Elefantenfuß Sommer und Winter

raus auf den Balkon oder nicht?

 
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HanneGe

Hallo und guten Tag,

meine schöner Elefantenfuß ist seit ca. 16 Jahre bei mir und ca. 2 m groß geworden. Er steht in den Wintermonaten in der ungeheizten Küche am Fenster, im Sommer habe ich ihn bisher - bei ähnlichen Lichtverhältnissen, gleiche Richtung - auf den Balkon gestellt.
Die Pflanze ist gesund und munter, strahlt geradezu und treibt mehrere neue Triebe aus.

Ich gieße sie einmal wöchentlich und dünge nicht mehr, da sie nicht viel größer werden soll.

Nun frage ich mich, ob es überhaupt Sinn macht, die Pflanze im Sommer auf den Balkon zu stellen? Die Richtung ist gleich - nur sechs Meter weiter - und die Lichtverhältnisse sind ähnlich. Oder muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich ihr die Sommerfreizeit nicht gönne. So wie die Hühner im Käfig ;-)
Bin grade ratlos und freue mich über Tipps.
Hanne
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GrüneVroni

Hallo Hanne

Unbedingt raus mit dem hübschen, stolzen Kerlchen!

Beaucarnea sind lichthungrig. Sie stammen aus Mexiko und wachsen dort in voller Sonne bis Halbschatten, auf kargem Grund. Es gibt eine ausgesprochene Trockensaison.
Zitat geschrieben von HanneGe
und die Lichtverhältnisse sind ähnlich. Oder muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich ihr die Sommerfreizeit nicht gönne.
Ja, du müsstest ein schlechtes Gewissen haben, denn deine (typisch menschliche 😉) Einschätzung der Lichtverhältnisse liegt daneben. Im Innenraum ist der Lichteinfall beschränkt auf das kleine Fensterchen, was extrem wenig Licht bedeutet. Daher erstaunt es auch nicht, dass der Neuaustrieb diesen mit der blassen Farbe und der tendenziellen Überlänge anzeigt.

Auf dem überdachten Balkon ist die Lichtmenge zwar noch immer nicht der Idealvorstellung entsprechend, aber zum einen ist der Ausschnitt in den Mauern grösser als beim Küchenfenster, also mehr Licht. Zum anderen ist die Lichtqualität in relevanter Weise eine andere als hinter den Fensterscheiben: Sie beinhaltet einen gesunden (wortwörtlich!) Anteil UV-Licht. Dieses ist dafür verantwortlich, dass neugebildetes Gewebe (Neuaustrieb) sich robust entwickelt, maximalen Nutzen für die Pflanze bringen kann und maximal widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten ist.

Dass die Beaucarnea heute so gut aussieht, ist dem Sommeraufenthalt zu verdanken, der sie jedes Jahr stärkt, um die für sie schlechten Winterbedingungen auszuhalten. Auch hilfreich ist, dass die Küche kühl ist, was die Pflanze nicht zu Wachstum unter den ungünstigen Umständen anregt.

Wie wichtig ein möglichst langer, stärkender Sommeraufenthalt draussen ist, hat sich bei mir gerade diesen Winter gezeigt. Durch blöde Umstände konnte ich meine drinnen überwinterten Pflanzen letzten Sommer erst im Verlaufe des Juli rausbringen statt im April/Mai – und in diesem Winter hatte ich nun eine Schädlingsplage, wie ich sie noch nie hatte: Schildläuse, weisse Fliegen, Wollläuse (selten), Thripse (noch nie gehabt) – alle sind über die armen Pflanzen hergefallen 😖 Ich bin nun immer noch mit Schadensbegrenzung beschäftigt und setze alles daran, dass die Pflanzen diesen Sommer wieder unter besten Umständen verbringen und sich stärken können.

Vollziehe den Kraftakt des Rausbeförderns – die Beaucarnea wird es dir danken!

LG
Vroni
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Schokokis

Ich hab zwar keinen Elefantenfuss aber Yucca. Ich verfahre fast genau so. Nur das meine im warmen Wohnzimmer überwintern muss. So lange wie möglich kommen die raus. Bei mir bekommen, die dann auch mal die Knallsonne ab, dass passt denen sehr gut. Wie Vroni schon schrieb.

Ich würde das Düngen nicht komplett einstellen. Aber die Pflanze beobachten ab und an ein bisschen Dünger würde ich ihr schon gönnen. Die Größe steuerst du auch über einen recht kleinen Topf. Meine Yucca topfe ich immer wieder zurück in den alten. Dafür schneide ich rundherum ein paar Wurzeln weg. Angeblich mögen die das nicht gerne, aber ich hab keine nachteilige Wirkung festgestellt. Ich denke du machst schon alles richtig:)
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HanneGe

1000-Dank Ihr Lieben. Raus mit ihr!
Da muss jetzt mein starker Nachbar ran wegen der Schwelle...
Grüße aus Düsseldorf. Hanne

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