Wollläuse an Callaknollen

 
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Kurti60

Hallo,
hab heute meine Callaknollen aus dem Keller geholt und wollte sie in frische Erde setzen und neu antreiben. Als ich sie aus den trocken stehenden Töpfen holte, sah ich, dass an vielen Knollen dicke Wülste oder Nester mit Wollläusen sind. Und das unter der Erde! Nun hab ich die Knollen abgewaschen. Kann ich noch etwas tun, damit die Viehchter vernichtet werden? Gießt man dann nach dem Eintopfen noch mit einem Insektizid oder sowas ähnliches? Benutze eigentlich ungern Chemie in Haus und Garten.
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zauberwald

Hallo,

Wollläuse sind sehr hartnäckige Schädlinge.
Du hast ja schon die Knollen abgewaschen.Probier es doch mal mit Essigwasser oder verdünnter
Schmierseifenlösung.Nimm dazu eine weiche Bürste und schrubbe deine Knollen damit.

Spritzen nützt oft nicht viel,da Wollläuse durch ihre Wachsbildungen geschützt sind.Da ständig dann aus den Eiern wieder Läuse schlüpfen, müsstest du alle 8-10 Tage wieder spritzen.
Erfolg bringt der Einsatz von Nützlingen eher.Manche schwören darauf.
Nützlingseinsatz:Leptumastix-Schlupfwespe
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Scrooge

Das sind Wurzelläuse; die sind eng verwandt mit Woll-Läusen.
Du könntest versuchen, die Knollen vorsichtig in einer dünnen Spiritus-Kaliseifenlösung baden und hoffen, daß das den Knollen nicht schadet. Ich habe das mal bei Typhonium-Knollen versucht, war mir dann aber zu anstrengend.

Kieselgur als Substratsbestandteil soll Wurzelläuse vertreiben, aber das hat physikalische Gründe, die auch etwas mit Austrocknung zu tun haben, insofern weiß ich nicht, ob das in einem Calla-Substrat genauso wirken würde wie in den Sukkulentensubstraten, in denen die Methode normalerweise angewandt wird.

Ansonsten habe ich auch schon die Meinung gehört, daß Wurzelläuse nicht die allerschlimmsten Schädlinge sind, und eine Pflanze selten umbringen. Ich nehme an, der Grund, warum sie bei Kakteen und Sukkulenten so gefürchtet sind, ist der, daß sie permanent an Pflanzen saugen, die das halbe Jahr lang nicht gegossen werden.
Bei den Calla-Knollen würde ich empfehlen, diese schon im Herbst aus den Töpfen zu nehmen und ohne Substrat zu überwintern (sollte gehen, denke ich). Dann könntest Du sie im Herbst bereits von Wurzelläusen befreien und im Winter immer mal wieder kontrollieren.


Wurzelläuse können von einem Topf in den nächsten wandern, wenn man z. B. zwei Töpfe gemeinsam auf einem untersetzer stehen hat. Es gibt wohl auch Ameisenarten, die Wurzelläuse gezielt verbreiten (so wie Ameisen das auch mit Blattläusen machen); darauf sollte man evtl. ein Auge haben, wenn man viele Töpfe nahe beieinander stehen hat.
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Kurti60

Habt vielen Dank für die Tipps. Hoffe das die Knollen sich erholen und trotzdem blühen werden.

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