Eigenes Blumengeschäft

 
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Herkunft: linker Niederrhein
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Baghira

Mal ein klitzekleines Beispiel:

Eine günstige private Haftpflichtversicherung kostet ~ 50 Euro.

Eine supergünstige gewerbliche Haftpflichtversicherung kostet ~ 200 Euro.

Da muss man schon eine Menge Blumen verkaufen, um nur diesen einen Betrag zu verdienen.
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Nun wurde ich einige Male per PN gefragt, was denn für Kosten bei einem Online-Shop anfallen, bei einigen Fragern klang es wirklich so, als reichten ein Computer und ein Internetanschluß und los gehts.

Ich will Eure Fragen mal hier beantworten, sicher wird mir dabei noch das Eine oder Andere durch die Lappen gehen. Dabei versuche ich die fixen Kosten für ein Volumen von etwa 50 Verkäufen pro Monat zu ermitteln, also noch nicht der Brüller an Umsatz aber für die Anfänger nie zu erreichen.

1. Domain, Webspace, Gebühren für Flat, Telefon, Handy (60 Euro)
2. Strom, Wasser, Versicherungen (30 Euro)
3. Shopgebühren für einen Shop außerhalb von Ebay (40 Euro)
4. Bürokosten !!! Papier, Toner, Schreibgeräte kosten auch Geld (40 Euro)

Das sind jetzt 170 Euro die immer und jeden Monat anfallen, egal was verkauft wird. Es fehlen jetzt noch Lagerhaltungskosten, Verluste an Pflanzen die nicht verkauft werden, Mieten und Pachten für notwendige Räumlichkeiten bzw. zur Anzucht. Das ist von Fall zu Fall zu verschieden um mit einer Zahl hinterlegt zu werden. Eine 200 ist aber auch für Anfänger reell.

Wenn etwas verkauft wird fallen weitere Kosten an.
1. Kaufabwicklungsgebühren ca. 60 ct (30 Euro)
2. Bankgebühren !!! werden gern vergessen, 50 ct + 5 € Grundgebühr ((30 Euro)
3. Versandkosten

Versandkosten sind nie und nimmer mit denen gedeckt die im Normalfall der Kunde bezahlt. Warum ist ganz einfach an meinen Kosten erklärt.
Ich verlange von meinen Kunden 6,70 Euro, das klingt erst einmal viel, ist aber unterdeckt. Ich lege großen Wert auf einen schnellen und sicheren Versand, die Prämisse sind Lieferungen unter 24 Stunden innerhalb Deutschlands. Bis auf wenige Pakete im Jahr klappt das auch. Da scheiden schon sehr viele "preiswerte" Versender aus, die Wenigen die noch bleiben lassen sich das allerdings gut bezahlen.
Ein Paket bis 3 kg kostet bei meinem Versender (für etwa 100 Pakete je Monat) incl. aller Zuschläge 5,90 €, je schwerer die Pakete werden steigt der Preis.
Der Karton kostet im Großhandel bei Abnahme ganzer Paletten 1,20 €
Verpackungsmaterial, also Tüten und ähnliches 0,50 €
Bin ich bei einem Paket bis 3 kg bei 7,60 €, also 90 ct. Unterdeckung.

Nicht alles kann man dem Kunden überhelfen, irgendwo ist auch bei den Versandkosten eine Schmerzgrenze erreicht, der Rest geht in die laufenden Kosten.
Bei 50 Paketen also 45 Euro an Unterdeckung.

Macht noch einmal 105 Euro bei 50 Bestellungen. Ihr seht also, das Ihr letztendlich nur für die Abwicklungskosten 2 Euro ansetzen könnt. Und das ist leider Realität.

Rechnet mal alles zusammen, dann wißt Ihr in etwa was ein Online-Shop jeden Monat an Minimum kostet.
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Billycat

@Pompesel ,
Danke für die supergenaue Aufrechnung...

ist doch ne ganze Menge.. was da so zusammenkommt...
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Banu

Hallo!
Diese Pläne würde ich, wenn ich das in Angriff nehme erst in 2-3 Jahren verwirklichen. Zum einen um auch jedes Risiko entdecken und entschärfen zu können, aber auch damit ich wirklich gut darauf vorbereitet bin.

Mein Gedanke war eben, erst mal klein mit wenig Verkäufen einzusteigen um Erfahrungen sammeln zu können und diese hoffentlich mit der Zeit erhöhen zu können. Wenn ich mit der Zeit standfest wäre und auch genug einnehme könnte ich mich dann mit einem kleinen Ladengeschäft "niederlassen".

LG,
Banu
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Yaksini

Dann darf man auch die Kosten für Neuanschaffungen und Reparaturen nicht vergessen , laßt den Compi mal kaputt gehen , ohne den kann man das nicht weiterführen was man begonnen hat . Mit den laufenden gleichbleibenden Kosten ist man ja schon ziemlich belastet , Aber die besonderen Sachen hauen einem die Füße glatt weg. gerade am Anfang kommt da eines zum anderen und das haufenweise .
Man sollte eine Selbstständigkeit am besten erst beginnen wenn man eine sehr gesunde finanzielle Grundlage hat, sonst ist es ein gewaltiger Eiertanz , an dem sich viele die Zähne ausbeißen. Nur manche schaffen es, das wirklich durchzuziehen. Viele gehen baden .
Wirklich gute Erfolge hat man erst nach einigen Jahren, ein guter
Kundenstamm muß aufgebaut werden , viel Werbung muß in alle Richtungen
verstreut werden , ohne geht es nie .
Man muß an so vieles denken , das machen sich die wenigsten wirklich bewußt .
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SchwarzeLilie

Und nicht vergessen Krankenkasse und Finanzamt kommt auch noch
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wenn es nebenberuflich gemacht wird ist die Krankenkasse erst mal außen vor, auch das Finanzamt dürfte die ersten Jahre eher in die eigene Tasche greifen als was ein zu kassieren. Deshalb hatte ich das nicht mit angeführt.
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SchwarzeLilie

Hi Pompesel,
das war keine Kritik, Du hast das super aufgezeigt
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Nein, ich habe es nicht als Kritik aufgefaßt.
Ich wollte aber nur Kosten aufzeigen die direkt mit einem mal "auf die Schnelle" eröffneten Shop auflaufen können. Sicher sind es bei dem Einen mal 50 Euro weniger, aber nichts ist schlimmer als wenn jemand denkt, mit nem Hunderter pr Monat ist man dabei und macht dann ein paar Tausend Euro Umsatz.
Dann würde es mit Sicherheit 3 Online-Shops pro Haushalt geben.
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Lass es besser sein oder bemüh Dich wirklich um das Erlangen von Fachwissen. Mit zwei Büchern, einem Kurs bei der VHS oder einem Abo von "Mein schöner Garten" o.ä. ist das nicht getan.Ein Hobby ist und bleibt ein Hobby. Ich koche gerne , aber ein Restaurant werde ich deshalb bestimmt nicht eröffnen. Ich bin selber in der "grünen" Branche selbständig und weiß wovon ich rede. Das geht in der Realität nicht um irgendqwelche "Blümchen" sondern knall hart um Geld. Überlegungen wie zb ein online.shop sind meiner Meinung nach ausgemachter Blödsinn.
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aceituna

Geh' doch mal zum Arbeitsamt. Die können Dir sicher auch weiter helfen, was für betriebswirtschaftliche Kurse etc. wichtig wären.
Überleg es Dir genau, aber laß dich nicht bange machen. Wenn Dir die Idee im Kopf rumspukt und Du nicht blind reinrennst, dann würd' ich es auf einen Versuch ankommen lassen. Wohlgemerkt, einen durchdachten. Also, was Dich z.B. von anderen unterscheiden soll. Mich ärgert es beispielweise immer wieder, daß es viele Pflanzen nur in groß und damit in teuer zu kaufen gibt. Wenn ich eine Laden wüßte, wo ich sie in klein bekomme, dann wäre ich da sicher Stammkunde...
Ich find's toll, wenn jemand so etwas wagt.
LG
Ulli
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Banu

Hallo Blumenmann,
Danke für deine Warnungen. Das ich das ganze nicht auf die leichte Schulter nehme, kann ich behaupten. Und auch, das ich nicht vorhabe mich mit einem VHS Kurs und nem Abo in sowas zu stürzen. Ich habe bereits an eine Ausbildung/Umschulung gedacht.

Zu der knallharten Realität: Ich kenne genügend Leute die ohne eine Fachspezifische Ausbildung schon seid 30 Jahren erfolgreich in dem Gewerbe arbeiten. Das sie sich nicht Wissen angeeignet haben soll das nicht heißen.

@aceituna
Ich kann jetzt natülich nicht alle Ideen ausplaudern die ich hab, aber nur eine ist selbstgezogene Pflanzen zu verkaufen, die zB auf deinen Wunsch zutreffen würden.

LG,
Banu
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Selbstgezogene Pfanzen verkaufen??? Wie willst Du die denn ziehen? Am Fensterbrett oder hast Du ein Gewächshaus.....? Wie willst Du denn zb einen Olenader anbieten? Stecklinge bewurzeln...? Überleg Dir das gut. Hobby ist Hobby. Aber das ist Business.

Lieben Gruß
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Banu

Hallo Blumenmann,
mir ist sehr wohl klar was das eine und das andere ist. Und einer sachlichen und guten Diskussion gehe ich niemals aus dem Weg. Mir fällt aber auf das du außer unkonstruktiver Kritik, nem harschen und unfreundlichen Ton nix zu bieten hast.

Wenn du "irgendwann" was konstruktives zu sagen hast, können wir nochmal über das Thema reden.

Banu
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Mel
Pflanzenkönig*in
Herkunft: Duisburg
Beiträge: 57778
Dabei seit: 12 / 2005

Mel

Über den Ton bin ich mit Banu einer Meinung! Das klären wir mal per Pm mit blumenmann

Aber inhaltlich hat er Recht! Tut mir leid das schreiben zu müssen, aber du gehst da blauäugig ran!

Bitte nicht böse sein, aber ich sehe das wirklich so
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