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Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln... Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen). |
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Rieseneuphorbienmonster richtig gießen und düngen -aber wie? |
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Tantabiddy  Gärtnermeisterin

Beiträge: 1905
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vom: Mi 15 Jun, 2011 19:10 |
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Hallo ihrs,
ich bin so gar kein Stachler-Fan und kenne mich auch so gar nicht damit aus (ich beziehe Euphorbien da einfach mal mit ein) aber auf der Arbeit steht dieses Monstrum von - vermute ich - einer Euphorbie (am ähnlichsten sieht es der trigona, finde ich... naja... aber vielleicht auch nicht... ) und tut mir irgendwie leid, da das seit Jahren völlig vernachlässigt wird.
Das Teil ist gut 2m hoch und könnte glaube ich auch von 2 Erwachsenen gemeinsam nicht umarmt werden - also schon beachtliche Ausmaße! Die Pflanze steht in fast reinem Sand, wird glaube ich so gut wie nie gegossen und ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seit Jahren nicht gedüngt worden. Sie ist auch zum Teil recht lädiert und die neueren Triebe sehen teilweise doch eher blass um die Nase aus. (Fotos reiche ich morgen nach!)
Ich hab mir vorgenommen, das arme vernachlässigte Stacheltier mal zu düngen, aber bin mir unsicher, in welchen Dosen und mit was genau. Hier im Forum habe ich nur den Hinweis auf Kakteen-Dünger gefunden - aber wie hoch dosiert für so ein Monstrum? Ganz normal wie auf der Flasche beschrieben? Und soll ich die wie andere Pflanzen auch erstmal angießen und dann düngen? Andererseits traue ich mich nur auch nicht, zu viel zu gießen, da die Pflanze in einer Art Zementwanne aus Plastik steht, die mit Sicherheit keine Abzugslöcher hat.
Gibt es irgendwelche Anzeichen, die zeigen, dass die Pflanze Wasser braucht - schrumpeliger Stamm oder sowas? Wie regelmäßig und mit welchen Mengen sollte man da gießen und düngen?
Wäre für ein paar Tipps dankbar, da die Euphorbien, über die ich hier im Forum gelesen habe, irgendwie alle viel kleiner sind und unter anderen Bedingungen gehalten werden - an Topf und Substrat kann ich z.B. ohne einen Kran echt nix mehr ändern... 
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MarsuPilami  Pflanzendoktorin

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Tantabiddy  Gärtnermeisterin

Beiträge: 1905
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vom: Mi 15 Jun, 2011 19:30 |
Naja. Vielleicht schon... wenn sie gerne mit Stacheln kuscheln...? Naja, ist schwer messbar da die mit einem Gurt an der Wand befestigt ist, aus Sicherheitsgründen. Aber ich zumindest könnte die mit meinem hypothetischen Klon zusammen nicht umarmen! Mache morgen mal ein Foto, will euch das schon seit Tagen fragen aber vergesse dauernd, die Knipse mit zur Arbeit zu nehmen.
Edit: Ich glaube übrigens fast, ich bin von diesem Teil irgendwie doch beeindruckt genug, um für meine neue Klasse einen Ableger zu machen. Habe die Erklärung von Dieter gelesen, von wegen trocknen lassen und dann in vorwiegend mineralisches Substrat - ist das dafür egal, was für eine Euphorbie genau das ist, sprich, geht das mit allen Euphorbien gleich?
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gudrun  bon coeur de green

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Tantabiddy  Gärtnermeisterin

Beiträge: 1905
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Tantabiddy  Gärtnermeisterin

Beiträge: 1905
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vom: Fr 17 Jun, 2011 15:22 |
So, heute konnte ich die scheue Kleine mal vor die Linse kriegen. *gg* Unten links im Bild kann man noch eine gelbe Gießkanne erahnen, so das man so ne Idee kriegt, wie groß der Topf ist. In der Nahaufnahme kann man vielleicht so ansatzweise erkennen, was ich meine mit lädiert und ausgeblichen - an einigen Stellen ist das Teil vertrocknet, viele der neuen Triebe haben eine sehr helle, fast gelbliche Färbung, viel heller als die alten.
Daher dachte ich, die könnte womöglich an Wasser- und Nährstoffmangel leiden.
P.S.: Habe heute übrigens mal eindringlich vor der Giftigkeit der Pflanze gewarnt, die Idee, das irgendjemand die anfassen wollen würde, fanden aber alle sowieso ausreichend absurd - so einladend wirkt die glücklicherweise nicht.
P.P.S.: Ist es denn überhaupt eine Euphorbie? Wenn ja, was für eine? Wenn nein: was wucherst uns dann da?
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Tantabiddy  Gärtnermeisterin

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MarsuPilami  Pflanzendoktorin

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ZiFron  Pflanzendoktor

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vom: Sa 18 Jun, 2011 9:57 |
Naja - man kann die durchaus vernünftig schneiden, so dass die Schnittkanten verdeckt werden; gehört allerdings ein bisschen Geschick dazu.
Das wird aber jedes Mal ein bisschen schwieriger.
Die Tricks sind:
- Die Triebe in der Mitte der Pflanze lässt man etwas länger stehen, die am Rand bleiben immer etwas kürzer. Hat man eine Pflanze mit vielen Trieben muss man in mehreren Stufen schneiden - dabei werden die Triebe am rand am stärksten eingekürzt.
- Man muss alle triebe schneiden - wirklich alle, denn dadurch wird die Pflanze zum Verzweigen angeregt
- Blutungen sollten direkt im Ansatz mit einem heißen Lappen oder Feuerzeug gestillt werden, der Pflanzensaft verklebt sonst die Pflanze und sieht blöde aus.
- Jetzt wartet man
- Die Pflanze treibt dann aus. Jetzt entfernt man alle Triebe, die nach Innen wachsen, bzw sonst irgendwie stören DIREKT am Ansatz und stoppt die Blutung wieder sofort.
Dadurch wird die Pflanze ausgedünnt (kann man auch mit älteren trieben machen, denn jeder Triebrest verzweigt sich und das wird schnell zuviel) und die Triebe verletzen sich nicht gegenseitig beim weiteren Wachstum.
- Nach einiger Zeit überwachsen die Neutriebe die Schnittstellen von allen Seiten und die Pflanze ist verjüngt und Optisch schön.
Ich habe eine Trigona, die schon Jahre nach dem Muster behandelt wird - ich kann heute Abend mal Bilder einstellen. Sie ist immernoch relativ handlich.
Das gleiche werde ich, wenn sie mal so groß ist, auch bei meiner E. ammak 'variegata' machen...
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