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Tomatenwelke oder Nährstoffmangel ?

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Hallo !
Ich habe 3 Tomatenpflanzen von 3 verschiedenen Sorten in einem Hochbeet gesetzt. Bei einer der Pflanzen welken die Blätter und ich frage mich: ist die Pflanze jetzt krank ? Tomatenwelke ? Oder braucht sie andere Nährstoffe als die anderen beiden bzw. sollte ich sie mehr düngen ? Ich habe in letzter Zeit einmal pro Woche ein bisschen Seramis Bio Vitalnahrung in Form von Flüssigdünger gegossen (NPK 2-2-2). Auf der Packung steht für Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf soll man 1x20ml/l Gießwasser pro Woche dünge. Ich habe ca. 2x20ml pro Woche für alle 3 Pflanzen gegossen. Ist das zu wenig? Ich lege auch die ausgerissenen Geiztriebe immer zu den Pflanzen und gieße drauf.

Ich hoffe ihr könnt mir sagen dass es noch Hoffnung für meine Pflanze gibt :?
Bilder über Tomatenwelke oder Nährstoffmangel ? von So 01 Jul, 2018 9:34 Uhr
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ich würde eigentlich auf SPINNMILBEN tippen

https://www.google.com/search?q=spinnmi ... 54&bih=908

mfg roland
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Hallo White Raven,
deine Tomaten brauchen mehr Futter! Ich verstehe dich so, dass du 1 x pro Woche 2 Liter Gießwasser mit insgesamt 20 ml Dünger gießt, richtig? Bei den Dosierungsangaben gehen die Hersteller davon aus, dass man so viel Gießwasser mit Dünger verwendet, wie man normalerweise zum gießen benutzt. Meine ( ausgewachsenen) Tomaten „saufen“ locker täglich 2 Liter pro Pflanze weg.
Außerdem ist dein Dünger nicht so gut für Tomaten geeignet. Der Kaliumanteil sollte höher sein, als der Stickstoffanteil. Das ist wichtig für die Ausreifung der Früchte.
Schlecht ernährte Pflanzen sind dann letztendlich auch anfällig für Schädlinge und Krankheiten aller Art.
LG Dörthe
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dnalor hat geschrieben:ich würde eigentlich auf SPINNMILBEN tippen

Oh nein :( Sollte ich mir dagegen jetzt Raubmilben kaufen?

Heide-Rose hat geschrieben:Hallo White Raven,
deine Tomaten brauchen mehr Futter! Ich verstehe dich so, dass du 1 x pro Woche 2 Liter Gießwasser mit insgesamt 20 ml Dünger gießt, richtig?

Hallo Dörthe, ich meinte eigentlich 1x pro Woche 40ml auf 2 L Gießwasser für 3 Tomatenpflanzen. (+ Wasser ohne Dünger)

Heide-Rose hat geschrieben:Bei den Dosierungsangaben gehen die Hersteller davon aus, dass man so viel Gießwasser mit Dünger verwendet, wie man normalerweise zum gießen benutzt. Meine ( ausgewachsenen) Tomaten „saufen“ locker täglich 2 Liter pro Pflanze weg.

Also das heißt dann, du würdest bei den Angaben 40ml auf 2 Liter Gießwasser pro Pflanze pro Woche geben?

Heide-Rose hat geschrieben:Außerdem ist dein Dünger nicht so gut für Tomaten geeignet. Der Kaliumanteil sollte höher sein, als der Stickstoffanteil. Das ist wichtig für die Ausreifung der Früchte.
Schlecht ernährte Pflanzen sind dann letztendlich auch anfällig für Schädlinge und Krankheiten aller Art.

Ok, danke, dann schau ich mal wo ich passenderen Dünger her bekommen!
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"Oh nein :( Sollte ich mir dagegen jetzt Raubmilben kaufen?"

Raubmilben bringen im Freiland nicht viel, die sind eher was für's Gewächshaus. Meist entsteht Spinnmilbenbefall, wenn der Standort nicht stimmt. Vor allem zu trockene Luft und sich stauend Hitze begünstigt einen Befall. Allerdings kann ich auf deinen Fotos keinen Spinnmilbenbefall erkennen.

"Also das heißt dann, du würdest bei den Angaben 40ml auf 2 Liter Gießwasser pro Pflanze pro Woche geben?"

Ja genau.
Für zukünftige Tomatenkulturen kannst du es dir leichteren machen und gleich beim pflanzen Langzeitdünger in die Erde mischen. Bei den meisten Langzeitdüngern muss man nur ein einziges Mal nachdüngen und die Tomaten sind die ganze Zeit gleichmäßig versorgt.

P.S.: Dass Tomatenblätter nicht immer hundertprozentig toll aussehen übrigens normal. Ab Juli werden selbst bei tiptop versorgten Pflanzen oft die älteren Blätter etwas fleckig. Da muss man mit der Zeit seine eigenen Erfahrungen sammeln, was normal bzw. tolerierbar ist.
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Was das Düngen der Tomaten anbelangt, ich habe mit Guanodünger (wird auch als Tomatendünger verkauft) gute Erfahrungen gemacht.
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Ich möchte hier ein kurzes Update bieten.

Der neue Dünger (als Tomatendünger verkauft) hat keine sofortige merkliche Verbesserung der Blätter gebracht. Viele Blätter sind verwelkt und Triebe abgefallen. Ich habe als entfernt was am Triebansatz gelb wurde und bei leichtem Druck nachgab. Ich habe aber das Gefühl, dass die Blattsituation jetzt halbwegs stabil ist. Die Früchte reifen trotzdem munter vor sich hin und wir konnten schon ein paar ernten ! :)

Die Pflanze daneben hat hingegen viele Blätter und die Früchte faulen von unten ab. Vielleicht haben Ochsenherz und Marzano so unterschiedliche Ansprüche? Auf jeden Fall freue ich mich über die Ochsenherz Ernte, danke für die Tipps!

Die faulen Früchte sehen ja nicht sehr appetitlich aus, aber kann man den oberen Teil eigentlich essen ?
Bilder über Tomatenwelke oder Nährstoffmangel ? von Fr 03 Aug, 2018 7:51 Uhr
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Die Marzano zeigt ein typisches Bild einer Blütenendfäule Bilder und Fotos zu Blütenendfäule bei Google. . Das ist eindeutig Kalziummangel. Leider dauert es etwas, bis eine Kalziumgabe sich auf die Pflanzen auswirkt. Vorgeschädigte Früchte werden auch nicht mehr gesund, so das es oft so wirkt, als würde die Düngergabe nicht helfen. Neugebildete Früchte sollten nach einer Kalziumgabe aber gesund reifen.
Kalzium kannst du in Form von Gesteinsmehl oder Gartenkalk (Gartenfachhandel) geben, schneller geht es noch mit Flüssigdünger zum Sprühen auf die Blätter. Wichtig ist dann eine gleichmäßige Bodenfeuchte, damit das Kalzium auch aufgenommen werden kann. Außerdem einen neutralen Boden, bei sauren Böden wird Kalzium gebunden (Gesteinsmehl/Kalk erhöht auch den pH-Wert des Bodens).

Die Früchte sind essbar, wenn du die braunen Stellen großzügig herausschneidest. Beim ersten Symptom direkt ernten und verarbeiten.
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bormangel führt zu ähnlichen schäden - ist per ferndiagnose leider schwierig zu beurteilen

https://www.google.com/search?q=bormang ... 87&bih=908

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Roadrunner hat geschrieben: Außerdem einen neutralen Boden, bei sauren Böden wird Kalzium gebunden (Gesteinsmehl/Kalk erhöht auch den pH-Wert des Bodens).



Nenn mich Korinthenk***r, aber ein erhöhter pH-Wert ist basisch/alkalisch nicht sauer [-X

Kalk streut man auchum Säure zu neutralisieren...
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Und genau das steht da, nichts anderes :-k
Zumindest lese ich das so.
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Hab ich doch geschrieben. In sauren Böden, mit niedrigen pH, wird Kalzium gebunden. Das Ausstreuen von ausreichend Kalk erhöht den pH (und macht ihn damit natürlich alkalisch und nicht mehr sauer), was ja gewünscht ist, weil der saure Boden das vorhandene Kalzium gebunden hatte und es nicht mehr für die Tomaten zur Verfügung stand. In neutralen oder alkalischen Böden ist Kalzium frei und kann von der Pflanze aufgenommen werden.

Deshalb mit Gesteinsmehl oder Gartenkalk bestreuen.... :-k

edit: Danke Gudrun, das dachte ich eigentlich auch...?
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Ok ich hab das irgendwie anders gelesen... aber ich glaube dennoch das die vorhandene Säure ihn erst in eine verfügbare Form überführt. Das CalciumCarbonat schwer wasserlöslich ist und wir hier wohl nicht von Löschkalk reden...

Sprich im alkalischen Boden schwer verfügbar ist... Im Sauren dagegen schlichtweg nicht (mehr) vorhanden...Extrem ausgedrückt.
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Ich glaube nicht, das es sinnvoll ist, hier über die relativ umfangreichen chemischen Vorgänge beim Versauern und Neutralisieren versauerter Böden zu diskutieren. Das hat mit dem ursprünglichen Thema nicht mehr viel zu tun. :D

Das Problem ist sehr wahrscheinlich Kalziummangel und den behebt man im Gemüsegarten mit Gartenkalk (Calziumcarbonat und natürlich nicht mit Calziumoxid!) oder -schneller- einem kalziumhaltigen Blattdünger. :wink:

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