Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

 
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Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 12:32 Uhr  ·  #1
Als ich gestern mal wieder mein Gewächshaus inspizierte, fiel mir gleich auf, dass mein Gymnocalycium denudatum deutlich stärker geschrumpft war, als das für diese Jahreszeit üblich ist. Außerdem waren verdächtige braune Stellen zu sehen. ...
Den Rest könnt ihr an den Bildern sehen.

Bleibt nur noch die Frage, ob die Schmierläuse die Ursache waren, oder ob sie sich nur auf ein schwaches Opfer gestürzt hatten, das ohnehin schon krank (Pilzbefall?) war.
Wen es vor gar nichts graust, der sollte sich mal das 3. Bild in der maximalen Vergrößerung ansehen.

Norbert
IMG_3844 Gymocalycium denudatum.jpg
IMG_3844 Gymocalyciu … atum.jpg (1.12 MB)
IMG_3844 Gymocalycium denudatum.jpg
... und einem kräftigen Zug an der noch vorhandenen Wurzel war dann schnell zu erkennen: Das war`s dann!
IMG_3842.JPG
IMG_3842.JPG (1.1 MB)
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nach einem Bad in Schmierseifenlösung (irgendwie muss das eklige Zeug ja weg) ...
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ein Blick auf die Unterseite zeigt das ganze Ausmaß der "Katastrophe"
IMG_3839 Gymocalycium denudatum.jpg
IMG_3839 Gymocalyciu … atum.jpg (1.24 MB)
IMG_3839 Gymocalycium denudatum.jpg
der sieht schon etwas mitgenommen aus
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IMG_1669.JPG (379.27 KB)
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so schön hat er letztes Jahr am 25. Juni geblüht
Pflanzenkönig*in
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 12:35 Uhr  ·  #2
Das tut einem ja in der Seele weh!!
Haben den Pflanzen auch eine Gewisse Lebenserwartung??
Ich meine jetzt nicht ein- oder 2 Jährige.
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 12:36 Uhr  ·  #3
Hallo Norbert,

das ist ja ein jammervoller Anblick ....... hast Du noch eine "Sicherungskopie" ?

Deine Frage kann ich Dir leider nicht beantworten - wie Du Dir ja denken kannst ... ich hoffe, Du kriegst noch super Infos, um das Übel möglichst klein zu halten (damit nicht andere pflanzen auch noch von einem evtl. Pilz befallen werden)
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Gepostet: 29.01.2008 - 12:36 Uhr  ·  #4
hallo norbert,


das ist ja total schade um denn armen Kerl so was blödes jetzt war er schon so alt und nun sowas


Das du versucht hast ihn zuretten finde ich super ein versuch ist es ja immer wert war das jetzt ein pilz denn ihn so zugerichtet hat?


liebe grüße andrea
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 12:39 Uhr  ·  #5
Hallo Norbert,

das sieht ja so aus, als wenn sich das Gewebe völlig zersetzt hat. Was man leider auf dem letzten Foto nicht erkennen kann, war das Innere trocken oder verfault?
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 12:45 Uhr  ·  #6
Hallo Norbert,

ich glaube nicht, dass die Wollläuse Deinen Kaktus so zurichten konnten, es sei denn, Du hast ihnen 3 bis 4 Jahre Zeit gelassen. Ich hatte auch des öfteren im Winterquartier diese unangenehmen Besucher, doch nie mit dem Ergebnis.

Da muss es also einen anderen Grund geben. Aber sag mal, ist er nicht für das hohe Alter extrem klein geblieben?
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 13:14 Uhr  ·  #7
Das war nicht der erste größere Kaktus, der bei mir einen Winter nicht überstanden hat und es wird auch nicht der letzte sein. Das kommt immer wieder mal vor und, auch wenn es ärgerlich ist, schafft halt Platz für neue. Es war einfach der erste, bei dem ich das Ende im Detail festgehalten habe.

@ Chiva

Pflanzen haben auch eine gewisse "Lebenserwartung", die aber nicht so starr ist wie bei Tieren. Bei den Pflanzen sind es eher die Umwelteinflüsse, die ihr Ende bestimmen und nicht so sehr die eigenen biologischen Prozesse. Sie werden im Laufe ihres Alterns einfach anfälliger für Schadorganismen.

@ Moni

Gymnocalycien hab ich noch mehrere, aber kein G. denudatum. Der zweite, den ich noch hatte (aber deutlich jünger) hat sich letzten Herbst verabschiedet. Aber wieder einen Ableger zu bekommen, ist kein Problem.

@ Pompesel & Baghira

Der war innen richtig matschig und schwammig, das war ziemlich eindeutig ein Fäulnispilz. Die Frage ist nur, ob der zuerst da war (z.B. eine Verletzung im Wurzelbereich) und ob sich dann auf die geschwächte Pflanze die Läuse gestürzt haben, oder ob die Läuse durch ihren massiven Angriff erst dem Pilz eine Eintrittspforte geschaffen haben.

@ Baghira

Auch wenn es nicht so aussieht, der stand in einen 15 cm Vierkanttopf und hat den, bevor er geschrumpft ist, gut ausgefüllt. Und so riesig werden Gymnocalycien ja auch nicht.


Aber ich will nicht dem Vergangenen nachtrauern, sondern mich auf künftige Herausforderungen stürzen (Karsten hat mir ja angekündigt, dass ein Schatzkistenbrief unterwegs ist )

Norbert
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 13:21 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von Norbert

Aber ich will nicht dem Vergangenen nachtrauern, sondern mich auf künftige Herausforderungen stürzen (Karsten hat mir ja angekündigt, dass ein Schatzkistenbrief unterwegs ist )


Hallo Norbert,

Leider können uns die Pflanzen nicht sagen, wenn ihnen etwas fehlt.
Leider ist es meistens dann zu spät wenn man es erkennt.
Leider passiert das oft mit den Pflanzen, die einem besonders am Herzen liegen.
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 13:30 Uhr  ·  #9
Zitat geschrieben von Pompesel
Leider passiert das oft mit den Pflanzen, die einem besonders am Herzen liegen.


Ich glaube gar nicht, dass es bei denen besonders oft passiert, man nimmt es dann bei denen nur besonders wahr.

Norbert
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Das traurige Ende

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Gepostet: 29.01.2008 - 13:34 Uhr  ·  #10
Hallo Norbert,
vor ca. 2 Mon. hat mein 35 Jahre alter Säulenkaktus 1,80 m auch so geendet, ich denke auch es war das Alter.
Gruß
SchwarzeLilie
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 19:53 Uhr  ·  #11
Hallo Norbert,

das ist ja echt schade für den tollen Kaktus.

LG Christa
Pflanzenkönig*in
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 20:01 Uhr  ·  #12
Norbert , der Anblick ist schaurig , ich dachte ich wäre tapfer und habe mir die Vergrößerung reingezogen . .............
Das tut einem in der Seele weh .
Ich hoffe du findest wieder Ersatz für den Dahingeschiedenen .
Ich drück dir die Daumen .
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 20:02 Uhr  ·  #13
Hallo Norbert,
es wurde schon alles gesagt, mir tut es auch sehr leid um deine Pflanze,
mich tröstet in so einem Fall der Gedanke an was neues
Pflanzendoktor*in
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 21:22 Uhr  ·  #14
Danke für euer Mitgefühl. Ich glaube fast, ihr leidet mehr als ich
Ich habe mich in meinem über 30-jährigen "Kakteenleben" schon von noch viel imposanteren Exemplaren trennen müssen (z.B. vor etlichen Jahren einmal, als sich ein Ameisenvolk unbemerkt im Wurzelballen eines stattlichen Echinocactus horizonthalonius eingenistet hatte).
Ich kenne auch die großen Kakteenreservate im Südwesten der USA. Und auch dort begegnet man Riesenexemplaren, die die Natur "dahingerafft" hat - so ist halt das Leben.

Ich zeige euch mal ein Bild von einem Saguaro, der sein Leben in der Natur beendet hat. Der stattliche Rest ist immerhin noch ca. 6 Meter hoch.
(Das Bild ist ein auf dem Scanner digitalisiertes Dia von 1975. Deswegen ist die Qualität nicht so berauschend)

@ Schwarze Lilie

35 Jahre sind kein Alter für einen Säulenkaktus, da ist der gerade mal in der Pubertät , aber, da er ja bei uns trotz aller liebevollen Pflege keine idealen Lebensbedingungen vorfindet, "altert" der einfach durch Stress und wird dadurch anfälliger für jede noch so kleine Störung.


Norbert
Saguaro.jpg
Saguaro.jpg (430.1 KB)
Saguaro.jpg
Saguaro (Carnegia gigantea)
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Re: Das traurige Ende eines 23-jährigen Gymnocalycium denudatum

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Gepostet: 29.01.2008 - 21:29 Uhr  ·  #15
da würde auch kein st mehr helfen

schon interessant zusehen, was da im inneren eines kaktus so drin ist

danke für´s zeigen
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Pflanzenkrankheiten & Schädlinge

Worum geht es hier?
Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun?
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.

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