Bildquelle: 473_3.jpg
Wenn der grüne Daumen fehlt
Viele Menschen schätzen sich glücklich, dass sie nicht "zwei linke Hände" ihr eigen nennen müssen, wieder andere erfreuen sich an ihren Daumen, auch ohne dass diese die Auszeichnung "grün" verdient haben. All diejenigen, die keine Zeit, Lust, Geduld oder Muße haben, sich der Pflege von Pflanzen regelmäßig zu widmen, die aber dennoch auf dekoratives "Grün" in den eigenen vier Wänden nicht verzichten wollen, gibt es ein reichhaltiges Angebot an sogenannten sukkulenten Pflanzen. Sukkulenten sind in der Lage, große Wassermengen in den Gliedern, im Stamm, in den dickfleischigen Blättern und in den Wurzeln zu speichern. Sie überstehen Trockenperioden, ohne sich direkt beleidigt hängen zu lassen. Drei vollkommen unterschiedliche Pflanzencharaktere, die den Lässigen und Nachlässigen hartnäckig Widerstand leisten, sollen Ihnen vorgestellt werden.
Crassula ovata ´Horn Tree´ - Grüne Skulptur
Eine von vielen Möglichkeiten, Pflanzen als Raumschmuck zu verwenden, ist, sie als Skulpturen zu betrachten, die die Einrichtung ergänzen. Crassula ovata ´Horn Tree´ mit ihren verzweigten, fleischigen, röhrenartigen Sprossen kann als Solitärpflanze einen solch prominenten Standort problemlos einnehmen. Ihre bizarre Wuchsform ist ein beeindruckendes Kunstwerk der Natur. "Grüne" Skulpturen präsentiert man am effektvollsten in gradlinigen Gefäßen aus einem schlichten, schmucklosen Material.
Lebende Steine - Kleine Wunder, große Wirkung
Interessante Pflanzen mit Überraschungseffekt sind Lebende Steine (Lithops), deren kugelige Körper Kieselsteinen sehr ähnlich sind. Sie stammen aus Süd- und Südwestafrika, wo trockene Geröll- und Sandwüsten mit lehmigem Boden und Gesteinsspalten ihnen Lebensraum gewähren. Mit ihren schönen Maserungen auf den zwei Blattenden, die aus dem Boden hervorschauen und in der Mitte einen Spalt bilden, passen sie sich der ursprünglichen Umgebung perfekt getarnt an. Von diesen zierlichen Pflanzen sollte man möglichst viele auf kleiner Fläche in einem nicht allzu tiefen Gefäß wie in einem Miniaturgarten zusammenpflanzen. Im Sommer oder Herbst schiebt sich aus der Vertiefung in der Mitte des Pflanzenkörpers eine mittagsblumenähnliche weiße oder gelbe Blüte. Danach ziehen die alten Blätter ein und verschrumpeln, während sich sofort zwei neue bilden. Gegossen werden müssen die Lebenden Steine etwa ab April immer dann, wenn die Erde völlig abgetrocknet ist. Den Winter über bleiben sie an kühler Stelle trocken.
Aloe mitriformis - Pflanzenornamente zum Draufschauen
Dank ihrer Wasser speichernden Blätter extrem pflegeleicht, eignet sich Aloe mitriformis für helle Räume, an die sie kaum weitere Ansprüche stellt. Die dekorativen, silbergrau-grünen Blätter mit dunkelgrünen Farbeinsprengseln, die eine Rosette bilden, prädestinieren Aloe mitriformis, in Draufsicht betrachtet zu werden. Deswegen stellt man sie am besten in Gruppen auf den Boden. Gegossen wird nur, wenn die Erde weitgehend abgetrocknet ist. Übrigens: Pflanzen freuen sich auch über einen Schluck abgestandenen Mineralwassers, in dem sich - auch wenn es auf uns einen schalen Eindruck macht - noch reichlich wachstumsfördernde Mineralstoffe und Spurenelemente befinden.
Quelle: BBH
Diskussion
Hallo!
Kurze Ergänzung: Das auf dem zweiten Foto sind KEINE Lithops, sondern (ich tippe mal)
Argyroderma pearsonii.
Herkunftsort etc. sind aber auch für diese Pflanzen die Gleichen.
Bilder von den echten "lebenden Steinen" (Lithops) gibt's hier:
http://www.lithops.info/
Die Crassula vertreibt offensichtlich jeder Pflanzenhändler unter einem anderen Namen:
- C. ovata "Horn Tree"
- C. ovata "Gollum"
- C. ovata f. monstrosa
- C. portulacea "Gollum"
- C. portulacea f. monstrosa
Aber zu sehen gibt es offenbar immer die gleiche Pflanze, wobei ich keinen Anspruch erhebe, dass die Aufzählung vollständig ist.
Vermutlich fördert es ja den Umsatz.
Norbert
Ähnliche Themen