Wir brauchen Bräuche
Auf dem Rückweg von der Uni findet sie einen kleinen Blumenstrauß auf dem Gepäckträger. Mensch wie niedlich, aber von wem, denkt sie. Sie hat da so eine Vermutung, aber keine Botschaft bestätigt diese. Gedankenverloren radelt sie nach Hause.
Er kommt von der Arbeit, flott abgeparkt und dann die Treppe rauf und nix wie auf die Couch. Vor der Haustür ein frischer Blumestrauß. Hey, das ist ja nett, aber von wem? Er hat da so einen Verdacht, aber neee, das kann doch eigentlich gar nicht sein, so spröde wie die sich ihm gegenüber immer verhält.
Halllloooo, sie traut ihren Augen nicht. Da steht doch tatsächlich ein Minibouquet kleiner Frühlingsblumen in einem Glas mitten im Briefkasten. Wer hat denn die dort hinein gestellt? Wie süß. Sie hat doch gar nicht Geburtstag. Was ist denn bloß los?
Ja was denn wohl, ihr Blitzmerker! Am 14. Februar ist Valentinstag, der Tag, an dem man einem anderen durch ein kleines Geschenk seine Zuneigung oder Liebe zeigen kann. Das geht an jedem anderen Tag natürlich auch, aber am Valentinstag denkt man in der Regel eher daran.
Denn die laute Konsumwelt da draußen, die hämmert uns das ja ein. Und das ist auch gut so. Bräuche wie der Valentinstag dienen der Sinn-, Identitäts- und Integrationsstiftung. Hier weiß nun ausnahmsweise mal jeder, was zu tun ist. Etwas schlichtweg Nettes, eine freundliche Geste, ein kleiner Liebesbeweis, eine zarte Andeutung, ein geheimnisvolles Zeichen, eine charmante Annäherung - und das alles ohne Gelaber, sondern einfach so, durch die Blumen. Blitzmerken Sie sich das!
Weitere Informationen:
www.blumentrend.de