Zitat geschrieben von Roadrunner
Ja, das stimmt, mein Birnbaum hat den Gitterrost seit vielen Jahren, teilweise sehr stark, aber lebensbedrohend scheint es nicht zu sein. Allerdings fällt die Ernte seit ein paar Jahren fast gänzlich aus, so das ich jetzt doch spritze um wenigstenen ein paar Birnen zu ernten.
Meine Birne ist seit über fünf Jahren ebenfalls zunehmend mit Birnen-Gitterrost befallen. Vor fünf Jahren hat der für einen Kleingarten recht stattliche Baum das Wachstum eingestellt und so gut wie keine Früchte mehr ausgebildet. In den vergangenen drei Jahren trat minuswachst ein. Im vergangenen Jahr vertrocknete ein starker Hauptast komplett.
Ein Weiteres Jahr würde ich den Baum nicht zutrauen.
Eine Rückfrage beim Pflanzenschutzamt ergab, daß ein Befall von bis zu drei Stellen pro Blatt tolerabel sei. Mein Baum wurde in den letzten Jahren jedoch von mindestens fünf, meistens jedoch mehr als sieben Stellen pro Blatt befallen.
Bei einer Begutachtung durch einen Biologen wurde das Resümee gezogen, das die Blätter nicht mehr genug Energie an die Wurzeln abgeben und in der Folge sich die Wurzeln zurückbilden, worauf dann der Baum nicht mehr richtig versorgt werden kann. Der Baum beginnt einzugehen.
Es bleibt nur die Möglichkeit trotz des schon starken Verlustes an Zweigen und Ästen den Baum stark zu beschneiden, um die Krone an die verbleibende Leistung der Wurzeln anzupassen.
Ein erneuter Befahl würde den Baum weiter schwächen, weshalb Spritzen mit Fungizid unumgänglich ist.
Bedauerlicher Weise wird mehr Wert auf immergrünen Sichtschutz aus billigen chinesischen Wacholder als auf gesundes unbehandeltes Obst gelegt. Da werden die Birnen dann im (bio)Supermarkt aus Arabien (die in einer art "Hydrokultur" in der Wüste gezogen wurden) gekauft um sie dann versteckt vor den Blicken der Nachbarn hinter der Wacholderhecke verzehren zu können.
Haben wir nicht genug Probleme?
Währe es nicht an der Zeit, die Ursache des Übels zu beseitigen?
Mein Birnenbaum in Berlin war vor dem Auftreten des Birnengitterrostes ein Vitaler und kräftiger Baum, der mehr als genug Früchte abgegeben hatte.
Aber auch außerhalb der Großstadt, fern von der nächsten Kleinstadt (mehr als 10 Kilometer) in mitten von Wäldern in Brandenburg schlägt der Versuch fehl, giftfrei Birnen zu züchten, weil selbst in diesem Dorf Wacholderhecken gepflanzt werden.
Auf Nachfrage bei den Nachbarn erfährt man dann das diese "keine Ahnung" von der Sachlage haben.
Fehlt es einfach an Aufklärung?