Warum werden Kakteen matschig? - Pflanzenkrankheiten & Schädlinge - GREEN24

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Warum werden Kakteen matschig?

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
OfflineGast
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BeitragWarum werden Kakteen matschig?So 06 Mär, 2011 14:58
Hallo zusammen,

ich hab mir eine schöne Kakteenlandschaft gepflanzt. Leider sind 2 meiner Kakteen schon matschig geworden. Gegossen hab ich sie den ganzen Winter über nicht.
Woran kann das liegen?

Grüße Dani
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Hadassa
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BeitragSo 06 Mär, 2011 15:00
Hallo Gast,

wo hattest Du die denn den Winter über stehen? Kakteen sollten zwar trocken überwintern, aber gleichzeitig kühl und hell stehen! Wenn die bei Zimmertemperatur stehen, mußt Du sie durchkultivieren. :-k
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BeitragSo 06 Mär, 2011 15:06
Was bedeutet durchkultivieren?
Es könnte Ihnen evtl zu dunkel gewesen sein. Hab die Schale heute heller gestellt.
Aber zu retten sind die matschigen Kakteen nicht mehr oder?
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Hadassa
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BeitragSo 06 Mär, 2011 15:07
Durchkultivieren: Weiterpflegen durch den Winter -> Gießen

Und ansonsten mach bitte ein Foto, damit sich die Kaktus-Experten Deine Kakteen mal ansehen können!
Pflanzenprofessor
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BeitragSo 06 Mär, 2011 15:10
Die matschigen sind höchstwahrscheinlich nicht mehr zu retten. [-X

In welches Substrat waren die Kakteen gepflanzt?

Es vertragen nicht alle Kakteen eine kühle Überwinterung.
Manche dieser Dornenkerle brauchen mindestens 15 Grad zur Überwinterung.

Durchkultivieren heißt, daß Pflanzen das ganze Jahr über die gleiche Behandlung bekommen,
wobei die Gefahr besteht, daß diese aufgrund der zu geringen Lichtverhältnisse vergeilen!
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BeitragSo 06 Mär, 2011 15:15
um das beurteilen zu können, bräuchte man Bilder.
Ganz dunkel kan durchaus in Ordnung sein - wenn Temperatur und Wasser stimmen.
Weißt du, was für Kakteenarten du hast?

Wenn sie ganz trocken sind, würde ich eher auf zu kalten Stand tippen - oder Arten, die mit einer kühl-trockenen Überwinterung nicht klar kommen.

Gib uns ein paar genauere Infos zu deiner Kakteenlandschaft und dem Standort, vielleicht noch ein paar Bildchen und vor allem die Artnamen (oder Bilder, dann können sie bestimmt werden), dann kann dir bestimmt geholfen werden!

"Durchkultivieren" bedeutet, dass die Pflanzen keine Ruhepause machen. Sie stehen weiter warm und bekommen gelegentlich Wasser.
Im Winter fehlt hierzulande das Licht. Durch den warmem Stand wachsen die Pflanzen aber dennoch weiter. Allerdings werden die Triebe gakelig, also mit sehr weich und langgezogen. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern die Pflanzen sind auch anfällig für Schädlinge und Pilze.
Wenn die Temperatur niedriger ist und die Pflanzen weniger (bis im Extremfall gar kein) Wasser bekommen, stellen sie das Wachstum ein - bis es im Frühling wieder heller, wärmer und feuchter wird und sie auf's Neue loslegen. Viele Pflanzen (gerade viele Kakteen) brauchen eine winterliche Ruhezeit um Blüten anzulegen. Wie kalt die aber werden darf und ob nur weniger Wasser oder pupstrocken, ist von Art zu Art verschieden.

Edit. achchch, bin mal wieder viel zu langsam! #-o
OfflineGast
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BeitragSo 06 Mär, 2011 18:33
Hier das Bild meiner noch "lebenden" Landschaft als ich sie frisch gepflanzt hatte. Denke so erkennt ihr die Sorten am besten. Leider weiß ich selber keine Namen der Kakteen.
Die Aloe ist mir mittlerweile auch schon eingegangen sowie de lebenden Steine. Die Matschigen sind der mittige hinten mit den gelben Blüten, dann der auf der rechten Seite in der Mitte mit ebenfalls gelben Blüten und nun auch noch der linke neben der Aloe.
Bilder über Warum werden Kakteen matschig? von So 06 Mär, 2011 18:33 Uhr
green24.JPG
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BeitragSo 06 Mär, 2011 19:02
Sukkulenten sollten niemals wahllos zusammengepflanzt werden. Nur solche, die einigermaßen gleiche Pflegeansprüche haben.


Zu Deinen Verlusten:

:arrow: Lebende Steine (oder war Deine Pflanze evtl. eher ein Pleiospilos? Sieht man auf dem Photo so schlecht) brauchen eine ganz spezifische Pflege - ich würde sie nicht einfach so zu Kakteen pflanzen.

:arrow: Die "Aloe" war eine Haworthia - auch die hat andere Ansprüche als viele Kakteen, da sie in heißen Sommern u. U. mal eine Wachstumspause einlegt.

:arrow: "Der linke neben der Aloe" ist kein Kaktus, sondern eine Euphorbie. Die meisten Euphorbien haben andere Pflegeansprüche als Kakteen.

:arrow: Die mit den Blüten... - Du weißt, daß diese Blüten falsch sind? Die werden von verantwortungslosen Händlern entweder angeklebt (wie diese albernen Augen) oder mit Nadeln in den Kaktus gesteckt. Vor allem Letzteres führt zu Verletzungen, die durchaus zur Infektion mit Keimen und zum Ableben der Kakteen beigetragen haben können.



Ansonsten blieben da eben noch viele Fragen zum Standort und zur Pflege. Hat die Schale ein Wasserabzugsloch? In welchem Substrat stehen die Pflanzen? Wurden die Wurzeln der Pflanzen zuvor komplett von dem mehr oder weniger tödlichen Torfsubstrat befreit, in dem die meisten Händler sie verkaufen? etc., etc.?

Kakteenpflege ist insgesamt aber eigentlich gar nicht so schwer. :wink:
Wenn Du nochmal so eine Schale planen willst, erkundige Dich einfach vorher hier, und photographier' Deine Einkäufe, damit die Kakteen-Experten hier im Forum Dir helfen können, die richtigen Arten zusammenzupflanzen und sie richtig zu pflegen. :wink:
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Azubi
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BeitragMi 09 Mär, 2011 20:19
Hallo
Du hast hier Pflanzen mit verschiedenen ansprüchen zusammengesetzt.

Die 3 linken Pflanzen und in der Mitte rückwerts brauchen es wärmer. Bis auf den mit den orangenen Kopf sind alles Euphorbien.

Der orange Kopf ist ein gepfropftes Gymnocalycium und braucht es im Winter auch wärmer.

Die in der Mitte und die gewellten (Christat) sind Kakteen und können kühl gehalten werden.
Der gelbe mit den Augen ist eine Mammillaria und der daneben eine Parodia.

Der grüne im Hintergrund ist auch ein Kaktus kann aber sehr groß werden und ich glaube er müßte im Winter auch wärmer stehen.

Und bitte entferne die künstlichen Blumen.

Helga
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BeitragMi 09 Mär, 2011 20:26
:-k Ich glaube, Du siehst da mehr Euphorbien als da sind. Aber das Photo läßt sich eben leider nicht vergrößern.
Ist ja auch wurscht, ob eine Euphorbie oder zwei oder drei..... Euphorbien pflanzt man am besten einfach nie mit Kakteen zusammen.
OfflineGast
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BeitragSa 19 Mär, 2011 13:04
Und wie pflegt man Euphorbien und in was soll ich diese reinpflanzen? Das bisherige ist ja Kakteenerde
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BeitragSo 20 Mär, 2011 16:16
Für Euphorbien (und ich sehe wie gesagt nur eine) gilt fast dasselbe, wie für Kakteen:

- beide sollten in möglichst durchlässiger Erde stehen, die optimalerweise eigentlich vollständig torffrei sein sollte. Ist man gezwungen, torfhaltige Kakteenerde aus der Gärtnerei/Baumarkt zu verwenden, sollte man diese bei empfindlichen Arten nochmal mit etwas feinem Kies (oder Lava, Blähtonbruch, etc., etc.) strecken. Das Pflanzgefäß muß natürlich über einer Wasserabzugsloch verfügen. Zusätzlich kann eine Drainageschicht unten im Pflanzgefäß die Gefahr von Feuchteschäden weiter verringern. [Gilt aber nicht für alle Sukkulenten - lebende Steine, z. B., brauchen ihr ganz eigenes Substrat, das nicht viel mit handelsüblicher Kakteenerde zu tun hat, und sind auch vom Gießen her schwieriger.]

- beide sollten im Sommer so sonnig wie möglich stehen (nach einer Eingewöhnungsphase, um Sonnenbrand zu vermeiden). Dabei gibt es aber sowohl bei Kakteen als auch bei Euphorbien durchaus einzelne Arten, die über Mittag nicht die volle Prallsonne vertragen! Gegossen wird im Sommerhalbjahr ca. alle 2 Wochen einmal kräftig durchdringend - danach sollte das Substrat auch im Inneren komplett abtrocknen. Im Hochsommer bei sehr viel Sonne und Hitze muß man das mit den 2 Wochen u. U. verkürzen. Gerade stark wachsende Arten brauchen im Sommerhalbjahr auch mal Dünger.

- beide sollten im Winter so hell wie möglich stehen, und dabei möglichst wenig bis überhaupt nicht gegossen und keinesfalls gedüngt werden. Der Unterschied - und der Grund, warum man Euphorbien und Kakteen nicht in einer Schale zusammenpflanzen sollte - liegt darin, daß Kakteen im Winter kühl (bei etwa 5 - 10 Grad) stehen sollten, die allermeisten Euphorbien (es gibt sehr wenige Ausnahmen) so niedrige Temperaturen aber nicht vertragen - sie sollten eher so bei 18-20 Grad stehen. Bei Kakteen gibt es auch solche, denen es bei hellem Stand nichts ausmacht, bei höheren Temperaturen (14-16 Grad zu stehen), und sogar solche, die es gerne halbwegs lauwarm haben (mit Mindesttemperaturen von 15 oder sogar 18 Grad), aber die Faustregel ist eben das mit den 5-10 Grad, und daher können sie nicht mit Euphorbien in einem Gefäß stehen.

- Ein weiterer, für manche wichtiger, Unterschied besteht darin, daß der Saft von Euphorbien giftig ist. Je nach Art und Exemplar kann die Giftigkeit so ausgeprägt sein, daß Hautkontakt mit dem Milchsaft (v. a. in Verbindung mit Sonne) zu teilweise schweren Hautirritationen führt; bekommt man Spritzer von dem Saft ins Auge, kann dies sehr schwere Beeinträchtigungen der Sehkraft zur Folge haben.

- für alle Kakteen und anderen Sukkulenten gilt: nach dem Umtopfen mindestens zwei Wochen lang nicht gießen (gilt auch für Stecklinge).

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