Stadtgarten anlegen

 
  • 1
  • 2
  • Seite 1 von 2
Avatar
Herkunft: Aachen
Beiträge: 21
Dabei seit: 01 / 2008

auf4pfoten

Hallo!

Nachdem wir lange Zeit nach einer schönen Wohnung mit einem netten Balkon Ausschau gehalten haben, hatten wir nun endgültig das riesige Glück mitten in der Stadt eine Wohnung mit kleinem Garten zu finden.
Die Lage des Gartens ist sicherlich nicht ideal, denn es fällt sehr sehr wenig direkte Sonne hinein, aber es ist trotzdem einigermaßen hell. Umgeben ist das kleine Stück mit einer weissen Mauer, die ca. 1.60-1.80m hoch ist, und liegt an einer ruhigeren Seitenstrasse.
Ich habe versucht eine kleine Skizze zu erstellen, die längste Seite des Gartens ist ca. 6 1/2 m lang.
Mometan ist das gute Stück eine Sandwüste, dort wo auf der Skizze "Garten" steht, plant unser Vermieter im Frühjahr noch eine Holzterrasse anzulegen (in der Größe sind wir noch variabel). Das Mäuerchen von der Terrasse zum Garten wird auch noch ersetzt, dort kommen zwei Blausteinstufen hin.

Und nun fängt für mich langsam die Zeit der Planung an. Es ist zwar schön momentan noch viel freuen Raum für Ideen zu haben, aber das macht es nicht leichter .

Teile der weissen Mauer um den Garten würde ich gern begrünen (erste Ideen hier waren Clematis (montana evtl?), Jiaogulan, schwarzäugige Susanne und evtl. kletternde Zucchini). Außerdem hätte ich gern eine kleine Ecke mit Bärlauch, evtl. Walderdbeeren. Ein paar Versuche möchte ich auch mit einer kleinen Chili und einer Tomate starten, mal schauen ob dafür die Sonne reicht.
Da ich noch Studentin bin, darf das Ganze auch nicht allzu viel kosten. Einiges kann man ja jetzt im Frühjahr auch noch aus Samen ziehen.

Über Ideen und weitere Tipps zur "Kleingartengestaltung" wäre ich super dankbar, da ich noch nie einen Garten anlegen musste/durfte. Welche Pflanzen kommen noch mit wenig direkter Sonneneinstrahlung aus (Fuchsien sind überhaupt nicht mein Ding)? Welche Pflanzen machen sich besonders gut in so kleinen Gärten und wuchern nicht zu schnell in die Breite? Welche Rankpflanzen sind auch im Schatten wuchsfreudig (gibt es etwas immergrünes was da in Frage kommt)? Gibt es sonst wichtige Dinge zu beachten?
Mein Traum wäre eine grüne Oase, die allerdings auch Platz für ein paar "Nutzpflanzen" bietet.

Ich freue mich über jeden Tipp!

Liebe Grüße, Christina
gemischt 537.jpg
gemischt 537.jpg (246.82 KB)
gemischt 537.jpg
gemischt 536.jpg
gemischt 536.jpg (307.16 KB)
gemischt 536.jpg
garten.JPG
garten.JPG (17.08 KB)
garten.JPG
Avatar
Beiträge: 6461
Dabei seit: 07 / 2008
Blüten: 30203

Scrooge

ich nehme an, das Haus ist so hoch, daß von Süden her gar keine Sonne in den Garten fällt, auch nicht in die äußersten Ecken?

Bei Mietwohnungen müssen Kosten und Zeitaufwand natürlich im Verhältnis zu der Tatsache stehen, daß Du früher oder später wieder ausziehst.
Du könntest natürlich die eine oder andere Pflanze von vorne herein in großen Kübeln anpflanzen, dann kannst Du sie beim nächsten Umzug mitnehmen. Hätte außerdem den Vorteil, daß Du ein oder zwei Pflanzen zu verschiedenen Jahreszeiten von einer Ecke in die andere schleifen könntest, um Stellen auszunutzen, wo die Sonne zu der Jahreszeit gerade hinfällt.


Wenn alle Stricke reißen, kann man im Schatten immer Efeu anpflanzen. Das wächst immer, es gibt viele verschiedene hübsche Sorten, eigentlich alle immergrün, und man kann problemlos und endlos Ableger schneiden. Das einzige Problem ist, daß man z. T. viel Arbeit damit hat, das Zeug unter Kontrolle zu halten.

Blühwillige Schattenpflanzen wären z. B. Hortensien, aber die sind nicht ganz billig und außerdem manchmal ein wenig zickig.
Wenn Du Kletterpflanzen suchst, Pötschke bietet im aktuellen Katalog eine Art Kletterhortensie an, die auch im tiefsten Schatten noch gedeihen soll.

Von Frühsommer bis Herbst kann man Farbakzente im nicht sonnenverwöhnten Bereich außerdem sehr gut mit Buntnesseln setzen. Das hat mehrere Vorteile: erstens gibt es davon viele verschiedene Farbvarianten; zweitens sind die Dinger immer bunt und Du mußt nicht - wie bei anderen Pflanzen - auf eine Blüte warten; drittens kann man das mit der Zeit sehr preiswert gestalten, wenn man im Haus mehrere "Mutterpflanzen" hat und im Frühjahr rechtzeitig beginnt, Ableger zu machen, die nach dem letzten Frost in den Garten können. Einzig notwendige Pflege ist, glaube ich, das regelmäßige Ausbrechen der kleinen Blütchen, wiel diese der Pflanze zu viel Energie rauben.
Im Herbst kann man dann schauen, ob man einige große schöne Exemplare ausbuddeln und retten will, oder ob man die Pflanzen einfach erfrieren läßt.
Natürlich könntest Du Buntnesseln auch in mittelgroßen Töpfen auf der Terrasse einsetzten, und dann mit Topf im Haus überwintern.

Die Buntnesselstrategie gilt im Übrigen auch für Grünlilien und Tradeskantien:
- es gibt verschiedene Farbvarianten
- es sind pflegeleichte und schattenverträgliche Zimmerpflanzen, man bekommt also "Mutterexemplare" problemlos über den Winter
- Ableger (bei Tradeskantien kein Problem; bei Grünlilien die Kindel, sofern vorhanden) können nach dem letzten Frost in den Garten
- pflegeleicht, billig, und nicht arbeitsintensiv



Gemüse im Schatten ist eher schwierig.
Wie sieht es denn in der aüßersten Nord-Ost-Ecke des Gartens aus? Meinst Du, da käme im Sommer evtl. morgens und abends Sonne hin?

"Gemüsesorten", die problemlos im Schatten wachsen, sind u. a. Topinambur, Knollenziest, und Giersch. Aber da alle drei zu den gefürchtetsten Unkräutern gehören, wird Dein Vermieter Dich vermutlich erschlagen, v. a. wenn Du ihm Giersch anschleppst.

Ansonsten sollen wohl bestimmte Beerensträucher (u. U. teuer), sowie bestimmte Kohlsorten ganz gut mit wenig Sonne zurechtkommen, aber davon verstehe ich nicht genug. Nur: laß die Finger von Brombeeren - die Pflanze ist größer und stärker als Du!

Auch Rhabarber wächst wohl ganz gut im schattigen Bereich, aber ich denke, das ist eine Pflanze, bei der es bis zur Ernte ein paar Jährchen dauern kann?


Ansonsten solltest Du unterscheiden zwischen Gemüsen, die im Schatten absolut nicht gedeihen werden, und solchen, die dort auch wachsen, nur eben mit z. T. erheblich geringerem Ernteertrag als in sonniger Lage. Ich würde mal schätzen, daß Kartoffeln in diese zweite Kategorie fallen, und angeblich auch Kürbisse und Zucchini, wobei es mir immer schwer fällt, mir das vorzustellen.


Erdbeeren sind sicher eine gute Idee; aber wegen der Sorte würde ich in einem Fachbetrieb mal nachfragen. Vielleicht gibt es eine schattenverträgliche Monatserdbeeren-Sorte? Da hat man vielleicht mehr davon, als von Walderdbeeren?
Avatar
Herkunft: Goldbach, USDA Zone …
Beiträge: 1025
Dabei seit: 12 / 2008

Eichbaum-Weiser

Also schattenverträgliche Kletterpflanzen hätte ich auch noch en paar:
Lonicera henryi, Aristolochia macrophylla, Partenocissus tricuspidata "Veitchii" (da ist aber die Herbstfärbung im Schatten nicht so ausgeprägt) und Euonymus fortunei Die Schwarzäugige Susanne braucht leider einen vollsonnigen Standort, Clematis müsste aber auch gehen.
An Stauden hätte ich noch das:
Aruncus dioicus, Rodgersia aesculifolia,Astilbe arendsii, Dryopteris filix-mas, Luzula sylvatica, Hosta, Crocus, Anemone japonica, Dicentra spectabilis, Muscari botryoides, Chrysanthemum grandiflorum
Bärlauch (Allium ursinum) verträgt auch vollen Schatten genauso wie die Walderdbeere, Fragaria vesca (die übrigens lecker schmeckt )
Und noch ein paar Gehölze:
Rhododendron, Pieris japonica, Mahonia aquifolium, Viburnum lantana, Buxus sempervirens, Pachysandra terminalis, Hydrangea macrophylla
Die meisten dieser Pflanzen dürften nicht all zu teuer sein oder lassen sich teilweise auch selber ziehen. Viel Spaß beim Gestalten.
Avatar
Beiträge: 6461
Dabei seit: 07 / 2008
Blüten: 30203

Scrooge

So, jetzt, wo ich mir die Photos nochmal angesehen habe, muß ich mich nochmal in Dinge einmischen, die mich nichts angehen...

Zwei "bauliche" Dinge solltest von Anfang an klären:
1. Bei solchen ummauerten Fleckchen Erde ist es manchmal so, daß auch 30, 40cm tief im Boden sich noch ein jahrzehntealter Stein- oder Betonboden versteckt.
Frag mal Deinen Vermieter, ob er da was weiß.
Das wäre zum einen wichtig zu wissen, weil es natürlich Einfluß darauf hat, wie schnell Regenwasser versickert und damit das Kleinklima ganz erheblich beeinflußt.
Zum anderen würde das ja sicher bestimmte tiefwurzelnde Sträucher ausschließen....

2. Die Mauern. Es gibt ja verschiedene "Kletterpflanzen". Solche, die sich außen festsaugen, und solche, die mit feinsten Wurzelhärchen in die Mauer eindringen und Putz und Ziegelsteile absprengen, etc. Andere wiederum sind eigentlich gar keine echten Kletterpflanzen, sondern benötigen immer die Hilfe eines Gerüsts, das Du u. U. gar nicht bauen kannst, ohne es an der Mauer festzuschrauben.
(Es gibt auch Mauern, die aus irgendwelchen bröseligen alten Ziegelsteinen bestehen, da braucht man dann ohnehin viel Zeit, Nerven und Montageschaum um überhaupt irgendeine Schraube in die Wand zu kriegen.)

Es gibt - wie in Deutschland immer - sicher Regeln für die Auswahl der Kletterpflanzen (im Mietvertrag, im Mietrecht, in der Hausordnung, etc.); und auch Regeln dafür, ob Du in der Mauer rumdübeln darfst, oder nicht.
Es betrifft Dich auch selbst - wenn Du z. B. mal gezwungen bist, einen Teil einer Kletterpflanze wegzuschneiden, oder sie ganz oder teilweise zurückfriert, dann möchtest Du ja auch nicht den ganzen Tag auf eine verratzte Mauer schauen müssen.

Wie sieht das denn mit dieser eingemauerten Stange aus - ist die für Wäsche gedacht, oder kann man das in eine Art Rankgerüst, z. B. für Tomaten, umfunktionieren?


Falls Du in der Mauer rumdübeln darfst, gäbe es natürlich noch Alternativen zu einem kompletten (und optisch manchmal erdrückenden) Bewuchs mit Kletterpflanzen. Wandschmuck, z.B., wie die geschmacklose und überteuerte Keramiksonne bei Pötschke , oder diese halbkreisförmigen Plastik- oder Terrakottatöpfe, die man an die Wand hängen kann. Die aus Plastik sind vermutlich deutlich bezahlbarer. Vielleicht gibt es Stellen im Garten (z. B. nahe der Nordostecke), wo man mehr Sonnenstunden rausholen kann, je höher man an der Wand hochsteigt? Dann wären solche Töpfe ideal, z.B. für Hängeerdbeeren, oder ähnliches. Wahrscheinlich gibt es auch andere Konstruktionen, um Pflanzen weiter oben zu positionieren, aber diese erscheint mir am einfachsten.


Um nochmal auf das Kleinklima zurückzukommen: Du solltest auch bedenken, daß ein sonnenarmer Garten, der noch dazu wenig Luftbewegung hat, bei Regenphasen im Sommer sehr anfällig für bestimmte Krankheiten sein kann, besonders für Mehltau. Daher sollte man das bei der Pflanzenwahl beachten, und vielleicht auf anfällige Pflanzen verzichten, bzw. sich gezielt nach resistenten Züchtungen erkundigen.


Und jetzt noch meine ganz persönliche Meinung, nach der mich niemand gefragt hat:

1. Schau mal, ob man diesen Rhododendron, oder was immer das ist, retten kann.
Vielleicht kann Dir im Frühjahr auch noch mal jemand sagen, wie man die Dinger schneidet. Ist zwar nicht mein Geschmack, aber Du selbst würdest Jahre brauchen, wieder einen Strauch in der Größe heranwachsen zu lassen, und es ist optisch immer besser, zwischen all den neuen, kleinen Sachen, die man pflanzt, ein älteres, größeres Stück zu haben.

2. Mir gefällt die weiße Mauer, gerade in ihrer individuellen unregelmäßigen Ausformung ausgesprochen gut. Ich würde sie gar nicht unbedingt zuwachsen lassen, sondern im Gegenteil mit schwarzen, roten und weißen Kiesflächen (teuer, ich weiß), sowie mit Solitärgehölzen (im Schatten z. B. Eibe; aber auch Farn) betonen. Also eher so eine Art japanischer Garten, statt einer "grünen Oase". Das macht in der Pflege weniger Arbeit, sieht gut aus, und man wird auf der kleinen Fläche nicht so schnell "erdrückt". Außerdem ist es Steinen irgendwie egal, wie viel oder wie wenig Sonne sie bekommen.....
Natürlich kostet das alles zuviel Geld, man bräuchte ja auch noch Unkrautfolie für unter den Kies, und man darf, glaube ich, bei dem Kleinklima auch nicht den billigsten Kies nehmen, sondern muß (gerade bei weißem Kies) auf Gesteinsarten zurückgreifen, die nicht sofort vermoosen, etc. etc.

Aber wenn Du Dir die Sache mal Kopf bildlich vorstellst, kannst Du vielleicht etwas von der Optik in Deine Ideen integrieren.

Du solltest vor allem nicht übersehen, daß Dein Garten und Deine Wohnung erheblich dunkler werden, wenn Du die weißen Mauern rundrum zuwachsen läßt. Der Effekt wird oft unterschätzt.
Avatar
Herkunft: Aachen
Beiträge: 21
Dabei seit: 01 / 2008

auf4pfoten

Wow, vielen vielen Dank erstmal für eure ausführlichen Antworten! Die Pflanzen werde ich mich nach und nach anschauen und etwas aussuchen, was mir gefällt (und was organisierbar ist).

@Scrooge: das sind eine Menge Tipps und Dinge an die ich so garnicht gedacht hätte...bis zu einem schönen Garten wird das wohl noch ein weiter Weg...aber so falle ich vielleicht ein paar Mal weniger auf die Nase, Dankeschön!

Vielleicht kurz noch zu den Fragen: Der Garten liegt wirklich sehr versteckt, das Haus ist drei Stockwerke hoch, so dass von Süden her ziemlich sicher keine Sonne einfallen wird. Ich bezweifele auch, dass es Stellen im Garten gibt, die morgens und abends Sonne bekommen (da ich aber leider noch keinen Sommer in der Wohnung erlebt habe, werde ich das einfach mal genauer beobachten, wenn die Sonne höher kommt).

Unser Vermieter ist ein super netter Mann, der auch durchaus bereit ist und ein wenig bei der Gartengestaltung unter die Arme zu greifen (mit Hilfe, Pflanzen und ein wenig Kleingeld). Er ist froh endlich jemanden gefunden zu haben, der sich um den Garten kümmern mag. Wir haben völlig freie Hand, auch was das Anbringen von Rankgerüsten etc. betrifft, die Stützstange (dafür ist sie übrigens da) kann beliebig genutzt werden, solange sie nicht entfernt wird.
Des Wissens unseres Vermieters nach ist kein Betonboden o.ä. unter dem Sand versteckt, aber 100%ig sicher ist er sich da auch nicht, da ihm das Haus erst 20 Jahre gehört. Allerdings ist der Boden momentan schon relativ feucht meines Erachtens nach.

Von Kletterpflanzen, die sich "festsaugen" oder sich in die Mauer "reinfressen", halte ich nicht viel. Wir möchten den Putz hier nicht kaputtmachen, außerdem ist das Entfernen von zu sehr wuchernden Pflanzen unheimlich aufwendig. Das gemeine Efeu möchte ich daher auch eher nicht im Garten haben...Hm, Wandschmuck ist auch nicht so mein Ding, dann schon lieber die weisse Mauer .

Sonnenstunden sind zumindest in begrenzter Zahl herauszuholen, wenn man etwas auf Maueroberkante setzt. Ich hatte überlegt dort an einigen Stellen Blumenkästen hinzustellen. Auch wenn es den Garten wieder etwas dunkler macht, dient es doch als Sichtschutz zur Strasse hin (der Garten liegt ein Stück tiefer als die Strasse, so dass die Mauer von dort aus nur ca. 1,20m hoch ist...

Dass die Wohnung durch eine Begrünung der Wand dunkler werden könnte, daran hatte ich garnicht gedacht...allerdings ist das angrenzende Zimmer dort eh das Schlafzimmer, das wäre zumindest nicht allzu schlimm. Aber ich wollte auf keinen Fall die gesamte Wand begrünen. Vielleicht sieht man es auf dem Foto, die Mauer hat auch einen kleinen Versatz auf dem sich vielleicht ein paar Töpfe gut machen, da braucht dann schonmal nix mehr begrünt werden.

Die Idee mit dem Kies ist sicherlich nicht schlecht, aber da bin ich mir ziemlich sicher, dass es sowas nicht werden soll. Das wirkt für mich zu "steril". Dann habe ich lieber mehr Arbeit, aber dafür einen "grünen" Garten .

So auf Anhieb gefällt mir die Idee mit den Buntnesseln auf jeden Fall sehr gut. Aber sehen die nicht sehr schnell langweilig aus, wenn sie keine Sonne bekommen (nach dem Winter sehen meine immer sehr "eintönig" aus)?
Außerdem hätte ich auch gern einige Kübelpflanzen auf der (noch ausstehenden) Holzterrasse und der Steinterrasse direkt vor dem Haus (bzw. auf den Treppenstufen).
Beerensträucher könnte ich sicherlich von Bekannten abstauben, Brombeeren gehen garnicht , ein Johannisbeer"büschchen" würden sehr verlockend klingen. Da muss ich mich mal schlau machen, ob das in dem Gärtchen überhaupt Sinn macht.
Den Rhododendron (ja, es ist einer) würde ich gerne los. Allerdings sind momentan noch zwei weitere grosse Sträucher in dem Garten (in der verdeckten Ecke auf dem Foto, momentan ohne grün, niemand hier weiß was das ist ). Die werde ich vermutlich vorerst behalten, damit es nicht ganz kahl ist.

Uff, garnicht so leicht selbst einen so kleinen Garten schön hinzubekommen...aber ich bin sehr gespannt was der Frühling bringt! Und bis dahin wird weitergeplant!
Avatar
Herkunft: Aachen
Beiträge: 21
Dabei seit: 01 / 2008

auf4pfoten

So, nun habe ich mich am Wochenende mal mit der genaueren Planung unseres "Gärtchens" befasst und eine Skizze (diesmal annähernd maßstabsgetreu) ist dabei herausgekommen.

Auf der Mauer Richtung Staße hätte ich gern den ein oder anderen Balkonkasten als Sichtschutz bepflanzt. Dort bin ich noch sehr unsicher, was seinen Weg in diese Kästen finden soll. Über Sommerphlox denke ich momentan nach, verträt der auch Halbschatten bis Schatten oder ist Halbschatten das höchste der Gefühle? Hat da jemand Erfahrung?

Ansonsten hatte ich mir nun für die Stellen 1-6 überlegt:

1: Rankgerüst mit Klematis hin (vielleicht eine immergrüne Sorte), davor Bodendecker, vielleicht Nelken?, zur Steinterasse fänd ich noch eine Hortensie schön, wenn der Platz es noch zuläßt

2: hohes Gras in die Ecke, diese "Stange" würde ich gern mit Jiaogulan bewachsen lassen

3: Kräuterecke oder Sommerblumen, die wenig Sonne gebrauchen

4: "Waldecke" mit Funkie, Farnen und Ziergräsern

5: Akelei, Fingerhut, Mondviole, Vergißmeinnicht, Bärlauch, evtl. Walderdbeeren

6: hier stehen schon zwei Sträucher, ansonsten habe ich noch keine guten Ideen

Gibt es in der Bepflanzung irgendwelche groben Fehler, Verbesserungsvorschlage oder weitere Ideen? Herbstanemonen würde ich gern noch unterbringen...

Momentan sieht es bei dieser Planung für den Herbst/Winter recht Mau aus...Welche der Pflanzen läßt sich gut durch ein wintergrünes Pendant austauschen, bzw. gibt es dort vielleicht schon etwas in der Richtung?

Fragen über Fragen. Freue mich über jede Hilfe!

Christina
garten - neue wohnung 005.jpg
garten - neue wohnung 005.jpg (203.34 KB)
garten - neue wohnung 005.jpg
Avatar
Herkunft: Goldbach, USDA Zone …
Beiträge: 1025
Dabei seit: 12 / 2008

Eichbaum-Weiser

Mit den Nelken wirds wohl nix die brauchen Sonne. Mit Kräutern und Sommerblumen ist auch schwierig, da diese meist Sonne brauchen. Sommerphlox gedeiht auch im Schatten, blüht da aber etwas weniger. Für so Kästen ginge auch noch Glechoma hederacea "Variegata", Vinca minor oder Lamium Galeobdolon, die würden dann auch über die Kästen heraushängen. Als Bodendecker Ersatz könntest du die drei oben genannten oder eine von denen nehmen: Epimedium x versicolor, Waldsteinia geoides, Waldsteinia ternata, Ajuga reptans
Avatar
Herkunft: bei Stuttgart
Beiträge: 548
Dabei seit: 06 / 2008

teatime

das sieht ja noch nach viel Arbeit aus ...

Aber das wird schon werden!

Mir würden Hostas gut gefallen, da kannst Du mit unterschiedlichen Blattfarben und Größen arbeiten, und blühen tun sie auch noch.

Bei den Kästen auf der Mauer mußt Du darauf achten, daß die nicht runterfallen können -> also (idioten-) sichere Befestigung anbringen.
Damit Dir niemand die Kästen in den Garten werfen kann bzw die Kästen nicht auf die Straßen fallen können (starker Wind ...)

OK ich gebs zu ich bin pessimist ...
Aber in meiner ersten Dachwohnung hatte ich vor den Fenstern so Tritte (eigentlich für den Kaminfeger) für meine Balkonkästen.
Die Kunststofkästen standen in Holzkästen. die mit diesen Kunstofkabelbindern (Strapsen, Spaghettis ...) auf den Tritten festgezurrt waren.
Der Wind und vor allem der Schnee im Winter haben ordentlich an den Kästen "gezupft" ...vor allem wenn da was hohes, oder lang herunter hängendes drin ist mit dem der Wind schon spielen kann ...

lg teatime
Avatar
Beiträge: 6461
Dabei seit: 07 / 2008
Blüten: 30203

Scrooge

Zitat geschrieben von auf4pfoten
So auf Anhieb gefällt mir die Idee mit den Buntnesseln auf jeden Fall sehr gut. Aber sehen die nicht sehr schnell langweilig aus, wenn sie keine Sonne bekommen (nach dem Winter sehen meine immer sehr "eintönig" aus)?

Da solltest Du die Experten fragen; hier im Forum müßte es noch irgendwo einen Buntnessel-Stammtisch geben.

Hast Du Dir die Kletterhortensie bei Pötschke mal angesehen? (hier klicken)
Wenn das Ding nur halb so gut mit Schatten zurechtkommt wie normale Hortensien, dann wäre das für Deinen Garten wohl das Beste. Die geht allerdings mit den Wurzeln in die Wand.
Angeblich taugt die Pflanze auch als Bodendecker, d. h. sie wächst kriechend vorwärts (wie Efeu) solange sie nichts zum Klettern findet.

Normale Hortensien eignen sich auf jeden Fall auch sehr gut, egal ob in der Erde oder in Kübeln auf der Terrasse. Allerdings sind Hortensien nicht billig, und ich glaube für Stecklinge bräuchte man etwas Erfahrung. Außerdem muß man bei Hortensien bezüglich Düngung und Schnitt ein paar Dinge beachten - aber da gäbe es sicher Leute im Forum, die Dir weiterhelfen könnten.



OT: wenn die Mauer an der niedrigsten Stelle zu Straße nur 1,20m ist (in Kombination mit einer so blickgeschützten Ecke), würde ich die Wohnung zu der Seite hin gegen Einbrüche sichern (Fachmann fragen: Türschlösser und Türblätter überprüfen lassen, ebenso Türangeln und Fensterangeln; abschließbare Fenstergriffe anbringen, etc.). Oder überall unter der Mauer übelste Dornensträucher pflanzen...



Teatime hat völlig recht - Blumenkästen fallen bei Wind sofort runter; und Du wärst überrascht, wie viele Idioten frei rumlaufen, die Dir die Kästen entweder klauen oder sie runterstoßen.


Aber wie wäre es mit folgender dämlicher Idee:
Schlag in der hintersten Ecke hinter der Stützstange einen stabilen Holzpfosten mit Bodenanker in den Boden. Dann legst Du je ein Brett an beiden Mauern entlang von der Stange bis zum Pfosten und befestigst sie. Dann hast Du quasi zwei Fensterbretter, auf die Du Kästen oder Töpfe stellen kannst; Du kannst sie auf den Brettern leichter befestigen, als auf den Mauern, und die Better wären weit genug oben, um mit etwas höheren Pflanzen noch einen Sichtschutz zu erreichen.

Du kannst natürlich auch gleich ein komplettes Holzdreieck nehmen, also alles was hinter der Stange liegt quasi überdachen.
Falls die Stange das alles nicht mitmacht (Blumenkästen erreichen bei Regen ein Höllengewicht), kann man auch vorne mit zwei oder drei Pfosten nachhelfen. Danach einfach nach vorne alles mit einer kleinen Kletterpflanze begrünen, aber genug Platz zu durchschlupfen lassen - dann hast Du hintendran einen kleinen, leidlich überdachten Platz, an dem Du allerlei häßliches Gartengerät, leere Töpfe und sonstiges Gerümpel verstecken kannst.


... ich liebe es, im Trockenen und Warmen am Computer zu sitzen, und anderen Leute Arbeitsaufträge zu erteilen....
Avatar
Herkunft: Goldbach, USDA Zone …
Beiträge: 1025
Dabei seit: 12 / 2008

Eichbaum-Weiser

Bei der Kletterhotensie ist aber zu bedenken, dass sie sehr langsam wächst und sauren Boden benötigt. Sie blüht auch im Schatten, aber nicht so stark wie bei Sonne.
Avatar
Herkunft: Aachen
Beiträge: 21
Dabei seit: 01 / 2008

auf4pfoten

Hallo!

Ja, im "Garten" gibts bei uns bald einiges zu tun, aber als Ausgleich zum Diplomarbeits-Schreiben tut mir das sicherlich gut!

Die Balkonkästen auf der Mauer zu befestigen wird sicherlich nicht einfach werden...Die Mauer ist zwar ziemlich breit, aber trotzdem wird das recht unpraktisch. Abgesehen davon ist das für mich als kleiner Mensch dort oben auch alles schwer nur zu giessen...von der Idee habe ich mich vorerst verabschiedet.
Da das Gärtchen auch schräg von der Straße wegliegt, ist das hauptsächlich nur die Ecke mit der Stützstange und die kurze Seite, die daran liegt, die beim "Reinschauen" kritisch ist. Vielleicht werde ich dort auch einfach etwas mit höheren Gräsern (Chinaschilf und Bambus evtl.??), an der Steinterrasse dann eben die Clematis planen.
Würde es funktionieren, wenn man sich ein Rankgerüst für die Clematis besorgt (gibt es ja in weiß beschichtet) und das noch ca. 15 cm über die Mauer rüberstehen läßt. Oder nimmt die Clematis das übel, wenn sich "plötzlich" ungeschützt steht.

Hm, Kräuter werde ich dann wohl sehr einschränken müssen...Waldmeister müßte ja gehen, vielleicht auch Petersilie? Ansonsten gibts halt massig Brunnenkresse . Die Waldsteinia geoides gefallen mir sehr gut, trotzdem schade, dass Nelken wohl nichts werden!

Die Idee mit den "Fensterbrettern" gefällt mir auch ganz gut...aber damit würde ich die einzige Ecke, die ein wenig sonnig ist, auch noch dunkel machen. Aber insgesamt gefällt mir die Idee, Blumenkästen innen hängen zu haben, so dass die Oberkante vom Blumenkasten kurz unter der Oberkante der Mauer liegt (hm, ist das verständlich?!? )...

Von der Kletterhortensie bin ich ab, hab mich mal ein wenig schlau gemacht. Sie soll zwar nicht so stark die Wand beschädigen wie Efeu, aber die Gefahr besteht auch. Abgesehen davon braucht sie wohl auch gerade in den ersten Jahren ein Rankgerüst, ansonsten tendiert sie dazu schlaff auf dem Boden rumzuranken. Außerdem soll das Wachstum (von Blüten ganz zu schweigen) in den ersten 3-4 Jahren sehr mickrig sein. Auch wenn Kletterhortensien traumhaft aussehen ist das zumindest vorerst für uns wohl nicht das Richtige...eigentlich schade.

Jetzt muss es eigentlich nur noch wärmer werden, bin momentan sehr motiviert (noch?!?) aus dem Garten was Nettes zu machen!

Riesigen Dank auf jeden Fall an euch alle für die vielen Tips!

Christina
Avatar
Herkunft: Goldbach, USDA Zone …
Beiträge: 1025
Dabei seit: 12 / 2008

Eichbaum-Weiser

An und für sich sind Clematis nicht so empfindlich, ich denke nicht das sie dir das übel nehmen. Petersilie wächst im Halbschatten auch, ist ma ein Versuch wert, ist ja auch nicht teuer. Waldmeister und Bärlauch vertragen Schatten auf jeden Fall.
Hoffentlich bleibt deine Motivation erhalten.
Avatar
Herkunft: Niederrhein, USDA 8a…
Beiträge: 269
Dabei seit: 10 / 2008

GloriaTeasdale

Ui, was für eine Herausforderung, der du dich da stellst! Respekt!

Ich habe fast das Gegenteil, einen Balkon der so sonnig und heiss wird, dass ich es dort nur 5-10 min aushalte

Aber 2 Anregungen möchte ich hier dennoch geben (ich hoffe ich habe sie nicht überlesen): wie wäre es mit Fuchsien im Kübel? Da sollen es einige auch noch im Schatten mögen....

Und das hier, Zwerg-Geissbart: http://www.pflanzen-vielfalt.d…_id=910094
Da sehen die Blüten zwar nicht soooo toll aus, aber das Kraut sieht doch ganz nett aus und das wäre etwas für den Boden...

Ich wünsche dir jedenfalls viel Spass und drücke dir die Daumen, dass du dein Fleckchen Erde schön grün bekommst!
Avatar
Beiträge: 16
Dabei seit: 02 / 2008

Hinterhofgärtner

Hallo auf4pfoten,

erstmal Glückwunsch zum Stadtgarten und schon mal viel Erfolg.

wir haben ebenfalls ein Gärtchen in der Stadt und etwas länger direkte Sonne gibt es nur von Mitte Mai bis Juli. Cih möchte Dich ermutigen, denn auch in so einem Hinterhofgarten gedeiht mehr als man zunächst vielleicht glaubt.

Wir haben unter anderem, gute Erfahrungen gemacht mit

Stauden und kleinere Blütenplfanzen
Akelei, Anemone, Christrose, Eisenhut (giftig), Fingerhut (giftig), Hortensie (mein Schattenliebling, blüht ewig, wenn es nicht mal zu trocken wird), Kletterhortensie, Narzisse, Hyazinthe, Pfingstrose, Phlox, Primel, Rhododendron, Schneeglöckchen, Veilchen, Vergissmeinnicht

Kübelpflanzen
Fuchsien (perfekt für den Schatten, blühen den ganzen Sommer, ich fand sie früher irgendwie spießig, bin aber inzwischen ein echter Fan)

Obst
Stachelbeere , Apfelbaum (kleiner Säulenapfelbaum)

Kräuter im Topf
Basilikum, Minze, Lorbeer

Kräuter ausgepflanzt
Oregano, Rosmarin, Salbei

Schwirig und ok, wenn man seine Ansprüche an die Blütenpracht etwas zurücknimmt:
Rose

Daneben haben wir noch ein paar Kübelpflanzen.

Übrigens den Rhododendron würde ich wie schon von jmd. anderes geschrieben unbedingt stehen lassen. Die hängenden Blätter sind normal wenn es frostig ist. Sobald es Plusgrade hat sieht das nichtmehr so traurig aus. Hat der Rhododendron denn Blütenknospen? Die müssten an den Enden der Zweige deutlich zu erkennen sein.

Unten hängt ein Link zu einer Website mit den Erfahrungen aus unserem Garten.

Nochmals Viel Erfolg
Avatar
Herkunft: Aachen
Beiträge: 21
Dabei seit: 01 / 2008

auf4pfoten

Danke für die vielen Ermutigungen! Ich sitz nun schon auf heissen Kohlen und warte auf besseres Wetter!

Hm, Fuchsien sollten bestimmt gut gedeihen, aber Fuchsien sind so garnicht mein Ding. Wobei ich nun auf Hinterhofgärtner's Homepage Bilder von weissen Fuchsien gesehen habe...die könnten was für mich sein .

@ Hinterhofgärtner: Mich würden ja Fotos von eurem Garten im Ganzen (vor allem den schattigen Teilen) interessieren, habe aber auf deiner Seite nichts dergleichen gefunden, hast du sowas auf "Vorrat"?

Zwerg-Geissbart gefällt mir auch sehr gut, mal schauen welche Stauden ich von Bekannten bekommen kann, und danach geht es dann ins Gartencenter den "Rest" (für die erste Begrünung) besorgen.

Der Rhododendron, was mit ihm geschieht ist noch nicht klar. Ihr habt mich ja fast überzeugt ihn stehen zu lassen . Vielleicht muss er aber sowieso der Holzterrasse weichen, aber das wird sich wohl erst entscheiden, wenn wir sie aufbauen.

Ein kleines "Gartenhäuschen" haben wir nun schon (so ein billiges Plastikteil vom Baumarkt). Das ist zwar hauptsächlich für trockene Unterbringung von Getränkekisten, Gartengeräten etc. gedacht, aber für ein paar kleine Pflänzchen ist sicher noch Platz, wenn es dann wärmer wird.

Ansonsten warten Zwiebeln von Frühblühern und eine Hosta schon darauf, in den Garten einzuziehen!

Christina
  • 1
  • 2
  • Seite 1 von 2

Ähnliche Themen

Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.