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Wollläuse, die wir nicht wollen

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Azubi
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BeitragWollläuse, die wir nicht wollenDo 15 Jul, 2010 23:25
Liebe Gartenfreunde, wir brauchen eure Hilfe!
Seit 3 Jahren sind unsere Lorbeer-Zierbäumchen von - wie ich mittlerweile vermute - Wollläusen befallen. Obi&Co. haben zwar inzwischen eine locker dreistellige Eurosumme für angebliche Bekämpfungmittel eingestrichen, aber die Tierchen erfreuen sich nach wie vor bester Gesundheit. Typische Kommentare dieser sogenannten Fachleute reichten von "Kein Problem, nehmen Sie "das hier"" bis zu "die bewegen sich doch nicht, die sind tot". Also, wir werden die Viecher nicht los und fürchten unsere Bäumchen zu verlieren. Kann uns jemand weiterhelfen?
Hier eines unserer "Lorbeerbäumchen" (keine Ahnung, wie die botanisch korrekt heissen):

Der Befall ist ziemlich heftig und umfasst sowohl die Blätter (Ober- und Unterseite) wie auch den Stamm.




Mit dem blossen Auge sieht man nur die ortsfesten Kokons. Aber schon ein kleines Hobbymikroskop macht aus der Vermutung eine Tatsache: Die lieben Tierchen sitzen seelenruhig unter ihrem Kokon und ziehen sich dort in aller Ruhe den Pflanzensaft rein:
Hier eine Auflicht-Aufnahme (Aldi-Traveller SU1071)

Von unten beleuchtet (Durchlicht) offenbart sich das ganze Drama noch besser:

Liebe Leute, wie können wir den Viechern auf den Pelz rücken? Alle gängigen Mittel haben wir ausprobiert: weggeworfenes Geld! Die Pflanzen halten sich zwar tapfer und gehen bislang nicht ein. Aber auf Dauer ist das ja schließlich kein Zustand, oder?
Danke, Euere Garteneule.
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BeitragFr 16 Jul, 2010 0:03
Das sind keine Wolläuse, sondern Thripse. Wie du sie garantiert loswirst, weiß ich nicht - die chemische Keule hast du ja anscheinend schon ziemlich ausgereizt..
Aber anscheinend hilft es auch, die Pflanzen in Abständen mehrmals gründlich abzuwaschen. Auch Neemöl wird als Möglichkeit genannt.
Vielleicht kann ja jemand noch eigene Erfahrungen beisteuern.
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BeitragFr 16 Jul, 2010 0:26
probiers doch mal mit lizetan. das wurde mir gegen thripse empfohlen.
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BeitragFr 16 Jul, 2010 7:11
Ich habe ein Mittel von "Bayer Garten" erfolgreich gegen Wollläuse (bei Orchideen) angewendet. Dies soll auch gegen Thrypse helfen. Und zwar habe ich dies bei Hornbach gekauft als Spray und als Stäbchen. Der Wirkstoff ist Imidacloprid, Methiocarb. Es ist zwar nicht gerade billig, aber es hat wirklich geholfen.
Viel Glück!
rose45
OfflineMel
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BeitragFr 16 Jul, 2010 8:07
Ich habe dir das schon in deinem Blog verlinkt und geantwortet!

Das sind Wachsaussscheidungen von Schildläusen. Die Läuse sind wahrscheinlich schon lange hinüber. Die Dinger auf deiner Pflanze leben nicht :wink:

http://green-24.de/forum/viewtopic.php? ... cheidungen
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BeitragFr 16 Jul, 2010 8:25
Mel, ich glaube, da leben noch ein paar, die auf den Mikroskopbildern scheinen zumindest noch lebendig zu sein. Vermutlich sind das einen Menge wachsartiger Überreste und auch noch so einige Überlebende.

Ich würde dir auch ein Mittel von z.B. Bayer empfehlen, und zwar Calypso mit Thiacloprid. Allerdings hilft hier kein giessen, bis der Wirkstoff durch den Stamm zu den Blättern transportiert ist, ist er schon abgebaut.

Nur ein sorgfältiges Spritzen kann Abhilfe schaffen. Das Mittel ist systemisch, das heisst, es dringt in die Pflanze ein und wirkt auch noch eine Weile nach. Dennoch solltest du, auch wenn es nicht in der Verpackung so angegeben ist, das Spritzen noch ein bis zweimal nach je 7-10 Tagen wiederholen. ;)

Die Wachsüberreste würde ich mit einen groben Tuch abrubbeln, damit du sehen kannst, ob der Befall zurückkommt oder endgültig beseitigt ist...;)
OfflineMel
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BeitragFr 16 Jul, 2010 8:31
Oder Gartenschlauch um sich mal richtig Überblick zu verschaffen :wink:
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BeitragFr 16 Jul, 2010 10:41
Das Calypso hilft auch gegen vieles Ungeziefer. Das gibt es vor allem auch in Grosspackungen. Habe damit meine Gurkenpflanzen im Wachsstadion erfolgreich behandelt.
Grüße
rose45
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BeitragDo 22 Jul, 2010 13:35
Liebe Gartenfreunde,
danke für die bisherigen Beiträge.
Um das Thema voranzubringen, möchte ich noch folgendes ergänzen:
1. Abspritzen oder irgendwelche anderen mechanischen Massnahmen scheinen mir hier nicht zielführend zu sein. Dazu ist der Befall zu massiv. Ausserdem glaube ich nicht, dass die Musik auf den Blättern spielt, sondern alles deutet darauf hin, dass an den Wurzeln die Eiablage stattfindet und die Viecher dann hochkrabbeln. Wir kennen das von Kakteen. Allerdings sieht ein typischer Kakteenbefall mit Wollläusen völlig anders aus und er war zumindest zu der Zeit, als wir noch einen Kakteengarten hatten, im Nu mit Metasystox bereinigt. Nur: heute ticken die Uhren anders...
2. Wir haben in den vergangenen drei Jahren zahllose Generationen dieser Viecher groß gezogen. Das sieht man auch auf den Blättern. Sobald die Kokons verlassen werden, kleben sie nicht mehr und werden vom Regen abgewaschen. Ein hellbrauner Fleck bleibt zurück, siehe das beiliegende Foto.
3. Wir werden jetzt ein systemisches Mittel einsetzen. Werde darüber berichten.
Eure Garteneule
Bilder über Wollläuse, die wir nicht wollen von Do 22 Jul, 2010 13:35 Uhr
DSC07485_.jpg
Die hellen Flecken stammen von abgefallenen Kokons.
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BeitragDo 22 Jul, 2010 20:07
Calypso ist ein systemisches Mittel und das Abspritzen war nur dazu gedacht, den aktuellen Befall besser kontrollieren zu können. ;)

Aber wie schon gesagt, alleine das Giessen mit einem systemischen Mittel reicht bei so grossen Pflanzen nicht aus, also auf jeden Fall auch damit spritzen...;)
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BeitragSa 24 Jul, 2010 21:34
Calypso als systemisches Mittel spritzen im Wechsel mit Ölhaltigen Präparaten


in dem Falle vom Euonymus habe ich 3 "Calypso-Spritzungen" und 3 "Para-Sommeröl-Behandlungen" gemacht
hier meine eigenen Erfahrungen
Ein Thread von meinen Anfängen der Bestimmung von den weißen Stäbchen
wenn du Lust hast zu lesen --- ansonsten reichen die beiden letzten Beiträge in dem Thread aus :wink:
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Azubi
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Danke, danke, liebe Gartenfreunde für eure Kommentare und eure Hilfe.
Heute haben wir die Uhren auf Winterzeit umgestellt und es ist Zeit, mein Versprechen einzulösen.
Also, unsere ungeliebten Freunde erfreuen sich weiterhin bester Gesundheit. Dieses Foto ist der beste Beweis. Kein Schimmer von Massensterben oder so.
Meine Action: Ich habe das "Bayer Kombi-Schädingsfrei" im 400 ml-Pack gekauft, entsprechend der Anleitung verdünnt und damit gegossen. Nach dreimaliger Anwendung war die Pulle leer, für zwei (2!) Lorbeerbäumchen. Das war Mitte August. Heute, Ende Oktober lachen mich die Viecher schamlos durchs Mikroskop an und freuen sich auf eine warme Überwinterung.
Ich bin schier ratlos: Das Thiacloprid (Wirkstoff im oben erwähnten Artikel) mag ja ein tolles Mittel sein: Es ist sicher gut, um Gartenfreunden endlos Geld aus der Tasche zu ziehen, hilft möglicherweise ein wenig, die Bayer-Aktionäre zu bereichern und bringt dem Einzelhandel definitiv lukrativen Umsatz. Nur: für den versprochenen Zweck ist es nicht geeignet.
Wenn das Zeug eine Waschmaschine wäre, würde ich es zurückbringen, aber so...Hier gibt es definitiv eine Lücke im Verbraucher-Recht...
Bitte nicht (an die Wollläuse) weitersagen: Ich gebe hiermit die Bekämpfung der Wollläuse auf und überlasse von nun an das Ganze der Dynamik der Natur. Meine Zeit, mein Geld und meine Nerven opfere ich lieber für andere Dinge.
Eure Garteneule
Bilder über Wollläuse, die wir nicht wollen von So 31 Okt, 2010 16:37 Uhr
Still0003.jpg
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Garteneule hat geschrieben:.......entsprechend der Anleitung verdünnt und damit gegossen......


gießen ist zwar die einfachere Variante, aber spritzen wäre in deinem Fall effektiver gewesen
(hat Roadrunner in den vorhergehenden Post´s ja schon geschrieben)

dann probier´s halt mit "Hausmittelchen" - sie helfen machmal den Befall einzudämmen
evtl.
1/2 Liter destilliertes oder abgekochtes Wasser - kalkfrei halt wegen Vermeidung von Kalkflecken auf den Pflanzen!
2,5 Gramm Kaliseife (medizin. Schmierseife ohne Zusätze; aus der Apotheke) = ca. 1/2 Kaffeelöffel
2,5 ml Brennspiritus (wie man ihn beim Grillen NICHT verwenden soll!!)
und wenn man möchte zusätzlich noch 5 ml Algan zur Stärkung der Pflanze v. Neudorff - ist so eine Art Blattdünger)

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