Pleomele geht mir ein?! (Dracaena reflexa)

 
Azubi
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Pleomele geht mir ein?! (Dracaena reflexa)

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Gepostet: 24.01.2016 - 13:30 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen,

ich habe eine Pleomele "Song of Jamaica" die mir erhebliche Sorgen bereitet. Seit ein paar Wochen wirft diese immer mehr Blätter (diese werden vorher gelb). Auch in Summe sieht sie nicht gesund aus, die Verzweigungen werden trocken (sieht aus als ob diese von Innen vertrocknen) und die Blätter hängen.

Wir hatten schon Experten hier, das Ergebnis war aber nicht wirklich befriedigend:

          Ich habe die Pflanze jetzt in ein anderes Zimmer (ohne Gardinen) direkt ans Fenster gestellt. Wirklich Erholung ist nicht zu erkennen. Gedüngt wurde mit Wuxal Universaldünger.

          Durch Recherche bin ich auf Meinungen zu ähnlichen Symptomen gestoßen, die von zu wenig Licht ausgehen (Photosynthese der Pflanze nicht möglich). Habe mir jetzt ein Wachstumslicht bestellt mit dem ich es probieren will.

          Was sagt ihr dazu?
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          Druidin
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          Re: Pleomele geht mir ein?! (Dracaena reflexa)

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          Gepostet: 24.01.2016 - 13:58 Uhr  ·  #2
          Erst einmal, Pflanzen reagieren langsam. Wenn du sie gerade erst umgestellt hast, wird es etwas dauern, bevor sich eine Änderung zeigt.

          Da die Tage im Winter kurz sind, kann es durchaus sein, das die Pflanze im Sommer an dem alten Standort klar gekommen ist. Im Winter klappt es dann nicht mehr. Eine sehr(!) schattenverträgliche Pflanze sollte mindesten acht bis zehn Stunden 400 LUX abbekommen. Und das ist schon das absolute Minimum. Das gilt aber überall an der Pflanze, an der sich grüne Blätter befinden, nicht nur an der Fensterseite oder im oberen Bereich.

          Mit einer kostenlosen LUX-Meter-App kannst du die Helligkeit direkt an der Pflanze messen. Aber miss nicht nur an einem hellen Sonnentag, sondern auch wenn es bedeckt ist.

          Weiterhin ist der Lichtbedarf einer Pflanze von der Temperatur abhängig. Eine Pflanze in einem kühlen Raum geht im Winter in eine Winterruhe und stellt das Wachstum ein. In einem warmen Raum kann sie das nicht und braucht dann entsprechend mehr Licht.
          Azubi
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          Re: Pleomele geht mir ein?! (Dracaena reflexa)

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          Gepostet: 24.01.2016 - 14:21 Uhr  ·  #3
          Sehr gute Idee, habe grad mal mit dem Luxmeter von Velux vermessen. Direkt hinter der Gardine hat es heute um 14 Uhr an einem sehr grauen Tag ca. 450-500 Lux, ohne Gardine aber auch nicht viel mehr. Gehe ich ca. 1/2 - 1 Meter weg (Umfang der Pflanze), dann komme ich auf 300-400. Die Pflanze steht normalerweise im Wohnzimmer, dort ist es tendenziell natürlich recht warm (Fußbodenheizung, also etwa gleiche Temperatur den ganzen Tag und nicht nur zu Stoßzeiten wie bei Heizkörpern).

          Habe mir vergangene Woche kurzerhand ein Pflanzenlicht bestellt. http://www.amazon.de/TaoTronic…00OZF129O/
          Meine Idee war, die Pflanze erstmal wieder aufzupeppeln. Wenn es dann wirklich am Licht liegt, muss ich mir Gedanken über Standort und/oder permantes Pflanzenlicht im Winter machen.

          Wie würdet ihr weiter vorgehen?
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          Re: Pleomele geht mir ein?! (Dracaena reflexa)

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          Gepostet: 24.01.2016 - 14:37 Uhr  ·  #4
          Hallo und willkommen

          Die Pflanze steht in Hydrokultur; Ist es 'richtige' Hydrokultur in reinem Blähtongranulat mit temporärer Anstau-Bewässerung? Habt du sie so gekauft oder selbst auf Hydro umgestellt? Wie pflegst du sie? Der Wasserstand sollte immer bis Minimum absinken, dann auf (normalerweise) Optimum aufgefüllt.
          Steht die Pflanze in einem Kulturtopf oder direkt im Übertopf?
          Der Wuxal Dünger ist nicht speziell für Hydrokulturen, oder?

          Welche Himmelsausrichtung hatte das Fenster am ersten Standort?
          Sind es drei eng gepflanzte Stämme/Einzelpflanzen? Schwächeln alle drei gleich? Verliert er die Blätter eher an der lichtabgewandten Seite und in der Krone?

          Gruß, CL
          Azubi
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          Re: Pleomele geht mir ein?! (Dracaena reflexa)

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          Gepostet: 24.01.2016 - 14:58 Uhr  ·  #5
          @ Carl-Ludovique

          Bezüglich der Hydrokultur: da fragst du mich was. Die Pflanze war von Anfang an Hydro und wurde von dem Profi-Betrieb bei dem wir sie erworben haben vor Ort in unser Gefäß eingepflanzt. Ich gehe schon davon aus, dass das Hand und Fuß hat.
          Die Pflege machen wir so wie du schreibst, wurde auch vom Händler so empfohlen. Auf Minimum absinken lassen, dann ruhig auch mal paar Tage so stehen lassen (zwingt wohl die Wurzeln sich anzustrengen weiter Richtung Wasser zu wachsen) und dann auf Optimum auffüllen.
          "Steht die Pflanze in einem Kulturtopf oder direkt im Übertopf?" Das kann ich nicht beantworten. Das Gefäß ist von Lechuza, die Pflanze wurde professionell dort eingesetzt. Ich gehe davon aus, dass das so gemacht wurde wie es sich gehört
          Der Dünger ist auch eine Empfehlung des Händlers, allerdings kein spezieller für Hydro. Es steht Wuxal Universaldünger auf der Flasche.

          "Welche Himmelsausrichtung hatte das Fenster am ersten Standort?" Das ist tatsächlich leider Nord.
          Die Pflanze hat drei Stämme, also keine Einzelpflanzen. Zuerst hat der kleinere geschwächelt. Der hatte sowieso weniger Blätter als die anderen, aber hier ging es als erstes los. Jetzt geben auch die anderen nach. Besonders stark ist der Blattschwund aktuell im inneren des vorher vollen Kerns. Wie man auf den Bildern sieht, sind dort jetzt einige kahle Verzweigungen.
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          Re: Pleomele geht mir ein?! (Dracaena reflexa)

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          Gepostet: 24.01.2016 - 19:38 Uhr  ·  #6
          Azubi
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          Re: Pleomele geht mir ein?! (Dracaena reflexa)

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          Gepostet: 24.01.2016 - 20:04 Uhr  ·  #7
          Vielen Dank für die Ausführungen.

          Also Pflanzenlampe (http://www.amazon.de/TaoTronics-Pflanzenlampe-Zimmerpflanzen-Blumen-Gemüse/dp/B00OZF129O/) für 8h am Tag drüber und dann gucken ob sie sich wieder erholt?
          Obergärtner*in
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          Re: Pleomele geht mir ein?! (Dracaena reflexa)

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          Gepostet: 24.01.2016 - 23:46 Uhr  ·  #8
          Wenn es tatsächlich nur am Licht liegt, wird sie sich wohl sowieso erholen, ob mit oder ohne Lampe, da die Tage nun ja wieder länger werden.

          Und noch ein Tipp zur Lampe: Es ist nicht nötig extra die teuren Pflanzenlampen zu kaufen. Eine Energiesparlampe in der Farbe tageslichtweiss/cool daylight (6500Kelvin) tut es genau so gut, ist aber viel billiger.
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          Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.

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