfall zu Blattfall. Aber: Regenerationsfähigkeit von Feigen ist sehr hoch. Aufgrund des kräftigen Zuwachses ist der Nährstoffbedarf ebenfalls sehr hoch: Düngen Sie von April bis September wöchentlich mit Volldünger (flüssig, wasserlösliche Pulver, in Stäbchenform) oder verwenden Sie im März und Juni Langzeitdünger.

Pflege im Winter: Gleichmäßige Bodenfeuchte beibehalten, Gießmenge und -häufigkeit aber an die laublose Winterruhe und den damit verbundenen, deutlich geringeren Bedarf anpassen. Vor allem im Frühjahr mit dem Schwellen der Knospen auf den zuweilen sprunghaft ansteigenden Bedarf reagieren.

Schnitt: Es ist kein regelmäßiger Schnitt zwingend. Wenn einzelne Triebe zu lang werden, können sie vor dem frischen Austrieb eingekürzt werden.

Substrat: Bei ausgepflanzten Feigen auf gut durchlässige und humusreiche Böden mit hoher Nährstoffkapazität achten. Reine Lehmböden mit steinigen Materialien wie Kies lockern und mit Kompost anreichern, sandige Böden mit Lehm verbessern. Bei Topfpflanzen zum ein- bis zweijährigen Umpflanzen hochwertige Kübelpflanzenerde verwenden, die sich durch grobkörnige Anteile (z.B. Lavagrus, Blähton, Kies) auszeichnet, die sie locker und luftig hält. Humusanteile garantieren, dass Wasser- und Nährstoffe in größeren Mengen gespeichert werden. Hohe Torfanteile sind kein Qualitätsmerkmal.

Gesundheit: In keiner Weise anfällig für Schädlinge. Bei wiederholter Trockenheit im Sommer Spinnmilbenbefall möglich, bei zu warmer Überwinterung Schildläuse.

Verwendung: Ausgepflanzt im Garten. Vom April bis Oktober/November in Töpfen (Balkon & Terrasse & Garten) mit Überwinterung in Gebäuden. Ganzjährig in ungeheizten Wintergärten.

Extratipp: Blätter, die schon im Winterquartier ausgetrieben haben, sind keine Sonneneinstrahlung gewöhnt. Stellen Sie diese Pflanzen beim Ausräumen zunächst etwa 10 Tage halbschattig und nach der Eingewöhnung erst vollsonnig. Sonst kommt es zu Blattverbrennungen mit braunen Blattflecken.

Kurzbrief:

Familie: Moraceae
Herkunft: Süd-Europa (Spanien, Frankreich, Italien, Türkei), Zentral-Asien, Nordwest-Afrika
Zone: 8-11
Temperaturminimum: -15 °C
Überwinterung: 5 (±5)°C, hell/dunkel
Blüte: entfällt
Früchte: Feigen (Beeren)
Wuchsform: Strauch oder kleiner Baum
Höhe: 1,8-3 m
Standort: vollsonnig bis sonnig

Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de
Bilder über Ficus carica (grüne Früchte) - Feige - Moraceae von Fr 27 Jul, 2007 20:36 Uhr
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