Schädlinge an Pflanzen

 
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Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 22.05.2007 - 20:32 Uhr  ·  #1
Da ich gestern mit Schrecken festgestellt habe, sämtliche Balkonpflanzen inklusive meiner Tomaten sind mit Blattläusen voll, hab ich mich mal kundig gemacht und folgenden Artikel gefunden:

>>Fast genauso wirkungsvoll und dabei verträglicher als Seifenlauge ist der Tabaksud.Einfach Tabak aus ein paar Zigaretten in einer alten Pfanne solange aufkochen, bis ein Sud entsteht. Die ausgekochten Tabakreste mit einem Tuch herausfiltern und das braune,stark nach Tabak riechende Wasser abfüllen und anschliessend unverdünnt auf die Blattunterseiten sprühen.
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Re: Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 22.05.2007 - 20:39 Uhr  ·  #2
Hallo Jana ,
ich denke wohl das sie den Tabak meinen der noch nicht gebraucht ist . Also einige Zigaretten killen und es damit machen .
Habe heute auch in einem Gartenbericht gesehen , das man Rhabarbarblätter nehmen kann , daraus einen Tee kochen , und damit die Pflanzen gießen oder besprühen .
Auch Ace hier aus dem Forum berichtete das man diese Rhabarbar -Blätter in eine Kanne Wasser tut , das dann einen Tag stehen lassen , und dann damit die Pflanzen bearbeitet , also gießen , oder sprühen .
Aber man darf nicht vergessen , wie sie im TV sagten , das das giftig ist .
Die Blätter enthalten einen Stoff , den Namen konnte ich mir nicht merken , der halt mit vorsicht zu genießen ist .
Aber nicht Du sollst den Sud trinken , und der Pflanze schadet es nichts .
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Re: Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 22.05.2007 - 21:24 Uhr  ·  #3
Hallo Brigitta,
das mit dem Rhabarbartee ist ja ne voll gute Idee, meine Gurken und Tomaten auf dem Balkom sind auch jeden Tag voller Blattläuse- aber bevor ist die jeden Tag von neuem absammel und "entsorge", versuch ich doch lieber die Sprühmethode... ich wollte nur keine chemischen Mittel verwenden, weil ich genießbares Gemüse ernten wollte. Wenn ich meine Tomaten und Gurken jetzt mit dem Rhabarbar besprühe- ist jetzt vielleicht eine doofe Frage- aber kann ich dann das Gemüse noch essen? Und wie verhält es sich mir Minzkräutern, mit denen ich Tee kochen möchte? Weißt du etwas darüber, wie giftig das dann für mich sein könnte?

Lg, Brini
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Re: Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 22.05.2007 - 21:39 Uhr  ·  #4
Hallo,
bei mir saßen die grünen Parasiten und kleine schlanke Mücken an den Rosenknospen. Weil mir nichts besseres im Moment zur Hand war, habe ich eine Sprühflasche genommen, einen guten Schuß Spülmittel reingegeben und mit Wasser aufgefüllt.
Jetzt kleben die kleinen Killer fest und sind hinüber.
Lg Ruth
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Re: Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 22.05.2007 - 21:42 Uhr  ·  #5
Ruth, so hab ich das in der ersten Panik auch getan, mit diesem ostdeutschen Spülmittel namens FIT,aber dannach ist mir alles eingegangen,das ich damit besprüht hab, bei den Stiefmütterchen haben sich sämtliche Blüten zusammengekräuselt, bei den Tausendschönchen sah es aus, als wären sie verbrannt. Nun könnte man sagen, das käme von der Sonne, dem war aber nicht so, weil ich sie in den Schatten gestellt hatte, bevor ich sie mit dem Zeug besprüht hab, möglich wäre nur die Hitze im Schatten, die sie dann verbrannt hätte. Jedenfalls hab ich heute einfach alles in den Müll geworfen*seufz*, die ganze Arbeit seit Januar in nichtmal zehn MInuten hinüber, wirklich ärgerlich.
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Re: Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 22.05.2007 - 21:54 Uhr  ·  #6
Es gibt verschiedene gute biologische Hilfen für die Bekämpfung von Blautläusen, soweit es Blattläuse sind.

Schadbild Blattläuse:

Beim Einstechen injizieren sie ihren Speichel in die Pflanzen. Dies führt zu Verfärbungen und Aufwölbungen. Mit ihrem Saugrüssel können die Blattläuse gezielt die Leitungsbahnen der Pflanzen anzapfen. Diese Saugtätigkeit verursacht Verkrüppelungen der Triebe. Im Extremfall können ganze Partien vertrocknen und absterben. Auf dem ausgeschiedenen Honigtau (klebrige zähe Masse) siedeln sich oft Russtaupilze an, die den Blättern ein schmutziges Aussehen geben.

Tabaksud:

In der Regel reicht es wenn du deinen Aschenbecher mit Wasser füllst und darin deine Kippen auslöscht. Wenn du dies einige Tage praktizierst und die Zigarettenstummel liegen darin, kannst du diesen Sud verwenden.Du mußt keine Zigaretten abkochen, die Kippenstummel reichen in der Regel.Natürlich hängt es von deinem Tabkkonsum ab. du kannst ja deinen Besuch bitten die Zigarettenkippen in deas Wassergefäß zu geben. Ich würde 1 Liter Wasser benutzen, damit die Konzentration passt.

Brennesselsud:

Diese Methode funktioniert ebenfalls vorzüglich. Man gibt Brennessel (Urtica urens)
in Wasser und läßt dieses Gebräu 24 Stunden ziehen. Nun gießt man den Sud wie beim Tabaksud auch, über die Pflanze.Das eingelagerte Silizium macht die Blätter der Pflanzen hart und erschwert den Schädlingen das Zustechen.

Seifenlauge:

Soweit man Kübelpflanzen oder Balkonpflanzen besitzt die einen größeren Habitus mit dementsprechenden Blattwerk aufweißt kann mann mit Seifenlauge diese abwaschen, Der Rußtau lößt sich. auf 1 Liter wasser 1 Löffel Schmierseife sowie einen Löffel Brennspiritus geben.

Bekämpfung mit Nützlingen, bei Blattläusen:
Die beste Vorbeugung ist das Ansiedeln von nützlichen "Gegenspielern" wie Marienkäfern, Ohrwürmern, Schwebfliegen, Florfliegen und Schlupfwespen. Trockene Luft vermeiden - Luftfeuchtigkeit anstreben (im Wintergarten bzw. Glashaus)!

Der Preis für 100 Tiere liegt bei ca. 5-7 Euro.

Es gibt auch Gelbtafeln mit denen man Schädlinge , die fliegen eindämmen kann.

Ich pflanze im Garten gerne Lavendel, dies hält Blattläuse auch etwas zurück.

Es gibt ein biologisches Mittel: Pyrethrum

Pyrethrum wird aus den getrockneten Blüten von Tanacetum-Arten durch Zerkleinern oder Extraktion mit Lösungsmitteln gewonnen.
Die Weltjahresproduktion an getrockneten Pyrethrum-Blüten liegt in der Größenordnung um 20.000 t. Daraus lassen sich etwa 500 t eines 50 %igen Pyrethrin-Extrakts herstellen. Der Endverkaufswert der aus diesem Extrakt hergestellten Produkte wurde auf 420 Millionen $ geschätzt.

Pyrethrum wirkt als Kontaktgift, das für die Insekten neurotoxisch ist. Der Wirkmechanismus beruht darauf, dass die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen blockiert werden.

Pyrethrum ist giftig für alle Insektenarten, auch für Nützlinge.
Die Wirkung des Extrakts war schon den Römern bekannt. Sie nannten Pyrethrum "persisches Insektenpulver" und setzten es gegen Läuse und Flöhe ein. Pyrethrum und Pyrethroide werden u.a. in der Landwirtschaft (Obstbau und Gemüsebau), in der Holz- und Forstwirtschaft, in der Zierpflanzenproduktion eingesetzt.
Im Ökologischen Landbau ist der Einsatz von Pyrethrum zulässig.

So das war ein kleiner Zusammentrag einiger infos. Ich hoffe du kannst damit etwas anfangen.

Mfg

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Re: Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 22.05.2007 - 21:57 Uhr  ·  #7
Hui Garteneidechse, na den Tipp mit den Zigarettenstummeln find ich ja nun mal extrem interessant das werd ich definitiv in den nächsten Tagen mal probieren und Bericht erstatten, wie es gewirkt hat.
Vielen lieben Dank für den Tipp.

PS: Soll nochmal einer sagen, Rauchen ist unnütz und schädlich.*kicher*

Nochmal PS: Hast du vielleicht noch nen Tipp gegen diese Minierraupe oder wie das Viech heisst?? Ich meine jenes Viech, was solche weissen Frass-Spuren in grünen Blättern hinterlässt, ob da auch Tabak hilft??
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Re: Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 22.05.2007 - 22:17 Uhr  ·  #8
Da hast du wirklich Glück. Ich habe soeben folgenden Beitrag für einen anderen Nutzer veröffentlicht.
Die Minierflige oder Minieraupe ist eigentlich identisch. deshalb werde ich dir den Beitrag auch ans Herz legen.
Es handelt sich um Auszüge aus mehreren Fachzeitschriften, zur Minierraupe.
Hier einige Infos zu , die Ich für dich zusammentragen konnte.
Der wichtigste Verursacher von Blattflecken an der ist die Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella). Dies ist ein nur etwa 1 cm großer Schmetterling, dessen Larven zwischen den Blattoberseiten und den Blattunterseiten der weißblühenden Roßkastanien fressen. Durch diese Miniertätigkeit stirbt das befallene Gewebe ab und verbräunt. Bei wiederholt starkem Auftreten kann die Vitalität der Bäume hierdurch gemindert werden.


Schadbild
Zur Blütezeit legen die Weibchen der Kastanienminiermotte zahlreiche Eier an den Blättern der Kastanie ab. Hieraus schlüpfen nach 2 bis 3 Wochen die Larven und beginnen zu minieren. Die Blattminen können mehrere cm lang werden (siehe Foto) und werden oft durch Blattadern begrenzt. In den Blattminen finden sich die 3 bis 4 mm langen Larven und später die Puppen. Das betroffene Gewebe verbräunt mit der Zeit. Durch starken Befall sind viele Roßkastanien bereits im Hochsommer vor allem im unteren Kronenbereich völlig verbräunt. Insgesamt entstehen 3 Generationen des kleinen Schmetterlings im Jahr. Die letzte Generation überdauert als Puppe den Winter im Fallaub. Ähnliche Blattflecken an Roßkastanien können auch durch einen Blattfleckenpilz, durch Spinnmilben (Verbräunungen v.a. entlang der Blattmittelrippe) oder durch Trockenheit bzw. Streusalz hervorgerufen werden (Verbräunungen vom Blattrand ausgehend).

Vorbeugung und Bekämpfung

Wichtigste vorbeugende Maßnahme ist das Entfernen des Fallaubes, da hierin die Puppen der Miniermotte überwintern, , aus denen im Frühjahr zur Blütezeit der Kastanien die nächste Generation des Schmetterlings schlüpft. Eine Kompostierung der Blätter im eigenen Garten ist nicht anzuraten, da die hierbei erreichte Temperatur meist nicht ausreicht, die Puppen abzutöten. Befallenes Laub sollte also besser in die städtische Kompostierung gegeben werden. Sie können Grünabfälle zu den Recyclinghöfen hinbringen.

Eine chemische Bekämpfung ist meist aufgrund der Größe der Bäume nicht möglich.
Chemische Bekämpfung:
Wen du auf keinen Fall auf keinen Fall auf deinen Pflanzen verzichten will, muss zur chemischen Keule greifen. Mit dem entwicklungshemmenden Insektizid "Dimilin" kann bei sachgerechter Anwendung ein 100%iger Bekämpfungserfolg erzielt werden. Wer sich an der grünen Pracht der Bäume erfreut, sollte dabei nicht vergessen, dass
Dimilin sehr wohl ein Insektizid ist und nicht, wie in manchen Baumpflegerprospekten beschrieben, ein völlig natürliches Wundermittel.
seine Wirkung keinesfalls nur auf die Kastanienminiermotte beschränkt ist. Es tötet alle Insekten, die in einem Jugendstadium mit dem Pflanzenschutzmittel direkt in Berührung kommen.
Hier soll keinesfalls der Eindruck entstehen, dass Dimilin ein gefährliches Gift ist. Das Mittel trägt keine Gefahrenkennzeichnung, ist für Warmblüter ungefährlich und als bienenfreundlich und nützlingsschonend eingestuft. Von allen zur Verfügung stehenden chemischen Möglichkeiten ist der Einsatz von Dimilin wohl die umweltverträglichste Lösung. Diese Tatsache soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine unsachgemäße Anwendung des Insektizids schwerwiegende Folgen für die Umwelt haben kann.Ein Zusammentrag mehrerer
Fachartikel.

Mfg

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Re: Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 22.05.2007 - 22:22 Uhr  ·  #9
Hmm Garteneidechse, aber bei mir ist diese Raupe oder Motte auf den Zuckerschoten und den Sonnenblumen. Erdbeeren, Tomaten und Co. wurden bisher noch nicht angefallen, was ich aber nicht ausschliessen möchte, meinst du, das son Dimillinzeug da angebracht wäre, weil man da ja die Früchte auch von essen möchte??

PS: Ich hab erstmal ganz vergessen, mich dafür zu bedanken, das du hier so ausführliche Einträge machst, also nochmal RIESEN DANKESCHÖN dafür.
Hauptgärtner*in
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Re: Schädlinge an Pflanzen

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Gepostet: 23.05.2007 - 18:47 Uhr  ·  #10
Hallo,

Früher wurde auch reines Nikotin gegen INsekten eigesetzt. Mein Meister hat es damals noch für wenige Jahre verwenden dürfen. Es muss unheimlich gut geholfen haben..auch bei verstopfter Nase..

Grüße

Carsten
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Schaedlinge, Tabaksud

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Gepostet: 28.06.2007 - 10:40 Uhr  ·  #11
Hallo liebe Gartenfreunde!

das mit dem (sehr wirkungsvollen) Tabaksud wuerd ich mir reichlichst ueberlegen, ob ichs an Gemuese oder Ktauetern anwende!
Nikotin ist ein sehr starkes Nervengift,moechtet ihr das wirklich auf euren Tomaten,oder der Minze????
vor allem kommts auch in die Erde,wenn gesprueht wird!!
Ich verwende es iwrklich nur an Zierstrauechern,und in Beeten wo ich kein Gemuese pflanze,...
ausserdem sollte man noch beachten,wenn ihr Haustiere habt, die im Garten rumstreunen, die koennten das aufs Fell bekommen,und dann wenn sie sich putzen aufnehmen,...will man das wirklich?

lg Brigitte
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Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun?
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.

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